Epistel- und Evangeliumstext
zum 23. Sonntag nach Trinitatis
in der Ordnung der Bach-Zeit

Epistel-Text
Brief des Paulus an die Philipper 3, 17 - 21
Unser Wandel ist im Himmel

 

 

Evangliums-Text
Matthaeus-Evangelium 22, 15 - 22
Der Zinsgroschen

Luther-Bibel 1545

17 FOlget mir lieben Brüder vnd sehet auff die die also wandeln wie jr vns habt zum Furbilde. 18 Denn viel wandeln von welchen ich euch offt gesagt habe Nu aber sage ich auch mit weinen Die Feinde des creutzes Christi 19 welcher Ende ist das verdamnis welchen der Bauch jr Gott ist vnd jre Ehre zu schanden wird Dere die jrdisch gesinnet sind. 20 Vnser wandel aber ist im Himel von dannen wir auch warten des Heilands Jhesu Christi des HErrn 21 Welcher vnsern nichtigen Leib verkleren wird das er ehnlich werde seinem verklerten Leibe Nach der wirckunge da er mit kan auch alle ding jm vnterthenig machen.

Luther-Bibel 1545

15 DA giengen die Phariseer hin vnd hielten einen Rat wie sie jn fiengen in seiner Rede. 16 Vnd sandten zu jm jre Jünger sampt Herodis Diener vnd sprachen Meister Wir wissen das du warhafftig bist vnd lerest den weg Gottes recht vnd du fragest nach niemand Denn du achtest nicht das ansehen der Menschen. 17 Darumb sage vns was dünckt dich? Jsts recht das man dem Keiser zinse gebe oder nicht? 18 Da nu Jhesus marckte jre schalckheit sprach er Jr Heuchler was versuchet jr mich? 19 Weiset mir die Zinsenmüntze. Vnd sie reichten jm einen Grosschen dar. 20 Vnd er sprach zu jnen Wes ist das Bilde vnd die vberschrifft?
Sie sprachen zu jm Des Keisers. Da sprach er zu jnen So gebet dem Keiser was des Keisers ist vnd Gotte was Gottes ist.
22 Da sie das höreten verwunderten sie sich vnd liessen jn vnd giengen dauon.
 

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

17 Folget mir, liebe Brüder, und sehet auf die, die so wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. 18 Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich's auch unter Tränen: sie sind die Feinde des Kreuzes Christi, 19 ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Ehre ist in ihrer Schande sie sind irdisch gesinnt. 20 Unsre Heimat aber ist der Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesus Christus, des Herrn, 21 welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er gleich werde seinem verklärten Leibe nache der Wirkung seiner Kraft, mit der er kann auch alle Dinge sich untertänig machen.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

15 Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede, 16 und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Leuten. Die sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen.
17 Darum sage uns, was meinst du: Ist's recht, daß man dem Kaiser Steuer zahle oder nicht? 18 Da nun Jesus merkte ihre Bosheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? 19 Weiset mir die Steuermünze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. 20 Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Aufschrift? 21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gottes was Gottes ist! 22 Da sie das hörten, verwunderten sie sich und ließen ihn und gingen davon.


Bibeltext-Quellen:
Lutherausgabe 1545 in originaler Schreibweise wiedergegeben nach:
- Digitale Bibliothek Band 29: Die Luther-Bibel

- Volksbibel der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, 1972

Copyright © 2002 - by Jochen Grob
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Literaturverzeichnis