WappenLexikon Geschichte Baden+Württemberg: Die Kreuzzüge (1095-1291)

philatelistisch unterstützt.  © Manfred Ebener
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

Die Kreuzzüge im Mittelalter in den Vorderen Orient (1095 - 1291)

Überblick über den Artikel:

A. Vorbemerkungen zu den Kreuzzügen

B. Vorgeschichte und Umfeld der Kreuzzüge im Osten:
    Byzanz/ Ostrom,  Palästina,  Islamische Reiche

    B 1: Entwicklungen des Weltreichs Byzanz bis 1453
     B1.1: Reichsteilung /Entstehung von Byzanz 395
     B1.2: Frühbyzantinisches Reich+ B1.3: Hagia Sophia
     B1.4: Mittelbyzantinisches Reich (610 - 1204)
     B1.5: Spätbyzantinisches Reich (1261 - 1453)
    B 2: Entwicklungen im "Heiligen Land" Palästina
    B 3: Entwicklungen der Islamischen Reiche ab 622

C. Die 7 Kreuzzüge in den Vorderen Orient u.a.
    1. Kreuzzug (1095 - 1099)
    2. Kreuzzug (1147 - 1149)
    3. Kreuzzug (1188 - 1192)
    4. Kreuzzug (1202 - 1204)
    5. Kreuzzug (1228 - 1229)
    6. Kreuzzug (1248 - 1254)
    7. Kreuzzug (1270)

D. Folgen und Mißerfolg der Kreuzzüge

E. Karte: Die Kreuzzüge im Mittelalter

F. Nachgeschichte: Das Osmanische Reich und das Abendland seit 1453

G. Literaturhinweise
 

In diesem Artikel werden - nach einigen Vorbemerkungen zu den Kreuzzügen -zunächst Vorgeschichte und Umfeld der Kreuzzüge im Vorderen Orient skizziert:
- etwas ausführlicher die Entwicklung des Weltreichs Byzanz,
- kurz die Herrschaftswechsel im "Heiligen Land" Palästina, und
- die Entwicklung der Islamischen Reiche.

MontfortDanach wird der Verlauf der 7 Kreuzzüge in den Vorderen Orient und nach Nordafrika skizziert (auch mit einer detaillierten Karte) und die Errichtung und das Ende der Kreuzfahrerstaaten zwischen 1099 und 1291.

[Bild (Marke Israel, 2006): Reihe "Kreuzfahrerfestungen im Gebiet des heutigen Staates Israel": Kreuzritter mit Wappen, im Hintergrund Andeutung der Kreuzfahrerburg Montfort bei Akkon]

Der Abschnitt "Mißerfolg und Folgen der Kreuzzüge" enthält einige Aspekte einer Bilanz der Kreuzzüge.

Als "Nachgeschichte" werden einige Hauptpunkte der Beziehung zwischen dem Osmanischen Reich/dem Orient/den Türken und dem Abendland seit 1453 beschrieben.

Die Kreuzzüge im Mittelalter in den Vorderen Orient (1095 - 1291)

A: Vorbemerkungen zu den Kreuzzügen

"Kreuzzüge" nennt man allgemein die im Hochmittelalter von der römischen Kirche propagierten und unterstützten Kriegszüge im Zeichen des Kreuzes zur Ausbreitung oder Wiederherstellung des katholischen Glaubens und zur Errichtung christlicher Reiche. 

Unterschiedliche Kreuzzüge seit dem 11. Jhdt.:
Die Kriegszüge im Zeichen des Kreuzes richteten sich gegen ganz unterschiedliche von der Kirche definierte Feinde und "Ungläubige" aller Art: z.B. die "heidnischen" Wenden oder Prussen ("Wendenkreuzzüge" gegen die Slawen von 1147 und die Kreuzzüge des Deutschen Ordens zur Kolonialisierung und Missionierung der Prussen seit 1231) oder auch gegen die "Ketzer" wie die Albigenser in Südfrankreich (Albigenserkriege 1209 - 1229), oder gegen die arabisch-islamischen Reiche in Spanien ("Reconquista" zur Rückeroberung Spaniens von der islamischen Herrschaft, seit 1031), oder später auch gegen die freien und angeblich häretischen Bauern im Stedinger Land bei Oldenburg (Kreuzzug gegen die Stedinger Bauern unter Führung des Erzbischofs von Bremen mit der Schlacht bei Altenesch 1234).

All diese Kreuzzüge propagierten im Namen des Christentums den "heiligen Krieg", der als "gerechter Krieg" von Gott geboten sein soll; - die militaristische Interpretation des christlichen Glaubens hatte sich schon seit dem Frühen Mittelalter in der Kirche immer mehr durchgesetzt. Neu kommt bei den Kreuzzügen noch dazu, dass den christlichen Kriegern für ihr gottgefälliges Werk reicher kirchlicher und himmlischer Lohn verheissen wird; - und, nebenbei, auch evtl. erhebliche irdischer Lohn.

"Kreuzzüge" im engeren Sinn nennt man meist die 7 Kreuzzüge (mit Nebenkreuzzügen; die Zählung ist unterschiedlich) der abendländischen Christenheit in den Vorderen Orient und nach Nordafrika im 11. - 13. Jahrhundert, deren (offizielles) Hauptziel die Befreiung Jerusalems und des "Heiligen Landes" von der Besetzung durch die Muslime war.

In diesem Zusammenhang werden in Palästina auch die Ritterorden gegründet, meist zunächst als Hospitalbruderschaften, die dann aber auch zu bewaffneten Kreuzrittern zur Verteidigung und zur Eroberung werden: Die Templer, der Johanniterorden und der Deutsche Orden.

[Bild (Marke BRD, 1999): 900 Jahre Johanniterorden; Kreuz der Ritter des Johanniterordens: Kreuzeszeichen der Johanniterordens: weißes Kreuz auf rotem Grund.]

Die 7 Kreuz-Kriegs-Züge richteten sich vor allem gegen die islamischen Reiche im Nahen Osten; doch auf dem Weg dahin wurden auch die Juden als Ungläubige wahrgenommen und in großer Zahl ermordet (z.B.1096 im Rheinland; allein in Mainz sollen etwa 1000 Juden ermordet worden sein); schließlich (im 4. Kreuzzug) auch die griechischen Christen im Byzantinischen Reich, besonders in Konstantinopel.

Die Kreuzzüge sind eines der grausamsten und unchristlichsten Kapitel in der Geschichte der abendländischen Christenheit. - Mit den Worten von Steven Runciman, dem wohl bedeutendsten englischen Kreuzzugshistoriker: Die Kreuzzüge sind "ein einziger langer Akt der Unduldsamkeit im Namen Gottes, welcher Sünde ist wider den Heiligen Geist".(zitiert nach Tyerman, Kreuzzüge, S.22).

Und der Mythos der Kreuzzüge hat Spuren bis ins 21.Jahrhundert gezogen: Amerikanische Mittelstreckenraketen wurden "Cruise Missiles" genannt. Der amerikanische Präsident G.W. Bush sprach nach dem 11.September 2001 vom notwendigen "Kreuzzug gegen den Terrorismus". Und auf der anderen Seite Gegenkreuzzüge: Eine der Gruppen Osama bin Ladens nannte sich "Islamische Weltfront für den Kreuzzug gegen Juden und Kreuzfahrer".

B. Vorgeschichte und Umfeld der Kreuzzüge

B 1: Entwicklungen des Weltreichs Byzanz bis 1453

B. Vorgeschichte und Umfeld der Kreuzzüge

B 2: Entwicklungen im "Heiligen Land" Palästina

B1.1: Der Weg zur Reichsteilung / Entstehung von Ostrom/ 
        Byzanz:


324 - 337 n.Chr.: Konstantin der Große Kaiser und Alleinherrscher des gesamten Römischen Reiches

324 / 330 n.Chr.: Gründung Konstantinopels als neue Hauptstadt des Römischen Reiches durch Kaiser Konstantin an der Stelle der alten griechischen Stadt Byzantion.

Konstantin gründete das "neue Rom" bewußt als christliche Hauptstadt im Gegensatz zum eher noch heidnischen Rom; denn unter Konstantin war (seit 313) das Christentum zur geduldeten und bevorrechtigten Religion im Römischen Reich geworden. Und die Wahl der Hauptstadt fiel auch auf die Stadt am Bosporus, weil sie z.T. in Kleinasien lag, dem Land mit den meisten frühchristlichen Gemeinden und bedeutenden griechischen Kirchenvätern.

325: Einberufung des 1. Ökumenischen Konzils von Nicaea (bei Konstantinopel) zur Klärung von umstrittenen theologischen Fragen. (Einberufung durch Kaiser Konstantin)

391: Unter Theodosius I. wird das Christentum zur alleinigen Staatsreligion im Römischen Reich

395: Ende der Reichseinheit: Teilung des römischen Reiches nach dem Tod von Theodosius I. unter seinen Söhnen: Honorius regiert den Weströmischen Teil (mit Rom als Hauptstadt, seit 404 Ravenna) und Arcadius regiert den Oströmischen Teil (mit. Konstantinopel als Hauptstadt. 
Beginn des Oströmischen / Byzantinischen Reiches

Palästina und Jerusalem gehörte lange Zeit zum Römischen Weltreich, wie schon zur Zeit Jesu.

395: Nach der Teilung des römischen Reiches gehörte Palästina zu Ostrom, zum (später so genannten) Byzantinischen Reich.

635/638 erobern die muslimischen Araber Palästina mit Jerusalem; zum ersten Mal sind die Heiligen Stätten in den Händen der "Ungläubigen". Wallfahrten und Besuche der Heiligen Stätten bleiben aber möglich.

945 erobern die Byzantiner Palästina zurück.

1071, mit der Niederlage der Byzantiner in der Schlacht bei Manzikert, geht auch Palästina an die türkischen Seldschuken verloren.

1099, mit der Gründung der Kreuzfahrerstaaten und des Königreichs Jerusalem, gehört Palästina weitgehend zur lateinischen Christenheit.

1144: Rückeroberung der Grafschaft Edessa durch die Muslime
1187: Rückeroberung Jerusalems durch Sultan Saladin
1229: Durch Vertrag erhält Kaiser Friedrich II das Königreich Jerusalem, dazu Bethlehem und Nazareth
1244 ist Jerusalem endgültig für die Christen verloren. 

1291: Ende der Kreuzfahrererwerbungen: Akkon wird von den Mameluken erobert. Mit Akkon geht der letzte der Kreuzfahrerstaaten in Palästina für die lateinischen Christen verloren.

Palästina bleibt Teil islamischer Reiche, meist des Osmanischen Reiches, bis ins 20. Jahrhundert.

B1.2: Byzanz ab 395: Frühbyzantinisches Reich


Byzanz ist heute im Westen weitgehend unbekannt, ein Thema für Byzantinisten auf Byzantinistenkongressen. Dabei war Byzanz über Jahrhunderte das Weltreich am Mittelmeer, auch noch zu der Zeit als Westrom und seine Nachfolgereiche nicht viel mehr als armselige Barbarenreiche waren.

ByzanzAm bekanntesten geblieben ist der Name Byzanz (der übrigens erst von Humanisten des 16. Jhdt. für das Oströmische Reich eingeführt wurde) noch in Verbindung mit der griechisch-orthodoxen Kirche und die byzantinischen Kunst 

[Bild (Marke Österreich, 1981): Internationaler Byzantinistenkongress; Trinitätsdarstellung aus einer byzantinischen Handschrift des Neuen Testaments]

Besonderheiten des byzantinischen Reiches:
Grundlagen des byzantinischen Reiches sind römisches Recht und Verwaltung, griechische Kultur und Sprache (seit 610 ist griechisch Amtssprache), Theologie und Ritus der griechisch-orthodoxe Kirche mit Ablehnung des Primats des Papstes in Rom und eine enge Verbindung Kirche-Staat (Caesaropapismus). 
:
476: Das Weströmische Reich mit Rom (bzw. seit 404 Ravenna) als Hauptstadt endet 476 mit der Absetzung des Romulus Augustulus  durch die Germanen (Odowaker)..

527 - 565: Justinian gilt als bedeutendster Kaiser Ostroms. Unter ihm erreicht das oströmischen Weltreich seine größte Ausdehnung. Fast alle Gebiete um das Mittelmeer (auch Italien, Südspanien und Nordafrika) gehören - wenigstens für kurze Zeit - zu Byzanz. Auf Justinian geht auch die Kodifizierung des römischen Rechts zurück (corpus iuris civilis). Und der prächtige Ausbau der Hauptstadt Konstantinopel: Die Hagia Sophia, einer der großartigsten Kirchbauten, wird unter Justinian gebaut. (s.rechte Spalte)

.
 
B1.3: Die Hagia Sophia - Weltwunder in der byzantinischen, islamischen und türkischen Zeit


Unter Justinian wurde ab 532 der Grundstein für den Kirchenbau der Hagia Sophia in Konstantinopel gelegt. 

.Hagia SophiaDie Hagia Sophia war für viele Jahrhunderte der grandioseste Sakralbau nicht nur der byzantinischen Kirche, ein Weltwunder..

[Bild (Foto Ebener): Innenraum der Hagia Sophia in Istanbul, mit der großen Zentralkuppel]

1453, nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, blieb der Bau im Wesentlichen erhalten, er wurde aber in eine Moschee umgewandelt. Dabei wurden auch die großartigen byzantinischen Wandmosaiken mit Gips überdeckt. Erst als zur Zeit Atatürks die Ayasofya Museum wurde konnten viele Mosaiken wieder sichtbar gemacht werden. 

Mosaik in Hagia SophiaAls Beispiel auch für die byzantinische christliche Kunst ist hier ein fragmentarisch erhaltenes Mosaik von der Galerie der Hagia Sophia abgebildet auf dem der segnende Christus in der Mitte zwischen Maria und Johannes dem Täufer thront.

[Bild (Foto Ebener): Fragmentarisch erhaltenes byzantinisches Mosaik aus dem 14. Jahrhundert auf der Galerie der Hagia Sophia: Segnender Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer]

B1.4: Byzanz ab 610: Mittelbyzantinisches Reich


634 - 640: Eroberung der byzantinischen Provinzen in Syrien und Palästina durch die muslimischen Araber (Rückeroberung durch Byzanz ab 945)

720 - 843: "Finsteres Zeitalter"; Bilderstreit erschüttert Byzanz

867: Lösung der orthodoxen Kirche von Rom durch den orthodoxen Patriarchen Photius von Konstantinopel

976 - 1025: Unter Kaiser Basileios II (dem "Bulgarentöter") neuer Höhepunkt byzantinischer Machtentfaltung: Bulgarien wird byzantinische Provinz. Der orthodoxe Glaube breitet sich in Russland aus; die russische Kirche wird dem Patriarchen von Konstantinopel unterstellt.

1054: Großes Schisma zwischen griechisch-orthodoxer und römisch-katholischer Kirche: Trennung von griechisch-orthodoxer (byzantinischer, oströmischer) und römisch-katholischer Kirche (Gegenseitige Exkommunikation), ausgelöst durch unterschiedliche rituelle Gebräuche und durch unterschiedliche dogmatische Positionen ("filioque"); dahinter steht aber der Universalanspruch beider Kirchen. - 
(Seit dem Bruch zwischen West- und Ostkirche wird vom Papst der römisch-katholischen Kirche die griechisch-orthodoxe Kirche schon fast zu den "Ungläubigen", den"Heiden" gerechnet.Auch darum war die Eroberung von Byzanz später durch die Kreuzfahrer möglich).

1071: Niederlage der Byzantiner bei Manzikert gegen die türkischen Seldschuken; Vordringen der Seldschuken nach Kleinasien

1080: Die Seldschuken beherrschen große Teile Kleinasiens und errichten hier das Sultanat von Ikonium (Rum).

1095: März 1095: Byzantinisches Ersuchen um Hilfe gegen die Seldschuken an Westrom beim Konzil von Piacenza

1096: Beginn des Durchzugs der Kreuzfahrer durch Kleinasien (s.u.)

1204: Eroberung und Plünderung des byzantinischen Konstantinopel durch die Kreuzfahrer im 4. Kreuzzug; 
(1204 regiert übrigens in Konstantinopel der byzantinische Kaiser Isaak II. Angelos; Irene von Byzanz, die in 2. Ehe mit dem Staufer Philipp von Schwaben vermählt war, ist eine Tochter dieses Kaisers.)

1204: Zerschlagung des byzantinischen Reiches und Bildung des lateinischen Kaiserreiches vor allem in Griechenland und Entstehung einiger kleinerer griechischer Kaiserreiche in Kleinasien, z.B. das Kaiserreich Nikaia.

B 3: Entwicklung der Islamischen Reiche ab 622


 622: Hedschra(Auswanderung) Mohammeds von Mekka nach Medina; Beginn der islamischen Zeitrechnung.;

632: Tod Mohammeds.
Rasche Ausbreitung des Islam zunächst unter den Kalifen in der arabischen Welt

634 - 640: Eroberung der byzantinischen Provinzen in Syrien (Damaskus 835) und Palästinas (Jerusalem 638) durch die muslimischen Araber unter Kalif Omar

698ff: Eroberung ganz Nordafrikas (von Ägypten bis nach Karthago und Marokko) durch die Omaijaden 
Eroberung ganz Spaniens durch die islamischen Omaijiden.

732: Schlacht von Tours und Poitiers in Frankreich, bei der die Franken unter Karl Martell über die arabischen Heere siegen, stoppt das weitere Vordringen der islamischen Reiche im Westen

850 (ca): Vordringen der türkischen Seldschuken nach Westen; sie bilden bald Palastgarden an den meisten islamischen Höfen, ihre Führer übernehmen bald die Macht.

1000 (ca): Vordringen der türkischen islamischen Seldschuken nach Kleinasien

1071: Niederlage der Byzantiner bei Manzikert gegen die türkischen Seldschuken

1080: Die Seldschuken beherrschen große Teile Kleinasiens und errichten hier das Sultanat von Ikonium (Rum)

1096: Beginn des Durchzugs der Kreuzfahrer durch Kleinasien (s.u.);
Errichtung deer Kreuzfahrerstaaten in Syrien und Palästina

1171 - 1250: In Ägypten herrscht die Dynastie der Ajjubiden, begründet 1171 durch den Kurden Saladin.
1187: Saladin schlägt die Christen bei Hattim und erobert Jerusalem für die Muslime
Rückeroberung der anderen Kreuzfahrerstaaten durch die Muslime

1223:(ca.): Im Ansturm der Mongolen löst sich das Reich der Seldschuken auf.
Es bilden sich in Kleinasien neue kleinere Reiche, unter anderen das Reich Osmans mit türkischen Muslimen
 

B1.5: Byzanz von 1261 - 1453: Spätbyzantinisches Reich


1261: Wiedererrichtung des byzantinischen Reiches vom Königreich Nikäa aus, wieder mit Konstantinopel als Hauptstadt
 
 
 
 

1349: Reduktion des byzantinischen Reiches auf Konstantinopel

1453: Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen (Mehmet II.); Ende des Oströmischen Reiches/ Ende von Byzanz.

Entwicklungen der Islamischen Reiche ab 1261:


1291: Rückeroberung des letzten Kreuzfahrerstaates Akko durch die Muslime

1301 erklärt sich Osman I. zum Sultan und wird zum Begründer des Osmanischen Reiches, das sich bald um das ganze östliche Mittelmeer ausbreitet. 

1349: Das Osmanische Reich besetzt fast ganz Kleinasien. Nur Konstantinopel wird zunächst noch von Byzanz gehalten.

1453: Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen / Beginn des Osmanischen Weltreiches mit Istanbul als Hauptstadt.
(Fortsetzung siehe unten: Nachgeschichte: Das Osmanische Reich und das Abendland seit 1453)

C. Die 7 Kreuzzüge in den Vorderen Orient u.a.


1. Kreuzzug (1095/96 - 1099)

Der 1. Kreuzzug war der wichtigste und - jedenfalls in der Perspektive der Kreuzfahrer und des Papstes - der erfolgreichste. Er führte zur "Befreiung" Jerusalems und zur Gründung der Kreuzfahrerstaaten. Allerdings war es kein nachhaltiger Erfolg.

Hier eine kurze Chronologie der Ereignisse:

1074: Nach der Niederlage der Byzantiner in der Schlacht von Mantzikert gegen die Seldschuken plant Papst Gregor VII. an der Spitze eines abendländischen Ritterheeres den griechischen Christen zu Hilfe zu kommen. Ziel sollte dabei auch die Wiedervereinigung der griechischen und der römischen Kirche sein die seit 1054 getrennt waren. - Dieser Kreuzzug kam nicht zustande.

1095: März 1095: Beim Konzil von Piacenza in Italien wird ein Byzantinisches Hilfeersuchen an die lateinische Westkirche überbracht: Byzanz ersucht um Hilfe gegen die islamischen Seldschuken die nicht nur Palästina sondern bereits fast ganz Kleinasien erobert haben

1095: November 1095: Kreuzzugsaufruf Papst Urban II. beim Konzil von Clermont zur Befreiung des von den Heiden besetzten "Heiligen Landes". In dem Kreuzzugsaufruf an die Ritter und Fürsten versprach Urban II. den Kreuzfahrern großen Lohn: "Wer allein aus Frömmigkeit und nicht um Ehre oder Gewinn willen nach Jerusalem eilt, um die Kirche Gottes zu befreien, der kann mit dieser Reise alle Bußen abgelten." In begleitenden Predigten rief Urban II. die Ritter zu den Waffen gegen die Ungläubigen die in grauenhaften Farben gemalt wurden. -. Denen die zum Kreuzzug nach Jerusalem bereit waren sollte zeremoniell ein Kreuz verliehen werden, sie waren crucesignati, "mit dem Kreuz Bezeichnete".

Die Resonanz auf den Kreuzzugsaufruf war gewaltig, auch wenn die Motive der Kreuzfahrer sehr gemischt waren: Für manche war es eine fromme Pilgerfahrt in der Tradition der bisherigen Wallfahrten, manche lockte das kriegerische Abenteuer, und viele lockte die Aussicht auf reiche Beute und der Gewinn von eigenem Land und eigener Herrschaft (was in Westeuropa mit seiner Übervölkerung nur noch schwer zu erreichen war).
 .
1096: Ehe sich die ersten Ritterheere auf den Weg machten gab es einen "Volkskreuzzug" oder "Bauernkreuzzug":: Ab Februar 1096 gab es dramatische Kreuzzugspredigten Peters des Einsiedlers in Frankreich und im Rheinland: Darauf brachen im April 1096 die ersten Scharen eines "Volkskreuzzuges" auf. Sie wurden in Kleinasien von den Seldschuken vernichtet.

1096, ab August 1096: Aufbruch der einzelnen Ritterheere, die meist aus Frankreich kommen (s. unten die Karte). Sie werden nicht von Königen angeführt (Heinrich IV. und Philipp I. von Frankreich waren gerade gebannt), sondern von Fürsten wie Robert von der Normandie, Gottfried von Bouillon, Balduin von Flandern u.a.. Manche Ritter müssen zunächst ihren Besitz verkaufen oder verpfänden um die Mittel für den Kreuzzug aufzubringen: für die Pferde, die Rüstung, die Verpflegung und sonstigen Unterhalt während des Kreuzzugs. - Die verschiedenen Heere ziehen meist auf dem Landweg nach Konstantinopel, wo sich die verschiedenen Heere sammeln. Insgesamt sollen es mehrere 10.000 Mann gewesen sein. [Eine Schätzung nennt beim 1. Kreuzzug 4.500 Ritter und 30.000 Mann Fußvolk; nach Tyerman (Buchtitel s.unten) waren es 50.000 - 70.000 Mann.]

1097: Zug der Kreuzfahrer durch Kleinasien. Nach der siegreichen Einnahme von Nikaia besiegen die Kreuzfahrer in der Schlacht bei Dorylaion den Sultan von Ikonium. Damit ist der Weg frei nach Syrien und Palästina.

1098: Eroberung Antiochiens in Syrien und Errichtung des Fürstentums Antiochien und der Grafschaften Edessa und Tripolis als Kreuzfahrerstaaten (s. unten auf der Nebenkarte).. Aber der größte Teil der Kreuzfahrer zieht weiter ins "Heilige Land", nach Jerusalem.

1099: Am 15.Juli 1099 gelingt den Kreufahrern die Eroberung Jerusalems nach 5 Wochen Belagerung. 
Von der grausamen Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer ist der Bericht eines Augenzeugen, eines normannischen Ritters überliefert:

"In der Stadt verfolgten und töteten unsere Pilger die Sarazenen bis zum Tempel Salomos, wo sie sich versammelten und während des ganzen Tages den unseren den wütendsten Kampf lieferten, sodaß der ganze Tempel von ihrem Blut triefte. Endlich, nachdem sie die Heiden niedergezwungen hatten, fingen die unseren im Tempel eine große Anzahl Kinder und Frauen und töteten sie oder ließen sie am Leben, wie es ihnen gut dünkte... Die Kreuzfahrer liefen bald durch die Stadt, rafften Gold, Silber, Pferde, Mulis zusammen und plünderten die Häuser, die vor Reichtum überflossen. Danach, glücklich und vor Freude weinend, gingen die unseren zum Grab unseres Heilands Jesus Christus und entledigten sich ihrer Schuld gegen ihn. Am anderen Morgen stiegen sie auf das Dach des Tempels, griffen die Sarazenen an, Männer und Frauen, und enthaupteten sie mit gezogenem Schwert." (zitiert nach Le Goff, Das Hochmittelalter, Fischer Weltgeschichte Band 11, S. 137).

Das Königreich Jerusalem wird unter Gottfried von Bouillon gebildet. (Nach dessen Tod wird sein Bruder Balduin von Boulogne zum König von Jerusalem; er herrscht von 1100 bis 1118). 

Zum Königreich Jerusalem gehörte damals das ganze Gebiet des heutigen Israel und Palästina und noch ein Teil des heutigen Libanon (s. unten die "Nebenkarte") Die wichtigen Küstenstädte waren Teil des Königreichs Jerusalem: von Beirut im Norden über Akkon, Caesarea, Jaffa bis Askalon im Süden. 

AtlitIm ganzen Gebiet des Kreuzfahrerstaates und an den wichtigen Küstenstädten wurden - wie in den anderen Kreuzfahrerstaaten - Kreuzfahrerburgen gebaut, deren imposante Überreste noch erhalten sind: Burgen zur Sicherung der Herrschaft, zur Verteidigung, auch zur Verwaltung des feudalen Herrschaftsgebietes. Solche Kreuzfahrerburgen standen etwa in Montfort bei Akkon oder in Athlot an der Küste bei Caesarea.
 

[Bild (Marke Israel, 2006): Reihe "Kreuzfahrerfestungen im Gebiet des heutigen Staates Israel": Kreuzritter mit Segelschiff, im Hintergrund Andeutung der Kreuzfahrerburg Athlot /Athlit an der Küste bei Caesarea]



1099: Gründung der Bruderschaft der Johanniter in Jerusalem;

1113: Anerkennung des Johanniterordens (1130 wird er zum Ritterorden)

[Bild (Marke BRD, 1999): 900 Jahre Johanniterorden; Kreuz der Ritter des Johanniterordens]

1120: Gründung des Templerordens in Jerusalem zum Schutz der Pilger



2. Kreuzzug (1147 - 1149):

1144: Die Eroberung von Edessa durch den Emir von Mossul macht diesem Kreuzfahrerstaat ein Ende. Sie war der Auslöser für den 2. Kreuzzug.

1147: Der 2. Kreuzzug wurde von 2 Königen angeführt: der Staufer Konrad III. und Ludwig VII. von Frankreich haben sich, auch unter dem Einfluss des leidenschaftlichen Kreuzzugspredigers Bernhard von Clairvaux, entschlossen das Kreuz zu nehmen.
Der 2. Kreuzzug war ein Desaster für die Kreuzfahrer. Nach Niederlagen gegen die Seldschuken in Dorylaion und Laodikeia in Kleinasien begeben sich die Restheere auf dem Seeweg nach Jerusalem und unternehmen von dort aus noch 2 erfolglose Züge gegen Damaskus und Askalon. Damit war der 2. Kreuzzug beendet.


3. Kreuzzug (1188 - 1192): 

1187: Sultan Saladin vernichtet die Armee des Königreichs Jerusalem in der Schlacht von Hattin; Jerusalem fällt an Saladin.
Das war der Auslöser für den 3. Kreuzzug.

1188: Kaiser Friedrich Barbarossa stellt sich an die Spitze des nächsten Kreuzzuges, dessen Ziel vor allem die Wiedergewinnung Jerusalems war. Das Hauptheer der Kreuzfahrer zieht auf dem Landweg über Kleinasien nach Palästina.

Hartmann von AueAn diesem Kreuzzug waren wohl auch einige der Minnesänger und ritterlichen Dichter dabei (z.B. Friedrich von Hausen, Albrecht von Johannesdorf und auch Hartmann von Aue). Lieder zum Kreuzzug und auf den Tod Barbarossas sind mehrere überliefert.

[Bild (Marke Liechtenstein, 1963): Minnesänger Hartmann von Aue, aus der Manesseschen Liederhandschrift]

Der 3. Kreuzzug war auch für Ludwig Uhland, den Tübinger Dichter der Schwäbischen Dichterschule im frühen 19. Jhdt., Rahmen seiner bei Schwaben sehr populär gewordenen Heldenballade "Schwäbische Kunde". In ihr dichtet er von den Strapazen und Gefahren der Kreuzfahrer auf ihrer langen Reise nach Palästina und von ihren Heldentaten gegen die Türken. Hier einige Verse daraus:

Schwäbische Kunde (Ludwig Uhland)

Als Kaiser Rotbart lobesam 
Zum heil'gen Land gezogen kam,
Da mußt'er mit dem frommen Heer
Durch ein Gebirge wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
Viel Steine gab's und wenig Brot,
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgethan;
Den Pferden war's so schwach im Magen,
Fast mußt' der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
Von hohem Wuchs und starker Hand;
Des Rößlein war so krank und schwach,
Er zog es nur am Zaume nach...
So blieb er bald ein gutes Stück
Hinter dem Heereszug zurück.
Da sprengten plötzlich in die Quer'
Fünfzig türkische Reiter daher;
Die huben an auf ihn zu schießen,
Nach ihm zu werfen mit den Spießen.

Der wack're Schwabe forcht' sich nit,
Ging seines Weges Schritt vor Schritt,
Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken
Und thät nur spöttisch um sich blicken,
Bis einer, dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang:
Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut durch den Sattel noch zu Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken:
Zur Rechten sieht man wie zur Linken
Einen halben Türken heruntersinken....

(Das ganze Gedicht ist im "Lexikon" bei Ludwig Uhland wiedergegeben.)

1190: Die Kreuzfahrer unter Friedrich Barbarossa erringen in Kleinasien einen glänzenden Sieg über die Muslime bei Ikonium im Südosten Anatoliens.

Reichstag 11801190: Kurz nach dem Sieg der Kreuzfahrer bei Ikonium und kurz bevor das Heer mit Barbarossa Palästina erreicht stirbt Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Kleinasien. Er ertrinkt im Fluss Kalykadnus (Saleph) in Kilikien / Kleinasien. Als Todestag wird angegeben: 10.6.1190:Tod von Friedrich I. Barbarossa in Kleinasien.
Barbarossas Sohn, Herzog Friedrich VI. von Schwaben, führt einen Teil des Heeres nach Akkon, wo er 1191 stirbt.

[Bild (Marke BRD, 1980): Reichstag zu Gelnhausen 1180: Kaiser Friedrich I. mit seinen Söhnen König Heinrich VI. und Herzog Friedrich von Schwaben; Miniatur aus der Welfenchronik, 12. Jhdt.]

1191: Akkon wird 1191 von den anderen Kreuzfahrergruppen eingenommen: den Kreuzfahrern unter Richard Löwenherz, König von England, und unter Philipp II. August, König von Frankreich.
Richard schließt einen Waffenstillstand und Verträge mit Sultan Saladin: die Kreuzfahrer erhalten den Küstenstrich zwischen Tyrus und Jaffa (mit den Küstenstädten Akkon, Athlot, Caesarea); vertraglich vereinbart wird außerdem ausdrücklich die Erlaubnis zu Pilgerbesuchen in Jerusalem. (In Jerusalem herrscht weiterhin Saladin bis zu seinem Tod 1193)



Deutscher Orden1190/1198: Gründung des Deutschen Ordens in Akkon.
 

[Bild (Marke BRD, 1990): 800 Jahre Deutscher Orden, gegründet 1190; links Siegel des Obersten Spittlers von 1400, und rechts das Amtswappen des Hochmeisters des Deutschen Ordens von 1982 mit dem alten Zeichen der Ritter des Deutschen Ordens, mit dem sie auch in den Kampf gegen die Ungläubigen zogen: das schwarze Kreuz auf weißem Grund]



[4. - 7. Kreuzzug: siehe rechte Spalte: 4.Kreuzzug]
C. Die 7 Kreuzzüge in den Vorderen Orient u.a.


4. Kreuzzug (1202 - 1204): 

1197: Kaiser Heinrich VI, Sohn und Nachfolger Friedrich Barbarossas, der auch Herr des Normannenreiches in Sizilien war, hatte einen weiteren Kreuzzug geplant, dessen Ziel aber nicht nur die Rückgewinnung des Heiligen Landes war sondern auch die Eroberung des byzantinischen Reiches (was ein altes Ziel des Normannenreiches war). Durch den plötzlichen Tod Heinrichs VI. fand dies Unternehmen nicht statt; - die Zielrichtung gegen das byzantinische Reich blieb aber im 4. Kreuzzug erhalten.

1198: Papst Innozenz III. ruft zum 4. Kreuzzug auf. Es wird dabei auch denen Erlass der Bußen verheißen die den Kreuzzug mit Spenden unterstützen. Die Finanzierung der Kreuzzüge wurde zu einem zunehmenden Problem!
1198 wird auch eine Kirchenbesteuerung für die Kreuzzüge eingeführt.

1202: Beginn des 4. Kreuzzuges, an dem vor allem große Teile des französischen Adels teilnehmen. Bald kommt es zu einer folgenschweren Änderung des Kreuzzugzieles: Sollte dies zunächst Ägypten sein (der Sitz der islamischen Ajjubiden-Dynastie, zu der auch sultan Saladin gehörte), so wurde plötzlich die Eroberung des byzantinischen Reiches und von Konstantinopel das Ziel der Kreuzfahrer. Ein Grund dafür war ein Hilferuf eines byzantinischen Prinzen Alexios, der in den Thronwirren in Konstantinopel Unterstützung für seine Thronanwartschaft suchte und dafür viel Geld und sogar Versprechungen einer neuen Kirchenunion anbot. Der wesentliche Grund war aber die Taktik der Wirtschaftsgroßmacht Venedig mit ihrem Interesse am Levantehandel: Die Kreuzfahrer benötigten Schiffe zum Transport ins Heilige Land und die bot Venedig an: Transportschiffe für 34000 Mann samt Verpflegung. Venedig stellte allerdings eine Bedingung: Ziel sollte die Eroberung von Byzanz und von Konstantinopel sein (samt der christlichen Stadt Zara in Dalmatien). Und Venedig sollte seine Handelsstützpunkte im östlichen Mittelmeer ausbauen können. - Die Pervertierung der Kreuzfahreridee war perfekt.

Konstantinopel 12031203: Der Doge von Venedig führt das Kreuzfahrerheer zusammen mit dem byzantinischen Prinzen Alexios nach Konstantinopel, das erobert wird, aus dem die Kreuzfahrer 1203 aber zunächst wieder abziehen..

[Bild (Buchillustration aus Frankreich aus dem 15. Jhdt.): Kreuzfahrer auf den Venezianischen Transportschiffen nähern sich 1203 zusammen mit dem byzantinischen Prinzen Alexios der gut befestigten Großstadt Konstantinopel]

Eroberung Konstantinopels1203, im Juni 1203, erobern die Kreuzfahrer die stark befestigte Stadt Konstantinopel trotz der starken Gegenwehr der Byzantiner. - Sie ziehen allerdings zunächst noch einmal aus Konstantinopel ab.

[Bild (Buchillustration aus Frankreich aus dem 15. Jhdt.): So - oder ähnlich - soll es gewesen sein als die Kreuzfahrer 1203 von den Schiffen aus die Befestigungsmauern Konstantinopels angreifen und starke Abwehr der Verteidiger überwinden müssen]

1204: Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer: 1204 erobern die Kreuzfahrer Konstantinopel zum zweiten Mal. Es ist eine der grausamsten und erbarmungslosesten Eroberungen. Die Stadt wird an allen Enden angezündet, barbarische Greuel und Massaker werden an der Bevölkerung verübt, Plünderungen überall; es ist die größte Plünderung des Mittelalters an Reliquien, an unermesslichen Kunst- und Wertgegenständen.. 

Besonders bereichert hat sich bei den Plünderungen Venedig. Im Markusdom in Venedig sind viele der Kunstschätze aus Konstantinopel aufbewahrt. Auch die Quadriga am Markusdom ist aus Konstantinopel geraubt.

Es blieb aber nicht bei der Zerstörung Konstantinopels.Das byzantinischen Reiches wurde durch die Kreuzfahrer zerschlagen und ein lateinisches Kaiserreich errichtet, das vor allem Griechenland umfasste und in dem Venedig seine Handelsplätze gesichert hatte.. Es bestand bis 1261. - 
Daneben entstanden in Kleinasien kleinere griechische Kaiserreiche wie das Kaiserreich Nikaia, die sich neben dem lateinischen Kaiserreich behaupten konnten. Von Nikaia aus wurde 1261 das lateinische Kaisertum beendet und das spätbyzantinische Reich, wieder mit der Hauptstadt Konstantinopel, begründet.



1212: Kinderkreuzzug: Nach manchen Berichten gab es gleichzeitig im Jahr 1212  vom Rheinland und von Frankreich aus Kinderkreuzzüge. Sie wurden von Jugendlichen initiiert die in einer Offenbarung den Aufruf zum Kreuzzug ins Heilige Land erhalten haben wollten. An den Kinderkreuzzügen sollen jeweils etwa 9000 (überwiegend) Kinder unbewaffnet teilgenommen haben. Sie zogen nach Itelien, nach manchen Berichten kamen sie bis Marseille. Spätestens dort endete der Kinderkreuzzug erbärmlich: Fast alle Kinder starben oder wurden auf Sklavenmärkten verkauft.


5. Kreuzzug (1228 - 1229):

Einige Ereignisse zur Vorgeschichte:
1225: Der Stauferkaiser Freidrich II. heiratet Isabelle von Jerusalem; schon seitdem nannte er sich "König von Jerusalem"
1227: Kaiser Friedrich II. wird von Papst Gregor IX. mit dem Kirchenbann belegt. Auslöser für den Bann war das bisher nicht eingelöste Versprechen Friedrichs bei seiner Königskrönung, demnächst zu einem Kreuzzug nach Jerusalem aufzubrechen. Friedrich hatte den Termin für den Aufbruch zum Kreuzzug mehrmals verschoben (u.a. aus Krankheitsgründen). - Der Bann zeigt, wie der Kreuzzug im Streit zwischen Kaiser und Papst instrumentalisiert wird.

1228: Beginn des 5. Kreuzzugs: Kaiser Friedrich II. zieht von Apulien aus an der Spitze eines Kreuzfahrerheeres übers Meer nach Akkon. 

JerusalemZiel ist wieder die Befreiung Jerusalems.
Dieser Kreuzzug verläuft ganz anders als die bisherigen Kreuzzüge: Jerusalem wird nicht durch Kampf erobert, sondern durch Verhandlungen.

[Bild (Marke Vatican, 1999): Jerusalem]

1229: Nach Verhandlungen (die Friedrich schon von Italien aus begonnen hatte) mit dem ägyptischen Sultan Al-Kamil (wobei Friedrichs Kenntnis der arabischen Sprache und seine Hochachtung der orientalischen Kultur eine wichtige Rolle spielten) erhält Friedrich II. in dem Vertrag vom 18.2.1229  Jerusalem und andere christliche Andachtsstätten (Bethlehem und Nazareth) sowie ihre Verbindung zur Küste; ausgenommen ist nur der für die Muslime heilige Bezirk um die Moschee in Jerusalem. Dieser Vertrag gilt erst einmal für 10 Jahre.

Friedrich II.1229 krönt sich Friedrich in Jerusalem zum König von Jerusalem.

[Bild (Marke BRD, 1994): 800. Geburtstag von Kaiser Friedrich II.; Portrait Kaiser Friedrichs mit einem Falken; Miniatur aus der Manfred- Ausgabe des Falkenbuches aus dem 13. Jhdt. (Vatikanische Bibliothek)]

1230, nach dem erfolgreichen Kreuzzug, muss der Papst den Bann gegen Friedrich aufheben; es kommt zu einem Friedensschluss mit der Kurie.

1244: Eroberung Jerusalems durch die Moslems; Jerusalem ist für immer für die Christen verloren.



6. Kreuzzug (1248 - 1254):

1248: Ludwig IX., "der Heilige", König von Frankreich, will in einem Kreuzzug Ägypten, das Zentrum der Moslems, vernichten. Das Kreuzfahrerheer wird bei Mansura in Ägypten vernichtend geschlagen und gerät mit Ludwig IX. in Gefangenschaft, aus dem alle Mann nur durch hohe Lösegelder freikommen. - Nach einem Abstecher nach Akkon kehrt Ludwig IX. 1254 nach Frankreich zurück.



7. Kreuzzug (1270): 

1270: Ludwig IX. von Frankreich: Er fährt nach Tunis ins Reich der islamischen Almohaden. Dort kommt er mit einem großen Teil des Heeres um.



1291: Ende der Kreuzzüge in den Vorderen Orient - Ende der Kreuzfahrerstaaten im Orient: 
Akkon, der letzte noch verbliebene Rest des Königreichs Jerusalem, wird von den Mameluken erobert. Mit Akkon geht der letzte der Kreuzfahrerstaaten in Palästina und Syrien für die lateinischen Christen verloren (nur Zypern, bis 1489, und Rhodos, das bis 1523 unter der Herrschaft des Johanniterordens bleibt, bleiben länger erhalten). 

Was ist geblieben von den Kreuzfahrerstaaten? Am sichtbarsten die Reste der Kreuzfahrerfestungen, die über die 4 Kreuzfahrerstaaten (die gemeinsam "Outremer" = Länder jenseits des Meeresgenannt wurden) verstreut sind, am berühmtesten wohl der "Krak des Chevaliers" in der Grafschaft Tripolis in Syrien, aber auch Montfort, Athlit, Caesarea, Belvoir und viele andere.

In Akkon ist auch im 20. Jhdt. eine lange verschüttete und überbaute "unterirdische Kreuzritterstadt" wieder ausgegraben worden, in der besonders die großartigen frügotischen Kreuzgewölbe des Johanniterordens an die Zeit vor 1291 erinnern. - Die gesamte Anlage wurde 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

[Bild (Marke Israel, 2007): frühgotische Kreuzgewölbe im Refektorium im Hospital des Johanniterordens in der unterirdischen Kreuzritterstadt in Akkon, Weltkulturerbe der UNESCO]




D: Mißerfolg und Folgen der Kreuzzüge:



Mit dem Ende des Kreuzfahrerstaates Akkon 1291 wurde endgültig klar, dass die Kreuzzüge nicht nur ein schrecklicher Mißbrauch der christlichen Religion mit vielen Zehntausenden von Opfern an Menschenleben waren, sondern auch ein großer Mißerfolg:

Das Hauptziel der Kreuzzüge, die Befreiung der Heiligen Stätten in Palästina von den Moslems und die Errichtung lateinischer christlicher Fürstentümer in Jerusalem und Palästina, wurde nicht erreicht. Das christliche Jerusalem und die Kreuzfahrerstaaten ("Outremer" genannt, die "Länder jenseits des Meeres") blieben eine kurze Episode. Und die Expansion der islamischen Reiche wurde im Vorderen Orient nicht gestoppt. (Im Gegenteil: die Kreuzzüge provozierten "Gegenkreuzzüge".)

Einige Folgen der Kreuzzüge:

Neben dem grundsätzlichen Mißerfolg hatten die Kreuzzüge Langzeitfolgen in verschiedenen Bereichen, positive und negative:

Das Schisma, der Graben zwischen griechisch-orthodoxer, byzantinischer Ostkirche und lateinisch-katholischer Westkirche, ist vertieft und endgültig geworden. (So ist es bis heute geblieben).

Der Niedergang des einstigen Weltreiches Byzanz ist vor allem durch den 4. Kreuzzug (mit der Vernichtung Konstantinopels und der Errichtung der lateinischen Kaiserreiche) beschleunigt worden. Und mit dem Ende von Byzanz verschwand auch ein "christliches Bollwerk" gegen die Ausbreitung der Osmanen von Kleinasien aus ins Abendland.

Das Papsttum erlebt als Initiator der Kreuzzüge einen Höhepunkt seiner Macht im Mittelalter; allerdings wird auch - vor allem nach dem Desaster des 2. Kreuzzugs - die Kritik am Papst stärker. Und der leidenschaftliche Kreuzzugsprediger Bernhard von Claivaux erscheint vielen als falscher Prophet. -
Mit der Kritik am Papsttum breiten sich kirchenkritische (und auch antikirchliche-weltliche Geistesströmungen) aus. Überspitzt formuliert es der französische Mittelalterforscher Jaques Le Goff in der Fischer-Weltgeschichte zum Hochmittelalter: "Man könnte die These aufstellen, daß am Ende der Kreuzzüge die Reformation stand."

In der Islamischen Welt lösten die Kreuzzüge Gegenreaktionen aus: Einmal änderten sich das Verhältnis zu den Christen im islamischen Herrschaftsgebiet dramatisch: Wurden bis zu den Kreuzzügen die Christen in den von islamischen Reichen eroberten Gebieten tolerant und rechtlich einigermaßen geschützt behandelt, lebten in friedlicher Koexistenz, so besannen sich die Türken nach den fanatischen und brutalen Eroberungen der Kreuzfahrer wieder auf den muslimischen Fanatismus des dschihad, des heiligen Krieges, nun auch gegen die Christen. - Und die Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen (1453) und die Vorstöße des Osmanischen Reiches ins Abendland bis Wien (1529 und 1683) lassen sich auch als eine Art "Gegenkreuzzüge" deuten.

Weitere Folgen hatten die Kreuzzüge für die "Innenpolitik" des Abendlandes:

Die Ritter, die Hauptträger der Kreuzzüge, formieren sich als eigener Stand mit besonderem Selbstbewußtsein und besonderer Kultur.

Das abendländische Kulturbewußtsein (Architektur, Kunst, Literatur, Wissenschaft, auch Religion) wird durch die Begegnung mit der weit überlegenen byzantinischen und muslimischen Welt herausgefordert und befruchtet.

Wirtschaftlich profitieren von den Kreuzzügen und vom Orienthandel vor allem die oberitalienischen Städte (besonders Venedig und Genua) und Städte in Südfrankreich.

E: Karte III-5: Die Kreuzzügeim Mittelalter gegen die Muslime und Byzanz

Karte mit den Kreuzzügen

Karte III-5: Die Kreuzzüge im Mittelalter gegen die Muslime und Byzanz:Europa, Vorderasien (mit Byzanz und Palästina, Nebenkarte mit den Kreuzfahrerstaaten um Jerusalem) und Nordafrika zur Zeit der Kreuzzüge vom Ende des 11. bis zum 13. Jahrhundert.
[Karten aus dem Atlas zur Geschichte, VEB Haack, 1981]  [Vergrößerung der Karte durch Anklicken und Zoomen!]

F: Nachgeschichte 1: Das Osmanische Reich und das Abendland von 1453 - 1683:


1453: Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen (Mehmet II.); Ende des Oströmischen Reiches
Istanbul (neuer Name für Konstantinopel) wird Hauptstadt des Osmanischen Reiches.

Istanbul: Blaue MoscheeDie Hagia Sophia, bisher christliche Hauptkirche der Byzantiner, wird in eine Moschee umgestaltet und mit Minaretten versehen. Daneben werden in Istanbul in den kommenden Jahrzehnten weitere große Moscheen gebaut, z. B. die "Blaue Moschee" in der Nähe der Ayasofya.

[Bild (Marke Türkei/Indonesien, 2008): Sultan-Ahmet-Moschee, auch "Blaue Moschee" genannt, in Istanbul, erbaut um 1610]

1453 beginnt eine Blütezeit des Osmanischen Reiches

Suleyman1520 - 1566: Eine herausragende Herrschergestalt ist Suleyman I., der oft mit dem Beinamen Suleyman der Prächtige:genannt wird wegen der bedeutenden Bauten und Kunstwerke die er veranlasst hat; andere Beinamen sind Suleyman der Gesetzgeber und Suleyman der Eroberer. Suleyman hat das Osmanische Reich weit nach Osteuropa ausgedehnt bis an die Tore zum Habsburger Reich:

[Bild (Marke Türkisch Zypern, 1980): Suleyman  der Prächtige]

1529 stehen die Türken vor Wien und werden nur in einer großen Abwehrschlacht von den vereinten Katholiken und Protestanten zurückgeschlagen. Aber die Türken bleiben noch lange die gefährlichste Bedrohung für das Abendland.

(Auch für die Protestanten: Für Martin Luther sind - nach seiner Schrift "Wider die Türken" - die Türken das Böse, der Antichrist, gegen die man - fast wie einige hundert Jahre davor - in einem heiligen Kreuzzugskrieg kämpfen muß. Dabei waren Suleyman und die Türken wohl - paradoxerweise - eher die Retter der protestantischen Länder: Wegen der Türkengefahr konnte Kaiser Karl V. nicht seinem Wunsch entsprechend gegen die protestantischen Länder vorgehen denn er brauchte ihre Unterstützung, vor allem ihre Truppen, im Kampf gegen die Türken. Auch der Augsburger Religionsfrieden kam wohl nur vor dem Hintergrund der Türkengefahr zustande.)

1571: Seeschlacht bei Lepanto: Niederlage der Osmanischen Flotte im Mittelmeer durch die westlichen Mächte.

Wien 16831683: Letzter Versuch der Türken Westeuropa zu erobern; endgültige Niederlage der Osmanen bei Wien (1683: Schlacht am Kahlenberge, Entsatz von Wien).

[Bild (Marke Österreich, 1983): 300 Jahre Entsatz von Wien; Bild von der Schlacht am Kahlenberge, in der die Türken endgültig zurückgeschlagen werden]

F: Nachgeschichte 2: Das Osmanische Reich und das Abendland seit 1683:


1683ff: Weitere erfolgreiche Versuche Habsburgs die Türken zurückzudrängen. 
Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden wird Generalmarschall, er erhält den kaiserlichen Oberbefehl gegen die Türken. (So erhält er den Beinamen "Türkenlouis" und er bringt aus jenen Kämpfen die "Türkenbeute" mit nach Baden, die heute im Badischen Landesmuseum Karlsruhe aufbewahrt wird.).:1683: Nach der Niederlage vor Wien 1683: Allmählicher Niedergang des Osmanischen Reiches und der Osmanischen Weltmacht. Immer mehr Länder gehen dem Osmanischen Reich verloren.

18. Jahrhundert ff: Neue Sicht und Wertschätzung des Orients im Abendland:
Nach dem Wegfall der militärischen Bedrohung durch die Türken beginnt im 18. Jhdt. im Abendland die Faszination durch den fremden Orient, seine Lebensweise, seine Gewürze und den Kaffee, seine Erzählkunst ("Geschichten aus 1001 Nacht" wurden bekannt und berühmt), seine Kunst, seine Kleidung, seine Musik ("a la turka"). Theaterstücke und Opern spielen im Serail (z.B. Mozarts "Entführung aus dem Serail"), Märchen leben auch vom orientalischen Milieu (z.B. bei Wilhelm Hauff). 
Sogar die islamische Religion und ihre Vertreter werden - auch im Zuge der Aufklärung - anders gesehen, nicht mehr nur als das Böse schlechthin. 

Nathan der WeiseBesonders eindrücklich dafür ist Gotthold Ephraim Lessing und sein Theaterstück "Nathan der Weise" (1783 veröffentlicht). Es spielt während der Zeit der Kreuzzüge. Der muslimische Sultan Saladin ist darin - neben dem Juden Nathan - eine der Hauptpersonen. Und in der berühmten Ringparabel mit ihrem Aufruf zur Toleranz wird von Lessing die mögliche Gleichberechtigung der 3 großen Weltreligionen (Judentum, Christentum und Islam) propagiert.

[Bild (Marke DDR, 1979): Portrait G.E. Lessings; Buchtitel "Nathan der Weise" mit Vertretern der 3 Religionen]

1830, nach dem Freiheitskampf der Griechen, erhält Griechenland seine Selbständigkeit vom Osmanischen Reich
1878 gilt das bankrotte Osmanische Reich als "Kranker (oder: Armer) Mann am Bosporus"..

1914 tritt das Osmanische Reich an der Seite Deutschlands (zu dem sich schon länger gute Beziehungen entwickelt hatten, s. etwa den gemeinsamen Bau der Bagdad-Bahn) in den 1. Weltkrieg ein.

1918 wird das Osmanische Reich zerschlagen und die verschiedenen Gebiete werden von den Alliierten besetzt.

1920 erhält Großbritannien vom Völkerbund das Mandat für Palästina, das  bisher Teil des Osmanischen Reiches war
(was nach der britischen Balfour-Deklaration von 1917, in der Juden eine nationale Heimstätte in Palästina versprochen wurde, dazu führte, dass 1948 in einem Teil Palästinas der Staat Israel mit Billigung der Mehrheit der Vereinten Nationen - gegen die Stimmen der arabischen Staaten - ausgerufen wurde)

1923 gründet Kemal Atatürk die neue Republik Türkei als laizistischen Staat mit Ankara als neuer Hauptstadt.

G: Literatur zu Byzanz und zum Osmanischen Reich:

Ralph-Johannes Lilie:
Byzanz. Geschichte des oströmischen Reiches 326 - 1453.
Beck-Verlag München, Beck-Wissen, 2005

Suraiya Faroqhi:
Geschichte des Osmanischen Reiches.
Beck-Verlag München, Beck-Wissen, 2000

G: Literatur zum Hochmittelalter und zu den Kreuzzügen:

Jacques Le Goff:
Das Hochmittelalter. Fischer Weltgeschichte Band 11, 1965

Peter Thorau:
Die Kreuzzüge. Beck-Wissen 2004

Christopher Tyerman:
Die Kreuzzüge. Eine kleine Einführung. 
Reclam-Verlag 2009

zum Seitenanfang
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

© Manfred Ebener / m.ebener@z.zgs.de / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: Kreuzzüge im Mittelalter / letzte Änderung: 18.4..2016

Free counter and web stats
 
 
  www.gratis-besucherzaehler.de/ bestecasinoapps Homepage