Epistel und Evangeliumstext
zum Sonntag Quasimodogeniti
in der Ordnung der Bach-Zeit

Epistel-Text

 

Evangliums-Text

1. Johannesbrief 5, 4 - 10
Die Kraft des Glaubens
Gottes Zeugnis von seinem Sohn
 

Johannes-Evangelium 20, 19 - 31
Der Auferstandene im Kreise seiner Jünger
Der ungläubige Thomas
 

Luther-Bibel 1545

4 DEnn alles was von Gott geborn ist vberwindet die Welt vnd vnser Glaube ist der Sieg der die welt vberwunden hat. 5 Wer ist aber der die Welt vberwindet on der da gleubet Das Jhesus Gottes Son ist? 6 Dieser ists der da kompt mit Wasser vnd blut Jhesus Christus Nicht mit wasser alleine sondern mit wasser vnd blut. Vnd der Geist ists der da zeuget das Geist warheit. 7 Denn drey sind die da zeugen auff Erden Der Geist vnd das Wasser vnd das Blut 8 vnd die drey sind beysamen. 9 SO wir der Menschen zeugnis annemen So ist Gottes zeugnis grösser Denn Gottes zeugnis ist das das er gezeuget hat von seinem Son. 10 Wer da gleubet an den Son Gottes der hat solchs zeugnis bey jm. Wer Gotte nicht gleubet der macht jn zum Lügener denn er gleubet nicht dem Zeugnis das Gott zeuget von seinem Son.

Luther-Bibel 1545

19 AM abend aber desselbigen Sabbaths da die Jünger versamlet vnd die thür verschlossen waren aus furcht fur den Jüden kam Jhesus vnd trat mitten ein vnd spricht zu jnen Friede sey mit euch. 20 Vnd als er das saget zeiget er jnen die Hende vnd seine Seite. Da wurden die Jünger fro das sie den HErrn sahen. 21 Da sprach Jhesus abermal zu jnen. Friede sey mit euch. Gleich wie mich der Vater gesand hat So sende ich euch. 22 Vnd da er das saget blies er sie an vnd spricht zu jnen Nemet hin den heiligen Geist 23 Welchen jr die sünde erlasset den sind sie erlassen Vnd welchen jr sie behaltet den sind sie behalten.

24 THomas aber der Zwelffen einer der da heisset Zwilling war nicht bey jnen das Jhesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu jm Wir haben den HErrn gesehen. Er aber sprach zu jnen Es sey denn das ich in seinen Henden sehe die Negelmal vnd lege meinen Finger in die Negelmal vnd lege meine Hand in seine Seiten wil ichs nicht gleuben. 26 VND vber acht tage waren aber mal seine Jünger drinnen vnd Thomas mit jnen. Kompt Jhesus da die thür verschlossen waren vnd trit mitten ein vnd spricht Friede sey mit euch. 27 Darnach spricht er zu Thoma Reiche deinen Finger her vnd sihe meine Hende vnd reiche deine Hand her vnd lege sie in meine Seiten vnd sey nicht vngleubig sondern gleubig. 28 Thomas antwortet vnd sprach zu jm Mein HErr vnd mein Gott. 29 Spricht Jhesus zu jm Dieweil du mich gesehen hast Thoma so gleubestu Selig sind die nicht sehen vnd doch gleuben.

30 AVch viel andere Zeichen thet Jhesus fur seinen Jüngern die nicht geschrieben sind in diesem Buch. 31 Diese aber sind geschrieben Das jr gleubet Jhesus sey Christ der Son Gottes Vnd das jr durch den glauben das Leben habet in seinem Namen.
 

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

4... denn alles was von Gott geboren ist, überwindet die Welt und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

5Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? 6 Dieser ist´s, der da gekommen ist mit Wasser und Blut, Jesus Christus: nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut und der Geist ist's, der da Zeugnis gibt, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die da Zeugnis geben: der Geist und das Wasser und das Blut 8 und die drei stimmen überein. 9Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer denn das ist Gottes Zeugnis, daß er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. 10 Wer da glaubt an den Sohn Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis in ihm. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihm zum Lügner denn er glaubt nicht dem Zeugnis, daß Gott gegeben hat von seinem Sohn.

Revidierte Bibel-Ausgabe 1972

19 Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesendet hat, so sende ich euch. 22 Und da er das gesagt hatte blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst denen sind sie erlassen und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

24 Thomas aber, der Zwölfe einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seine Hände sehe die Nägelmale und lege meine Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich's nicht glauben. 26 Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! 27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deine Finger her und siehe meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor den Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. 31 Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jeus sei der Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.


Bibeltext-Quellen:
Lutherausgabe 1545 in originaler Schreibweise wiedergegeben nach:
- Digitale Bibliothek Band 29: Die Luther-Bibel

- Volksbibel der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, 1972
    Auflage von 1983

Copyright © 2002 - by Jochen Grob
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Literaturverzeichnis