WappenLexikonGeschichte Baden+Württemberg: Stuttgart
philatelistisch unterstützt.  © Manfred Ebener
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

StuttgartStuttgart (PLZ 70 100 ff), Hauptstadt Baden- Württembergs, mit ca. 580.000 Einwohnern.. 

[Bild (Marke BRD, 1964): Blick auf Stuttgart, mit Stiftskrche, Rathausturm, Tagblatturm, Fernsehturm, Altes Schloss]
 


Übersicht zum Artikel "Stuttgart" (linke Spalte):

1. Entwicklung Stuttgarts zur Hauptstadt
2. Bauwerke, Institutionen, Ereignisse von 1321 bis 2005

3. Museen in Stuttgart
4. Handels-, Industrie-, Verwaltungs-, und Sportstadt
   Stuttgart


1. Entwicklung Stuttgarts zur Hauptstadt

950 soll in der Gegend des heutigen Stuttgart ein Pferdegestüt, ein Stutengarten, bestanden haben - Namensgeber für Stuttgart und für das Stuttgarter Wappen.

1250 etwa wird Stuttgart am Nesenbach zur Stadt erhoben

1321 verlegt Graf Eberhard I. die Wirtembergische Grablege von Beutelsbach in das sicherere Stuttgart; Stuttgart wird Hauptsitz der Wirtemberger. Seitdem ist Stuttgart mit der Geschichte Wirtembergs eng verbunden.

Stuttgart bleibt seitdem Hauptresidenz auch des Herzogtum Wirtembergs (ab 1495), des Königreich Württembergs (ab 1805), der Republik Württemberg (1918), und Hauptstadt des Landes Baden-Württemberg (1952). - Unterbrochen wird diese Hauptstadtfunktion nur im 15. Jhdt., als Wirtemberg geteilt war und mit Urach und Stuttgart 2 Residenzen hatte; und im 18. Jahrhundert, als 1724 - 1775 die Residenz nach Ludwigsburg verlegt wurde.


2. Einige Bauwerke, Institutionen und Ereignisse in und um Stuttgart seit 1321:

1335 wird der Chor der Stiftskirche erbaut, 1433 das Langhaus der Stiftskirche. - Daneben entstanden viele weitere Kirchen: Leonhardskirche, Hospitalkirche u.a.

1550 etwa wird das Alte Schloss an Stelle einer Wasserburg erbaut.

Landschaftshaus1582 entsteht - neben vielen anderen bedeutenden Bauwerken - das Landschaftshaus im Renaisancestil; - wie viele alte Bauten Stuttgarts wurde es im 2. Weltkrieg zerstört.

 

[Bild (Marke BRD, 1957): 500 Jahre Landtag Württemberg; Fassade des Landschaftshauses in Stuttgart von 1582]

1750, in der Zeit des Barock wird das Neue Schloss im Zentrum Stuttgarts erbaut; dazu entstehen - vor allem durch Herzog Karl Eugen initiiert - die Schlösser Hohenheim und Solitude.

1770 Gründung der Hohen Karlsschule als Militärakademie, Kunstakademie, Hochschule durch Herzog Karl Eugen: zunächst auf der Solitude, seit 1775 in Stuttgart. - Die Karlsschule wird 1794, nach dem Tod Karl Eugens, aufgelöst.

Übersicht zum Artikel "Stuttgart" (Fortsetzung):

5. Bedeutende Personen aus, in und von Stuttgart

- 13./14. Jahrhundert
- 15. Jahrhundert
- 16. Jahrhundert
- 17. Jahrhundert
- 18. Jahrhundert
- 19. Jahrhundert
- 20. Jahrhundert
 

6. Anlage: 2010: Auseinandersetzungen um das Verkehrsprojekt "Stuttgart 21"
 


5. Daten zu bedeutenden Personen aus, in und von Stuttgart: Geburtsjahre, Aufenthaltsjahre, Todesjahre



1265 * Graf Eberhard I. von Wirtemberg in Stuttgart geboren
1325 + Graf Eberhard I. von Wirtemberg in Stuttgart gestorben
1380 - 1405: Antonia Visconti, Gräfin von Wirt., in Stuttgart


1458 Grabmal Hermann von Sachsenheim in der Stiftskirche
1469 - 1478: Niklas van Wyle Kanzler in Stuttgart
1478 + Niklas van Wyle in Stuttgart gestorben
1499 - 1520: Johannes Reuchlin in Stuttgart


1522: J. Reuchlin in S. gestorben (Grab: Leonhardskirche)
1538 + Hans Daucher in Stuttgart gestorben

1552 – 1570: Joh. Brenz Propst und Reformator in S.
1568 + Herzog Christoph von Württemberg in S. gest.
1570 + Joh. Brenz in S. gestorben (Grab: Stiftskirche)
1584 * Georg Weckherlin in Stuttgart geboren
1595 * J.Konrad Varnbüler in Stuttgart geboren
1595 - 1606: L. Lechner Hofkapellmeister in Stuttgart



1606 + Leonhard Lechner in Stuttgart gestorben
1616 * J.J. Froberger in Stuttgart geboren
1639 - 1650: Johann Valentin Andreä in Stuttgart

1654 + Johann Valentin Andreä in Stuttgart gestorben
1657 + J.Konrad Varnbüler in Stuttgart gestorben
1667 * Eberhard Ludwig, Herzog, in Stuttgart geboren
1684 * Karl Alexander, Herzog von Württ., in S. geboren
1690 – 1692: J. Pachelbel Organist in Stuttgart



1701 * Johann Jakob Moser in Stuttgart geboren
1738 + Josef  Süß-Oppenheimer in Stuttgart hingerichtet

1752 + Johann Albrecht Bengel in Stuttgart gestorben
1753 - 1769: Nicola  Jomelli Kapellmeister in Stuttgart
1761 * Andreas Streicher in Stuttgart geboren
1764 * J.F. Cotta in Stuttgart geboren
1765 * Johann Friedrich Pfaff in Stuttgart geboren
1776 * Gottlieb Schick in Stuttgart geboren
1770 * G.W.F. Hegel in Stuttgart geboren
1773 – 1782: Friedrich Schiller in Stuttgart 
1776 * K. Eberhard Varnbüler in Stuttgart geboren
1785 + Johann Jakob Moser in Stuttgart gestorben
1787 - 1791: Friedrich Daniel Schubart am Hof in Stuttgart
1788 * Carl-Ludwig Reichenbach in Stuttgart geboren
1791 + F. D. Schubart in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1792 * Gustav Schwab in Stuttgart geboren
1793 + Herzog Karl Eugen in Hohenheim/S. gestorben
1793 - 1802: J.R. Zumsteeg Hofkapellmeister in Stuttgart
1796 * Emilie Zumsteeg in Stuttgart geboren

1818: Landwirtschaftl. Hochschule Hohenheim wird gegründet

1820
lässt König Wilhelm I. außer Schloss Rosenstein und Wilhelma mit ihrem Landschaftsgarten den Königsbau am Schlossplatz u.a. bauen.

1829 wird die "Vereinigte Real- und Gewerbeschule" durch Wilhelm I. in Stuttgart gegründet, Vorläufer der Universität Stuttgart (1876 Polytechnikum; 1890 Technische Hochschule;1967 Universität).

1849: Auflösung des Rumpfparlaments der Nationalversammlung in Stuttgart

1905 beginnt die Eingemeindung der Umlandgemeinden, z.B. von Cannstatt, Untertürkheim, Hohenheim; Stuttgart wird zur Großstadt.

1918: König Wilhelm II. in Stuttgart abgesetzt

1919; Gründung der Waldorfschulen in Stuttgart

1923: Daimler-Benz in Stuttgart-Untertürkheim

1914 - 1927 werden mit dem Bau des Hauptbahnhofs durch K. Bonatz eher konservative und mit der Modellsiedlung am Weißenhof, an der viele berühmte Bauhaus- Architekten mitwirkten, moderne Akzente des 20. Jahrhunderts gesetzt (1927 erbaut durch durch Behrens, Gropius, Scharoun, van der Rohe, Le Corbusier, Taut u.a.).

.Weissenhof-Siedlung

Stuttgart 19391939: In Stuttgart, das von den Nationalsozialisten den Beinamen "Stadt der Auslandsdeutschen" erhalten hatte, findet die große Reichsgartenschau statt. Dafür wurden auf dem Killesberg eine Reihe von Ausstellungspavillons errichtet (die auch für die spätere Stuttgarter Messe auf dem Killesberg verwendet werden konnten).

[Bild (BRM Deutsches Reich, 1939): Reichsgartenschau in Stuttgart 1939, der "Stadt der Auslandsdeutschen": Bild eines Ausstellungspavillons und Stuttgarter Stadtwappen]


1945 war das Alte Stuttgart fast vollständig zerstört. Und es wurde wenig im alten Stil wieder aufgebaut.

Einige neue Bauwerke seit dem 2. Weltkrieg:

Fernsehturm1954 wurde von Fritz Leonhard der Fernsehturm errichtet; er war weltweit der erste seiner Art.

[Bild (Marke BRD, 1965): Deutsche Funkausstellung 1965; ]Fernsehturm Stuttgart, 1954 erbaut, Darstellung der Wellenausbreitung]
 

Landtag Stgt.1961 wird das Landtagsgebäude beim Neuen Schloss gebaut; es steht an der Stelle, wo früher die Hohe Karlsschule residierte.

[Bild (Marke BRD, 1998): Landtag Baden-Württemberg, Stuttgart, 1961]

Staatsgalerie Stgt.1984 wird die Neue Staatsgalerie, von James Stirling u.a. erbaut, eröffnet. Sie gilt eines der herausragenden Werke postmoderner Architektur.

[Bild (Marke Großbritannien, 1987): Englische Architektur in Europa: Stirling + Wilford, Staatsgalerie Stuttgart]

StaatsgelerieSeit 2003 gibt es nun auch eine deutsche Briefmarke mit der markanten Glasfront der Neuen Staatsgalerie.
 
 

[Bild (Marke BRD, 2003): Staatsgalerie Stuttgart, in der Reihe der Dauermarken mit Sehenswürdigkeiten]
 


3. Museen in Stuttgart:

Stuttgart beherbergt bedeutende Kunstmuseen und andere Museen, aus denen hier einige Werke dokumentiert sind:

SchlemmerFeuerbachIn der Staatsgalerie z.B. Bilder von Anselm Feuerbach und Oskar Schlemmer.

[Bilder (Marke BRD, 1980): Anselm Feuerbach: "Iphigenie", um 1870; Staatsgalerie Stuttgart
(Marke BRD, 1975) Oskar Schlemmer: "Konzentrische Gruppe", 1925; Staatsgalerie Stuttgart]

Dix: Berber

Im neuen Kunstmuseum Stuttgart befinden sich viele bedeutende Kunstwerke des 20. Jahrhunderts, z.B. von Willi Baumeister, Adolph Hölzel und von Otto Dix; daneben auch Kunstwerke des 21. Jahrhunderts.

[Bild (Marke BRD, 1991): Otto Dix: "Bildnis der Tänzerin Anita Berber", 1926; Städtische Galerie Stuttgart] 

Walther v.d.VogelweideIn der Landesbibliothek befindet sich seit 1850 die Weingartner Liederhandschrift mit den Miniaturen der Minnesänger. 
 

[Bild (Marke BRD, 1970):: Weingartner Liederhandschrift: Walther von der Vogelweide, um 1300; Landesbibliothek Stuttgart]


Weitere wichtige Museen:

- Landesmuseum (im Alten Schloss)
- Geschichtsmuseum
- Naturkundemuseum
- Mercedes-Benz-Museum
- Porsche-Museum

 


4. Stuttgart als Handels- Industrie- Verwaltungs und Sportstadt

Stuttgart als Handels-, Industrie- und Verwaltungsstadt war früher besonders bekannt als Standort vieler Buchverlage, weltlicher und geistlicher (s. die vielen Verlegernamen bei den Personendaten).
Bibelanstalt
 

[Bild (Marke BRD, 1962): 150 Jahre Württembergische Bibelanstalt, gegründet 1812 in Stuttgart]
 
 

MercedesDie Automobilindustrie ist, mit Daimler-Chrysler und Porsche, der bekannteste Industriezweig im Raum Stuttgart.

[Bild (Marke BRD, 1982): Mercedes-Tourenwagen, 1924, gebaut bei Daimler-Benz Stuttgart]

Daneben ist in Stuttgart auch die Zentrale anderer bundesweiten Unternehmen, z.B. des Diakonischen Werkes der Evang. Kirche in Deutschland: Seit 1945 (Gründung des Ev. Hilfswerk durch E. Gerstenmaier in Stuttgart). bzw. 1957 (Vereinigung mit der Inneren Mission zum Diakonischen Werk) war die Diakonie-Zentrale in Stuttgart (bis seit 1990 die Diakonie-Zentrale schrittweise nach Berlin verlegt wurde). In der Diakonie-Zentrale wird z.B. die Aktion "Brot für die Welt" verwaltet.
Brot für die WeltDiakonie
 
 
 
 
 

[Bilder (Marken BRD, 1989 und 1974): 125 Jahre Diakonie; Kronenkreuz als Zeichen der Diakonie;
30 Jahre Brot für die Welt; Aufgerissene Erde]

Weiter erwähnt werden sollte noch Stuttgart als Messestadt, als Veranstaltungsort für Großveranstaltungen wie z.B. den Evangelischen Kirchentag; als Gartenschau-Stadt. 
Kirchentag 1969BuGa 1977
 
 
 
 
 
 

[Bilder (Marken BRD, 1969 und 1977): Evangelischer Kirchentag Stuttgart 1969; Bundesgartenschau 1977]

Stuttgart als Sport-Stadt, auch als Veranstaltungsort für sportliche Großereignisse, ist in den letzten Jahren immer bekannter geworden. 

VfB StuttgartUnd der VfB Stuttgart, einer der Fußballvereine der Stadt, ist im Frühjahr 2007 ein heißer Anwärter auf den Titel des Deutschen Fußballmeisters und des Deutschen Pokalsiegers - ein Titel, den der VfB 1997 schon einmal gewonnen hatte.

[Bild (Bildpostkarte bei der Briefmarkenbörse 1997 in Sindelfingen): Fußballmannschaft des VfB Stuttgart nach dem Gewinn des Deutschen Pokalsieges 1997 im Berliner Olympiastadion]

- Weitere Informationen zu Stuttgart: http://www.stuttgart.de
- Schlösser in und um Stuttgart (Altes Schloss, Neues Schloss, Schloss Rosenstein, Wilhelma, Solitude, Hohenheim, Grabkapelle auf dem Rotenberg): 
http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/st/st_start.php

1800 * Charlotte Birch-Pfeiffer in Stuttgart geboren
1800 * Victor Aimée Huber in Stuttgart geboren
1802 * Wilhelm Hauff in Stuttgart geboren
1802 + J. R.  Zumsteeg in Stuttgart gestorben
1805 * J.C. Blumhardt in Stuttgart geboren
1806 - 1808: Justin H. Knecht Musikdirektor in Stuttgart
1807 – 1810: Carl Maria von Weber Kapellmeister in S.
1807 - 1812: Franz Danzi Hofkapellmeister in Stuttgart
1810 – 1829: Ludwig Uhland in Stuttgart
1812 + Gottlieb Schick in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1812 - 1817: C. Kreutzer Hofkapellmeister in Stuttgart
1815 - 1817: Friedrich Silcher in Stuttgart
1817 * Georg Herwegh in Stuttgart geboren
1817 * Wilhelm Griesinger in Stuttgart geboren
1825 - 1873: Wilhelm Menzel in Stuttgart
1827 + Wilhelm Hauff in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1832 + K. Eberhard Varnbüler in Stuttgart gestorben
1832 + J.F. Cotta in Stuttgart (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1835 * W. Hertz in Stuttgart geboren
1836 * A. Kröner in Stuttgart geboren
1841 + J.H. Dannecker in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1844: Grab Alexander Graf von Württemberg: Stiftskirche
1845 + August Pauly in Stuttgart gestorben
1845 + N. F. Thouret in S. (Grab: Fangelbachfriedhof)
1848 * Wilhelm II (König von Württemberg) in S. geboren

1850 + Gustav Schwab in S.  (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1851 – 1866: Eduard Mörike Literaturlehrer in Stuttgart
1853 * Isolde Kurz in Stuttgart geboren
1857 + Emilie Zumsteeg in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1857 * Conrad Haußmann in Stuttgart geboren
1862 – 1870: Wilhelm Raabe in Stuttgart
1863 * W. Golther in Stuttgart gestorben
1863 * Agnes Günther in Stuttgart geboren
1864 * C. Flaischlen in Stuttgart geboren
1864 + König Wilhelm I. in Stuttgart gestorben
1864 + Albert Knapp in S. (Grab: Fangelbachfriedhof)
1864 + Friedrich Römer in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1869 * Emil Niethammer in Stuttgart geboren
1869 * Hans Spemann in Stuttgart geboren
1869 – 1877: Friedrich T. Vischer Prof. in Stuttgart
1873 + Wolfgang Menzel in S. (Grab: Hoppenlaufriedhof)
1874 * Theodor Mollison in Stuttgart geboren
1875 + E. Mörike in Stuttgart gest. (Grab: Pragfriedhof)
1875 + Karl Mauch (Afrikaforscher) in S. gestorben
1875 * A. Lörcher in Stuttgart geboren
1875 - 1876: W.C. Röntgen Prof. in Hohenheim /Stuttgart
1867: Ferdinand Freiligrath in Cannstatt / S. gestorben
1876 * Rupert Mayer in Stuttgart geboren
1876 - 1887: Henri Dunant flieht vor Gläubigern nach Stgt.
1876 + Theodor Heuglin in S. (Grab. Pragfriedhof)
1878 * Ludwig Dürr in Stuttgart geboren
1879 * Heinrich Lilienfein in Stuttgart geboren
1879 + H. I. Fichte in S. gest. (Grab: Fangelbachfriedhof)
1882 * Ernst von Weizsäcker in Stuttgart geboren
1886: Robert Bosch gründet in Stgt. seine Werkstatt
1886 * Viktor von Weizsäcker in Stuttgart geboren
1886 * Sophie Gräfin Chotek in Stuttgart geboren
1887 * Bruno Frank in Stuttgart geboren
1888 * Oskar Schlemmer in Stuttgart geboren
1895 * Max Horkheimer in Stuttgart geboren
1889 * Willi Baumeister in Stuttgart geboren
1890 + K. Gerok in Stuttgart (Grab: Pragfriedhof)
1891 * Paul Eipper in Stuttgart geboren
1892 - 1926: Clara Zetkin Redakteurin in Stuttgart
1897 * Paul Schlack (Chemiker) in Stuttgart geboren
1899 * Heinrich Rau in Stuttgart geboren



1900 + K.E.W. Hirth in Stuttgart geboren
1900 * Hermann Reutter in Stuttgart geboren
1902 - 1903: Robert Musil Assistent in Stuttgart
1903 + Albert Schäffle in Stuttgart gestorben
1906 - 1934: Adolf  Hölzel Kunstprofessor in Stuttgart
1906 * Helmut Bornefeld in Stuttgart geboren
1908 + Eduard Zeller in Stuttgart gestorben
1908 - 1946: P. Bonatz Professor in Stuttgart
1910 + Johann Wilhelm Spemann in Stuttgart gestorben
1911 * Adolf von Kröner in Stuttgart geboren
1913 * Hermann Lenz (Schriftsteller) in S. geboren
1917 Grab von F. Graf  Zeppelin in S. (Pragfriedhof)
1920: Grab Cäsar Flaischlen in S. (Grab: Pragfriedhof)
1920 * Richard von Weizsäcker in Stuttgart geboren
1922 + Conrad Haußmann in Stuttgart gestorben
1923 + Walther Penck in Stuttgart gestorben
1924 -1930: Wilhelm Kempff Musikhochschul-Direktor
1924 – 1931: Kurt Schumacher in Stuttgart
1929 + Wilhelm Maybach in Cannstatt/S. gestorben
1931: Porsche AG in Stuttgart gegründet
1934 + Adolf Hölzel in Stuttgart gestorben
1934 * Manfred Wörner in Stuttgart geboren
1937 - 1940: Hugo Distler Professor in Stuttgart
1940 + Carl Muck in Stuttgart gestorben
1940 + Robert von Ostertag in Stuttgart gestorben
1941: Hans Spemann in S.gest. (Grab: Pragfriedhof)
1942 + Robert Bosch in Stuttgart (Grab: Waldfriedhof)
1943: Grab Oskar Schlemmer in S. (Waldfriedhof)
1944 + Christoph Schrempf in Stuttgart gestorben
1946 - 1966: K. Marx Prof. der Musikhochschule in S.
1947 + Gerhard Nebel in Stuttgart gestorben
1948 + Georg Friedrich Zundel in Stuttgart gestorben
1948 - 1977: Johann Nepomuk David Prof. in Stuttgart
1948 - 1975: Hermann Lenz (Schriftsteller) in Stuttgart
1949 - 1966: Hermann Kasack in Stuttgart

1951 + Ferdinand Porsche in Stuttgart gestorben
1951 + Johannes Hieber (Grab Waldfriedhof Degerloch)
1952: Grab von Elly Heuss-Knapp in S. (Waldfriedhof)
1953 + Theophil Wurm in S. (Grab:Waldfriedhof)
1954 + Hermann Dietrich in Stuttgart gestorben
1954 – 1990: Wilhelm Wagenfeld in Stuttgart
1955 + W. Baumeister in S. (Grab:Waldfriedhof)
1956 + Paul Bonatz in Stuttgart gestorben
1958 + Ernst Heinkel in Stuttgart gestorben
1962 + A. Lörcher in Stuttgart gestorben
1963 + Theodor Heuss in S. gfestorben (Grab: Waldfriedhof)
1964 + Ernst Moritz Mungenast in Stuttgart gestorben
1966 + Hermann Kasack in S. (Grab:Waldfriedhof)
1970 + Ida Kerkovius in Stuttgart gestorben
1974 + Charlotte Bühler in Stuttgart gestorben
1977 + Johann Nepomuk David in Stuttgart gestorben
1981 + Walter Erich Schäfer in Stuttgart gestorben
1982 + Christian Schad in Stuttgart gestorben
1982 + Anna Haag in Stuttgart gestorben (Grab: Birkach)
1985 + Hermann Reutter in Stuttgart gestorben
1985 + Karl Marx in Stuttgart gestorben
1990 + Gebhard Müller in Stuttgart gestorben
1990 + Wilhelm Wagenfeld in Stuttgart gestorben

Anlage:
2010: Auseinandersetzungen um "Stuttgart 21":

.

 

 

 

 

 

 

 

"Stuttgart 21" - mit diesem Großprojekt, einem der größten Verkehrsprojekte in Deutschland, ist der teilweise Abriss des bisherigen oberirdischen Stuttgarter Hauptbahnhofs (des Bonatz-Baus, der ab 1914 errichtet wurde) und die Verlegung der Gleise über Tunnels in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof geplant, verbunden mit einem Anschluss am Stuttgarter Flughafen und mit einer Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Verantwortet, geplant und z.T. finanziert wird das Projekt von der Deutschen Bahn, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Bundesrepublik Deutschland. Das Projekt, das jahrelang in vielen parlamentarischen Gremien beschlossen worden war, wurde ab Frühjahr 2010 durchgeführt. Abgeschlossen sollte es 2019 sein. Spektakuläre erste Aktionen der Projektplaner waren 2010 der Abriss des nördlichen Seitenflügels des Hauptbahnhofs und das Fällen einiger der alten Bäume im Park neben dem Hauptbahnhof.

[Bild (Foto Ebener): Nordausgang des Stuttgarter Hauptbahnhofs im Sommer 2010, mit - bzw. ohne -  den im Rahmen der Bauarbeiten für das Projekt Stuttgart 21 bereits abgerissenen nördlichen Seitenflügel des Hauptbahnhofs. Links unten der mit Protestbotschaften der Demonstranten gegen Stuttgart 21 beklebte Bauzaun um den Abrissplatz, das Ganze bewacht von Polizisten.]

Protest gegen das Projekt und seine Ablehnung hatte es schon seit vielen Jahren gegeben, besonders von der Partei Die Grünen, aber auch von Zehntausenden von Stuttgarter Bürgern in einer Unterschriftenaktion 2007. Seit Sommer 2010 wächst die Protestbewegung um den Hauptbahnhof dramatisch. Protest-Aktionen werden fast täglich organisiert, zu Großdemonstrationen kommen 50.000 oder 100.000 Menschen, vielleicht auch noch mehr, aus Stuttgart und aus ganz Baden-Württemberg. Das Thema Stuttgart 21 spaltet die Stadt und das Land in bisher so nicht gekanntem Ausmaß.

Worum geht es in der Sache, wenn so stark emotionalisierte Auseinandersetzungen, die kaum einen Bürger unbeteiligt lassen, über viele Monate die Stadt beherrschen?

Für die Befürworter des Projekts Stuttgart 21 ist es eine Jahrhundertchance zur Modernisierung des Standorts Stuttgart und des ganzen Landes Baden-Württemberg. Stuttgart würde an den internationalen Fernverkehr angeschlossen, würde eine Station auf der Tranversale von Paris nach Bratislava. Die Fahrtzeiten, auch z.B. nach Ulm, würden stark verkürzt. Stuttgart erhielte noch durch die Verlegung der Gleise vor dem jetzigen Kopfbahnhof ein großes frei werdendes Areal in dem ein neuer Stadtteil gebaut werden könnte. Und: Durch die Bauarbeiten für das Projekt würden in Baden-Württemberg Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen bzw. gesichert.

Für die Gegner des Projekts sind diese Argumente nicht überzeugend: An den internationalen Fernverkehr kann Stuttgart auch mit einem Kopfbahnhof angeschlossen sein. Die reale Fahrzeitverkürzung durch den Durchgangbahnhof wäre minimal. Und: Von den Bauarbeiten für Stuttgart 21 würden kaum die heimischen Firmen profitieren, sondern - schon wegen der europaweiten Ausschreibung -ausländische oder international tätige Großkonzerne.
Hauptargumente der Projektgegner sind die Kosten: Bisher ist offiziell mit Gesamtkosten von ca. 7 Milliarden € kalkuliert, was schon viel zu viel Geld wäre für ein Projekt mit so wenig Effekt. Zu vermuten ist - und durch mehrere Gutachten unterstützt - dass das Gesamtprojekt zuletzt über 10 Milliarden, vielleicht sogar 15 Milliarden kosten wird. Das Geld würde - wenn es denn zur Verfügung steht - für andere Projekte, auch andere dringliche Verkehrsprojekte, fehlen. -
Die vielen Tunnelbauten stellen bei den schwierigen Gesteinsschichten im Stuttgarter Untergrund und auch beim Albaufstieg (Anhydrit!) ein schwer kalkulierbares Risiko dar. -
Ökologische Schäden werden gewaltig sein: z.B. bei der Vernichtung des alten Baumbestandes im Park, evtl. auch für die Mineralquellen in Stuttgart.-
Verkehrstechnisch ergäbe der Durchgangsbahnhof schon gegenüber der jetzigen Situation keine Verbesserung, sondern vor allem für den Regionalverkehr und den Nahverkehr erhebliche Verschlechterungen bis Katastrophen (zu wenig Gleise, kaum Bereitstellungsmöglichkeiten von Zügen, schwierige Zu- und Umsteigemöglichkeiten).
Behinderungen während der Bauarbeiten über 10 Jahre werden von den Projektgegnern nicht besonders betont; sie spielen aber sicher auch bei manchen Demonstranten gegen das Projekt eine zusätzliche Rolle.

Unentschieden ist zur Zeit (Stand: 14.10.2010) ob das Projekt wie geplant gebaut werden kann, trotz aller Proteste dagegen, oder ob es aufgegeben wird (bzw. ein Alternativprojekt "K 21" = "Kopfbahnhof 21" gebaut wird), evtl nach einem Volksentscheid pro oder contra Stuttgart 21.


zum Seitenanfang
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

© Manfred Ebener / m.ebener@z.zgs.de / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: Stuttgart  / letzte Änderung: 21.11.2013

Free counter and web stats auf www.GuideOnlineCasinos.com