BWV 119 BC B 3 Textdichter: unbekannt Entstehungszeit des Textes: vor 30. August 1724 N.B.: |
Autographe Partitur Kopftitel Concerto. auf die RathsWahl in Leipzig 1723. â 3 Trombe è Tamburi. 3 Hautb. è Basson 2 Flauti, 2 Violini Viola e Vio- loncello e 4 Voci. |
Organo Violoncelli, Bassoni è Violoni all' unisono col Organo Coro Soprano, Alto, Tenore, Basso, Tromba I-III, Timpani, Faluto dolce I&II, Oboe I&II, Violino I&II, Viola, Basso continuo: "Preise, Jerusalem, den Herrn, lobe, Zion, deinen Gott! denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen, der schafft deinen Grenzen Frieden." | Bibeltext Psalm 147, 12 - 14 Parodiebezug evt. Umarbeitung eines Suiten-Satzes der weimarer Zeit zu einem Chorsatz vgl. BWV 119aR |
Recitativo Tenore, Basso continuo: Gesgnetes Land! glückselge Stadt! woselbst der Herr sein Herd und Feuer hat. Wie kann Gott besser lohnen? Als wo er Ehre läßt in einem Lande wohnen. Wie kann er eine Stadt mit reichem Nachdruck segnen? Als wo er Güt und Treu einander läßt begegnen, wo er Gerechtigkeit und Friede zu küssen niemals müde. Nicht müde, niemals satt zu werden teur verheißen, auch in der Tat erfüllet hat. Da ist der Schluß gemacht: Gesegnetes Land! glückselge Stadt! | |
Aria 2 Hautb da Caccia Aria Tenore, Oboe da caccia I&II, Basso continuo: Wohl dir, du Volk der Linden, wohl dir, du hast es gut! Wieviel an Gottes Segen und seiner Huld gelegen, die überschwenglich tut, kannst du an dir befinden. Wohl dir, du Volk der Linden, wohl dir, du hast es gut! | |
Recit Trombe è Tamburi accomp. Recitativo Basso, Tromba I-III, Timpani, Faluto dolce I&II, Oboe da caccia I-II, Basso continuo: So herrlich stehst du, liebe Stadt! Du Volk! das Gott zum Erbteil sich erwählet hat. Doch wohl! und aber wohl! wo mans zu Herzen fassen und recht erkennen will, durch wen der Herr den Segen wachsen lassen. Ja! Was bedarf es viel? Das Zeugnis ist schon da, Herz und Gewissen wird uns überzeugen, daß , was wir Gutes bei uns sehn, nächst Gott durch kluge Obrigkeit und durch ihr weises Regiment geschehn. Drum sei, geliebtes Volk, zu treuem Dank bereit, sonst würden auch davon nicht deine Mauern schweigen! | |
Aria Alto Solo con due Fiauti all' unisuono Aria Alto Flauto dolce I e Flauto dolce II, Basso continuo: Die Obrigkeit ist Gottes Gabe, ja selber Gottes Ebenbild. Wer ihre Macht nicht will ermessen, der muß auch Gottes gar vergessen: Wie würde sonst sein Wort erfüllt? | |
Recitativo Soprano, Basso continuo: Nun! wir erkennen es und bringen dir, o höchster Gott, ein Opfer unsers Danks dafür. Zumal, nachdem der heutge Tag, der Tag, den uns der Herr gemacht, euch, teure Väter, teils von eurer Last entbunden, teils auch auf euch schlaflose Sorgenstunden bei einer neuen Wahl gebracht, so seuftzt ein treues Volk mit Herz und Mund zugleich: | |
Coro Soprano, Alto, Tenore, Basso, Tromba I-III, Timpani, Faluto dolce I&II, Oboe I-III, Violino I&II, Viola, Basso continuo: Der Herr hat Guts an uns getan, des sind wir alle fröhlich. Er seh die teuren Väter an und hate auf unzählige und späte lange Jahre naus in ihrem regimente Haus, so wollen wir ihm preisen. | |
Final Recitat. Recitativo Alto, Basso continuo: Zuletzt! da du uns, Herr, zu deinem Volk gesetzt, so laß von deinen Frommen nur noch ein arm Gebet vor deine Ohren kommen und höre! ja erhöre! der Mund, das Herz und Seele seufzet sehre. | |
Chorale Soprano, Alto, Tenore, Basso, [stromenti colla parte]: Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, was dein Erbteil ist. Wart und pfleg ihr' zu aller Zeit und heb sie hoch in Ewigkeit! Amen. | Cantus firmus & Choraltext Martin Luther, 15229 Aus dem" Te Deum" deutsch |