WappenLexikon Geschichte Baden+Württemberg: Geschichte Badens

philatelistisch unterstützt.  © Manfred Ebener
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

Geschichte Badens: Zähringer, Markgrafschaften, Großherzogtum bis zur Republik Baden

Kurzfassung: Geschichte in Daten + Stammtafeln


Übersicht:
A. Zeit der Herzöge von Zähringen (ab ca. 962): Daten
B. Zeit der Markgrafen von Baden bis zur Teilung der
    Markgrafenschaft (ca. 1100 bis 1515)
C. Zeit der Markgrafen von Baden von 1515 - 1805
D. Zeit des Großherzogtums Baden (1806 - 1918/19)
E. Zeit der Republik Baden u.a. (1919 - 1945)
F. Geschichte Badens nach 1945:
G. Exkurs zum verbleibenden Eigentum des Hauses Baden
     (Streit um den Handschriftenverkauf)


Baden WappenWappen von Baden
 
 
 
 

[Bild (Marke BRD, 1978): Badisches Posthausschild, mit dem Wappen von Baden, 1844]

In der linken Spalte sind (neben einigen Stammtafeln und Karten) vor allem Daten zu Geschichte Badens kurz zusammengestellt.



A. Zeit der Herzöge von Zähringen (ca. 962 bis ca. 1218)

Zaehringer- Die Stammtafel der Herzöge von Zähringen, der Vorgänger der Markgrafen von Baden, öffnet sich bei einem Klick auf das nebenstehende Bild

[Bild (aus dem Buch von Rinker/Setzler: Die Geschichte Baden- Württembergs): Stammtafel der Herzöge von Zähringen]

 962: Berthold (Birchtilo) als Graf im Breisgau genannt (gest.1005)
1024 + Bezzelin, Graf in der Ortenau, gestorben

1061: Berthold I., Graf im Breisgau (1024 - 1078) erhält den Titel : 
         "Herzog von Kärnten" und Markgraf von Verona
1078: Herzog Berthold I. gründet als Hauskloster und Grablege 
         St. Peter in Weilheim/Teck

1098: Herzog Berthold II. (1078 - 1111) verzichtet auf das 
         Herzogtum Schwaben zugunsten der Staufer und erhält die 
         Reichsvogtei Zürich; Bestätigung des Herzogtitels
1108: Burg Zähringen bei Freiburg erbaut; Berthold II. nennt sich 
         danach als erster "Herzog von Zähringen"

1110 (ca) Unter den Herzögen von Zähringen Beginn der planvollen Erschließung und Besiedelung des Schwarzwaldes, Unterstützung und Gründung von Klöstern, Errichtung und Verleihung von Burgen, Gründung und Ausbau von Städten

Freiburg1120: Freiburg im Breisgau erhält Markt- und Stadtrecht vom Zähringer Konrad (Herzog von Zähringen von 1122 - 1152)

[Bild (Marke BRD, 1970): Freiburg im Breisgau; Stadtbild mit Münster, Schwarzwald- Silhouette]
 
1138 - 1254: Staufer Deutsche Könige und Kaiser

Zähringer-Gebiete1186: Berthold V. letzter Herzog von Zähringen (1186 - 1218); die Zähringer herrschen über ein (fast) zusammenhängendes Gebiet von der Ortenau bis zum Genfer See.

1218 + Herzog Berthold V. stirbt ohne männliche Erben; damit Ende des Herzogtums der Zähringer

[Bild (Karte aus dem Buch von W. Hug: Geschichte Badens, S. 59): Besitz der Herzöge von Zähringen im 12. Jahrhundert] [Vergrößerung der Karte durch Anklicken]

Geschichte Badens: Zähringer, Markgrafschaften, Großherzogtum bis zur Republik Baden

Überblick über die Geschichte Badens


Übersicht:
A. Zeit der Herzöge von Zähringen (ca, 962 bis ca. 1300)
B. Zeit der Markgrafen von Baden bis zur Teilung der 
    Markgrafenschaft (ca. 1100 bis 1515)
C. Zeit der Markgrafen von Baden von 1515 - 1805
D. Zeit des Großherzogtums Baden (1806 - 1918/19)
E. Zeit der Republik Baden u.a. (1919 - 1945)
F. Geschichte Badens nach 1945:
G. Exkurs zum verbleibenden Eigentum des Hauses Baden
     (Streit um den Handschriftenverkauf)


Baden als Land mit eigener Identität, als einheitliches Land am Oberrhein, von Wertheim im Norden bis Lörrach im Süden, mit Karlsruhe und Freiburg und Konstanz, hat es nur knapp 150 Jahre gegeben, von 1806 bis 1952. Vorher war dieses Land ein Flickenteppich verschiedener Herrschaften: neben den Markgrafschaften vor allem Pfälzer und österreichische Gebiete, Reichsstädte, Geistliche Gebiete, ritterschaftliche Gebiete, die sich kaum als "Badener" verstanden (s.u.); nach 1952 wurde Baden Teil des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.

Hier sind einige geschichtliche Ereignisse in diesem Land seit etwa dem Jahr 1000 skizziert.



A. Zeit der Herzöge von Zähringen (ca, 962 bis ca. 1218)

Zähringer: süddeutsches Adelsgeschlecht der Bertholdinger, die sich später nach der Burg Zähringen bei Freiburg (erbaut um 1108) "Zähringer" nannten.. 
Die Zähringer waren vom 11. Jahrhundert an neben den Welfen und den Staufern das dritte bedeutende Adelshaus im Süden. 

Zunächst hatten sie Güter in ganz Süddeutschland verstreut: Im Breisgau, in der Ortenau, auf der Alb um Weilheim/Teck, dazu Gebiete im Thurgau.
Von Berthold I. (+ 1078) wird ein Hauskloster mit Grablege für das Geschölecht in Weilheim/Teck gegründet; 1093 wird das Hauskloster nach St. Peter im Südschwarzwald verlegt, was die Verlegung des Schwerpunkts des Herrschaftsgebietes an den Oberrhein deutlich macht. 
Berthold II. verzichtet 1098 auf den Titel des Herzogs von Schwaben zugunsten der Staufer; dafür erhalten die Zähringer die Reichsvogtei Zürich und die Bestätigung des Herzogtitels.

Größte Bedeutung gewinnen die Zähringer nicht so sehr durch Eroberungen und bedeutende militärische Siege (obwohl sie auch in den Auseinandersetzungen zwischen Welfen und Staufern, zwischen Papsttreuen und Kaisertreuen häufig kämpfend und leidend beteiligt waren): die größten Leistungen haben die Zähringer durch den strategischen Aufbau eines "Flächenstaates" (s.die Karte in der linken Spalte) und durch dessen planvolle Erschließung, Besiedelung und Verwaltung erbracht.

Unter den Zähringern beginnt die Erschließung des Schwarzwaldes, der bis dahin nur unwegsamer, "schwarzer" Urwald war. Vor allem von den Klöstern aus, die auch als Brückenköpfe in den finstersten Gebieten des Waldes errichtet wurden, wird die Besidelung und Urbarmachung vorangetrieben. Die Zähringer unterstützen die Klöster (besonders die landwirtschaftlich engagierten Zisterzienser) und stiften neue Klöster.
Die Zähringer fördern die Ansiedlung neuer Siedler. Für ihre Ministerialen (= Dienstleute) lassen sie an vielen Stellen des Landes Burgen bauen. 

Besonders wichtig sind die Städtegründungen der Zähringer. Die planmäßige Anlage der Städte (oft mit der Anlage der Hauptstrassen in der Form des "Zähringer-Kreuzes") war vermutlich nicht immer eine völlige Neuplanung, sondern der Ausbau einer bereits vorhandenen Siedlung, eines Marktortes, einer Stadt. So sind eine ganze Reihe wichtiger Städte durch die Zähringer ausgebaut und mit Stadtrechten ausgestattet:
1120 erhält Freiburg im Breisgau Markt- und Stadtrecht von dem Zähringer Konrad verliehen.
Weitere Städtegründungen durch die Zähringer: Freiburg im Uechtland (Fribourg, 1157) und Bern (1191) in der heutigen Schweiz; Breisach, Villingen (1119), Offenburg. Rheinfelden.

Als der letzte Herzog von Zähringen, Berthold V., 1218 ohne männliche Nachkommen starb, war das Ende des Herzogtum Zähringen gekommen. 
Das Land der Zähringer kam zum Teil an die Markgrafen von Baden, einige Gebiete holten sich die Staufer u.a.; später, nachdem Rudolf von Habsburg König wurde, kamen viele Gebiete an die Habsburger und wurden Teil Vorderösterreichs (z.B. auch die Zähringerstadt Freiburg). Zu Baden kamen sie erst 1806 mit der Gründung des Großherzogtums Baden durch Napoleon.

B. Zeit der Markgrafen von Baden bis zur Teilung der Markgrafenschaft (ca. 1100 bis 1515)

Baden I- Die Stammtafel der Markgrafen  von Baden I (von Hermann I., gest. 1074, bis Christoph I. und der Teilung der Markgrafschaft 1535) findet sich auf dem nebenstehenden Bild

[Bild (aus dem Buch von Rinker/Setzler: Die Geschichte Baden- Württembergs): Stammtafel der Markgrafen und Großherzöge von Baden I]

1074 + Hermann I. (ältester Sohn des "Zähringers" Berthold I.), 
         Markgraf von Verona und Graf  im Breisgau, der 
         Stammvater der Markgrafen von Baden
         stirbt als Mönch bei Cluny

1112: Hermann II. nennt sich als erster "Markgraf von Baden"
         (nach der Burg Hohenbaden bei Baden-Baden)
1130 + Hermann II. gestorben; Grab in Backnang

Hartmann von Aue1165  * (ca.) Hartmann von Aue, gelehrter Ritter, Minnesänger und Epiker, in Au im Breisgau (vermutlich) geboren (1165 - 1220)
 

[Bild (Marke Liechtenstein, 1963): Minnesänger Hartmann von Aue, Bild aus der Manesseschen Liederhandschrift, die um 1320 in Zürich entstand]
 

1190: Nach dem Tod von Markgraf Hermann IV. Teilung in eine 
         "untere" Markgrafschaft (um Baden-Baden und Pforzheim) 
         und "obere" Markgrafschaft (Breisgau und Markgräflerland)

1220: (ca) Markgraf Hermann V. von Baden (reg. 1190 - 1242)
         gründet vermutlich Stuttgart

1368: Freiburg im Breisgau kommt zu Habsburg/ Österreich

1431 + Markgraf Bernhard von Baden (1364 - 1431)
1493: Aufstand des Bundschuh am Oberrhein

1515: Markgraf Christoph I. von Baden (reg.1475 - 1515)  wird
         von seinen Söhnen abgesetzt und entmündigt 
         (er stirbt 1527 in Baden); 
        Teilung der Markgrafschaft (endgültig 1535, bis 1771)

B. Zeit der Markgrafen von Baden bis zur Teilung der Markgrafenschaft (ca. 1100 bis 1515)

Der Titel "Markgraf", der einen herausgehobenen Ehrentitel bedeutet (ursprünglich als Graf in einer "Mark", d.h. einem Grenzgebiet, dadurch mit besonderer militärischer und rechtlicher Macht ausgestattet) war schon Berthold I. als "Markgraf von Verona" verliehen worden.Diesen Titel wurde auch auf den ältesten Sohn Bertholds übertragen, Hermann I., der sich Markgraf von Verona und Graf im Breisgau nannte. Er gilt als Stammvater der Markgrafen von Baden bis zu den Großherzögen von Baden.

Hermann hatte von seinem Vater Grafenrechte im Breisgau und Besitz im Nordschwarzwald ererbt. Durch die Heirat mit Judith, einer Tochter des mächtigen und besitzenden Grafen von Calw, erhielt Hermann noch Territorien im Inneren Schwabens. Durch Judith war er vielleicht auch mit der Kirchenreform und den Reformklöstern (s. dazu den Artikel Klöster) in Verbindung gekommen: Der Graf von Calw hatte die Neugründung des Kloster Hirsau als Reformkloster durch Abt Wilhelm veranlasst.
1073 verlässt Hermann seine Familie und tritt ins Kloster Cluny ein; er stirbt bald darauf als Einsiedlermönch bei Cluny.

Hermann II. baut die Burg Hohenbaden bei Baden-Baden und nennt sich, nach der Mode jener Zeit, nach dieser Burg: er ist der erste Markgraf von Baden (seit 1113).
Als Grablege der Markgrafen von Baden wählte Hermann II. das Kloster der Augustiner-Chorherren in Backnang. Hier wurde Hermann II. und sein Sohn auch begraben; später wurde die Grablege ins Kloster Lichtenthal bei Baden-Baden verlegt.

Die Territorialentwicklung der Markgrafschaft in den nächsten Jahrhunderten ist ziemlich vielfältig: Da werden neue Gebiete dazugewonnen (etwa Gebiete im Breisgau aus dem Erbe des letzten Herzogs von Zähringen, 1218; oder die Städte Pforzheim und Durlach, Ettlingen, Lauffen, Eppingen und Sinsheim); andere gehen an andere Herrscher über (so Gebiete am mittleren Neckar, u.a. die vermutlich vom Badischen Markgraf Hermann V. gegründete Stadt Stuttgart, die mit der Heirat einer Markgrafentochter mit Graf Ulrich von Wirtemberg an Wirtemberg kam; oder die Stadt Freiburg, die an 1368 an die Habsburger kam).
Auffällig und für die Entwicklung eines geschlossenen Herrschaftsbereiches und einer bedeutenden Macht sehr ungünstig waren die häufigen Teilungen der Markgrafschaft (sozusagen dynastische Realteilungen). Diese Teilungen des Landes begannen schon 1190 nach dem Tod von Hermann IV., und sie ziehen sich durch die Geschichte Badens bis zur Wiedervereinigung 1771.

Besonders herausragende Markgrafen im Spätmittelalter sind Markgraf Bernhard von Baden (1364 - 1431), der einen gut verwalteten Herrschaftsbereich schuf, und Markgraf Christoph I. von Baden, dessen Leben so tragisch zu Ende ging.

C. Zeit der Markgrafen von Baden von 1515 - 1805

Baden II- Die Stammtafel der Markgrafen und Großherzöge von Baden II (von der Teilung der Markgrafschaft 1535 bis ins 20. Jahrhundert) findet sich auf dem nebenstehenden Bild

[Bild (aus dem Buch von Rinker/Setzler: Die Geschichte Baden- Württembergs): Stammtafel der Markgrafen und Großherzöge von Baden II] [Vergrößerung durch Anklicken]

1515: Teilung der Markgrafschaft Baden unter 3 Söhne von
         Markgraf 
Christoph (Philipp, Ernst und Bernhard)
1525: Bauernkrieg auch am Hochrhein und am Oberrhein
1535: Nach dem Tod Philipps Aufteilung der Markgrafschaft auf 
         zwei Teile: Markgraf Ernst erhält als 
         Markgrafschaft Baden-Durlach das Gebiet um Pforzheim 
         und Durlach, dazu das Markgräflerland zwischen
         Lörrach und 
Emmendingen; Markgraf Bernhard erhält die 
         Markgrafschaft Baden-Baden um Rastatt und
         Baden-Baden.

         Diese Teilung der Markgrafschaft besteht bis 1771.
1556: Markgrafschaft Baden-Durlach wird evangelisch; 
         Markgrafschaft Baden-Baden bleibt katholisch
 
1618 - 1648: Dreißigjähriger Krieg
1622: Sieg Tillys über Markgraf Georg Friedrich von
         Baden-Durlach 
bei Wimpfen
 

1688 - 1697: Pfälzischer Erbfolgekrieg; große Verwüstungen

Schloss Rastatt1700: Bau des Schlosses Rastatt;
         Verlegung der Residenz von
         Baden-Baden nach Rastatt

 

            [Bild (Marke Baden, 1949): Schloss Rastatt]

 

1701 - 1714: Spanischer Erbfolgekrieg

1707 + Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden ("Türkenlouis"; reg. 1677 - 1707; Reichsfeldherr in den Türkenkriegen von 1680 - 1688; danach General im Kampf gegen Frankreich im Pfälzischen und Spanischen Erbfolgekrieg)

1715: Gründung von Schloss und Stadt Karlsruhe (statt Durlach) 
         durch Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach

1746: Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach
         (reg. seit 1738, 
mündig 1746 bis 1811)
1771: Vereinigung der beiden Markgrafschaften

1783: Aufhebung der Leibeigenschaft in Baden
 
1789ff: Französische Revolution und Napoleon
1796: Friede von Paris: Sonderfrieden Badens mit Frankreich: 
         Abtretung der linksrheinischen Gebiete
1801: Friede von Lunéville (mit Napoleon): Bestätigung der 
         Rheingrenze; Zusicherung von Entschädigungen
1803: Reichsdeputationshauptschluss: Vergrößerung Badens
1803: Karl Friedrich von Baden wird Kurfürst
1806: Baden Mitglied im Rheinbund

C. Zeit der Markgrafen von Baden von 1515 - 1805

Markgraf Christoph von Baden konnte es nicht erreichen, dass die Markgrafschaft geschlossen an einen seiner Söhne vererbt wird; so teilte er sie unter seinen 3 Söhnen Philipp, Ernst und Bernhard. Als Philipp 1535 ohne männliche Nachkommen starb teilten Ernst und Bernhard die gesamte Markgrafschaft in 2 Teile: 
Markgraf Ernst (reg. bis 1552) erhält das Gebiet der "unteren Markgrafschaft" um Pforzheim und Durlach, dazu das Markgräflerland zwischen Lörrach und Emmendingen: als Markgrafschaft Baden- Durlach wird sie bis 1771 bestehen. Residenz ist zunächst Durlach (heute Teil von Karlsruhe).
Markgraf Bernhard IV. (reg. 1515 - 1536) erhält das Gebiet um Baden-Baden und Rastatt: als Markgrafschaft Baden-Baden wird sie bis zur Wiedervereinigung 1771 als eigenes Territorium bestehen. Residenz ist hier zunächst Baden (heute Baden-Baden).

Der Unterschied der beiden Markgrafschaften wird noch durch die konfessionellen Entscheidungen verstärkt: 
1556 wird die Markgrafschaft Baden-Durlach evangelisch (stark vom Herzogtum Wirtemberg beeinflusst), während die Markgrafschaft Baden-Baden katholisch bleibt. Die beiden Linien werden seitdem auch als die katholische Linie (Baden-Baden) und die protestantische Linie (Baden-Durlach) bezeichnet.

Eine herausragende Gestalt unter den Markgrafen von Baden-Baden war Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der auch als "Türkenlouis" populär geworden ist. Er regierte von 1677 - 1707, war dabei auch General und Reichsfeldherr in den Türkenkriegen von 1680 - 1688; danach war er auch General des Reichsheeres im Abwehrkampf gegen Frankreich im Pfälzischen und danach im Spanischen Erbfolgekrieg. Er hat viel zur Verteidigung des Landes gegen die Überfälle der Soldaten Ludwigs XIV. getan.
1700 beschloss er, anstelle des halb zerstörten Schlosses Baden-Baden ein neues Schloss zu bauen, im Stil von Versailles natürlich, und in einer Gegend wo Raum zur Ausbreitung der Schlossanlagen und der Schlossgärten wäre. So begann er 1700 mit dem Bau des Schlosses Rastatt, dem ersten barocken Schlossbau in Deutschland nach dem 30-jährigen Krieg. Die Fertigstellung des Schlosses hat Markgraf Ludwig Wilhelm, der 1707 starb, nicht mehr erlebt, auch nicht die Verlegung der Residenz nach Rastatt.
- Seine Frau, Markgräfin Sibylle Augusta, die nach dem Tod des Türkenlouis die Regentschaft für den unmündigen Erbprinz führte, verstand sich als fürsorgliche Landesmutter. Sie ließ das großartige Schlösschen Favorite bei Rastatt bauen.

Kurz nach dem Bau von Schloss Rastatt begann auch der Markgraf von Baden-Durlach mit dem Bau eines neuen Schlosses anstelle des alten Schlosses in Durlach: Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach ließ 1715 Karlsruhe bauen, ein Schloss und eine Stadt, die strahlenförmig auf das Schloss ausgerichtet war, und er verlegte die Residenz der Markgrafschaft von Durlach nach Karlsruhe.

1746 beginnt die Regierungszeit von Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach. Er war wohl der bedeutendste unter den Markgrafen von Baden, auf jeden Fall der mit der längsten Regierungszeit: 65 Jahre residierte er in Karlsruhe. Schon die Veränderung seiner Titel macht die unglaublichen Entwicklungen während seiner Regierungszeit deutlich: 1746 regiert er als Markgraf von Baden-Durlach; 1771 wird er Markgraf von ganz Baden (nach der Vereinigung der beiden Markgrafschaften); 1803 wird Karl Friedrich Kurfürst von Baden; 1806 schließlich wird er Großherzog von Baden.

D. Zeit des Großherzogtums Baden (1806 - 1918/19)

1806: Baden wird Großherzogtum von Napoleons Gnaden;
    Karl Friedrich wird 1. Großherzog von Baden.
    Territoriale Vergrößerung Badens auf das 4-fache des 
     bisherigen Gebietes: 

Baden+Württemberg 1806Territoriale Entwicklungen in Südwestdeutschland von 1789 - 1806

Zu Baden kommt die rechtsrheinische Pfalz (mit Heidelberg und Mannheim), Vorderösterreich (mit Freiburg), Reichsstädte, geistliche Gebiete, Fürstentümer (z.B. Fürstenberg)

[Bild (Karte): Territoriale Entwicklungen zum Großherzogtum Baden und zum Königreich Württemberg 1806][Vergrößerung durch Anklicken]

1809: Verwaltungsreform durch S. von Reitzenstein
1809: Erste mechanische Fabrik Badens wird im säkularisierten 
         Kloster St. Blasien eingerichtet
1810: Badisches Zivilgesetzbuch, Code Napoléon
1810: Endgültige Grenzziehung für das neue Baden im
         Vertrag von 
Compiègne (Grenzen bis 1945)

1811: Karl wird 2. Großherzog von Baden (reg. 1811 - 1818)
         Ehefrau: Stephanie von Beauharnais (Heirat 1806)
1812: Badische Truppen bei Napoleons Feldzug nach Russland 
         vernichtet
1813: Baden wechselt zum Bündnis gegen Napoléon
1815: Großherzogtum Baden auf dem Wiener Kongreß bestätigt
1815: Baden im Deutschen Bund
1817: Badisches Hausgesetz zur Sicherung der Thronfolge
1817: Beginn der Rheinkorrektur durch J.F.Tulla (bis 1866)
1818: Badische Verfassung, die liberalste jener Zeit in
         Deutschland, 
von Großherzog Karl unterzeichnet

1818: Großherzog Ludwig von Baden (reg. 1818 - 1830)
1821: Union der lutherischen und reformierten Kirche in Baden
1821: Errichtung des Erzbistums Freiburg
1825: Polytechnikum in Karlsruhe gegründet, älteste TH Deutschlands

1830: Leopold wird 4. Großherzog von Baden (reg. 1830 - 1852)
1831: Pressefreiheit
1836: Beitritt Badens zum Deutschen Zollverein
1838: Gesetz zum Bau der Eisenbahn von Mannheim nach Basel
1846/47: Erntekrise, Hungersnot, Auswanderung

Rastatt 18491848/49: Revolution in Baden (s.extra Site)
 
 
 
 
 

[Bild (Marke Baden, 1949): 100-Jahr-Feier des Freiheitskampfs 1849 um Rastatt; Carl Schurz vor dem Rastätter Schloss]
 

1856: Friedrich I. wird 5. Großherzog von Baden
         (reg. 1856 - 1907)
         Ehefrau: Luise von Preußen
1860: Beginn des Badischen Kulturkampfes mit der
         Katholischen 
Kirche (Streit der eher protestantischen
         Liberalen mit den Katholiken um die Schule, Zivilehe,
         Prüfung und Anstellung der Priester und
         Theologieprofessoren, Verbot der Männerorden)

1862: Liberale Reformen: Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, 
         staatliche Schulaufsicht
1868: fakultative Simultanschule statt Konfessionsschule 
         (mit Exkommunikationon von Unterstützern der 
         Simultanschule durch den katholischen Bischof)
1869: Gründung der "katholischen Volkspartei" in Baden (Vorläufer
         der Zentrumspartei, deren Namen 1888 übernommen wurde)
1870: Verschärfung des Kulturkampfes seit dem
         Ultramontanismus 
der katholischen Kirche
         (Unfehlbarkeitsdogma auf dem 1. Vatikanischen Konzil)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

1871: Proklamation des neuen Deutschen Reiches in Versailles
         Friedrich I.von Baden lässt als erster den preußischen König
         als Kaiser hochleben
         Baden wird Bundesstaat im Deutschen Kaiserreich
1876: Simultanschule in Baden als Regelschule eingeführt
1886: Motorwagen von Carl Benz
1900: Freiburg hat die erste Uni Südwestdeutschlands an der 
         Frauen ordentlich studieren können
1904: Verfassungsänderung in Baden (Direktwahl)

1907: Friedrich II. wird 6. Großherzog von Baden (reg. 1907 - 1918)

1914 - 1918: Erster Weltkrieg:
         Aus Baden sterben mehr als 70.000 Soldaten
 


Literatur zur gesamten Geschichte Badens:
Wolfgang Hug: Geschichte Badens.
Theiss-Verlag Stuttgart, 2. Auflage 1998
D. Zeit des Großherzogtums Baden (1806 - 1918/19)

Die Vergrößerung des Landes:
Bis 1796 umfasste die Markgrafschaft Baden ein relativ bescheidenes Gebiet: im Norden das Gebiet um Karlsruhe und Pforzheim bis Rastatt und Baden-Baden. Die enorme Vergrößerung auf das Vierfache seines Gebietes, die Entstehung eines zusammenhängenden Staatsgebietes und die Erhebung zum Großherzogtum verdankt Baden vor allem den Kriegen mit und gegen Napoleon, der auch ein großes Interesse daran hatte an der Grenze Frankreichs ein größeres Baden als Pufferstaat gegen Österreich und Preußen zu schaffen.

Die Etappen zur Vergrößerung Badens sind durch einige Friedensschlüsse und Verträge markiert, für die auf Seiten Badens als Verhandlungsführer vor allem Sigismund von Reitzenstein (1765 - 1847) gerühmt wird, der auch "der eigentliche Begründer des badischen Staates" genannt wird:
1796, im Frieden von Paris, musste Baden seine linksrheinischen Gebiete an Frankreich abtreten; es sollte dafür aber Entschädigungen erhalten.
1803 bestätigte der Reichsdeputationshauptschluss die als "Entschädigungen" verschleierten Gebietserwerbungen: Durch die Säkularisation alle geistlichen Gebiete (Stiftsgebiete, Klöster), mit der Mediatisierung die Reichsstädte (Überlingen, Pfullendorf, Gengenbach und Offenburg) und die Gebiete der Reichsritter. Mit als größtes Gebiet kam die rechtsrheinische Kurpfalz an Baden: die Ämter Heidelberg, Bretten und Ladenburg sowie die Stadt Mannheim.
1805 durch den Frieden von Preßburg kamen die Gebiete Vorderösterreichs zu Baden: der Breisgau mit Freiburg, die Ortenau, die Stadt Konstanz, dazu die Deutschordenskommende Mainau.
1806, mit der Rheinbundakte, kamen noch weitere Gebiete an Baden (z.B. Wertheim und Klettgau).;
1810 wurden im Vertrag von Compiègne die letzten Grenzziehungen festgelegt, die für Baden bis 1945 galten.

Baden hatte viel erreicht (auch wenn S.von Reitzenstein zeitweise noch mehr erhofft hatte: Gebietserweiterungen um einen Teil der Schweiz, und die Erhebung zum Königreich). Aber auch als Großfürstentum blieb Baden nur ein Mittelstaat, und das von Napoleons Gnaden.-

StephanieDass Napoleon Interesse daran hatte, Baden dauerhaft an sich zu binden, machte er auch noch durch seine Heiratspolitik deutlich: 1806 ließ er Stephanie von Beauharnais, eine Verwandte seiner ersten Frau, mit dem Erbprinzen Karl verheiraten.

[Bild (Marke Baden, 1948): Großherzogin Stephanie von Baden, Stephanie de Beauharnais (1789 - 1860)]

Auf dem Weg zu einer Badischen Identität:
Aus den unterschiedlichsten Landesteilen ein einheitliches Landesbewußtsein zu schaffen war eine schwierige Aufgabe. Wichtige Etappen waren dazu eine neue Verwaltungsstruktur, die S. von Reitzenstein plante (1809); die Einführung eines Badischen Zivilgesetzbuches (1810) und die Badische Verfassung von 1818.

Die Badische Verfassung wurde von Karl Friedrich Nebenius formuliert und von Großherzog Karl am 22.8.1818 unterzeichnet. Es war eine der ersten Verfassungen in Deutschland und sie gilt als liberalste ihrer Epoche. Sie geht aus vom Konzept einer konstitutionellen Monarchie: Der Großherzog war unbestritten oberster Machthaber; er ernennt auch die Regierung. Daneben werden 2 Ständekammern eigerichtet, deren Kompetenzen allerdings (über das Budgetrecht hinaus) durchaus begrenzt sind: Eine I. Kammer, besetzt mit Prinzen, Standesherren u.a. und eine II. Kammer, deren 63 Abgeordnete von der (männlichen) Bevölkerung in indirekter Wahl gewählt werden. - Diese II. Kammer war bald der wichtigste Motor der demokratischen Veränderungen in Baden.

"Liberales Musterland" ?
Die Entwicklung zum "liberalen Musterland" Baden geht keineswegs gradlinig. Vor allem unter Großherzog Ludwig (reg. 1818 - 1830) wurden liberale Rechte planmäßig unterdrückt: Die "Karlsbader Beschlüsse", die nach dem Mord an Kotzebue in Mannheim 1819 gefasst wurden, bestimmten diese Zeit.
Nach der Julirevolution in Frankreich 1830 gab es unter Großherzog Leopold (reg. 1830 - 1852) zunächst Ansätze zur Pressefreiheit, die aber bald wieder kassiert wurden. Als dann die liberalen Forderungen in der II. Kammer immer stärker und radikaler wurden kam es zur Revolution von 1848/1849, die Großherzog Leopold durch preußische Truppen beendete.

Von dem liberalen Musterland kann man erst für die Zeit ab 1860 sprechen. Seit 1856 regiert Großherzog Friedrich I. , der als fortschrittlich und gemäßigt liberal gilt. Mit ihm beginnt die "Neue Ära". Er erläßt eine Amnestie für die Revolutionäre von 1848/1849, wodurch einige Emigranten (z.B. Friedrich Hecker) wieder nach Baden zurückkehren. 1862 werden wichtige liberale Reformen durchgeführt (Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, staatliche Schulaufsicht).

Wirtschaftliche und industrielle Entwicklung:
Bereits 1809 wird in den Gebäuden des säkularisierten Klosters St. Blasien eine mechanische Fabrik eingerichtet. Weitere Fabriken entstehen zur Zeit der Frühindustrialisierung, z.B. die Karlsruher Maschinenfabrik. Unterstützt wurde der industrielle Aufbau durch den Beitritt Badens zum Zollverein (1835), durch die Planung der Staatseisenbahn von Mannheim nach Basel (1838) und durch den Ausbau des Mannheimer Hafens (1840). Dennoch war Baden auch um 1850 überwiegend agrarisch geprägt.
Vor allem ab 1860, in der Phase der Hochindustrialisierung, war Baden ein wirtschaftlich prosperierendes Land (s. Artikel Industrialisierung).

Bundesstaat im Deutschen Reich:
1866 stand Baden noch auf Seiten Österreichs gegen Preußen. Nach dem Sieg der Preußen in der Schlacht von Königgrätz (1866) drehte die Stimmung auch in der Bevölkerung: Die Mehrheit war für einen Anschluss an ein kleindeutsches Reich unter Führung Preußens. Auch Großherzog Friedrich wechselte auf die Seite Preußens.
1871, bei der Proklamation des neuen Deutschen Reiches in Versailles, läßt Großherzog Friedrich I. als erster den Preußischen König als Kaiser Wilhelm I. hochleben. (Es wurde ihm sicher nicht dadurch erschwert, dass Wilhelm I. sein Schwiegervater war.)
Baden ist nun Bundesstaat im Deutschen Reich.
 
 

 

E. Zeit der Republik Baden u.a. (1919 - 1945)

1918: Großherzog Friedrich II. dankt am 22. November ab; 
         Ende des Großherzogtums

1919: Die neue Verfassung der Demokratischen Republik Baden
         wird am 13. April durch Volksabstimmung bestätigt
1919: Nach dem Friedensvertrag von Versailles wird der größte
        
Teil Badens entmilitarisiertes Gebiet
1923: Frankreich besetzt weitere Gebiete im Grenzland Baden:
         die 
Rheinhäfen von Mannheim und Karlsruhe, Offenburg
1929: Die NSDAP erstmals im Badischen Landtag (6 Sitze)

1933 - 1945: Herrschaft Hitlers und der Nationalsozialisten
1933: Bei den Reichstagswahlen erzielt die NSDAP 45,4 %
         Reichsstatthalter Wagner übernimmt Regierung
1934: Aufhebung des Landtages in Karlsruhe
1938: Niederbrennung der Synagogen und Judenpogrome

1939 - 1945: Zweiter Weltkrieg
1940: Erste Deportation badischer Juden nach Gurs
1944/45: Durch Bombardierung besonders schwer betroffen werden
        
in Baden die Städte Pforzheim, Bruchsal, Freiburg,
         Karlsruhe, Mannheim

1945: Kriegsende im Südwesten (30.4.); Bedingungslose 
         Kapitulation (8.Mai 1945)

E. Zeit der Republik Baden u.a. (1919 - 1945)

Ende des Großherzogtums Baden:
Wie in ganz Deutschland wurde auch in Baden mit der Novemberrevolution von 1918 die Monarchie gestürzt:
Am 9.November formierte sich in Karlsruhe ein Soldatenrat, gleichzeitig ein "Wohlfahrtsausschuss" aus Vertretern der Parteien. Beide konstituierten am 10.November in Karlsruhe eine Provisorische Regierung, die der Großherzog noch offiziell zur Kenntnis nahm.
Vorsitzender der Provisorische Regierung, der 11 Minister aus 5 Parteien angehörten, wurde Anton Geiß der seit 1908 Landesvorsitzender der SPD war.

Am 13. November 1918 erklärte sich Großherzog Friedrich II. zum Verzicht auf die Regierungsgewalt bereit. Am 22.November unterzeichnet er für sich und sein Haus die Abdankungsurkunde.

Am 2. April 1919 wurde von der neu gewählten Badischen Nationalversammlung anstelle der Provisorischen Regierung eine Koalitionsregierung mit 7 Ministern gewählt, die sich in den folgenden Jahren als sehr stabil erwies. Erster Staatspräsident wurde Anton Geiß (SPD)..

 

F. Geschichte Badens nach 1945:

siehe Baden + Württemberg 1945 - 1952

F. Geschichte Badens nach 1945:

siehe Baden + Württemberg 1945 - 1952

G: Exkurs zum verbleibenden Eigentum des Hauses Baden 
    an Handschriften u.a. Kulturgütern nach 1918:

Das Haus Baden hat - wie auch die anderen abgedankten Monarchien in Deutschland - nach 1918 einen Großteil seines Besitzes behalten: Besitz an Ländereien und Wäldern, an Schlössern und anderen Bauten, Unternehmensbeteiligungen, und Besitz an kostbaren Kulturgütern wie alte Handschriften, frühe Drucke, Bilder u.a. (die z.T. durch die Säkularisation an Baden gefallen waren).

Vor allem bei den Kulturgütern ist die Eigentumsfrage 1918 nicht ganz eindeutig geklärt worden. Auch nach mehreren Rechtsgutachten blieb strittig, ob diese Güter auch nach der Abdankung dem Haus Baden gehörten oder an die neue Republik fielen.
 
 

G: Exkurs zum verbleibenden Eigentum des Hauses Baden 
    an Handschriften u.a. Kulturgütern nach 1918:

Diese kostbaren Kulturgüter kamen im Jahr 2006 im Streit um den Handschriftenverkauf in den Mittelpunkt des Interesses: Das Land Baden-Württemberg plante einen Vergleich mit dem Haus Baden: Viele wertvolle Handschriften, die zur Zeit in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe aufbewahrt werden, sollten verkauft werden; von dem erwarteten Erlös von 70 Millionen € erhielte das Haus Baden 30 Millionen € zur Tilgung seiner Schulden, die vor allem durch die Renovierungen von Salem aufgelaufen waren; 40 Millionen € sollten über eine Stiftung den dauerhaften Erhalt Salems sichern. Das Land Baden-Württemberg erhielte dafür das endgültige und unbezweifelte Eigentumsrecht auf umstrittene Kulturgüter im Wert von etwa 300 Millionen €.
Inzwischen hat das Land Baden-Württemberg nach der starken Kritik im In- und Ausland den Plan zum Verkauf der wertvollen Handschriften aus Karlsruhe aufgegeben und versucht das Geld zur Sanierung des Hauses Baden und von Salem auf andere Weise zu beschaffen. An der Notwendigkeit einer Vergleichslösung für die gesamten strttigen Kulturgüter wird festgehalten.

- Weitere Web-Informationen zu den Handschriften in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, mit vielen Abbildungen:
www.blb-karlsruhe.de
(dort Abb. im Rahmen eines Vortrags von P.M.Ehrle: "Vom markgräflichen Sammeleifer zur staatlichen Erwerbungspolitik". Und
"Aus der Schatzkammer der Badischen Landesbibliothek".)

zum Seitenanfang
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

© Manfred Ebener / E-Mail und Kontakt: m.ebener@z.zgs.de  / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: Geschichte Badens / letzte Änderung: 4.4.2016

Free counter and web stats auf www.GuideOnlineCasinos.com gratis-besucherzaehler.de