WappenLexikon Geschichte Baden+Württemberg: J(Stichworte von Jacobi bis Jung-Stilling)
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Jacobi,Johann Georg, Lyriker. - * 2.9.1740 in Düsseldorf, + 4.1.1814 in Freiburg. - Jacobi war seit 1784 Prof. für Ästhetik in Freiburg.


Jagst, Fluss, rechter Nebenfluss des Neckars, entspringt am östlichen Albrand in den Ellwanger Bergen bei Lauchheim, durchfließt Hohenlohe und mündet bei Bad Friedrichshall in den Neckar (siehe Karte).


BerlichingenJagsthausen (PLZ: 74249), Gemeinde in Hohenlohe an der Jagst im Landkreis Heilbronn, mit ca. 1.500 Einwohnern.
.
1480 * Götz von Berlichingen auf der Burg in Jagsthausen geboren 
 

[Bild (Marke BRD, 1980): 500. Geburtstag von Götz von Berlichingen; Portrait Götz von Berlichingen, Glasbild von 1547 (Schlossmuseum Jagsthausen)]



Jaspers, Karl, Psychiater und Philosoph. - * 23.2.1883 in Oldenburg, + 26.2.1969 in Basel. - 
Jaspers, ein Vertreter der Existenzphilosophie, war von 1913 - 1937 und von 1945 - 1948 Prof. in Heidelberg.


Jellinek, Georg, Staatsrechtler. - * 16.6.1851 in Leipzig, + 12.1.1911 in Heidelberg. - Jellinek, bedeutender Vertreter des Rechtspositivismus, war seit 1891 Prof. in Heidelberg.


Jellinek, Wilhelm, Staatsrechtler. - * 12.7.1885 in Wien, + 9.6.1955 in Heidelberg.


Jensen, Adolf, Komponist. - * 12.1.1837 in Königsberg, + 12.3.1879 in Baden-Baden.


Jettenburg/ Kusterdingen (PLZ: 72127), Gemeinde im Landkreis Tübingen.:
1886 * Theodor Werner in Jettenburg geboren


Johann Georg III., Kurfürst von Brandenburg. - * 20.6.1647 in x, + 12.9.1691 in Tübingen.


Jomelli, Niccolò, italienischer Komponist und Kapellmeister. - * 10.9.1714 in Aversa bei Neapel, + 25.8.1774 in Neapel. - Jomelli war von 1753 - 1769 Hofkapellmeister am Ludwigsburger und Stuttgarter Hof bei Herzog Karl Eugen.


Juden und jüdische Gemeinden: siehe extra Site: Juden und jüdische Gemeinden in der Geschichte.


Jud Süß: polemische Bezeichnung für den jüdischen Hoffaktor Joseph Süß Oppenheimer nach seiner Gefangennahme 1737. (Weitere Informationen auch zum Nazi-Propagandafilm "Jud Süß" siehe bei Joseph Süß Oppenheimer.)
E.JüngerJünger, Ernst, Fremdenlegionär, Schriftsteller. - * 29.3.1895 in Heidelberg, + 17.2.1998 in Riedlingen (Grab in Wilflingen).. - Umstritten ist Jünger vor allem wegen seiner heroischen Kriegsschilderungen in seinen Werken nach dem 1. Weltkrieg und seiner radikale Ablehnung der Weimarer Republik ("Ich hasse die Demokratie wie die Pest!"). - Seit 1950 bis zu seinem Tod lebte Jünger in Wilflingen. Im Ausland war er als Dichter berühmter und weniger umstritten als in Deutschland. So wurde sein Haus in Wilfingen Treffpunkt vieler Schriftsteller aus Frankreich, England und Italien. - Heute ist in Wilflingen ein Museum für Friedrich Georg Jünger und Ernst Jünger eingerichtet.

[Bild (Marke BRD, 1998): Ernst Jünger, Portraits in verschiedenen Altersphasen.]

- Weitere Web-Informationen  zu Ernst Jünger:
http://www.juenger-haus.de
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/JuengerErnst



Jünger, Friedrich Georg, Schriftsteller (Bruder Ernst Jüngers). - * 1.9.1898 in Hannover, + 20.7.1977 in Überlingen.


Junghans, Uhrenfabrik in Schramberg, gegründet 1861.


Jung-Stilling (eig. Jung), Johann Heinrich, Arzt, Prof. für ökonomische Wissenschaften, und Erbauungsschriftsteller. - * 12.9.1740 in Grund (heute bei Hilchenbach, NRW), + 2.4.1817 in Karlsruhe. - 
Goethe begegnete dem Pietisten Jung in seiner Straßburger Studienzeit 1770 und er edierte 1777 dessen Jugenderinnerungen als "Heinrich Stillings Jugend". Seitdem wird Jung oft Jung-Stilling genannt.

Jung wuchs in einer armen und streng pietistischen Handwerkerfamilie im Siegerland auf. Nach enttäuschenden beruflichen Anläufen als Kaufmannsgehilfe u.a. studiert Jung als 30-jähriger in Straßburg Medizin. Als Arzt praktiziert er danach einige Jahre in Elberfeld. Besonders berühmt und erfolgreich war er mit seinen Augenoperationen.

Danach wird das Multitalent Lehrer/ Professor für ökonomische Wissenschaften (wozu auch Tiermedizin, Agrarwissenschaft und Forstwissenschaft gehörten) in Kaiserslautern (ab 1778), Heidelberg (1784 - 1786) und Marburg (1787- 1803). In dieser Zeit verfasst er auch eine Reihe fachwissenschaftlicher Lehrbücher.

1803 wird Jung von Kurfürst Karl Friedrich von Baden als Berater nach Baden berufen, mit dem besonderen Auftrag "durch Briefwechsel und Schriftstellerei Religion und praktisches Christentum zu befördern". Zunächst wohnt Jung in Heidelberg; 1806 zieht er an den Hof des inzwischen zum Großherzog von Baden gewordenen Karl Friedrich nach Karlsruhe.

Jung-Stilling, gelegentlich auch als "Patriarch der Erweckung" bezeichnet, ist ein wichtiger Vertreter des Pietismus und der Erweckungsbewegung in Baden. Er hat ein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen: Autobiographische Schriften, mehrere Romane (z.B. den mehrteiligen Roman "Das Heimweh", erschienen 1794ff), Gedichte, viele mystische, pietistische und auch spiritistische Werke (wie die "Theorie der Geister- Kunde", erschienen 1808).

- Weitere Web-Informationen zu Jung-Stilling und zur Jung-Stilling Forschung:
http://www.Jung-Stilling-Forschung.de
http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling
http://gutenberg.spiegel.de/autoren/jungstil.htm


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© Manfred Ebener / E-Mail- Kontakt: m.ebener@z.zgs.de  / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: J / letzte Änderung: 22.3.2013

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