Epistel- und Evangeliumstext
zum 3. Weihnachtstag& Tag des Apostels Johannes
in der Ordnung der Bach-Zeit

In Leipzig wurde der Tag des Apostel Johannes
&
der 3. Weihnachtstag
im zweijährigen Wechsel gefeiert

Zum 3. Weihnachtstag
 

Epistel-Text

 

 

Evangliums-Text

Hebraer 1, 1 - 14
Christus ist höher als die Engel
(1, 5 - 14)
 

Johannes-Evangelium 1, 1 - 14
Das Wort ward Fleisch
 

 

1 NAch dem vor zeiten Gott manchmal vnd mancherley weise geredt hat zu den Vetern durch die Propheten 2 Hat er am letzten in diesen tagen zu vns geredt durch den Son welchen er gesetzt hat zum Erben vber alles Durch welchen er auch die Welt gemacht hat 3 Welcher sintemal er ist der Glantz seiner Herrligkeit vnd das Ebenbilde seines wesens vnd tregt alle ding mit seinem krefftigen Wort vnd hat gemacht die Reinigung vnser sünde durch Sich selbs Hat er sich gesetzt zu der Rechten der Maiestet in der Höhe 4 so viel besser worden denn die Engel so gar viel einen höhern Namen er fur jnen ererbet hat

5 DEnn zu welchem Engel hat er jemals gesagt Du bist mein Son Heute habe ich dich gezeuget? Vnd abermal Jch werde sein Vater sein Vnd er wird mein Son sein. 6 Vnd abermal Da er einfüret den Erstgebornen in die Welt spricht er Vnd es sollen jn alle Gottes Engel anbeten. 7 Von den Engeln spricht er zwar Er macht seine Engel geister vnd seine Diener fewerflammen. 8 Aber von dem Son Gott dein stuel weret von ewigkeit zu ewigkeit das Scepter deines Reichs ist ein richtiges Scepter. 9 Du hast geliebet die Gerechtigkeit vnd gehasset die vngerechtigkeit Darumb hat dich o Gott gesalbet dein Gott mit dem Ole der freuden vber deine Genossen. 10 vnd du HERR hast von anfang die erde gegründet Vnd die Himel sind deiner Hende werck. 11 Die selbigen werden vergehen Du aber wirst bleiben Vnd sie werden alle veralten wie ein Kleid 12 vnd wie ein Gewand wirstu sie wandeln vnd sie werden sich verwandeln. Du aber bist der selbige vnd deine jar werden nicht auffhören. 13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt Setze dich zu meiner Rechten Bis ich lege deine Feinde zum schemel deiner füsse? 14 Sind sie nicht alle zu mal dienstbare Geister ausgesand zum Dienst vmb der willen die ererben sollen die Seligkeit?

 

Luther-Bibel 1545

1 JM anfang war das Wort Vnd das wort war bey Gott vnd Gott war das Wort. 2 Das selbige war im anfang bey Gott. 3 Alle ding sind durch dasselbige gemacht vnd on dasselbige ist nichts gemacht was gemacht ist. 4 Jn jm war das Leben vnd das Leben war das Liecht der Menschen 5 vnd das Liecht scheinet in der Finsternis vnd die Finsternis habens nicht begriffen.

6 ES ward ein Mensch von Gott gesand der hies Johannes. 7 Derselbige kam zum zeugnis das er von dem Liecht zeugete auff das sie alle durch jn gleubten. 8Er war nicht das Liecht sondern das er zeugete von dem Liecht.

9 Das war das warhafftige Liecht welchs alle Menschen1 erleuchtet die in diese Welt komen. 10 Es war in der Welt vnd die Welt ist durch dasselbige gemacht vnd die Welt kandte es nicht. 11 ER kam in sein eigenthum Vnd die seinen namen jn nicht auff. 12 Wie viel jn aber auffnamen denen gab er macht Gottes Kinder zu werden die an seinen Namen gleuben 13 Welche nicht von dem Geblüt noch von dem willen des Fleisches noch von dem willen eines Mannes Sondern von Gott geboren sind.

14 Vnd das Wort ward Fleisch vnd wonet vnter vns Vnd wir sahen seine Herrligkeit eine herrligkeit als des eingeboren Sons vom Vater voller Gnade vnd Warheit.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

1 Nachdem vorzeiten Gott manchmal und auf mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, 2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat Gott gesetzt zum Erben über alles durch ihn hat er auch die Welt gemacht. 3 Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von unsren Sünden und hat sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe 4 und ist soviel höher geworden als die Engel, so viel erhabener der Name ist, den er vor ihnen ererbt hat.

5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt" Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt" ? (vgl. Ps. 2,7)und abermals" Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein" ? (2. Samuel 7, 14). 6 Und widerum, da er den Erstgebornen in die Welt einführt, spricht er: Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten" (vgl. Ps. 97,7.) 7 Von den Engel heißt es:" Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen" (vgl. Ps. 104, 4), 8 aber von dem Sohn:" Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit" (vgl. Ps. 45, 7.8), und:" Das Zepter der Gerechtigkeit ist seines Reiches Zepter. 9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit: darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freude wie keinen anderen neben dir." 10 Und:" Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werke. 11 Sie werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alle veralten wie ein Kleid 12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören." (vgl. Ps. 102, 26 - 28) 13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt:" Setzte dich zu meine Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße?" (vgl. Ps. 110, 1) 14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um deren willen, die das Heil ererben sollen?

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. 7 Der kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugte, auf daß sie alle durch ihn glaubten. 8 Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.

9 Das war das wahrhaftige Licht, welche alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. 10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht: aber die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben, 13 welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.

14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.


Zum Tag des Apostel Johannes
 

Epistel-Text

 

 

Evangliums-Text

Der erste Brief des Johannes 1, 1 - 10
Die apostolische Verkündigung
(1, 1 - 10)
Wandel im Licht
(1, 5 - 10)

Johannes-Evangelium 21, 20 - 24

Luther-Bibel 1545

1 Das da von anfang war: das wir gehöret haben das wir gesehen haben mit vnsern augen das wir beschawet haben vnd vnser Hende betastet haben vom Wort des lebens 2 Vnd das Leben ist erschienen vnd wir haben gesehen vnd zeugen vnd verkündigen euch das Leben das ewig ist welches war bey dem Vater vnd ist vns erschienen. 3 Was wir gesehen vnd gehöret haben das verkündigen wir euch Auff das auch jr mit vns Gemeinschafft habt vnd vnser gemeinschafft sey mit dem Vater vnd mit seinem Son Jhesu Christo. 4 Vnd solches schreiben wir euch auff das ewer Freude völlig sey.

5 VND das ist die verkündigung die wir von jm gehöret haben vnd euch verkündigen Das Gott ein Liecht ist vnd in jm ist kein Finsternis. 6 So wir sagen das wir Gemeinschafft mit jm haben vnd wandeln im finsternis So liegen wir vnd thun nicht die warheit. 7 So wir aber im Liecht wandeln wie er im liecht ist So haben wir gemeinschafft vnternander Vnd das blut Jhesu Christi seines Sons machet vns rein von aller sünde. 8 So wir sagen Wir haben keine sünde So verfüren wir vns selbs vnd die warheit ist nicht in vns. 9 So wir aber vnsere sünde bekennen so ist er trew vnd gerecht das er vns die sünde vergibt vnd reiniget vns von aller vntugent. 10 So wir sagen wir haben nicht gesündiget So machen wir jn zum Lügener vnd sein wort ist nicht in vns.
 

Luther-Bibel 1545

20 Petrus aber wandte sich vmb vnd sahe den Jünger folgen welchen Jhesus lieb hatte der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war vnd gesaget hatte HErr wer ists der dich verrhet? 21 Da Petrus diesen sahe spricht er zu Jhesu HErr was sol aber dieser? 22 Jhesus spricht zu jm So ich wil das er bleibe bis ich kome was gehet es dich an? Folge du mir nach. 23 Da gieng eine rede aus vnter den Brüdern Dieser Jünger stirbt nicht. Vnd Jhesus sprach nicht zu jm Er stirbet nicht Sondern so ich wil das er bleibe bis ich kome was gehet es dich an?

24 Dis ist der Jünger der von diesen dingen zeuget vnd hat dis geschrieben Vnd wir wissen das sein Zeugnis warhafftig ist.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

1 Das da von Anfang war, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unseren Augen, das wir beschaut haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens - 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen - , 3 was wir gesehen und gehöret haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habt und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und solches schreiben wir, auf daß unsere Freude volkommen sei.

5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und auch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. 6 Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber Sünden bekennen, so ist es treu und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Untugend. 10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, welchen Jesus lieb hatte, der auch an seiner Brust beim Abendessen gelegen hatte und gesagt: Herr, wer ist's der dich verrät? 21 Da Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? 22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! 23 Da ging die Rede aus unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?

24 Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und dies geschrieben hat, und wir wissen, daß sein Zeugnis wahrhaftig ist.


Bibeltext-Quellen:
Lutherausgabe 1545 in originaler Schreibweise wiedergegeben nach:
- Digitale Bibliothek Band 29: Die Luther-Bibel

- Volksbibel der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, 1972

Copyright© 2002 - by Jochen Grob
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Quellen siehe
Literaturverzeichnis