WappenLexikon Geschichte Baden+Württemberg: L(Ladenburg bis Luise)
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L: Übersicht über die Lexikon-Stichworte
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Ladenburg (Stadt im Rhein-Neckar-Kreis)
Lämmle, August Julius (schwäbischer Heimatdichter, + 1962)
Laemmle, Carl (Filmproduzent, + 1939)
Lahr im Schwarzwald (Stadt im Ortenaukreis)
Landauer, Gustav (Dichter, Anarchist, + 1919)
Landgraben, Altwürttembergischer Landgraben (1456 - 1805)
Langenargen (Gemeinde im Bodenseekreis)
Langenburg (Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall)
Lanz-Werke (Landmaschinenwerke in Mannheim)
Lanz, Heinrich (Maschinenbauer, + 1905)
La Roche, Sophie (Dichterin, + 1807)
Laßberg, Josef Freiherr von (Germanist, + 1855)
Lauda-Königshofen (Stadt im Main-Tauber-Kreis)
Lauffen am Neckar (Stadt im Landkreis Heilbronn)
Laeuger, Max (Keramiker, + 1952)
Laupheim (Stadt im Landkreis Biberach)
Lautlingen (Teilort von Albstadt)

Lechner, Leonhard (Komponist, + 1606)
Leinfelden-Echterdingen (Stadt im Landkreis Esslingen)
Lenard, Philipp (Physiker, + 1947)
Lenau, Nikolaus (Dichter, + 1850)
Lenz, Hans (FDP-Politiker, + 1968)
Lenz, Hermann (Schriftsteller, + 1998)
Lenz, Peter / Pater Desiderius (Maler, + 1927)
Leonberg (Stadt im Landkreis Böblingen)
Leopold, Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen (+ 1905)
Lessing, Karl Friedrich (Maler, + 1880 in Karlsruhe)
Leutkirch im Allgäu (Stadt im Landkreis Ravensburg)
Leutrum von Ertringen, Marie-Luise Gräfin zu Ertringen (+ 1980)
Leutwein, Theodor (Gouverneur in Südwestafrika, + 1949)
Leutze, Emanuel (Maler, + 1816)

Lhotzky,Heinrich (Schriftsteller, + 1930)

Lichtenberg (Burg bei Oberstenfeld im Bottwartal)

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Lichtenstein (Schloss auf der Schwäb. Alb bei Honau)
Liebenzell, Bad Liebenzell (Stadt im Landkreis Calw)
Lilienfein, Heinrich (Schriftsteller, + 1952)
Limes (römischer Grenzwall)

Limpurger Berge (Bergland bei Schwäbisch Hall)
Lindrath, Hermann (CDU-Politiker, + 1960)
Liselotte von der Pfalz: siehe bei Elisabeth von der Pfalz
List, Friedrich (Volkswirtschaftler, + 1846)

Lochner, Stefan (Maler, + 1451)
Lorch (Stadt im Ostalbkreis)
Lörcher, Alfred (Bildhauer, + 1962)
Lörrach (Kreisstadt des Landkreises Lörrach in Südbaden)
Lotzer, Sebastian (Bauernkriegs-Schreiber, + nach 1525)
Löwenstein (Gemeinde im Kreis Heilbronn)
Löwensteiner Berge
Löwenstein-Wertheim (süddeutsches Fürstengeschlecht)
Löwith, Karl (Philosoph, + 1973)

Ludwig Wilhelm I., Markgraf von Baden (+ 1707)
Ludwig II., Herzog von Bayern (+ 1294)
Ludwigsburg (Kreisstadt des Landkreises Ludwigsburg)
Ludwigsburger Porzellan
Ludwigshafen am Bodensee (Gemeinde Bodman-Ludwigshafen)
Luise, Großherzogin von Baden (+ 1923)
Lukaschek, Hans (CDU-Politiker, + 1960)

Ladenburg (PLZ: 68526), Stadt am unteren Neckar im Rhein-Neckar-Kreis, mit 11.546 Einwohnern (6/2008)..

Ladenburg liegt auf dem Gebiet einer alten römischen Siedlung von etwa 50 n.Chr. Sehenswert ist das mittelalterlichem Stadtbild.
Personenbezüge zu Ladenburg:

1906: "C. Benz Söhne" in Ladenburg gegründet
1929 + Carl Benz in Ladenburg gestorben

- Weitere Web-Informationen: http://www.ladenburg.de



Lämmle, August Julius, Heimatdichter und volkstümlicher Erzähler und Lyriker. - * 3.12.1876 in Ludwigsburg - Oßweil, + 8.2.1962 in Leonberg (Grab auf dem Stuttgarter Waldfriedhof).

August Lämmle war ein populärer Heimatdichter, der sich auch um das schwäbische Brauchtum und um die "Schwäbische Heimat" verdient gemacht hat. 
Daß Lämmle schon 1933 der NSDAP beitrat war lange vergessen, ebenso wie Veröffentlichungen wie sein Preisgedicht, das er 1940 auf Adolf Hitler schrieb. Wie stark er mit dem Nationalsozialismus sympathisierte ist umstritten; distanziert hat er sich jedenfalls nicht.



Laemmle, Carl, Filmproduzent.. - * 17.1.1867 in Laupheim, + 24.9.1939 in Beverly Hills, Kalifornien. -

Laemmle wanderte mit 17 Jahren nach Amerika aus. Seit 1915 setzte er ganz auf die Zukunftsbranche Film. Er gilt als bedeutender Filmmagnat, Traumfabrikant und Gründer der Filmstadt Hollywood. Erfolgreiche Filme wie "Im Westen nichts Neues" entstanden unter C. Laemmle als Produzent.
Im Laupheimer "Museum zur Geschichte von Christen und Juden" erinnert ein eigene Abteilung an den "größten Sohn der Stadt Laupheim".



Lahr / Schwarzwald (PLZ: 77933), Stadt im Ortenaukreis im mittleren Schwarzwald, mit. 43.601 Einwohnern (6/2008).

1875 * Emil Rudolf Weiß in Lahr geboren
1892 * H. Eichrodt in Lahr geboren

1902 * Felix Wankel in Lahr geboren
1904 * H. Furler in Lahr geboren

- Weitere Web-Informationen: http://www.lahr.de



Landauer, Gustav, Dichter, Anarchist. - * 7.4.1870 in Karlsruhe, + 1.5.1919 in München. - 

Landauer war Mitglied der Münchener Räterepublik, 1919, und wurde nach deren Niederlage ermordet.

- Weitere Web-Informationen: 
http://gutenberg.spiegel.de/autoren/Landauer.htm


Landgraben, Altwürttembergischer Landgraben:

LandgrabenDer Altwürttembergische Landgraben vom Heuchelberg zum Bottwartal diente von 1456 - 1805 als Landgraben an der Grenze Wirtembergs, weniger zu Verteidigungszwecken, mehr zur Kanalisation der Handelsströme.

Auszug aus dem Text auf der abgebildeten Tafel zum Landgraben:

 "1456 wurde unter Graf Ulrich V. mit dem Bau des Landgrabens bei Gronau am Fuß der Löwensteiner Berge begonnen. Er führte entlang der Landesgrenze über Schmidhausen, Helfenberg, Auenstein, Ilsfeld und Schozach nach Lauffen. Unter Graf Eberhard im Bart wurde er in den Jahren 1482 und 1483 vom Heuchelberg entlang der Markung Nordheim und des Neckars weitergeführt bis Lauffen. Er bestand aus einem ca. 3 Meter breiten und ebenso tiefen Graben und Wall an der Innenseite. ... Die Gesamtlänge betrug 31 km, davon 7 km entlang von Gewässern.
Der gesamte Warenverkehr auf den historischen Fernhandelsstrassen wurde zwecks Erhebung von Zöllen durch die Landtürme bei Nordheim, Wüstenhausen und Lauffen gezwungen. Die Hauptzollstelle war auf der Neckarbrücke bei Lauffen eingerichtet.
Im Jahr 1805 - nach der napoleonischen Neuordnung - als Württemberg Königreich und das Land nach Norden erweitert wurde, hatte der Landgraben seine Zweckbestimmung eingebüßt und verfiel. ....
Die heute noch sichtbaren Reste sind unter anderem die Heuchelberger Warte,...  die Gräben entlang ... der Straße von Schmidhausen nach Jettenbach, sowie der Lauffener und Wüstenhausener Landturm...."

[Bild (Foto Ebener): Informationstafel des Schwäbischen Albvereins, aufgestellt bei Gagernberg/ Schmidhausen: "Der Altwürttembergische Landgraben vom Heuchelberg zum Bottwartal (1456 - 1805)", mit Landkarte und Erläuterungen zum Landgraben]


Langenargen (PLZ: 88085), Gemeinde im Bodenseekreis, am Bodensee, mit 7.759 Einwohnern (6/2008).

1724 * F. A. Maulbertsch in Langenargen geboren

- Weitere Web-Informationen: http://www.langenargen.de



Langenburg, Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall (PLZ: 74595), an der Jagst, mit dem Schloß der Fürsten von Hohenlohe- Langenburg; mit 1.798 Einwohnern (6/2008).
.
1891 - 1906: Agnes Günther in Langenburg

- Weitere Web-Informationen: http://www.langenburg.de



Lanz- Werke, Heinrich Lanz AG, Landmaschinenindustrie, gegründet 1859 von Heinrich Lanz in Mannheim.

- Weitere Web-Informationen zu Geschichte der Lanz-Werke:
http://www.heubach-online.de/vereinsleben/lanzfreunde/



Lanz, Heinrich, Maschinenbauer. - * 9.3.1838 in Friedrichshafen, + 1.2.1905 in Mannheim. -

Heinrich Lanz gründete 1859 in Mannheim eine bald weltberühmte Fabrik für Landmaschinen aller Art.

- Weitere Web-Informationen zu Heinrich Lanz:
http://home.arcor.de/pflueckhahn/heila.htm



La Roche, Sophie, geb. Gutermann, Dichterin. - * 6.12.1731 in Kaufbeuren, + 18.2.1807 in Offenbach. - 

La Roche, Jugendliebe Wielands und Großmutter der Brentanos, lebte ab 1765 in Bönnigheim und schrieb dort "Das Fräulein von Sternheim" (ein Buch, das offiziell noch von Wieland herausgegeben wurde).

- Weitere Web-Informationen zu Sophie La Roche:
http://gutenberg.spiegel.de/autoren/laroche.htm

LichtensteinLichtenstein2Lichtenstein (PLZ 72 805), Schloß, malerisch auf einem steilen Felsen über dem Echaztal auf der Schwäbischen Alb bei Honau gelegen.
Das heutige Schloß Lichtenstein wurde erbaut auf älteren Fundamenten ab 1840 in neugotischem Stil, und zwar nach der Fantasie- Beschreibung des Schlosses im Roman "Lichtenstein" von W. Hauff.

[Bilder (Marken BRD, 1982, und Württemberg-Hohenzollern, 1947): Schloß Lichtenstein, Albrand]

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.urach.de/html/lichtenstein.htm


Liebenzell, Bad Liebenzell: Stadt im Nordschwarzwald (PLZ: 75378) im Landkreis Calw, mit Teilort Möttlingen u.a.; mit 9.406 Einwohnern (6/2008)..

1522: + Johannes Reuchlin im Heilbad Liebenzell gestorben (Grab in Stuttgart)

- Weitere Web-Informationen: http://www.bad-liebenzell.de


Lilienfein, Heinrich, Schriftsteller (Generalsekretär der Schiller- Stiftung). - * 20.11.1879 in Stuttgart, + 20.12.1952 in Weimar.


Limes, römischer Grenzwall in Germanien, mit Wall und Graben und teilweise mit Steinmauern befestigt; er war durch etwa 1000 Wachttürme und 70 - 100 Kastelle gesichert. Der Limes wurde ab 84 n.Chr. unter Domitian begonnen, dann unter Trajan und Hadrian erweitert Er sollte die römischen Eroberungen in Obergermanien (das "Dekumatenland" mit den römischen Gutshöfen und Orten) schützen und die kurzen Verbindungsstraßen von der Donau zum Rhein. Der Limes verfiel im 3. Jahrhundert, nachdem die Alemannen die Grenzbefestigung um 260 überwunden hatten und die Römer sich zum Rhein zurückzogen..

LimesDer Rätische Limes trifft bei Lorch den Obergermanischen Limes, der über den Main bis zum Rhein bei Neuwied führt.
Viele Städte sind am Ort römischer Kastelle errichtet, z.B. Lorch, Welzheim, Murrhardt, Mainhardt; Cannstatt, Walheim. 
[- Weitere Einzelheiten und Karte zum Verlauf des Limes im Lexikon-Artikel "Römer in Südwestdeutschland".]

[Bild (Marken-Block BRD 2007): Limes, UNESCO-Weltkulturerbe: Verlauf des Obergermanisch- Raetischen Limes; Rekonstruktion der Pforte des Römerkastells Saalburg; Luftbild einer archäologischen Ausgrabungsstätte bei Aalen]

Der Obergermanisch- Raetische Limes wurde 2005 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

- Weitere Web-Informationen zum Limes und der Limesstraße: http://www.limesstrasse.de



Limpurger Berge, Teil der Keuperberghöhen des Schwäbisch- Fränkischen Schichtstufenlandes in Nordwürttemberg zwischen Kocher und Bühler (s. Karte).


Lindrath, Hermann, Politiker (CDU, Bundesschatzmeister 1957). - * 29.6.1896 in Eisleben, + 27.2.1960 in Mannheim.


Liselotte von der Pfalz: siehe bei Elisabeth von der Pfalz


ListList, Friedrich, Volkswirtschaftler. - * 6.8.1789 in Reutlingen, +  30.11.1846 in Kufstein (Suizid). - 

List setzte sich für die Zollvereinigung und für ein deutsches Eisenbahnnetz ein. Er war 1817 - 1820 Prof. in Tübingen, 1822 in Festungshaft auf dem Hohenasperg, 1823 - 1830 in USA. List gilt als Begründer einer deutschen Volkswirtschaftslehre und als Vorkämpfer der wirtschaftlichen Einheit Deutschlands.

[Bild (Marke BRD, 1989): Portrait Friedrich List zum 200. Geburtstag, Eisenbahnzug]



LochnerLochner, Stefan, Maler. - * um 1400 in Meersburg, + 1451 in Köln. - Lochner, der am Bodensee geboren ist (in Meersburg oder Konstanz), lebte und arbeitete meist in Köln. Er gilt als Hauptmeister der  Kölner Malschule und des "Weichen Stils" der deutschen Hochgotik. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Maria in der Rosenlaube".


 

[Bild (Marke Kamerun, 1972): Stefan Lochner: "Maria im Rosenhag", 1448 (Wallraf-Richartz-Museum Köln)]
[Vergrößerung des Bildes durch Anklicken]



Lorch (PLZ: 73547), Stadt an der Rems im Ostalbkreis, mit 11.157 Einwohnern (6/2008).. - 

Lorch steht auf dem Grund eines römischen Kastells am Schnittpunkt des obergermanischen und rätischen Limes. Die Benediktinerabtei Lorch wurde 1101 gegründet und sollte Grablege der Staufer werden.

1208: Grab der Irene von Byzanz in Lorch

1762 * Karl Conz in Lorch geboren
1763 - 1766: Friedrich Schiller als Kind in Lorch
1867 - 1869: Eduard Mörike in Lorch

- Weitere Web-Informationen zu Lorch:
http://www.stadt-lorch.de
http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/lo/loth.php



Lörcher, Alfred, Bildhauer. - * 30.7.1875 in Stuttgart, + 1962 in Stuttgart.

A. Lörcher schuf vor allem stilisierte Aktfiguren und vielfigürliche Plastiken und Reliefs.
1936 erhielt Lörcher Ausstellungsverbot, 1938 wurde er von den Nationalsozialisten seines Amtes als Professor an der Stuttgarter Akademie enthoben.



Lörrach, Stadt in Südbaden (PLZ: 79539 - 79541), Kreisstadt des Landkreises Lörrach, im Markgräfler Land; mit 48.014 Einwohnern (6/2008).

1848 ruft Gustav von  Struve in Lörrach die Republik aus
1864 * Max Laeuger in Lörrach geboren
1952 + Max Laeuger in Lörrach gestorben
1960 + Hermann Burte in Lörrach gestorben

- Weitere Web-Informationen: http://www.loerrach.de

Laßberg, Josef Freiherr von, Germanist. - * 10.4.1770 in Donaueschingen, + 15.3.1855 auf Schloß Meersburg. - 

Laßberg, Schwager Anette von Droste-Hülshoffs, erwarb 1838 das Alte Schloss Meersburg
Als Bibliothekar in Donaueschingen sammelte und edierte Laßberg mittelalterliche Handschriften. So erwarb er 1815 eine Handschrift des Nibelungenlieds aus dem 13. Jhdt., die er 1846 in der berühmten Sammlung "Lieder Saal, das ist: Sammlung altdeutscher Gedichte aus ungedruckten Quellen" herausgab. Diese Handschrift des Nibelungenliedes, als "Handschrift C" oder als "Hohenems- Laßbergisch- Donaueschinger" Handschrift bekannt, war bis 2001 im Besitz des Hauses Fürstenberg.


Lauda- Königshofen (PLZ: 97922), Stadt im Main- Tauber- Kreis, an der Tauber, mit Teilorten Gerlachsheim, Messelshausen, Sachsenflur u.a.; mit 14.832 Einwohnern (6/2008).

1760 * J. R. Zumsteeg in Sachsenflur / Lauda geboren

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.lauda-koenigshofen.de



Lauffen am Neckar (PLZ: 74348), Stadt im Landkreis Heilbronn, mit 10.953 Einwohnern (6/2008).

Lauffen, 832 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war vermutlich seit 1234 Stadt.
Sehenswert ist die evang. Pfarrkirche aus dem 13. Jhdt, an deren Seite die Regiswindiskapelle mit dem Steinsarg der Heiligen angebaut ist; auch die Neckarbrücke von 1530. Das hochmittelalterliche "Untere Schloss" auf der Neckarinsel ist heute Rathaus der Stadt.

Ereignisse und Personen mit Bezug zu Lauffen:

1534: In der Schlacht bei Lauffen siegt Herzog Ulrich auch mit den Truppen des Landgrafs Philipp von Hessen über die kaiserlichen Truppen. Dieser Sieg ermöglichte Herzog Ulrich die Rückkehr nach Württemberg

1770 * Friedrich Hölderlin in Lauffen geboren
1865 * Robert Gradmann in Lauffen geboren 

Lauffen1891 erfolgte die erste Drehstromübertragung vom Neckar- Kraftwerk Lauffen nach Frankfurt.

[Bild (Marke BRD, 1991): 100 Jahre Drehstromübertragung von Lauffen nach Frankfurt; Kraftwerke in Lauffen und Frankfurt]

- Weitere Web-Informationen zu Lauffen: http://www.lauffen.de.



Laeuger, Max, Keramiker und Architekt. - * 1864 in Lörrach, + 1952 in Lörrach


Laupheim, Stadt im Landkreis Biberach (PLZ: 88471) in Oberschwaben, mit 19.502 Einwohnern (6/2008).

1867 * Carl Laemmle (Filmproduzent in USA) in Laupheim geboren

1905 * Marie Luise Steiner (Gräfin Leutrum) in L. geboren

- Weitere Web-Informationen zu Laupheim:
http://members.aol.com/laupheim/



StauffenbergLautlingen auf der Alb, jetzt Teilort von Albstadt im Zollernalbkreis (PLZ: 72459):
In Lautlingen, Sitz der Grafen von Stauffenberg, verbrachte Claus Graf von Stauffenberg ab 1910 häufig Kindheit und Jugend.
 

[Bild (Marke BRD, 1964): 20. Jahrestag des 20. Juli 1944; Portrait Claus von Stauffenberg] 



Lechner, Leonhard, Komponist. - *1553 im Etschtal in Südtirol, + 9.9.1606 in Stuttgart. - 

Leonhard Lechner, ein Schüler Orlando di Lassos, war einer der bedeutendsten deutschen Musiker um 1600 auf dem Gebiet des deutschen Liedes und der Motette. - 
Lechner war seit 1595 Hofkapellmeister in Stuttgart.

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.bautz.de/bbkl/l/Lechner_l.shtml



Leinfelden-Echterdingen, Stadt südlich von Stuttgart (PLZ: 70771), im Landkreis Esslingen; im Jahr 1975 entstanden durch den Zusammenschluss von Leinfelden (das 1269 erstmals genannt ist), Echterdingen (als Ort schon 1185 genannt) und weiteren Gemeinden auf den Fildern. Leinfelden-Echterdingen hat 37.037 Einwohner (6/2008).

1987 + Paul Schlack (Chemiker) in L.-E. gestorben

- Weitere Web-Informationen:
http://www.leinfelden-echterdingen.de/



Lenard, Philipp, Physiker (Nobelpreis 1905). - * 7.6.1862 in Preßburg, + 20.5.1947 in Messelhausen. - 

Lenard, der dem Nationalsozialismus nahe stand und Einsteins Relativitätstheorie und die ganze "jüdische Theorie" bekämpfte, war von 1907 - 1931 Prof. in Heidelberg.

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.einstein-website.de/lenard.htm



Lenau, Nikolaus, Dichter. - * 13.2.1802 in Csatád (Banat, Rumänien), + 22.8.1850 in Oberdöbling (Wien). - 

Lenau war 1831 / 1832 in Stuttgart und Weinsberg; er stand der schwäbischen Dichterschule nahe.

- Weitere Web-Informationen zu Nikolaus Lenau: http://gutenberg.spiegel.de/autoren/lenau.htm



Lenz, Hans, FDP- Politiker (1961/1962 Bundesschatzminister; 1962 – 1965 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung). - * 12.7.1907 in Trossingen, + 28.8.1968 in Trossingen.


Lenz, Hermann, Schriftsteller. - * 26.2.1913 in Stuttgart, + 12.5.1998 in München. - 

Hermann Lenz lebte von 1948 - 1975 in seiner Heimatstadt Stuttgart, war dort Sekretär des Kunstvereins und des Süddeutschen Schriftstellerverbandes. Seinen größten Erfolge als Schriftsteller hatte er in den 70er Jahren mit der 7- teiligen Schwäbischen Chronik, in der um die Gestalt des Schriftstellers Eugen Rapp, stark autobiographisch geprägt, eine Chronik des deutschen Lebens im 20. Jahrhundert gegeben wird: 1966 erschien als erster Band "Verlassene Zimmer", 1988 als siebter Band "Seltsamer Abschied". - 1978 erhielt Lenz den Büchner-Preis; 1986 übernahm er eine Dozentur für Poetik in Frankfurt.

- Weitere Web-Informationen:
http://omnibus.uni-freiburg.de/~minnich/lenz.html



LenzLenz, Peter, Pater Desiderius, Maler und Bildhauer. - * 12.3.1832 in Haigerloch, + 26.1.1927 in Beuron.. - 

Peter Lenz trat 1876 als Pater Desiderius ins Benediktinerkloster Beuron ein. Dort gründete er die Beuroner Kunstschule mit dem Anliegen, auf der Grundlage altchristlicher und altägyptischer Kunst eine neue religiöse Malerei zu schaffen. Zeugnisse dieser Beuroner Kunstschule finden sich in Beuron, im Kloster Monte Cassino und in Prag. In Prag lebten Lenz und andere Benediktiner, die 1880 aus Beuron vertrieben wurden. Sie gestalteten dort die Kirche St. Gabriel im Stil der Beuroner Kunstschule.

[Bild (Marke CSR, 1999): Pater Desiderius Lenz, Beuroner Kunstschule: Gottesmutter mit Jesuskind, 1898 (Altarbild in der Kirche St. Gabriel, Prag)]

- Weitere Web-Informationen zu P.D. Lenz und zur  Beuroner Kunstschule: 
http://www.erzabtei.de/html/Jahrbuch/2002/Lenz/Lenz.html



Landtag 1457Leonberg, Stadt bei Stuttgart (PLZ: 71229) im Landkreis Böblingen, mit 45.587 Einwohnern (6/2008).

1457 fand der 1. Landtag Württemberg/Urachs in Leonberg statt 

[Bild (Marke BRD, 1957): 500 Jahre Landtag Württemberg; Landeshaus in Stuttgart]

1775 * Friedrich Wilhelm Schelling in Leonberg geboren

1962 + August Lämmle (Heimatdichter) in Leonberg gestorben
1993 + Gerhard Storz in Leonberg gestorben

- Weitere Web-Informationen zu Leonberg: http://www.leonberg.de



Leopold, Fürst von Hohenzollern- Sigmaringen. - * 22.9.1835 in Krauchenwies, + 8.6.1905 in Berlin. - 

Die mögliche Kandidatur Leopolds für den spanischen Königsthron war Auslöser für den Krieg mit Frankreich 1870/1871.



Lessing, Karl Friedrich, Maler. - * 1808 in Breslau, + 1880 in Karlsruhe. - Lessing war seit 1858 Direktor der Gemäldegalerie Karlsruhe.


Leutkirch im Allgäu (PLZ: 88291), Stadt im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben, mit 22.144 Einwohnern.. -

Leutkirch erhielt 1293 Stadtrechte und war Reichsstadt bis 1803.

- Weitere Web-Informationen: http://www.leutkirch.de



Leutrum zu Ertringen, Marie-Luise Gräfin Leutrum zu Ertringen, Diplom- Landwirtin.. - * 16.10.1905 Marie Luise Steiner in Laupheim geboren, 1930 verheiratet mit Hubertus Graf Leutrum von Ertringen, + 24.5.1980 in Heidelberg.

LandfrauenverbandGräfin Leutrum zu Ertringen, die als eine der ersten Frauen in Hohenheim das landwirtschaftliche Studium mit Diplom abschloss, war 1948 mit anderen Gründerin des Deutschen Landfrauenverbandes und dessen 1. Vorsitzende, später Ehrenpräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes. Seit 1930 wohnte sie im Schloss in Unterriexingen an der Enz im Landkreis Ludwigsburg; im Unterriexinger Schloss war auch die erste Geschäftsstelle des Deutschen Landfrauenverbandes. 1951 zog die Familie auf die Nippenburg bei Schwieberdingen; Gräfin Leutrum wohnte dort im Herrenhaus in Nippenburg bis 1980 und nahm von dort ihre vielen Ehrenämter wahr.

[Bild (Marke BRD, 1998): 50 Jahre Deutscher Landfrauenverband (gegründet 1948 von Gräfin Leutrum zu Ertringen u.a. in Bonn - Bad Godesberg); Auflistung der Ziele und Aufgaben des Deutschen Landfrauenverbandes]



Leutwein, Theodor, Gouverneur von Deutsch- Südwestafrika (1898 - 1905). - * 9.5.1849 in Strümpfelbrunn, + 13.4.1921 in Freiburg.


LeutzeLeutze, Emanuel, deutsch-amerikanischer Maler. - * 24.5.1816 in Schwäbisch Gmünd, + 18.7.1868 in Washington. - 

Leutze studierte an der Düsseldorfer Akademie und malte im Stil der Düsseldorfer Historienmalerei. Von ihm stammt eines der populärsten Bilder zum amerikanischen Unabhängigkeitskampf: "Washingtons Übergang über den Delaware".

[Bild (Marke Rumänien, 1976): Emanuel Leutze: "Übergang Washingtons über den Delaware 1776", entstanden 1850 (Metropolitan Museum, New York)]



Lhotzky, Heinrich, Theologe und Publizist. - * 24.11.1859 in Klausnitz (Sachsen), + 24.11.1930 in Ludwigshafen am Bodensee.

Heinrich Lhotzky war ein vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts vielgelesener religiöser Schriftsteller, etwa mit den Büchern "Der Weg zum Vater" (1903 erschienen), oder "Die Seele des Kindes" (1908).
Der Lebensweg Lhotzkys ist ziemlich bewegt: geprägt von der Herrnhuter Brüdergemeine studierte Lhotzky protestantische Theologie, promovierte, war einige Zeit als Pfarrer deutscher Auslandsgemeinden in Bessarabien und auf der Krim tätig, danach war er freier Schriftsteller, der seit 1910 in Ludwigshafen am Bodensee lebte.
Die ideologischen Wandlungen Lhotzkys sind besonders dramatisch: War er zunächst ein gläubiger Anhänger der Blumhardts so wandelte er sich immer mehr zu einem bekennenden Antisemiten und einem starken Anhänger des beginnenden Nationalsozialismus mit seiner atheistischen Heldenverehrung

- Weitere Web-Informationen zu H. Lhotzky:
http://www.bautz.de/bbkl/lhotzky.shtml


Burg LichtenbergLichtenberg, Burg aus der Stauferzeit bei Oberstenfeld im Bottwartal.

Bei Oberstenfeld, am Rande der Löwensteiner Berge, liegt am Bottwartal die Burg Lichtenberg, in der über Jahrhunderte die Herren über Großbottwar und Oberstenfeld residierten ehe die Burg an die Wirtemberger u.a. verkauft wurde. Die Burg ist heute im Privatbesitz, bewohnt und bewirtschaftet.

Lichtenberg, BurgeingangBurg Lichtenberg ist eine typische Burg der Stauferzeit, erbaut im 13. Jahrhundert (mit Ergänzungen im 15. Jahrhundert). Die Burg ist die vielleicht besterhaltene Burg aus der Stauferzeit in Württemberg.
Sie wurde nie völlig zerstört, auch nicht - wie viele andere Burgen - im Bauernkrieg 1525, als vermutlich Matern Feuerbacher, einer der Bauernführer im Bottwartal, für die Burg einen Schutzbrief ausgestellt hatte.

In der Burgkapelle finden sich Wandmalereien von etwa 1280 (die erst bei einer Renovierung 1959 entdeckt und freigelegt wurden)
.
Lichtenberg, KapelleLichtenberg, Kapelle

 

[Bilder (Foto Ebener): Burg Lichtenberg bei Oberstenfeld, am Rand der Weinberge des Bottwartals; im oberen Bild links mit Blick auf den Wunnenstein; unten Bilder der Burgkapelle mit den Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert]


- Weitere Web-Informationen zur Burg Lichtenberg:
http://www.burg-lichtenberg.de

Lotzer, Sebastian, Kürschner und Schreiber des Baltringer Haufens im Bauernkrieg, Verfasser der "Zwölf Artikel" mit den Forderungen der Bauern. - * 1490 in Horb am Neckar, 1525 nach St. Gallen geflohen; Todesjahr und Todesort unbekannt.

Sebastian Lotzer arbeitete nach einem kurzen und nicht abgeschlossenen  Studium an der Universität Tübingen als Kürschnermeister in Memmingen. Schon früh war er Anhänger der Reformation und er verfasste bereits 1523 einen "christlichen Sendbrief" und andere Schriften. Seine größte Bedeutung erlangte Lotzer als Verfasser der "Zwölf Artikel" die zum Manifest des Bauernkrieges wurden. Lotzer verfasste sie gemeinsam mit dem Zwinglisch gesonnenen Prediger Christoph Schappeler, Reformator Memmingens, im Frühjahr 1525 in Memmingen.
Nach der brutalen Niederschlagung der aufständischen Bauern im Mai 1525 floh Sebastian Lotzer zusammen mit Christoph Schappeler in die Schweiz nach St. Gallen.

2007 wurde Sebastian Lotzer in Horb ein Denkmal gesetzt mit der Inschrift: 
"Sebastian Lotzer von Horb schuf im März 1525 mit den zwölf Artikeln ein Monument in der Geschichte der Menschen- und Freiheitsrechte.
Nach der Niederschlagung der Erhebung des gemeinen Mannes floh er nach Sankt Gallen, wo sich seine Spur im Nichts verliert. 'Darumb erfindt sich mit der geschryfft das wir frey seien und wöllen sein.'"



Löwenstein (PLZ 74 245), Stadt im Landkreis Heilbronn, mit 3.127 Einwohnern (6/2008).:

1829 + Friederike Hauffe in Löwenstein gestorben
1923 - 1933: Manfred Kyber in Löwenstein
1933 + Manfred Kyber in Löwenstein gestorben

- Weitere Web-Informationen:
http://www.stadt-loewenstein.de



Löwensteiner Berge, Teillandschaft der fränkischen Keuperberge südöstlich von Heilbronn, bis 595 m hoch.


Löwenstein - Wertheim, süddeutsches Fürstengeschlecht, von 1494 an mit der Grafschaft Wertheim und Löwenstein, seit 1803 auch noch mit Bronnbach und Freudenberg.

- Weitere Web-Informationen:
http://www.stadt-loewenstein.de



Löwith, Karl, Philosoph. - * 9.1.1897 in München, + 26.5.1973 in Heidelberg. - Löwith war seit 1952 Professor in Heidelberg.


Ludwig Wilhelm I., Markgraf von Baden. - * 8.4.1655 in Paris, + 4.1.1707 in Rastatt, Grab in Baden-Baden. - 

Der "Türkenlouis" war Reichsmarschall in den Türkenkriegen (seit 1682) und Oberbefehlshaber der Reichsarmee gegen die Franzosen (seit 1693). Als Markgraf regierte er von 1677 - 1707 in Baden. Er ließ ab 1700 das Schloß Rastatt als 1. Barockschloß in Deutschland bauen.



Ludwig II, der Strenge, Herzog von Bayern. - * 13.4.1229, + 1.2.1294 in Heidelberg.


Ludwigsburg (PLZ: 71634 - 71642), Kreisstadt des Landkreises Ludwigsburg, Große Kreisstadt am Neckar, nördlich von Stuttgart, mit den Stadtteilen Eglosheim, Pflugfelden, Oßweil, Poppenweiler, Hoheneck, Neckarweihingen. Die Stadt Ludwigsburg hat 87.312 Einwohner (6/2008).

Sehenswertes in Ludwigsburg:

Schloss LudwigsburgBedeutendste Sehenswürdigkeit ist Schloss Ludwigsburg, das größte erhaltene Barockschloss Deutschlands, eine um den Schlosshof geschlossene Anlage mit über 450 Räumen, darunter Ordenssaal, Kapellen, Schlosstheater. - 

[Bild (Marke BRD, 2004): 300 Jahre Schloss Ludwigsburg: Bild des Ludwigsburger Schlosses, mit Seitenflügeln, Schlossgarten]

Ursprünglich hatte Herzog Eberhard Ludwig in dem wildreichen Gebiet um den damaligen Erlachhofs nur ein Jagdschloss bauen wollen; so war auch der Auftrag für den ersten Architekten, den Marbacher Theologen Philipp Joseph Jenisch. Nach der Grundsteinlegung am 7.5.1704 weiteten sich die Pläne immer gigantischer aus und unter dem 2. Baumeister Johann Friedrich Nette und vor allem unter Donato Giuseppe Frisoni entstand bis 1733 in etwa der Baukörper, wie er heute noch erhalten ist. Veränderungen wurden später vor allem in den Inneneinrichtungen vorgenommen, wo Barock, Rokoko, Klassizismus, Empirestil zu finden sind.

Schloss Favorite wurde von 1715 - 1723  von D.G. Frisoni und P. Retti in Sichtweite des Schlosses gebaut. (1799 - 1801 ließ Herzog Friedrich II. das Schlösschen durch seinen Architekten Thouret umbauen.)
Das Seeschloss Monrepos entstand, am Platz eines "Seehäusles" von 1714, unter Herzog Karl Eugen in den Jahren 1761 - 1767.

Die Stadt Ludwigsburg in der Nähe des Schlosses wurde nach Plänen Frisonis mit rechtwinkligen Straßenzügen am Reissbrett geplant. Sehenswert ist der große Marktplatz mit den beiden Kirchen und den Häusern mit den Arkaden. Sehenswert sind auch noch einige große Barockbauten, die als Amtshäuser geplant waren. Und einige Palais neben dem Schloss, zum Beispiel das Palais Grävenitz.
 

Geschichte: Einige Daten und Ereignisse um Ludwigsburg

Ludwigsburg feierte im Jahr 2004 Jubiläum: 300 Jahre Schloss.
2009 feiert Ludwigsburg 300 Jahre Stadtjubiläum.

1704: Grundsteinlegung zum Schloss (am 7.5.1704), das nach
         Herzog Eberhard Ludwig "Ludwigsburg" heissen sollte 
1709: Gründung der Stadt Ludwigsburg: Erster Aufruf zur 
         Ansiedlung (1718 Stadtrechte)
1715 - 1723: Schloß Favorite erbaut
1724 - 1733: Ludwigsburg wird unter Herzog Eberhard Ludwig 
          einzige Residenz Wirtembergs (anstelle Stuttgarts)
1734: Unter Karl Alexander zieht der Hof wieder nach Stuttgart
1758: Gründung der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur
1761 - 1767: Schloß Monrepos bei Ludwigsburg erbaut
1765 - 1775: Ludwigsburg wird unter Herzog Karl Eugen erneut 
         Hauptresidenz Wirtembergs
1776: Karl Eugen und der Hof ziehen wieder zurück nach 
         Stuttgart

1805: Napoleon vereinbart mit Kurfürst Friedrich im 
         Schloss in L. das "Königreich Württemberg"
1819: Verkündigung der Verfassung Württembergs durch
         König Wilhelm I. im Ordenssaal des Schlosses L.

1820: F. Walcker gründet die Orgelbaufirma Walcker in Ludwigsburg.

[Die berühmte Orgelbaufirma Walcker bestand in Ludwigsburg von 1820 bis 1974, als die Firma ihren Firmensitz ins Saarland verlegte. -

Von der Firma Walcker wurden nicht nur viele berühmte Orgeln für die Kirchen in Südwestdeutschland gebaut (die erste von F. Walcker gebaute Orgel kam z.B., nach einigen Jahrzehnten in einer Ludwigsburger Kirche, in die Georgskirche in Schwieberdingen, wo sie heute noch gespielt wird), sondern auch für Kirchen in ganz Deutschland (z.B. 1833 für die Paulskirche in Frankfurt) und für Kirchen in anderen Ländern (z.B. in Boston/USA, in St. Petersburg, in Reval und  im Dom zu Riga/ Lettland). - Orgel Riga
.
Die Orgel im Dom zu Riga, 1883/84 von der Fa. Walcker gebaut, war zu ihrer Zeit die größte Orgel der Welt. Sie ist eine der besonderen Sehenswürdigkeiten Rigas und sie wird heute noch bei den Gottesdiensten und bei vielen Kirchenkonzerten im Dom gespielt.

[Bild (Marke Lettland, 2000): Dom-Orgel im Mariendom zu Riga, 1884 gebaut von der Orgelbaufirma Walcker aus Ludwigsburg)]

1846: Erste Eisenbahn in Württemberg von Esslingen über Stuttgart nach
         Ludwigsburg; verstärkte Industrialisierung

1868: Firma Franck (Zichorienkaffee) in Ludwigsburg
1876: Karlshöhe Ludwigsburg (Diakonie-Einrichtung) gegründet

1906: Firma Bleyle (Strickwarenfabrik) produziert in L.
1919: Verkündigung der Verfassung des Volksstaates Württemberg im
         Ordenssaal des Schlosses in L.

1930: Bausparkasse GdF Wüstenrot zieht nach Ludwigsburg
1945: Im 2. Weltkrieg bleibt Ludwigsburg fast unzerstört
         - trotz seiner vielen Kasernen (man hatte die Stadt zur Lazarettstadt
         erklärt und bei den heranrückenden alliierten Truppen ein Stillhalten
         vereinbart)

Ludwigsburg1954: Gartenschau "Blühendes Barock" beim Schloß L.
         begründet

[Bild (Schmuckblatt von 1994): 40 Jahre Gartenschau Blühendes Barock; Südfassade des Schlosses Ludwigsburg]

1958: Zentralstelle zur Aufklärung 
         nationalsozialistischer Verbrechen 
         in Ludwigsburg eingerichtet
1959: Deutsches Mozartfest - Beginn der Schloßfestspiele
         in Ludwigsburg
1962: Frankreichs Präsident Charles de Gaulle hält seine
         berühmte Versöhnungsrede "An die deutsche Jugend" im
         Ludwigsburger Schlosshof..
 

VIPs, die in Ludwigsburg geboren, länger gelebt, gestorben, begraben:

1709 - 1735: Donato G. Frisoni (Schlossbaumeister) in L.
1724 ff: Eberhard Ludwig und Wilhelmine von Grävenitz in L.
1733 + Herzog Eberhard Ludwig in Ludwigsburg gestorben
1735 + Donato G. Frisoni in Ludwigsburg gestorben
1737 + Herzog Karl Alexander in Ludwigsburg gestorben

1763 - 1769: N. Jomelli (Opernkomponist) Hofkapellmeister in L.
1766 - 1773: Friedrich Schiller (Dichter, Historiker) Schüler in L.
1767 * Nikolaus Thouret (Architekt) in Ludwigsburg geboren
1769 - 1773: F. D. Schubart Hofkapellmeister in Ludwigsburg
1786 * Justinus Kerner (Dichter) in Ludwigsburg geboren
1793: Herzog Karl Eugen: Grab im Schloss Ludwigsburg
1793 * Karl Schiller (Sohn von Friedrich Schiller) in L.geboren

1801 + Reichsgraf J.C.von Zeppelin in Ludwigsburg gestorben
1801 * Friedrich Notter (Schriftsteller) in L. geboren
1804 * Eduard Mörike (Dichter) in Ludwigsburg geboren
1807 * Friedrich Theodor Vischer (Ästhetiker) in L.geboren
1808 * David Friedrich Strauß (kritischer Theologe) in L. geboren
1809 - 1815: Friedrich Silcher  Organist in Ludwigsburg
1810 ff: Friedrich Kammerer (Zündholz-Fabrikant) in Ludwigsburg
1816: König Friedrich I.: Grab im Schloss Ludwigsburg
1824 * Karl Pfizer (Apotheker, Chemiker) in L. geboren
1827 + Ludovike Simanoviz (Malerin) in Ludwigsburg gest.

1848 * Tony Schumacher (Kinderbuchautorin) in L. geboren
1857 + Friedrich Kammerer in Ludwigsburg gestorben
1867 * Wilhelm Groener (Reichswehrminister) in L. geboren
1868 * Friedrich Hoffmann (Chemiker) in Ludwigsburg geboren
1873 * Arnold von Gennep (Ethnologe) in Ludwigsburg geboren
1874 + David Friedrich Strauß in Ludwigsburg gestorben
1875 * Otto Gessler (Reichswehrminister) in L. geboren
1876 * August Lämmle (Heimatdichter) in L.-Oßweil geboren

1921: König Wilhelm II. von Württemberg: Grab auf dem Alten Friedhof
         in Ludwigsburg

1923 - 1951: Auguste Supper (Schriftstellerin) in Ludwigsburg
1931 + Tony Schumacher (Autorin) in Ludwigsburg gestorben
1948 * Hartmut Michel (Chemiker, Nobelpreis 1988) in L.geboren

1951 + Auguste Supper in Ludwigsburg gestorben
1957 + Hans Meid (Maler) in Ludwigsburg gestorben



Als Zitat-Beilage ein humorvolles Gedicht von Friedrich Theodor Vischer über Ludwigsburg aus dem Jahr 1870:

"O Ludwigsburg, du edle Stadt,.../Dich rühmt die Welthistoria/ als Hauptstadt der Cichoria.." 

Vischer hat das Gedicht, das seinerzeit sehr populär war, 1870 geschrieben, kurz nachdem die Firma Franck, die Kaffeeersatz herstellte (aus gerösteter Zichorie, der Wurzel der Wegwarte) in Ludwigsburg am Bahnhof ihren Betrieb begann, wobei der intensive Röst-Duft als "Ludwigsburger Geschmäckle" die Stadt durchzog. - Das Gedicht weist auch sonst auf typische Ludwigsburger Eigenheiten hin, z.B. auf die große Zahl der Kasernen und Soldaten, die in Ludwigsburg stationiert waren, was Ludwigsburg den Namen eines "schwäbischen Potsdam" einbrachte. - Hier das Gedicht in vollem Wortlaut:

"O Ludwigsburg, du edle Stadt, / wo es so viel Soldaten hat,/
Artillerie, Infanterie, / und zweierlei Cavallerie, /
wie mehrt sich deine Gloria,/zumal durch die Cichoria! /Juchhe!

Einst warst du zweite Residenz,/ doch nur im Sommer und im Lenz, /
Jetzt throhnt in dir/ mit Prachtgestank/ allzeit der Wurzelsieder Franck./
Dich rühmt die Welthistoria/ als Hauptstadt der Cichoria,/ Juchhe!

Lieb Ludwigsburg, kannst ruhig sein!/ Bricht je ein Feind ins Land herein,/
Schnell geht der Feuerwerker her/ und füllt die Bomben zentnerschwer./
Der Stinkdampf der Cichoria/ dem Feinde zur Memoria,/ Juchhe!

Zerplatzt ein solches Hohlgeschoß/ colonnenweis fällt Mann und Roß;/
und mehrt sich erst das Bum, Bum, Bum,/ Divisionen stürzen um,/
Potz Donner, Blitz und Doria,/ wer trotzt noch der Cichoria,/ Juchhe!"



Literaturhinweise zu Ludwigsburg:

Sting, Albert:
Geschichte der Stadt Ludwigsburg. 3 Bände; Verlag Ungeheuer & Ulmer 2000 - 2005:
- Band 1: Von der Gründung bis zum Jahr 1816.
- Band 2: Von 1816 bis 1945
- Band 3: Von 1945 bis zum Schlossjubiläum 2004.

- Weitere Web-Informationen zu Ludwigsburg:
http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/lb/lbth.php
http://www.ludwigsburg.de



Porzellan L.Ludwigsburger Porzellan: Porzellan der berühmten Porzellanmanufaktur, die 1758 durch ein Dekret von Herzog Carl Eugen gegründet wurde und von 1758 bis 1824 im Besitz der Herzöge von Württemberg war. 

[Bild (Marke BRD, 1976): Straßenhändlerin mit Bijouterien und Kupferstichen; Porzellanfigur der Porzellanmanufaktur Ludwigsburg, um 1765.]

- Weitere Web-Informationen:
http://www.geocities.com/hansflach
http://www.porzellan-manufaktur-ludwigsburg.de



Ludwigshafen, Bodman-Ludwigshafen am Bodensee (PLZ: 78351) , im, mit 4.384 Einwohnern (6/2008).:

1930 + Heinrich Lhotzky in Ludwigshafen gestorben
1940 + Heinrich Scharrelmann in Ludwigshafen gestorben

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.bodman-ludwigshafen.de



Luise, Großherzogin von Baden. - * 3.12.1838 in Berlin, + 23.4.1923 in Baden-Baden. - 

Luise, Tochter von Kaiser Wilhelm I., heiratete 1856 Großherzog Friedrich I. von Baden. Das hat sicher die Annäherung Badens an Preußen (s. etwa die Kaiserkrönung 1871 in Versailles) erleichtert...



Lukaschek, Hans, Politiker (CDU). - * 22.5.1885 in Breslau, + 26.1.1960 in Freiburg. - Lukaschek war von 1949 - 1953 Bundesvertriebenenminister.

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© Manfred Ebener / E-Mail- Kontakt: m.ebener@z.zgs.de  / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: L  / letzte Änderung: 18.12.2012

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