Epistel- und Evangeliumstext
zum 2. Sonntag nach Epiphanias
in der Ordnung der Bach-Zeit

Epistel-Text

 

 

 

Evangliums-Text

Brief an die Römer 12, 6- 16
Die Gnadengabe im Dienste der Gemeinde
(12, 1 - 8)
Mahnung zur Brüderlichen Gemeinschaft
( 12, 9 - 16)

Johannes-Evangelium 2, 1 - 11
Die Hochzeit zu Kana

Luther-Bibel 1545

6 Vnd haben mancherley Gaben nach der gnade die vns gegeben ist. 7 Hat jemand Weissagung so sey sie dem glauben ehnlich. Hat jemand ein Ampt so warte er des ampts. Leret jemand so warte er der lere. 8 Ermanet jemand so warte er des ermanens. Gibt jemand so gebe er einfeltiglich. Regieret jemand so sey er sorgfeltig. Vbet jemand Barmhertzigkeit so thu ers mit lust.

9 DJe Liebe sey nicht falsch. Hasset das arge Hanget dem guten an. 10 Die brüderliche Liebe vnternander sey hertzlich. Einer kome dem andern mit Ehrerbietung zuuor. 11 Seid nicht trege was jr thun solt. Seid brünstig im geiste. Schicket euch in die zeit. 12 Seid frölich in hoffnung Gedültig in trübsal Haltet an am gebet. 13 Nemet euch der Heiligen notdurfft an. Herberget gerne. 14 Segenet die euch verfolgen Segenet vnd fluchet nicht. 15 Frewet euch mit den Frölichen vnd weinet mit den Weinenden. 16 Habt einerley sinn vnternander. Trachtet nicht nach hohen dingen sondern haltet euch herunter zu den Nidrigen.

Luther-Bibel 1545

1 VND am dritten tage ward eine Hochzeit zu Cana in Galilea vnd die mutter Jhesu war da. 2 Jhesus aber vnd seine Jünger wurden auch auff die Hochzeit geladen. 3 Vnd da es an Wein gebrach spricht die mutter Jhesu zu jm Sie haben nicht wein. 4 Jhesus spricht zu jr Weib was habe ich mit dir zuschaffen? Meine stunde ist noch nicht komen. 5 Seine mutter spricht zu den Dienern Was er euch saget das thut. 6 Es waren aber alda sechs steinern Wasserkrüge gesetzt nach der weise der Jüdischen reinigung vnd gieng in je einen zwey oder drey Mas
7 JHEsus spricht zu jnen Füllet die Wasserkrüge mit wasser. Vnd sie fülleten sie bis oben an. 8 Vnd er spricht zu jnen Schepffet nu vnd bringets dem Speisemeister. Vnd sie brachtens. 9 Als aber der Speisemeister kostet den Wein der wasser gewesen war vnd wuste nicht von wannen er kam die Diener aber wustens die das Wasser geschepfft hatten rüffet der Speisemeister dem Breutgam 10 vnd spricht zu jm Jederman gibt zum ersten guten Wein vnd wenn sie truncken worden sind als denn den geringern Du hast den guten Wein bisher behalten. 11 Das ist das erste Zeichen das Jhesus thet geschehen zu Cana in Galilea vnd offenbarte seine Herrligkeit. Vnd seine
Jünger gleubten an jn.
 

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

6 Und haben macherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. 7 Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amtes. Lehrt jemand, so warte der der Lehre. 8 Ermahnt jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Regiert jemand, so sei er sorgfältig.Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust.

9 Die Liebe sei ohne Falsch. Hasset das Arge, hangt dem Guten an. 10 Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor. 11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennen im Geist. Dienet dem Herrn. 12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an dem Gebet. 13 Nehmet euch der Nöte der Heiligen an. Herberget gerne. 14 Segnet, die euch verfolgen segnet, und fluchet nicht. 15 Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. 16 Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. 3 Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. 4 Jesus spricht zu ihr: Weib was geht's dich an, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt nach der Sitte der jüdischen Reinigung, und es gingen in jeden zwei oder drei Maß. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringet's dem Speisemeister! Und sie brachten's. 9 Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, woher er kam, - die Diener aber wußten's, die das Wasser geschöpft hatten -, ruft der Speisemeister den Bräutigam. 10 und spricht zu ihm: Jederman gibt zuerst den guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren du hast den guten Wein bisher behalten.
11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.


Bibeltext-Quellen:
Lutherausgabe 1545 in originaler Schreibweise wiedergegeben nach:
- Digitale Bibliothek Band 29: Die Luther-Bibel

- Volksbibel der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, 1972
    Auflage von 1983

Copyright© 2002 - by Jochen Grob
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Literaturverzeichnis