WappenLexikon Geschichte Baden+Württemberg: T(Tailfingen bis Tuttlingen)
philatelistisch unterstützt.  © Manfred Ebener
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Tailfingen,Stadt auf der Schwäbischen Alb, seit 1975 mit Ebingen zur neuen Stadt Albstadt (PLZ: 72461) vereinigt.


Talheim, Gemeinde bei Heilbronn (PLZ: 74388).
1886 * Eugen Klöpfer in Talheim- Rauenstich geboren


Tauberbischofsheim, Stadt im Main- Tauber- Kreis (PLZ: 97941), mit ca. 13.100 Einwohnern. – 

Tauberbischofsheim war 1237 – 1802 Amtsstadt von Kurmainz.
1879 * Richard Trunk in Tauberbischofsheim geboren.

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.tauberbischofsheim.de



Teck: Höhenzug vor der Schwäbischen Alb, mit Ruine der im Bauernkrieg zerstörten Burg der Herzöge von Teck.

Teck war ein kleines schwäbisches Herzogtum, anfangs im Besitz der Zähringer, seit 1303 zu Wirtemberg. Die Rauten der Teck waren seit 1495 Teil des Herzogswappen Wirtembergs.

Der Titel "Herzog von Teck" wurde 1871 erneuert. Queen Mary (Frau von Georg V., + 1953) ist eine Tochter des Herzogs von Teck. Damit ist auch ihre Enkelin Königin Elisabeth II. von England verwandt mit dem Haus Württemberg.



Teinach, Bad Teinach-Zavelstein, Stadt im Landkreis Calw im Nordschwarzwald (PLZ: 75385), mit ca. 2.900 Einwohnern.

Teinach war nach dem 30-jährigen Krieg eine der Sommerresidenzen der Herzöge von Wirtemberg.

In der Dreifaltigkeitskirche in Teinach, die ab 1662 von der hezoglichen Familie erbaut wurde, befindet sich seit 1673 die "Lehrtafel der Prinzessin Antonia von Wirtemberg", ein Flügelaltar mit einem geheimnisvollen allegorischen Bildprogramm und auch mit hebräischen Schriftzeichen. Das Bild wurde gestiftet von der wirtembergischen Prinzessin Antonia und entworfen von einem Kreis protestantischer Gelehrter um Antonia. Das Andachtsbild ist ein einmaliges Beispiel der christlich- jüdischen Kabbala, einer mystischen Geheimlehre, die schon J.Reuchlin, J.V. Andreä und später F.Oetinger und die Hahn'sche Gemeinschaft fasziniert hat.

- Weitere Web-Informationen mit Bild der Lehrtafel:
http://www.bad-teinach-zavelstein.de



Tettnang, Stadt im Bodenseekreis (PLZ: 88069), mit ca. 17.400 Einwohnern.

Tettnang war von 1260 - 1780 Residenz der Grafen von Montfort. Das Residenzschloss der Grafen von Montfort stammt aus dem 18. Jhdt.
.
1971 + Arnold Ulitz in Tettnang gestorben

- Weitere Web-Informationen: 
http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/tt/tt01.php



Thibaut, Anton Friedrich Justus, Jurist und Musikwissenschaftler. - * 4.1.1772 in Hameln, + 28.3.1840 in Heidelberg. - Thibaut setzte sich schon 1814 für eine Vereinheitlichung des deutschen Rechtes ein: "Über die Notwendigkeit eines allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches für Deutschland". Er war seit 1806 Professor in Heidelberg.


H. ThomaThoma, Hans, Maler und Graphiker. - * 2.10.1839 in Bernau, + 7.11.1924 in Karlsruhe. – Thoma malte, angeregt durch die Schule von Barbizon, idyllische Landschaftsbilder häufig mit Schwarzwald- Motiven. Er war von 1899 – 1909 Direktor der Kunsthalle Karlsruhe

[Bild (Marke DDR, 1967): Hans Thoma: "Frühlingsidyll" (um 1880)]

- Weitere Web-Informationen zu Hans Thoma:
http://www.kronberger-maler.de/maler/thoma.html
http://www.bautz.de/bbkl/t/thoma_h.shtml



Thouret,Nikolaus Friedrich von, Maler und klassizistischer Baumeister, Hofbaumeister Württembergs. - * 1767 in Ludwigsburg, + 1845 in Stuttgart.

Nikolaus Thouret absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Maler an der Hohen Karlsschule in Stuttgart; 1793 ging er nach Rom und entschied sich, angeregt durch Friedrich Weinbrenner, für die Architektur. 1796 kam Thouret wieder zurück nach Wirtemberg und arbeitete als Baumeister für Herzog Friedrich Eugen (einem der Nachfolger von Herzog Karl Eugen) zuerst bei der Vollendung von Schloss Hohenheim. Dann war Thouret der Hauptbaumeister für den Herzog, Kurfürsten und späteren König Friedrich, der ihn auch 1799 zum Hofbaumeister ernannte. 

Einige Bauten mit Thourets Spuren:
- klassizistische Umbauten von Schloss Ludwigsburg (ab 1799);
- Mausoleum für Reichsgraf Zeppelin in Ludwigsburg (1801);
- Umgestaltung von Schloss Monrepos bei Ludwigsburg (1804);
- neue Innenausstattung von Schloss Favorite/Ludwigsburg;
- Umgestaltung beim Schloss Solitude;
- Innenausbau des Neuen Schlosses in Stuttgart (ab 1805);
- Entwurf für den Kursaal in Cannstatt (ab 1825).
Thouret gilt als bedeutendster Architekt des Klassizismus in Württemberg.

- Weitere Web-Informationen zu Thouret und seinen Bauten:
http://www.stuttgart.de/sde/item/gen/22650.htm



Tiefenbronn (PLZ: 75233), Gemeinde im Enzkreis bei Pforzheim, mit ca. 5.000 Einwohnern.

In Tiefenbronn in der katholischen Pfarrkirche steht der berühmte Magdalenenalter, gemalt vermutlich von Lucas Moser um 1431.

1758 * Franz Josef Gall in Tiefenbronn geboren



Tiengen, seit 1975: Waldshut-Tiengen (PLZ: 79761), Stadt am Hochrhein, Kreisstadt des Kreises Waldshut; ca. 22.100 Einwohner.

1886 * H. Kaminski in Tiengen geboren



Tischbein, Johann Friedrich August, Maler ("Leipziger Tischbein"). - * 1750 in Maastricht, + 1812 in Heidelberg.


Titisee, See und Gemeinde im Südschwarzwald (PLZ: 79822), Landkreis Breisgau- Hochschwarzwald.


Titisee- Neustadt (PLZ: 79822), Gemeinde am Titisee im Landkreis Breisgau- Hochschwarzwald, mit ca. 12.000 Einwohnern.


Todt, Fritz, Ingenieur und Politiker. - * 4.9.1891 in Pforzheim, + (Flugzeugabsturz) 8.2.1942 bei Rastenburg. – Todt leitete ab 1933 den Bau der Reichsautobahnen. Er wurde 1940 Reichsminister für Bewaffnung u.a.


Todtmoos (PLZ: 79682), Gemeinde im südlichen Schwarzwald im Landkreis Waldshut, mit 2.200 Einwohnern..


Todtnauberg / Todtnau, Gemeinde im Landkreis Lörrach im Südschwarzwald (PLZ: 79674); ca. 5.200 Einwohner.:

1872: K. Nessler (Erfinder der Dauerwelle) in Todtnau geboren

1922 - 1976 lebte und arbeitete Martin Heidegger vor allem in Todtnauberg



Triberg (PLZ: 78098), Stadt im Schwarzwald- Baar- Kreis, gelegen im mittleren Schwarzwald an der Gutach, unterhalb der Triberger Wasserfälle; ca. 5.700 Einwohner.
 
TrichtingenTrichtingen / Epfendorf (PLZ: 78736), Gemeinde im Landkreis Rottweil. – 

1928 wurde bei Trichtingen ein keltischer Silberring aus der Zeit etwa 100 v. Chr. gefunden.

[Bild (Marke BRD, 1976): Silberner Halsring von Trichtingen, Abzeichen eines keltischen Fürsten (-100 v.Chr.)]



Troja- Ausstellung Stuttgart 2001: "Troia - Traum und Wirklichkeit" ist eine der großen historischen und archäologischen Ausstellungen, die von März bis Juni 2001 in Stuttgart gezeigt wird (danach in Braunschweig und Bonn).
Zu Baden-Württemberg hat diese Ausstellung vielfältige Bezüge: Einen Anstoß für die Ausstellung gaben die neueren Grabungen des Tübinger Archäologen Manfred Korfmann in Troia in der Türkei.
Heinrich VoßUnd für die Wirkungsgeschichte des Mythos Troia spielte die Übertragung von Homers "Ilias" in deutsche Hexameter durch Heinrich Voß (der 1826 in Heidelberg gestorben ist) eine große Rolle; ähnlich wie die Nacherzählung von Homers "Ilias und Odyssee" in den "Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab.

[Bild (Marke BRD, 2001): 250. Geburtstag von Johann Heinrich Voß, Dichter und Übersetzer; Hexameter und Buchtitel der Ilias- Übertragung von 1793]

SchliemannPhilatelistische Belege gibt es zu diesem Ausstellung keine (dies Schicksal teilt sie mit fast allen großen historischen Ausstellungen seit der Staufer- Ausstellung von 1977); es lassen sich nur indirekte Bezüge dokumentieren: etwa die Ilias von H. Voß; 
oder Heinrich Schliemann und seine Ausgrabungen in Troia und anderswo.

[Bild (Marke BRD, 1990): 100. Todestag von Heinrich Schliemann; Portrait Schliemanns, Löwentor von Mykene]

- Weitere Web-Informationen zur Troia- Ausstellung:
http://www.troia.de



Trossingen (PLZ: 78647), Stadt im Landkreis Tuttlingen in Südwürttemberg auf der Baar, mit ca.14 600 Einwohnern im Jahr 2000.

Trossingen ist vor allem bekannt und geprägt als Stadt des Musikinstrumentenbaus durch die Hohner AG und als Stadt der Musik (mit Staatlicher Hochschule für Musik).

1833 * Matthias Hohner in Trossingen geboren
1857: Gründung der Musikinstrumentefabrik Hohner in T.

1902 + Matthias Hohner in Trossingen gestorben
1907 * Hans Lenz in Trossingen geboren
1968 + Hans Lenz in Trossingen gestorben

- Weitere Web-Informationen: http://www.trossingen.de



TrubarTrubar, Primoz, Reformator Sloweniens und Begründer der slowenischen Schriftsprache. - * 1508 in Rascica bei Auersperg (Slowenien), + 28.6.1586 in Derendingen bei Tübingen. – 

[Bild (Marke Jugoslawien, 1986): 400. Todestag von Primoz Trubar; Portrait Trubars, mit Wappen und Alphabet]

Primoz Trubar, evangelischer Prediger und Reformator Sloweniens, wurde 1548 im Zuge der Gegenreformation aus der Krain ausgewiesen. Nach einigen Jahren in Kempten und in Urach erhielt er 1566 von Herzog Christoph eine Pfarrstelle in Derendingen bei Tübingen wo er bis zu seinem Tod Pfarrer war. 
Trubar wirkte auch von Wirtemberg aus für die Reformation in seinem Heimatland, jetzt vor allem durch religiöse Schriften: Er übersetzte das Neue Testament ins Windische und schrieb u.a. einen "Katechismus in der windischen Sprache". Für diese Arbeiten musste Trubar erst aus den vielen Dialekten seines Heimatlandes eine einheitliche Sprache schaffen; durch diese Leistung gilt Primoz Trubar als Begründer der slowenischen Schriftsprache und als Vater der neueren slowenischen Sprache.

(Auf den Euro-Münzen, die Slowenien seit 2007 prägt, ist darum Primoz Trubar als für die Geschichte Sloweniens besonders wichtige Persönlichkeit abgebildet.)



Trübner, Wilhelm, Maler. - * 3.2.1851 in Heidelberg, + 21.12.1917 in Karlsruhe. – 

Trübner, ein wichtiger Maler des Realismus und des Impressionismus in Deutschland, arbeitete einige Zeit in Ateliergemeinschaft mit Hans Thoma, der starken Einfluss auf Trübners Landschaftsmalerei hatte. Er war 1903 – 1917 Prof. an der Akademie in Karlsruhe.

- Weitere Web-Informationen:
http://www.karlsruhe.de/Aktuell/Stadtzeitung01/sz0606.htm



Trunk, Richard, Komponist. - * 10.2.1879 in Tauberbischofsheim, + 1968 in Herrsching am Ammersee.


TschechowTschechow, Anton Pawlowitsch, russischer Schriftsteller. - * 29.1.1860 in Taganrog (Russland), + 15..5.1904 in Badenweiler (Grab in Moskau). - 

Tschechow, einer der bedeutendsten russischen Autoren des 19. Jhdts., ein Meister der Kurzgeschichte und des Dramas, starb 1904 während eines Kuraufenthaltes in Badenweiler.

[Bild (Marke UdSSR, 1960): 100. Geburtstag Tschechows; Portrait A. P. Tschechows vor seinem Haus auf der Krim]



TübingenTübingen: siehe extra Seite: Stadt Tübingen
 

[Bild (Marke Württemberg, 1920, "Abschiedsmarke"): Blick auf Tübingen, mit Schloss und Stiftskirche]



Tübinger Vertrag: siehe bei Tübingen: Tübinger Vertrag von 1514


Tübinger Stift: siehe bei Tübingen: Tübinger Evang. Stift


Tübinger Schulen: siehe bei Tübingen: Tübinger Theologenschulen:


Tulla, Johann Gottfried, Oberst, Bauingenieur und Baudirektor, Planer der Rheinkorrektion in Baden. - * am 20.3.1770 in Karlsruhe, + am 27.3.1828 in Paris. -

Tulla ist ein wichtiger Bauingenieur aus der Frühzeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Baden: Er organisierte die Landvermessung im Großherzogtum Baden; er plante ein modernes Straßennetz für Baden; er war 1807 Mitgründer der Karlsruher Ingenieurschule, einer Vorläuferin der Technischen Universität Karlsruhe. Vor allem war J.G. Tulla der "Vater der Rheinregulierung", durch die der Rhein im 19. Jhdt. von Rheinfelden am Hochrhein an für die Binnenschifffahrt möglich wurde.

- Weitere Web-Informationen zu J.G. Tulla:
http://www.am-kaiserstuhl.de/Natur/tulla.htm



Turenne, Henri de La Tour d'Auvergne, Vicomte, französischer Marschall. - * 11.9.1611 in Sedan, + (gefallen) 27.7.1675 in Sasbach (Grabmal in Paris).

Turenne gilt als einer der erfolgreichsten französischen Feldherrn seiner Zeit. Er war mehrfach Oberbefehlshaber der französischen Truppen in Deutschland. Er war verantwortlich für die Verwüstung der Pfalz nach 1674. Er starb vor der Schlacht bei Sasbach durch eine Kanonenkugel.

- Weitere Web-Informationen:
http://www.hdgbw.de/turenne_1_2_2.shtml



Tuttlingen, Kreisstadt von Tuttlingen, an der oberen Donau (PLZ: 78532), mit ca. 34.700 Einwohnern. – 

Tuttlingen erhielt 1250 Stadtrecht und kam 1377 an Württemberg.

- Weitere Web-Informationen: http://www.tuttlingen.de


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© Manfred Ebener / E-Mail- Kontakt:  m.ebener@z.zgs.de / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: T  / letzte Änderung: 20.3.2012

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