Epistel- und Evangeliumstext
zum 11. Sonntag nach Trinitatis
in der Ordnung der Bach-Zeit

Epistel-Text
1. Korinther 15, 1 - 10
Gewißheit der Auferstehung Christi
 

 

 

Evangliums-Text
Lukas-Evangelium 18, 9 - 14
Gleichnis vom Pharisaer und Zöllner
 

Luther-Bibel 1545

1 JCH erinnere euch aber lieben Brüder des Euangelij das ich euch verkündiget hab Welchs jr auch angenomen habt in welchem jr auch stehet 2 durch welches jr auch selig werdet Welcher gestalt ich es euch verkündiget habe so jrs behalten habt Es were denn das jrs vmb sonst gegleubet hettet. 3 Denn ich habe euch zu forderst gegeben welches ich auch empfangen habe Das Christs gestorben sey fur vnser sünde nach der Schrifft 4 Vnd das er begraben sey Vnd das er aufferstanden sey am dritten tage nach der Schrifft. 5 Vnd das er gesehen worden ist von Cephas Darnach von den Zwelffen. 6 Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünffhundert Brüdern auff ein mal der noch viel leben etliche aber sind entschlaffen. 7 Darnach ist er gesehen worden von Jacobo Darnach von allen Aposteln. 8 AM letzten nach allen ist er auch von mir als einer vnzeitigen Geburt gesehen worden. 9 Denn ich bin der geringste vnter den Aposteln als der ich nicht werd bin das ich ein Apostel heisse Darumb das ich die gemeine Gottes verfolget habe. 10 Aber von Gottes gnaden bin ich das ich bin vnd seine gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen Sondern ich habe viel mehr geerbeitet denn sie alle Nicht aber ich sondern Gottes gnade die in mir ist.
 

Luther-Bibel 1545

9 ER saget aber zu etlichen die sich selbs vermassen das sie frum weren Vnd verachteten die andern ein solch Gleichnis. 10 Es giengen zween Menschen hinauff in den Tempel zu beten Einer ein Phariseer der ander ein Zölner. 11 Der Phariseer stundvnd betet bey sich selbs also Jch dancke dir Gott Das ich nicht bin wie die andern Leute Reuber Vngerechte Ehebrecher oder auch wie dieser Zölner 12 Jch faste zwier in der Wochen vnd gebe den Zehenden von allem das ich habe. 13 Vnd der Zölner stund von ferne wolte auch seine augen nicht auffheben gen Himel Sondern schlug an seine Brust vnd sprach Gott sey mir Sünder gnedig. 14 Jch sage euch Dieser gieng hinab gerechtfertiget in sein haus fur jenem. Denn wer sich selbs erhöhet der wird ernidriget werden Vnd wer sich selbs ernidriget Der wird erhöhet werden.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

1 Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, 2 durch welches ihr auch selig werdet, wenn ihr's festgehalten habt, in welcher Gestalt ich es euch verkündigt habe es wäre denn, daß ihr umsonst gläubig geworden wäret. 3 Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift 4 und daß er begraben ist und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift 5 und daß er gesehen worden ist von Khepas, danach von den Zwölfen. 6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüder auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, etliche aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 8 Am letzten nach allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 9 Denn ich bin der geringste unter den Apostel, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe 10 Aber von Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

9 Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, das sie fromm wären, und verachteten die anderen, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, einer ein Zöllner. 11 Der Pharisaer stand und betete bei sich selbst: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Und der Zöllner stand ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondrn schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sag euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.


Bibeltext-Quellen:
Lutherausgabe 1545 in originaler Schreibweise wiedergegeben nach:
- Digitale Bibliothek Band 29: Die Luther-Bibel

- Volksbibel der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, 1972
    Auflage von 1983


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Literaturverzeichnis