WappenManfred Ebener: Lexikon Geschichte Baden+Württemberg:
Zeittafel: Daten zur Deutschen und Südwestdeutschen Geschichte

zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

Zeittafel mit Daten zur Politischen Geschichte in Deutschland, bes. Südwestdeutschland, vom Altertum bis zur Neuzeit 

Grunddaten, Politische Ereignisse und herrschende Personen im Raum Südwestdeutschlands  [im Kontext weiterer wichtiger Daten zur Deutschen und Europäischen Geschichte] . - Die Daten zum Raum Südwestdeutschlands sind kursiv geschrieben.



Übersicht über die Epochen auf der Seite (mit Links):

Daten zur Urgeschichte, Vor- und Frühgeschichte: 
- Urgeschichte der Erde: s. extra Tabelle zur Erdgeschichte
- Vor- und Frühgeschichte (ca. 500000 - 800 v.Chr.)(Steinzeit etc.)

Geschichtsdaten zum Altertum (800 v. Chr. bis 500 n.Chr.):
- Jahrhunderte von 800 v.Chr -  0 (Eisenzeit; Kelten)
- Jahrhunderte von 0 - 500 n.Chr. (Römer, Alamannen)

Geschichtsdaten zum Mittelalter (500 n.Chr. - 1500 n.Chr.):
[
s. auch ausführlicheren Artikel: Zeittafel und Überblick zum Mittelalter]

-  ca. 500 - 1000/1050 n.Chr.: Frühes Mittelalter
- ca. 1000/1050 - 1250: Hochmittelalter
- ca. 1250 - 1500: Spätmittelalter

Geschichtsdaten zur Neuzeit (1500 - 2000 n.Chr.)
- 16.Jhdt. (1500 - 1599 n.Chr.)
- 17.Jhdt. (1600 - 1699 n.Chr.)
- 18.Jhdt. (1700 - 1799 n.Chr.)
- 19.Jhdt. (1800 - 1899 n.Chr.)
- 20.Jhdt. (1900 - 1999 n.Chr.)
 


Zeittafel mit einigen Daten zur gesamten Geschichte:

- Daten zur Geschichte "Deutschlands",
- einige Daten zur Europäischen oder Welt- Geschichte,
- Daten zur Geschichte "Südwestdeutschlands" (kursiv)

Zeittafel zur Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte in Deutschland, besonders. Südwestdeutschland, vom Altertum bis zur Neuzeit 

Sozialgeschichte, Gesellschaftsgeschichte, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Philosophie, Religion in Deutschland und Südwestdeutschland

 



Übersicht über die Epochen auf der Seite (mit Links):

Daten zur Urgeschichte, Vor- und Frühgeschichte: 
- Urgeschichte der Erde: s. extra Tabelle zur Erdgeschichte
- Vor- und Frühgeschichte (ca. 500000 - 800 v.Chr.)(Steinzeit etc.)

Geschichtsdaten zum Altertum (800 v. Chr. bis 500 n.Chr.):
- Jahrhunderte von 800 v.Chr -  0 (Eisenzeit; Kelten)
- Jahrhunderte von 0 - 500 n.Chr. (Römer, Alamannen)

Geschichtsdaten zum Mittelalter (500 n.Chr. - 1500 n.Chr.):
[
s. auch ausführlicheren Artikel: Zeittafel und Überblick zum Mittelalter]

-  ca. 500 - 1000/1050 n.Chr.: Frühes Mittelalter
- ca. 1000/1050 - 1250: Hochmittelalter
- ca. 1250 - 1500: Spätmittelalter

Geschichtsdaten zur Neuzeit (1500 - 2000 n.Chr.)
- 16.Jhdt. (1500 - 1599 n.Chr.)
- 17.Jhdt. (1600 - 1699 n.Chr.)
- 18.Jhdt. (1700 - 1799 n.Chr.)
- 19.Jhdt. (1800 - 1899 n.Chr.)
- 20.Jhdt. (1900 - 1999 n.Chr.)
 


Daten zur Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte in Deutschland, besonders Südwestdeutschland (kursiv)

.
Zeit ab 500 000 v. Chr.: Frühgeschichte
  Steinzeit, Kupferzeit, Bronzezeit

500 000 v. Chr.: Urmensch von Mauer / Heidelberg
250 000 v. Chr.: Homo steinheimiensis /Steinheim

 

Neandertaler130 000 v.Chr.: Neandertaler (Verwandte des homo sapiens) leben in unserem Gebiet
[Bild (Marke BRD, 2006): 150 Jahre Entdeckung des Neandertalers im Neandertal bei Düsseldorf; Schädel des Neandertalers, Neandertal]
.
Zeit ab 500 000 v. Chr.: Frühgeschichte
  Steinzeit, Kupferzeit, Bronzezeit

 
Wildpferd35 000 v. Chr.: Figuren-Kunstwerke von Steinzeit-Menschen 
             aus der Vogelherdhöhle im Lonetal/Ostalb: 

             Vermutlich älteste Kunstwerke der Menschheit

[Bild: Eines der ältesten Kunstwerke der Welt, ein elfenbeingeschnitztes Wildpferdchen, geschaffen etwa 35 000 Jahre v.Chr., gefunden in Höhlen im Lonetal auf der Ostalb]

6 000 v. Chr.: Bandkeramik (z.B. Schwieberdinger Gruppe)

4 000 v. Chr.: Steinzeitfunde im Federsee

.
ca. 800 v.Chr. - 0 v. Chr.: Altertum (1) / Antike
           Eisenzeit; Kelten und Römer im Südwesten


ca. 800 v. Chr. - 100 n.Chr.: Zeit der Kelten in Südwestdeutschland:

- ca. 500 v.Chr.: Zeit der Fürstensitze und der Fürstengräber der Kelten
- ca. 400 v.Chr.: Wanderung der Kelten in viele Länder Europas
- 387/386 v.Chr.: Keltische Stämme vernichten ein römisches Heer und plündern Rom
- ca. 100 v.Chr.: Bau der großen "Städte" durch die Kelten, z.B. auf der Alb bei
                        Grabenstetten

ca. 500 v. Chr. - 476 n.Chr.: Aufstieg und Niedergang des (West-)
Römischen Reichs:

753 v.Chr.: Legendäre Gründung Roms; das Wachstum Roms zum Großreich begann etwa im 5. Jahrhundert v.Chr.

58 v.Chr.: Caesar erobert für die Römer das ganze keltische Gallien (Frankreich)

[Bild (Marke Italien,1928ff): Gaius Julius Caesar, 100 v. Chr. - 44.v.Chr.]

- 15 v.Chr.: Im Auftrag des Augustus unterwerfen Tiberius und Drusus die Alpenvölker (keltische Helvetier) bis zur oberen Donau. Die Provinz Rätien wird gegründet. Sie umfasst einen Großteil der heutigen Schweiz und das Voralpenland.  Die Nordgrenze Rätiens wird bis zur Donau vorgeschoben..
AugustusAugsburg (=Augusta Vindelicum) wird zur Hauptstadt der Provinz Rätien.

[Bild (Marke BRD, 1985): 2000 Jahre Augsburg, gegründet um 15 v.Chr. zur Zeit des Kaiser Augustus als Augusta Vindelicum; Bronzebüste des Kaiser Augustus, wichtige Bauwerke Augsburgs, Stadtwappen]

.
ca. 800 v.Chr. - 0 v. Chr.: Altertum (1) / Antike
            Eisenzeit; Hallstattzeit, Latènezeit


Trichtingen800 v.Chr. - 100 n.Chr.: Kelten.

ca. 500 v.Chr.: keltische Fürstensitze, z.B. Hohenasperg;

[Bild (Marke BRD, 1976): Keltischer Halsring von Trichtingen]

ca. 500 v.Chr.: Keltische Fürstengräber:
           
Keltenfürst vom GlaubergDie letzte wichtige Ausgrabung eines Keltischen Fürstengrabes in Deutschland wurde erst 1994 in Hessen gemacht. Die Steinfigur des Keltenfürsts vom Glauberg, die wohl um 500 v.Chr. entstand, ist davon das bekannteste Fundstück.

[Bild (Marke BRD 2005): Keltenfürst vom Glauberg, Steinfigur aus der Zeit um 500 v.Chr., mit einer für Kelten typischen Mistelhaube]

Keltische Fürstengräber in Südwestdeutschland: z.B. bei Hochdorf


ca. 100 v.Chr.: Keltenstädte, z.B. Heuneburg, Grabenstetten;

            

.
ca. 0 - 500 n.Chr.: Altertum (2) / Spätantike
                 Römer und Alamannen

- 9.n.Chr.: Tiberius und Drusus wollen / sollen auch die Germanenstämme rechts des Rheins besiegen, das Römische Reich bis zur Elbe ausdehnen.
VarusschlachtIn der "Varusschlacht", meist als Schlacht im Teutoburger Wald bezeichnet, werden die Römer 9 n.Chr. geschlagen: Nach diesem Wendepunkt geben die Römer das Ziel der Ausdehnung nach Germanien bis zur Elbe auf.

[Bild (Marke BRD, 2009): 2000 Jahre Varusschlacht. Abgebildet sind eine eiserne Gesichtsmaske, der Teutoburger Wald bei Kalkriese, eine Kaiser-Augustus-Büste, das Hermannsdenkmal bei Detmold.]


74 n Chr.: Römer besiedeln das Neckarland
- 85: Bau des Neckar-Limes durch die Römer (Domitian)
- 100 n.Chr. (ca.): römische Besiedelung Südwestdeutschlands (des Dekumatlands) hinter
        dem Limes: Bau von Straßen, Ortschaften, Handelshäusern, römischen Gutshöfen

- 155: Bau des Rätischen und Obergermanischen Limes
  [Weiteres: s.extra Artikel: Die Römer in Südwestdeutschland (ca 50 - 260 n.Chr.)]


- 260 n.Chr.: Alemannen überwinden den Limes und vertreiben die Römer

Konstantin I.313 n.Chr.: Toleranzedikt von Mailand, erlassen von Konstantin und Licinius, den beiden Caesaren des römischen Reiches: Statt Verfolgung der Christen im römischen Reich (wie besonders zuletzt unter Diocletian) Duldung aller Religionen, später auch unter Kaiser Konstantin die besondere Förderung der Christen.

[Bild (Marke San Marino 2013): 1700. Jahrestag des "Edikts von Mailand"; Abbildung: Medaillon von 315 mit Kaiser Konstantin in Siegerpose, Landkarte mit dem römischen Reich, Christus-Zeichen]

375: Beginn der "Völkerwanderung": Einfall der Hunnen und Vertreibung zuerst der Ostgoten

387: Schlacht von Adrianopel (Sieg der Westgotischen Föderaten über die Römer)

395: Teilung des Römischen Reiches in ein Westreich (um Italien) und ein Ostreich (mit der Hauptstadt Konstantinopel)

410: Eroberung Roms durch die Goten unter Alarich

450 n.Chr.: Entstehung eines Herzogtums der Alamannen im Südwesten.
[Um 450 entsteht im Südwesten ein Herzogtum der Alemannen. Die Alamannen wanderten im 3. Jahrhundert von der Elbe her ein, sie überwanden 260 den römischen Limes und besiedelten seitdem den ganzen Südwesten.]
450 n.Chr.: Alemannische Fürstensitze, z.B. auf dem Runden Berg bei Urach

450 n.Chr.: Alemannische Ortsgründungen (z.B. Schwieberdingen)


451: Schlacht auf den Katalaunischen Feldern in Nordfrankreich; danach Rückzug der Hunnen

487: Chlodwig besiegt den römischen Statthalter Syagrius in Gallien; Vergrößerung eines Frankenreiches
 

476: Ende des Weströmischen Reiches: Absetzung des letzten weströmischen Kaiser in Ravenna durch den Germanen Odoaker

 496: Franken (unter dem Merowinger Chlodwig) besiegen in Zülpich die Alemannen

497 - 526: Theoderich König des Ostgotenreiches mit der Hauptstadt Ravenna; Theoderich Schutzherr der Alemannen gegenüber den Franken

.
ca. 0 - 500 n.Chr.: Altertum (2) / Spätantike
                 Römer und Alamannen


100 n.Chr. (ca.): römische Besiedelung Südwestdeutschlands (des Dekumatlands) hinter dem Limes: Bau von Straßen, Ortschaften, Handelshäusern, römischen Gutshöfen (villa rustica)
Archaeologie
[Bild (Marke BRD, 2002): archäologische Ausgrabungen eines römischen Gutshofs in Wurmlingen im Kreis Tuttlingen, um 260 n.Chr. von den Römern verlassen, mit eingebauten alamannischen Gebäuderesten]

450: Alemannische Fürstensitze, z.B. auf dem 
        Runden Berg bei Urach
450: Alemannische Ortsgründungen (z.B. Schwieberdingen)

Zur Ausbreitung des Christentums in der Spätantike:

30 n.Chr.: Seit dem Leben und Tod Jesu um 30 n.Chr. entstanden rasch christliche Gemeinden, Paulus-Reisendie sich - auch durch die Missionsreisen des Paulus - weit über Palästina im ganzen römischen Reich ausbreiteten.

61 n.Chr.: Vermutlich Ankunft des Paulus am Ende seiner Missionsreisen in Rom.

[Bild (Marke Italien, 1961): 1900. Jahrestag der Ankunft des Paulus in Rom, 61 n.Chr.; nach einer Miniatur einer Bibel von Borso dÈste]

Es entstanden zunächst vor allem in Kleinasien, bald aber auch im gesamten Gebiet des Römischen Reiches zahlreiche heidenchristliche und judenchristliche Gemeinden. (Besonders seit der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch Titus 70 n.Chr. und der endgültigen Vertreibung der Juden aus ihrem Heiligen Land durch die Römer im Jahr 132 n.Chr. lebten die Juden in der Diaspora, verstreut im ganzen Römischen Reich. Judenchristliche Gemeinden konnten sich dadurch an vielen Orten bilden.)

Bald verbanden sich die erst verstreuten christlichen Gemeinden. Es wurden Bischöfe eingesetzt. Gemeindetheologien wurden weiterentwickelt, vor allem durch die (später so genannten) Griechischen und Lateinischen Kirchenväter.

Zunächst war das Christentum von den Römern als jüdische Sekte wahrgenommen und genoss als solche einige Freiheiten. Bald aber wurde die Andersartigkeit erkannt; besonderen Anstoß gab die konsequente Ablehnung der Teilnahme an den Staatskulten für die römischen Götter durch die Christen.

250 n.Chr. ff: Bald kam es zur Verfolgung der Christen. Besonders große Christenverfolgungen wüteten im römischen Reich unter Kaiser Decius (um 250), Valerian (um 258) und unter Diokletian (303 - 305). Viele Bischöfe starben als Märtyrer.

Dennoch breiteten sich die Christlichen Gemeinden immer weiter aus. Nach Schätzungen bezeichneten sich um 313 etwa 5 % (nach manchen Schätzungen bis 10 %) der Bewohner des römischen Reiches als Christen; im Osten des Reiches waren es wohl etwas mehr als im Westen. Und die Christen waren mehr unter den unteren und mittleren Schichten zu finden, weniger unter den Eliten.

313 n.Chr.: Toleranzedikt von Mailand, erlassen von Konstantin und Licinius, den beiden Caesaren des römischen Reiches: Statt Verfolgung der Christen im römischen Reich (wie besonders zuletzt unter Diocletian) Duldung aller Religionen, später auch unter Kaiser Konstantin die besondere Förderung der Christen.

325 n.Chr.: Im 1. ökumenischen Konzils von Nicaea das Kaiser Konstantin einberufen hat, wird versucht umstrittene christologische Positionen für alle Christen zu vereinheitlichen.

380 n.Chr. (ca.): Wulfila, Missionsbischof für die Goten, hat die Bibel ins Gotische übersetzt. - Die Goten übernehmen den Christlichen Glauben in arianischem Verständnis

Augustin387 n.Chr.: Der wohl bedeutendste Kirchenvater und Theologen der Alten Kirche, der später so genannte "Heilige Augustinus", erlebt seine Bekehrung zum christlichen Glauben und wird durch Ambrosius, Bischof von Mailand, 387 getauft. Bald wird Augustinus auch Bischof, zuletzt Bischof von Hippo Regius in Nordafrika. Und er stirbt dort im Jahr 430, in dem Jahr, als die Wandalen Hippo Regius erobern.

[Bild (Marke Vatican 1987): Bekehrung und Taufe des Augustinus durch Bischof Ambrosius von Mailand; nach einem Gemälde von Gentile aus dem 16. Jhdt.]

391 n.Chr., unter Kaiser Theodosius, wird das Christentum im römischen Reich zur allein gültigen Staatsreligion erklärt.

Geschichtsdaten zum Mittelalter (500 n.Chr. - 1500 n.Chr.):
[
s. auch ausführlicheren Artikel: Zeittafel und Überblick zum Mittelalter]
.
ca.500 - 1000/1050 n.Chr.: Frühes Mittelalter: Grunddaten


536: Ganz Alemannien wird endgültig Teil des Frankenreichs
[Nach dem Tod des Ostgotenkönigs Theoderich 536 wird ganz Alemannien endgültig Teil des Frankenreichs.
Die alemannischen Herzöge sind den Franken untergeordnet.]

527ff: Kaiser Justinian erobert viele Mittelmeergebiete für das Oströmische Reich, 552 auch das Ostgotenreich

568: Errichtung eines Langobardenreiches in Italien mit der Hauptstadt Pavia
 
633: Beginn der Ausbreitung des Islam und der islamischen Reiche im gesamten Mittelmeergebiet [Nach dem Tod Mohammeds (632) beginnt bald die Herrschaft der Muslime über Arabien, Nordafrika, Spanien, Mittelmeergebiet]

732
: Karl Martell (Hausmeier der Merowinger) beendet in der

    Schlacht bei Tours und Poitiers die Expansion der Araber ins Frankenreich

 746: Bluttag von Cannstatt: Mord an den Großen der Alemannen 
        bei einem Gerichtstag in Cannstatt, den Karlmann, 
        Sohn Karl Martells, einberufen hatte.
    Ende des alemannischen Herzogtums

 
768 - 814: Karl der Große, Karolinger
Karl d.Gr.800: Karl der Große in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt: Herrscher des "Römischen Reiches" (später: "Heiliges römisches Reich deutscher Nation")

[Bild (BRM BRD 2000): 1200 Jahre Kaiserkrönung Karls d.Gr.; Kaiserbüste und Grundriß des Aachener Doms]

839: Bodman am Bodensee Kaiserpfalz
 
843: Vertrag von Verdun: Aufteilung des Reiches Karls des Großen unter seine Nachkommen: Aufteilung in ein Westfrankenreich (Karl II.der Kahle), Mittelreich (Kaiser Lothar I.) und Ostfrankenreich (dem späteren Deutschen Reich, für Ludwig den Deutschen) 

917: Burkhart I. erster Herzog von Schwaben (917 - 926)
Herzogtum Schwaben917 - 1268: Herzogtum Schwaben, Herzogtum in Südwestdeutschland, mit Elsass, Schweiz, Vorarlberg und Bayerisch Schwaben.

[Karte III-2(Schwaben): Karte des Herzogtums Schwaben von 917 - 1268] [Vergrößerung der Karte durch Anklicken]
 
919 - 1024: Herrschaftszeit der sächsischen Könige und Kaiser:
         Heinrich I., (reg. 919 - 936)
         Otto I., "der Große" (936 - 973, Kaiserkrönung 962)
         Otto II. (973 - 983)
         Otto III. (983 - 1002)
         Heinrich II. , "der Heilige" (1002 - 1024)

Schlacht auf dem Lechfeld955: Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg: Kaiser Otto d.Gr. schlägt mit Hilfe der Soldaten aus allen Herzögtümern die eingefallenen Ungarnvölker. Ende der Bedrohung durch die Ungarn. (Zur gleichen Zeit auch Ende der Bedrohung des Reiches durch die Wikinger.)

[Bild (Marke BRD, 1955): 1000 Jahre Schlacht auf dem Lechfeld, 955+ 1000 Jahre Stadt Augsburg; Bild: Reichsapfel mit Wappen Augsburgs (Schwert und Pinienzapfen), beschossen von Pfeilen; stilisierter Flusslauf]

 955: Hadwig Herzogin von Schwaben (955 - 994)

Geschichtsdaten zum Mittelalter (500 n.Chr. - 1500 n.Chr.):
[
s. auch ausführlicheren Artikel: Zeittafel und Überblick zum Mittelalter]
.
ca. 500 - 1000/1050 n.Chr.: Frühes Mittelalter: Sozialgeschichte

Bevölkerung und Siedlungen
Um 500 n.Chr. lebten im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg etwa 60.000 Menschen (nach Schätzungen von Boelcke). Sie wohnten meist in Siedlungen in den fruchtbarsten Gebieten des Landes, z.B. im Land um den Neckar. [Die Siedlungen der frühen Alamannen sind bis heute an den Endungen der Siedlungsnamen zu erkennen: besonders Orte mit der Endung...ingen weisen auf die frühen Alamannen (z.B. Schwieberdingen: zur Sippe eines Suidbert gehörend); ähnlich alt sind Siedlungen mit den Endungen ...heim und ...weil.] Viele Gebiete in Südwestdeutschland, vor allem die Waldgebiete des Schwarzwaldes und der Keuperberge, waren noch nicht besiedelt. Sie wurden erst seit dem 9. Jhdt. allmählich erschlossen.

Gesellschaftsstruktur
Nach dem Ende des Alamannischen Herzogtums im Jahr 746 wurde in Alemannien das fränkische System der Grafschaftsverfassung eingeführt, bei dem der Graf Beauftragter des Königs war. Er erhielt auch ein mit dem Amt verliehenes Gut (beneficium, feudum) zum Lehen und hatte dafür auch dem König Kriegsdienst zu Pferd (Ritter!) zu leisten.

Zur Situation der Bauern und der Landwirtschaft:
In den Dörfern wurden viele Rechte von einem besonders großen Herrenhof (Fronhof, Salhof) wahrgenommen, die wohl von dem früheren Sippenhaupt abgeleitet wurden. Die Gemeindegenossen hatten dem Dorfherrn Frondienste zu leisten (Villikationssystem). Die Bauern sind mehrheitlich im Stand der Halbfreiheit.

In der Landwirtschaft wurde vermutlich ab 800 die Dreifelderwirtschaft eingeführt, der Räderpflug mit Pflugschar ersetzte den Hakenpflug; vereinzelt wurden auch schon die Wassermühlen verwendet.
Angebaut wurde vor allem Dinkel und Weizen; Viehzucht spielte eine geringe Rolle.

Wirtschaft und Handel:
Um 750 wird die Einrichtung von Märkten in größerem Umfang erkennbar. Es wird also nicht nur für den Eigenbedarf produziert, sondern auch für den Tausch auf dem Markt. Vorherrschend ist die Naturalwirtschaft.
866 erhält Esslingen ein Marktprivileg.

Geldwirtschaft spielt erst seit der Karolingerzeit eine größere Rolle. Zwar gab es schon zur Zeit der Merowinger Goldmünzen die vor allem die Reichen für den Fernhandel mit Luxusgütern verwendeten; aber für den Kauf der alltäglichen Güter waren sie nicht geeignet. Wichtig für die weitere Verbreitung des Geldes war die karolingische Münzreform mit der Einführung der Silberwährung (Denare). 

Christianisierung der Alamannen:
500: Allmähliche Christianisierung der Alemannen
520: Gründung eines Frauenklosters in Säckingen; erste 
      Klostergründung in Südwestdeutschland
560: (evtl) gemeinsame Annahme des Christentums auf einer 
       alamannischen Stammesversammlung
596: Gründung des Bistums Konstanz
600: Bau der ersten Kirchen in Alemannien

724: Gründung des Klosters Reichenau durch Pirmin (hinter der Klostergründung stand das Interesse des Franken Karl Martell, der das Kloster als fränkischen Stützpunkt in Alemannien plante)

764: Benediktinerkloster Ellwangen gegründet
       [Weitere frühe Klostergründungen: s. im Artikel Klöster]
820: Sankt Galler Klosterplan entsteht im Kloster Reichenau

Prominente aus Südwestdeutschland:

809 - 849: Walahafried Strabo, Theologe und Dichter, seit 838 Abt des Klosters Reichenau (bekannt geworden ist sein Gedicht Hortulus, ein Lehrgedicht über die Heilkräuter seines Klostergartens)

Wolfgang924 - 994: Heiliger Wolfgang, Bischof  von Regensburg, der besonders am Wolfgangsee in Österreich verehrt wird, ist in Pfullingen bei Reutlingen geboren

[Bild (Marke BRD, 1994): Sankt Wolfgang, mit Kirchenmodell]

949 - 995: Heiliger Gebhard, Bischof von Konstanz (*,+ Konstanz)

.
ca. 1000/1050 - 1250 n.Chr.: Hochmittelalter: Grunddaten


1015 - 1030: Ernst II., Herzog von Schwaben
 
1024 - 1125: Herrschaftszeit der fränkischen / salischen Kaiser
        Konrad II., Heinrich III., Heinrich IV. (1056-1106), Heinrich V.
Dom in Speyer
1030: Konrad II. läßt den Dom zu Speyer bauen, auch als Grablege für die salischen Kaiser. Der Dom in Speyer gilt als großartigster Bau des 11. Jahrhunderts in Deutschland.

[Bild (Marke BRD, 1961): 900 Jahre Weihe des Kaiserdoms zu Speyer (1061); Bild des Kaiserdoms]

1061: Berthold I., Graf im Breisgau, erhält den Titel "Markgraf von Verona"
 
1075 - 1250: "Investiturstreit", Kampf zwischen Kaiser und Papst um die Herrschaft, beginnend mit dem Streit zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII.
1077: Heinrich IV. Bußgang nach Canossa (Aufhebung des Banns)

1079: Friedrich I. von Hohenstaufen (Stammvater der Staufer) von 
         Kaiser Heinrich IV. zum Herzog von Schwaben ernannt
         (Regierungszeit: 1079 - 1105)

1092: Konrad von Wirtemberg erstmals urkundlich genannt
         (erste Erwähnung des Hauses Wirtemberg)

 
1096 - 1270: Kreuzzüge zur Rückgewinnung des "Heiligen Landes" von den Muslimen; 1. Kreuzzug von 1096 - 1099.
Auch aus Südwestdeutschland nehmen viele Ritter, Sänger und Kaiser an den 7 Kreuzzügen teil. (s. extra Artikel Kreuzzüge)

1098: Herzog Berthold II. verzichtet auf das Herzogtum Schwaben zugunsten der Staufer, behält aber den Herzogtitel

.
ca. 1000/1050 - 1250 n.Chr: Hochmittelalter: Sozialgeschichte

Reichenau1000: Hochblüte der Reichenauer Malschule

[Bild (Marke BRD, 1996): Buchmalerei aus dem Perikopenbuch Kaiser Heinrich II., entstanden um 1010 auf der Reichenau in der  Reichenauer Malschule; Bild: Anbetung der Könige]

1056: Benediktinerabtei Weingarten Hauskloster der Welfen

1049: Kloster Hirsau (1049 erneuert; unter Abt Wilhelm, seit 1069, wird Hirsau zum cluniazensischen Reformkloster. Hirsau und die mit ihm verbundenen Reformklöster stehen im Investiturstreit eindeutig auf Seiten des Papstes gegen den Kaiser)

1095: Kloster Blaubeuren gegründet

1095: BenediktinerklosterAlpirsbach gegründet (Bau der Alpirsbacher Kirche nach der Hirsauer Bauschule)

1098: Benediktinerkloster Zwiefalten gegründet

(Weitere Klostergründungen im Artikel Klöster in Südwestdeutschland)

1120: Freiburg gegründet von den Zähringern
 
1138 - 1254: Staufer Deutsche Könige und Kaiser:

Gelnhausen 1180Konrad III. (König von 1138 - 1152)
Friedrich I. "Barbarossa"  (König 1152 -
                   1190; Kaiser 1155 - 1190)

Heinrich VI. (König 1169 - 1197;
                    Kaiser 1191 - 1197)

Philipp von Schwaben (König 1198 - 1208)
Friedrich II. (König 1212 - 1236/1250;
                    Kaiser 1220 - 1250)
Heinrich (VII.) (König 1220 - 1235)

Konrad IV.  (König von 1236 - 1254)

[Bild (Marke BRD, 1980): 800 Jahre Reichstag von Gelnhausen, 1180; Abbildung: Friedrich Barbarossa zwischen seinen Söhnen König Heinrich VI. und Friedrich Herzog von Schwaben; Buchmalerei aus der Welfenchronik, um 1180]

1140: Konrad III. von Staufen gegen Welfen bei Weinsberg (Sage von den Weibern von Weinsberg, Weibertreu)
1142 - 1180: Heinrich der Löwe Herzog von Sachsen
1147 ff: Friedrich Barbarossa Herzog von Schwaben;1152 - 1190: Friedrich Barbarossa König
1155 - 1190: Friedrich I. Barbarossa Kaiser
1155 ff: Burgengründungen der Staufer; Schwaben wird burgenreichstes Land
1160 - 1250: Staufische Stadtgründungen (Gmünd 1160; Ulm 1164; 
    Hall 1176; Esslingen 1212)

1190 - 1197: Kaiser Heinrich VI.
1198 - 1208: Philipp von Schwaben Deutscher König

[Bild (Marke BRD, 1980): Welfenchronik: Friedrich Barbarossa mit Söhnen]

1101: Kloster Lorch als Hauskloster der Staufer gegründet
1126: Erstes Prämonstratenserkloster in Rot an der Rot gegr.
1134: Zisterzienserkloster Salem gegründet
1147: Zisterzienserkloster Maulbronn gegründet
 
 

1165 ff: Bau der Kaiserpfalz in Wimpfen
1165 ff: Minnesänger (Heinrich von Rugge, * Blaubeuren;
    Burkhart von Hohenfels, * Hohenfels am Bodensee;
    Meinloh von Sevelingen, * Söflingen bei Ulm
    Hartmann von Aue, * Au bei Freiburg)
1185: Kloster Bebenhausen gegründet
1190: Miniaturen der Schocken- Bibel in Konstanz gemalt
1190: Welfenchronik in Weingarten entstanden

1215 - 1250: Kaiser Friedrich II.
1225: Heidelberg wird kurpfälzische Residenz (bis 1720)
1241 - 1265: Graf Ulrich I. von Wirtemberg Führer der
          Staufengegner in Schwaben

1250 - 1254: König Konrad IV. letzter Staufer-König;
          Ende der Staufer. 
1268: Konradin, letzter Herzog von Schwaben in Neapel hingerichtet;
          Ende des Herzogtum Schwabens

.
.
ca. 1250 - 1500 n.Chr.: Spätmittelalter: Grunddaten

Daten zur 2. Hälfte des 13. Jahrhundert (1250 - 1299):
 
Daten zum Deutschen Reich u.a.:

1254 - 1273: Interregnum, Zeit ohne anerkannte Könige in 
                   Deutschland; Stärkung der Territorialfürsten

Rudolf von Habsburg1273 - 1291: Rudolf von Habsburg wird zum Deutschen König gewählt, der 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut seinen Gegenspieler König Ottokar von Böhmen besiegt.

[Bild (Marke Österreich, 1978): 700. Jahrestag der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen 1278. Bild: König Ottokar von Böhmen und Rudolf von Habsburg zu Pferde]

1291: Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft
 

1265 - 1325: Eberhard I. (der Erlauchte) Graf von Wirtemberg
Kämpfe auch mit König Rudolf von Habsburg

 

.
ca. 1250 - 1500 n.Chr.: Spätmittelalter: Sozialgeschichte

Das Spätmittelalter ist eine sehr widersprüchlich schillernde Epoche, die unterschiedlich wahrgenommen wird: einerseits als Zeit der großartigen Kunstwerke in der gotischen Kunst und Baukunst; dann als Zeit der prosperierenden Städte und des Handels;  manchmal auch als "moderne" Zeit, in der schon die Weichen für die Neuzeit gestellt werden. (darum rechnen manche Historiker die Zeit von 1250 bis 1500 schon zur Frühen Neuzeit).

Meist wird das Spätmittelalter aber vor allem als Krisenzeit gesehen, als eine Zeit besonders dramatischer Krisen in vielen Bereichen:
als Zeit von Herrschaftskrisen, Bevölkerungskrisen und
religiösen Krisen.

Herrschaftskrisen:

Krisen gab es im Spätmittelalter als Herrschaftskrisen: Da ist einmal die Krise des Reichs nach 1254, im "Interregnum", wo es nach dem Ende der Staufer keine starke Königsmacht mehr gab. Diese Krise nützten die Territorialherren um ihr Gebiet und ihre Macht zu vergrößern. Auch Wirtemberg profitierte von dieser Krise.
Später erreichte die Krise die kleineren Herrschaften z.B. in Südwestdeutschland, wo manche kleinere Herrschaften (die keine Erben hatten, oder die völlig überschuldet waren, oder die zu schwach waren um die Untertanen zu schützen) von den größeren aufgekauft oder übernommen wurden: So kamen Städte wie Markgröningen an Wirtemberg (1336), ebenso kamen Tübingen (1342) und die großen Gebiete der Pfalzgrafen von Tübingen an Wirtemberg; die Grafschaft Hohenberg kam an Habsburg /Vorderösterreich, Freiburg ging (1368) ebenfalls an Habsburg.

Daten zum 14. Jahrhundert (1300 - 1399):
 
Daten zum Deutschen Reich im 14. Jahrhundert:

Nach Rudolf von Habsburg erfolgen öfter umstrittene Doppelwahlen von Königen aus den Geschlechtern der Habsburger, Wittelsbacher und Luxemburger

1346 - 1378: Karl IV. (Luxemburger) regiert als König (seit 1355 auch Kaiser) des Deutschen Reiches und baut Prag und Nürnberg als prachtvolle Residenzstädte aus. Er gilt als der bedeutendste deutsche König des Spätmittelalters.

Goldene Bulle1356: Goldene Bulle: Unter Karl IV. wird 1356 die Goldene Bulle genannte Gesetzessammlung erlassen, eine Art Reichsgesetz, in der u.a. die bisher ungeregelte Königswahl durch die 7 Kurfürsten geregelt wird

[Bild (Marke BRD, 2006): 650 Jahre Goldene Bulle von 1356: Bild: Goldsiegel König Karls IV. an der Goldenen Bulle, lateinische Inschrift: "Carolus Quartus... Romanorum Imperator..et Boemiae Rex"]

1348 - 1353: Erste Pestepidemie (Beulenpest) in Europa; durch die Pestwellen starben etwa 30 % der Bevölkerung 
1348: Beginn der Ermordung und Vertreibung vieler Juden

Hanse1356: Gründung der Hanse, genauer der Städtehanse

[Bild (Marke BRD, 2006): 650 Jahre Städtehanse (gerechnet nach der Lübecker Hansetreffen von 1356, das oft als Gründungsdatum der Städtehanse betrachtet wird); Abbildung: Hansekogge (um 1380); Handschrift von ca. 1400 mit der Darstellung einer Schiffsbeladung]

1378 - 1417: Abendländisches Schisma der katholischen Kirche: zwei konkurrierende Päpste in Rom und Avignon /Frankreich
 

Daten zu Südwestdeutschland im 14. Jahrhundert:

1321: Unter Graf Eberhard I. Verlegung der Grablege Wirtembergs von Beutelsbach nach Stuttgart; Stuttgart Hauptstadt Wirtembergs
1336: Graf Ulrich III. von Wirtemberg erhält Markgröningen mit der Reichssturmfahne
1342: Kauf von Stadt und Burg Tübingen durch Wirtemberg von den Pfalzgrafen von Tübingen
1344 - 1392: Eberhard II. (der Greiner) Graf von Wirtemberg
1349ff: Pest und Judenverfolgungen auch in Südwestdeutschland

1353 - 1390: Ruprecht I. Kurfürst der Pfalz
1364 - 1431: Markgraf Bernhard II. von Baden
1376: Älterer Schwäbischer Städtebund (bis 1389), Führung Ulms 
1368: Freiburg im Breisgau geht zu Vorderösterreich

1380: Gründung der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft
1386: Gründung der Universität Heidelberg
1388: Graf Eberhard II. siegt bei Döffingen über die Reichsstädte
1392 - 1417: Eberhard III. (der Milde) Graf von Wirtemberg
1395: Eberhard III. besiegt in Heimsheim den Schleglerbund

 

Krise der Bevölkerungsentwicklung:

Besonders dramatisch ist im Spätmittelalter die Krise der Bevölkerungsentwicklung und die Krise der Landwirtschaft: Während zur Zeit des Hochmittelalters die Bevölkerung enorm zunahm beginnt etwa seit 1300 ein starker Bevölkerungsrückgang. Gründe dafür waren einmal viele Mißernten und Hungersnöte seit Anfang des 14. Jahrhunderts (die wohl auch mit einer Klimaänderung in Richtung auf die "kleine Eiszeit" zusammenhingen), und dann vor allem die schrecklichen Pestepedemien seit 1348, durch die etwa ein Viertel der Bevölkerung starben. 
Im Bereich der Landwirtschaft ist damit verbunden eine große Krise der Getreideproduktion u.a., eine Agrardepression mit der Verelendung der Bauern. 
Das Spätmittelalter ist - bedingt durch den Bevölkerungsrückgang und die Landwirtschaftskrise, die Zeit der Wüstungen, d.h. der völligen Aufgabe von Siedlungen die nicht mehr ertragreich bewirtschaftet werden konnten (Man rechnet mit der Aufgabe von etwa 25 % der damals bestehenden Siedlungen. Ein Beispiel ist etwa die Siedlung Vöhingen bei Schwieberdingen, die im 14. Jahrhundert verschwand.)

Religiöses Krisenbewußtsein:

Das Krisenbewußtsein der Bevölkerung zeigt sich vor allem im religiösen Bereich:
Einerseits entwickelt sich im Spätmittelalter eine besonders verinnerlichte mystischen Frömmigkeit wie sie sich etwa in dem Andachtsbild der Christus-Johannes-Gruppe zeigt und wie sie von dem Mystiker Heinrich Seuse (1295 - 1366) vertreten wird. 

Andrerseits wächst die Kritik an der katholischen Kirche, vor allem an deren Verweltlichung und an der Spaltung im großen Abendländischen Schisma: Seit es 1378 zwei konkurrierende Päpste gibt geht die Spaltung der Anhänger und Gegner der verschiedenen Päpste durch die Mönchsorden und die Kleriker und die Parochien mitten hindurch und verunsichert die Gläubigen.

Schließlich ist das Spätmittelalter eine Zeit der Krise der persönlichen Heilsgewißheit, eine Epoche der Angst: Angst vor den Strafen Gottes, vor neuer Pest, die Angst vor den Höllenqualen und die Bemühungen die eigene Seele zu retten (durch Ablass, Wallfahrten, durch Selbstkasteiung wie in den Geißlerzüge, durch die Verfolgung von "Sündenböcken" wie Juden oder Hexen).

Prosperierende Städte und Handel:

Ein anderes Gesicht des Spätmittelalters zeigt sich in den Städten auch in Südwestdeutschland:
Viele Städte werden auch im 13. und 14. Jahrhundert neu gegründet (s. dazu die Seite über die Städte und Stadtgeschichte im Lexikon). Der innere Ausbau der Städte erfolgt vor allem im Spätmittelalter. Das Handwerk blüht auf. Und der florierende Handel trägt zum Reichtum der Städte bei.

Dass die Macht der Städte nicht unbegrenzt wachsen konnte wurde im Dauerstreit mit den Territorialherren deutlich: In der Schlacht bei Döffingen (1388) werden die Städte des schwäbischen Städtebundes von Graf Eberhard II. (dem Greiner) von Wirtemberg geschlagen.

Zum Handel: 1356 wurde von Städten in Nord- und Westdeutschland die berühmte Städtehanse gegründet. Von den Städten im Südwestdeutschland gehörte keine zur Hanse. Aber der Zusammenschluss in der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft (gegründet 1380, bestehend bis 1530) zeigt etwas vom florierenden Handel und vom Reichtum der Städte.auch in Südwestdeutschland.
 

Daten zum 15. Jahrhundert (1400 - 1499):
 
Einige Daten zum Deutschen Reich u.a.:

1410: Schlacht bei Tannenberg in Preußen: Niederlage des Deutschen Ordens

1414 - 1418: Konstanzer Konzil, einberufen mit Unterstützung von König Sigismund, beendet das Schisma der katholischen Kirche und wehrt brutal die religiöse Herausforderung durch die Hussiten ab (Verbrennung von J.Hus)

1440 - 1493: Friedrich III. (Habsburger) deutscher König (seit 1452 auch Kaiser)[Spitzname:"des Deutschen Reiches Erzschlafmütze"]

1450: Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Lettern

1453: Eroberung Konstantinopels, bisher Hauptstadt des oströmischen Reiches, durch die Osmanen; Ende Ostroms

1484: Päpstliche Hexenbulle durch Papst Innozenz VIII: bringt Verschärfung der Hexenverfolgungen
1487: Veröffentlichung des "Hexenhammers" durch zwei mit der Inquisition beauftragte Dominikanermönche

1492: Entdeckung Amerikas durch Kolumbus

1493 - 1519: Maximilian I. (Habsburger) deutscher König (seit 1508 auch Kaiser)
Wormser Reichstag1495: Wormser Reichstag, einberufen von Maximilian I.: Reichsreform, Verkündigung eines ewigen Reichslandfriedens, Reichskammergericht, allgemeine Vermögenssteuer; Bildung der 6 (später 10) Reichskreise als Verwaltungseinheiten; Erhebung Wirtembergs zum Herzogtum

[Bild (Marke BRD, 1995): 500. Jahrestag der Einberufung des Wormser Reichstags. -; Bild: Tagungsstätte "Zur Münze" in Worms; Handschrift des Wormser Reichsgrundgesetzes; Abbildung von König Friedrich III. (irrtümlich, es müßte Maximilian I. als Einberufer des Reichstags sein)]

1499: Schwabenkrieg; Ausscheiden der Schweiz aus dem Reich
 

Daten zu Südwestdeutschland im 15. Jahrhundert:

1409 - 1793: Grafschaft Mömpelgard zu Wirtemberg
1419 - 1482: Mechthild von der Pfalz (* Heidelberg, + Urach)

1427: Jüngerer Schwäbischer Städtebund

1442: Nürtinger Vertrag, Teilung Wirtembergs

1457: Erster wirtembergischer Landtag in Leonberg; Bedeutung der Landstände
1457 - 1496: Eberhard V., im Bart, Graf von Wirtemberg-Urach
1457: Gründung der Universität Freiburg

1475 - 1515: Christoph I. Markgraf von Baden
1477: Gründung der Universität Tübingen durch Eberhard im Bart

1482: Münsinger Vertrag zur Wiedervereinigung Wirtembergs
1487 - 1534: Schwäbischer Bund

1493: Beginn der Bauernaufstände des Bundschuh am Oberrhein
1495: Wormser Reichstag: Wirtemberg wird Herzogtum
Eberhard im Bart wird Herzog (als Herzog Eberhard I.)

1498: Nach der Absetzung des kranken Herzogs Eberhard II. durch die Landstände Regentschaft der Landstände; Einsetzung des noch unmündigen Herzogs Ulrich
1498: Erste Landesordnung in Wirtemberg; Juden werden aus Wirtembg ausgeschlossen

 

Baukunst im Spätmittelalter:

Das Spätmittelalter ist die Zeit der großen gotischen Kirchenbauten. Auch in Südwestdeutschland waren viele Städte über Jahrhunderte eine große Kirchenbaustelle. 
Einige große Kirchenbauten aus dieser Zeit:
- Freiburger Münster (erbaut von etwa 1200 bis 1536),
- Heiligkreuzmünster in Schwäbisch Gmünd (erbaut ab 1310),
- Frauenkirche in Esslingen (gebaut als gotische Hallenkirche ab 1321)
- Ulmer Münster (erbaut ab 1377, wobei der Turm erst im 19. Jhdt. gebaut wurde)
- Michaelskirche in Schwäbisch Hall (als gotische Hallenkirche ab 1427 gebaut)

Wichtige Baumeister (soweit sie namentlich bekannt sind) waren dabei 
Heinrich Parler (er hat 1351 den Hallenchor des Kreuzmünsters in Schwäbisch Gmünd geschaffen, die erste gotische Hallenkirche Süddeutschlands),
Peter Parler (1330 - 1399; er wurde 1356 von Kaiser Karl IV. zum Dombaumeister am Veitsdom nach Prag berufen)
Ulrich von Ensingen (1359 - 1419, Baumeister am Ulmer Münster, in Esslingen und in Strassburg)
Peter von Koblenz (1440 - 1510, der Baumeister von Graf Eberhard im Bart, der nicht nur die Amanduskirche in Urach um-gebaut hat sondern auch manche kleineren Dorfkirchen im Uracher Teil-Reich Wirtembergs, z.B. die Georgskirche in Schwieberdingen)

Bildende Kunst im Spätmittelalter:

In der Bildenden Kunst war die Zeit des Spätmittelalters eine Hoch-Zeit gotischer Malerei und Plastik auch in Südwestdeutschland. (Sie ist auf einer extra Seite zur Kunstgeschichte im Lexikon etwas ausführlicher dargestellt).

MeinlohSie beginnt mit den Buchmalereien der Liederhandschriften und den Glasmalereien und Skulpturen der Frühgotik.

[Bild (Marke Berlin, 1970): Buchmalere iaus der Weingarter Liederhandschrift von 1310: Minnesänger Meinloh von Sevelingen.]

Zur Zeit der Hochgotik (ab 1350) dominieren dann die großen Tafelbilder von Stefan Lochner, Konrad Witz, Lukas Moser und Hans Multscher.

In der Zeit der Spätgotik (ab 1450) war dann die Reichsstadt Ulm wichtigstes Zentrum spätgotischer Kunst. Zur "Ulmer Schule" werden Gregor und Michael Erhart gerechnet, Bartholomäus Zeitblom, Jörg Syrlin d.Ä.., Adolf Daucher, Martin Schaffner u.a. Nicht vergessen darf der in Horb geborene Veit Stoß der seine Hauptwerke in Krakau und Nürnberg schuf.

Universitätsgründungen:

Nachdem in Prag 1348 die erste Universität im Deutschen Reich gegründet war gab es in den Ländern Südwestdeutschlands gleich 3 Universitäsgründungen (durch die auch der Humanismus Eingang in Südwestdeutschland fand):

1386: Universität Heidelberg wird als Universität für die Kurpfalz gegründet (Kurfürst Ruprecht I.)

1457: Universität Freiburg wird als Universität für Vorderösterreich gegründet (Herzog Albrecht VI. von Österreich und seine Frau Mechthild von der Pfalz)

Uni Tüb.1477: Universität Tübingen wird gegründet damals noch im Teil-Reich Wirtemberg-Urach (Graf Eberhard V., Eberhard im Bart, angeregt durch seine Mutter Mechthild von der Pfalz)

[Bild (Marke BRD, 1977): Gründung der Universität Tübingen 1477; Großes Siegel der Universität, mit Wappen]
 

Literaturhinweis zum gesamten Mittelalter von 500 - 1500:

Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. UTB basics.
UVK Verlagsgesellschaft Konstanz, 2006

.
ca. 1500 - 2000 n.Chr.: Neuzeit: Grunddaten
(ca.1500 - 1789 n.Chr.: auch "Frühe Neuzeit" genannt)


16. Jahrhundert:  Frühe Neuzeit (1) Reformation und Konfessionen

1503 - 1519: Ulrich Herzog von Wirttemberg
1514: Bauernaufstand "Armer Konrad" im Remstal
1514: Tübinger Vertrag; Grundlage der Landesverfassung

 
1517: Reformation Luthers; 95 Thesen in Wittenberg

1518: Heidelberger Disputation Luthers
1519: Herzog Ulrich wird vertrieben durch den Schwäb. Bund 
1520 - 1534 / 1599: Wirtemberg gehört zu Österreich 
          Georg Truchseß von Waldburg Statthalter (+ 1531)
1525: Bauernkrieg; Götz von Berlichingen (+ 1562)
1533 - 1552: Ernst I. Markgraf von Baden-Durlach
1534:  Sieg von Lauffen; Rückkehr Herzog Ulrichs
1534 - 1550: Herzog Ulrich; Reformation in Wirtemberg 
          eingeführt
1535: Teilung Badens in Baden-Durlach und Baden-Baden
1548 - 1552: Interim: Rekatholisierung auch in Wirtemberg

 

1550 - 1568: Herzog Christoph regiert in Wirtemberg
          Zweite Reformation; Joh.Brenz
Hd.Katechismus1555: Augsburger Religionsfriede
1556 - 1559: Ottheinrich Kurfürst/ Pfalz
1568 - 1593: Ludwig Herzog von Wirt.
1593 - 1608: Friedrich I. Herzog Wirt.
1599: Wirtemberg wieder Reichslehen
1599: Gründung von Freudenstadt

ca. 1500 - 2000 n.Chr.: Neuzeit: Sozialgeschichte
(ca.1500 - 1789 n.Chr.: auch "Frühe Neuzeit" genannt)


16. Jahrhundert: Humanismus, Renaissance 

1455 - 1522: Johannes Reuchlin, Humanist (* Pforzheim)
1480 - 1540: Johannes Faust (* Knittlingen, + Staufen)
1480 - 1526: Jerg Ratgeb, Maler (* Herrenberg, + Pforzheim)
1482 -  1531: Joh. Ökolampadius, Reformator (* Weinsberg)
1484 - 1545: Hans Baldung Grien, Maler (* Gmünd)
1487 - 1547: Martin Schaffner, Maler (+ 1547 Ulm)
1497 - 1560: Philipp Melanchthon, Reformator (* Bretten)
1499 - 1570: Johannes Brenz, Reformator (* Weil der Stadt.)

1500 ca.: Ulmer Malerschule: Zeitblom, Schaffner
1507: Martin Waldseemüllerprägt den Begriff "Amerika"
1512 - 1516: Hochaltar im Freiburger Münster (H. Baldung)
1518: Heidelberger Disputation; Brenz u.a. für Reformation
1523 ff: Reformation in den Reichsstätten (A. Blarer, J. Brenz)
1528 - 1590: Jakob Andreä, evang Theologe (* Waiblingen)
1534: Alpirsbach, Bebenhausen u.a. evang. Klosterschule
1536: Evang. theol. Stift in Tübingen gegründet
1547 - 1590: Nikodemus Frischlin, Dichter (* Balingen)

1556: Pfalz wird calvinistisch  reformiert
1556 ff: Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses
1558 - 1635: Heinrich Schickardt, Baumeister (* Herrenberg)
1559: Große Kirchenordnung in Wirtemberg
1563: Heidelberger Katechismus der Reformierten
1577: Konkordienformel der Lutheraner (J. Andreä)
1589: Esslinger Rathaus, Renaissancestil  (H. Schickardt)

17. Jahrhundert: Frühe Neuzeit (2) Glaubenskriege, Absolutismus

1608 - 1628: Johann Friedrich Herzog von Wirtemberg
 
1618 - 1648: Dreißigjähriger Krieg

1618 - 1620: Friedrich V., Kurfürst der Pfalz,
          König ("Winterkönig")
1622: Sieg der Kaiserlichen bei Wimpfen
1628 - 1674: Herzog Eberhard III. von Wirtemberg
1634: Sieg der Kaiserlichen bei Nördlingen
          Verwüstung des Landes
1634: Pestepidemie
1648: Westfälischer Frieden
          Württemberg in den alten Grenzen bestätigt

1652 - 1722: Elisabeth Charlotte (Lieselotte) von der Pfalz
1677 - 1707: Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baden 
          ("Türkenlouis")
1688 - 1697: Pfälzischer Erbfolgekrieg; große Verwüstungen
1693 - 1733: Eberhard Ludwig Herzog von Wirtemberg 
1699 Ansiedlung von Waldensern in Württemberg

17. Jahrhundert: Spätrenaissance, Frühbarock

1571 - 1630: Johannes Kepler, Astronom (*Weil der Stadt)
1581 - 1654: Melchior Gelb, Goldschmied (* Ulm)
1583 - 1635: Jörg Zürn, Bildschnitzer (* Waldsee)
1586 - 1654: J. Valentin Andreä, ev. Theologe (* Herrenb)
1588 - 1662: Leonhard Kern, Bildhauer (* Forchtenberg)
1592 - 1635:  Wilhelm  Schickardt, Astronom (* Herrenberg)

1609 - 1682: Johann Heinrich Schönfeld, Maler (* Biberach)
1616 - 1667: Johann J. Froberger, Komponist (* Stuttgart)
Grimmelshausen1621 - 1676: H.J.C.von Grimmelshausen
1644 - 1709: Abraham a Sancta Clara, Mönch 
          (* b.Meßkirch)
1645 - 1686: Matthias Rauchmüller, Bildhauer 
          (* Radolfzell)

[Bild (Marke BRD, 1976): Deckblatt von Grimmelshausens "Simplizissimus"]

1686 - 1701: Klosterkirche Obermarchthal gebaut
          (M.Thumb u.a. Baumeister der Vorarlberger Bauschule)

18. Jahrhundert: Frühe Neuzeit (3): Absolutismus, Revolution

1704: Herzog Eberhard Ludwig gründet Ludwigsburg:
          Beginn des Schloßbaus und Stadtgründung
1715 - 1743: Karl-Wilhelm Markgraf von Baden-Durlach
1715: Gründung von Karlsruhe und Verlegung der Residenz
          (Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach)
1720: Kurfürst Carl Philipp verlegt die Pfälzer Residenz
          von Heidelberg nach Mannheim
1724 - 1733: Ludwigsburg wird wirtembergische Residenz
1733 - 1737: Karl Alexander Herzog von Wirtemberg
          Konflikt mit den Landständen; Süß-Oppenheimer
1737/1744 - 1793: Karl Eugen Herzog von Wirtemberg
1738 - 1811: Karl Friedrich, Markgraf / Großherzog von Baden
1743 - 1799: Karl Theodor, Kurfürst der Pfalz 
         und von Bayern (1778)

Rastatt

[Bild (Marke Baden, 1948): Schloss Rastatt]
 
 
 
 
 1765 - 1775: Herzog Karl Eugen verlegt seine Residenz
          von Stuttgart nach Ludwigsburg
1770: Erbvergleich Karl Eugens mit der Landschaft
1771: Vereinigung von Baden-Durlach und Baden-Baden
1778: Karl Theodor von der Pfalz beerbt die Wittelsbacher
         Verlegung der Residenz von Mannheim nach 
         München. 
         Die Kurpfalz wird Nebenland.

 
1789: Französische Revolution
1793: Besetzung Mömpelgards durch die Franzosen
1796: Linksrheinische Besitzungen Wirtembergs an
         Frankreich
1797 - 1815: Friedrich II. Herzog Wirttembergs (1806 König)

18. Jahrhundert: Pietismus, Aufklärung, Barock, Rokoko

1687 - 1752: J. A. Bengel, ev. Theologe (* Winnenden)
1692 - 1750: E. Q. Asam, Maler u. Baumeister (+ Mannheim)
1696 - 1770: J.A. Feuchtmayer, Bildhauer (+ b. Salem)
1699 - 1705: Barock-SchloßRastatt erbaut

1702 - 1782: F.C. Oetinger, ev.Theologe (* Göppingen)
1704 - 1784: J. B. Straub, Bildhauer (* Wiesensteig)
1704 ff: Barockschloß Ludwigsburg erbaut
1707 - 1736: Klosterkirche Schönthalerbaut (Dientzenhofer)
1710 - 1797: C. Wenziger, Bildhauer (* Ehrenstetten)
1715 ff: Schloss Karlsruhe erbaut
1715 - 1780: Zeit des Oberschwäbischen Kirchenbarock
1715 - 1724: Basilika Weingarten erbaut
1717 - 1801: J. W.  Stamitz, Komponist (+ Mannheim)
1720 ff: Schloss Mannheim erbaut
1723 - 1762: T. Mayer, Astronom, Mathematiker (* Marbach)
1724 - 1796: F. A. Maulbertsch, Maler (* Langenargen)
1727 - 1733: Dorfkirche Steinhausen erbaut (D. Zimmermann)
1731 - 1791: K.P.von Gontard, Baumeister (* Mannheim)
1733 - 1813: C. M. Wieland, Dichter (* Oberholzheim)
1739 - 1790: P.M. Hahn, ev.Theologe, Erfinder (* Scharnh.)
1739 - 1791: C. F. D. Schubart, Dichter, Musiker (+ Stgt)
1741 - 1753: Klosterkirche Zwiefalten erbaut (J.M. Fischer)
1745 - 1801: Carl Stamitz, Komponist (* Mannheim)
1747 ff: Abteikirche Neresheimerbaut (B. Neumann)
1747 - 1769: Franz Xaver Richter, Komponist, in Mannheim

1750 ff: Mannheimer Schule am Hof von Karl Theodor 
1753 - 1769: Nicolo Jomelli Kapellmeister in Stuttgart
1759 - 1805: Friedrich Schiller, Dichter (* Marbach)
1760 - 1802: J.R. Zumsteeg, Komponist (* Lauda)
1760 - 1826: Johann Peter Hebel, Dichter (+ Schwetzingen)
1763 - 1767: Schloß Solitude erbaut
1766 - 1826: Fr. Weinbrenner, Baumeister (* Karlsruhe)
1770 - 1843: Friedrich Hölderlin, Dichter (* Lauffen)
1770 - 1831: Georg Fr. W. Hegel, Philosoph (* Stuttgart)
1770 - 1794: Carlsschulein Stuttgart (Hochschule 1781)
1775 - 1854: Fr. W. J. Schelling, Philosoph (* Leonberg)
1777: Mannheimer Nationaltheater gegründet

19. Jahrhundert: Neuere Geschichte (1):
Restauration, Liberalismus, Nationalismus, Sozialismus; Industrialisierung

1802 - 1805: Friedrich wird Kurfürst von Wirtemberg
 
1803: Reichsdeputationhauptschluß: Säkularisation,
           Mediatisierung von Städten und Fürstentümern

1806 - 1815: Friedrich wird Friedrich I. König von Württemberg
1806: Württemberg Königreich von Napoleons Gnaden;
          Engemeindung aller Reichsstädte, Klöster, 
          Grafschaften;
          Neu-Württemberg mit Hohenlohe, Oberschwaben 
1806: Baden wird Großherzogtum von Napoleons Gnaden;
          Aufteilung der Pfalz
1806: Rheinbund mit den neuen süddeutschen Mittelstaaten
1810: Letzte Grenzziehungen bei Baden,Württemberg,Bayern
1811 - 1881: F. Hecker, Jurist, Revolutionär (* Eichtersheim)
1812: Rußlandfeldzug Napoleons: 14000 Württemberger 
         gefallen

Völkerschlachtdenkmal1813: Völkerschlacht bei Leipzig: Eine Koalition von Österreich, Russland, Preussen u.a. besiegt in der "Völkerschlacht" Napoleon und seine Verbündeten (wie Württemberg und die anderen Rheinbundstaaten). Daraufhin wechseln Württemberg, Baden u.a. die Fronten und kämpfen auf Seiten der Koalition gegen Napoleon.

[Bild (Marke BRD, 2013): 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal Leipzig, errichtet 1913 zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813]
 
1815: Wiener Kongress: Neuordnung Europas

1816 - 1864: Wilhelm I. König von Württemberg;
         Königin Katharina
1818: Badische Verfassung, liberalste in Deutschland
1819: Verfassung in Württemberg
1819: "Karlsbader Beschlüsse" unterdrücken Pressefreiheit
1833: Deutscher Zollverein: Badens + Württemberg Mitglied

 
1848 / 1849: Deutsche Nationalversammlung, Paulskirche

1848/1849: badische Revolutionen (Struve, Hecker)
1849: Zerschlagung des Frankfurter Rumpfparlaments in 
         Stuttgart
1849: Niederlage der badischen Revolution bei Rastatt
         Massen-Emigration vor allem nach Amerika
 

 
 
 
 
 
 

1850: Hohenzollern wird preußisch
1852 - 1907: Friedrich I. Großherzog von Baden
1864 - 1891: Karl König von Württemberg; Königin Olga

1866: Preußen besiegt Württ.Truppen (b.Tauberbischofsheim)
 
1870 / 1871: Krieg gegen Frankreich; Deutsches Reich

1891 - 1918: Wilhelm II. König von Württemberg (1891 - 1918) 

19. Jahrhundert: Klassik, Idealismus, Romantik, 
          Biedermeier,Vormärz, Realismus

1776 - 1812: Gottlieb Schick, klassizist.Maler (* Stuttgart)
1780 - 1807: Karoline von Günderode, Dichterin (* Karlsruhe)
1780 - 1849: Conradin Kreutzer, Komponist (* Meßkirch)
1785 - 1841: J.H. Dannecker, Bildhauer (* Waldenbuch)
1786 - 1862: J. Kerner, Dichter, Arzt (* Ludwigsburg))
1787 - 1862: Ludwig Uhland, Dichter, Politiker (* Tübingen)
1789 - 1860: Friedrich Silcher, Musikpädagoge (* Schnait)
1789 - 1846: Friedrich List, Ökonom (* Reutlingen)
1792 - 1860: F. C. Baur, ev. Kirchengeschichtler (* Schmiden)
1792 - 1850: Gustav Schwab, Pfarrer und Dichter (* Stgt.)
1798 - 1864: Albert Knapp, Pfarrer, Liederdichter (* Tübingen)
1799 - 1868: Christian F. Schönbein, Chemiker (* Metzingen)

F.List[Bild (Marke 1989): Friedrich List, Ökonom; Vorkämpfer für die Zollunion und für die Eisenbahn; Eisenbahnzug]
 
 

1802 - 1827: Wilhelm Hauff, Dichter (* Stuttgart)
1804 - 1875: Eduard Mörike, Dichter (* Ludwigsbg..)
1805 - 1880: J. Christoph Blumhardt, evang. Pfarrer (* Stgt.)
1806 - 1808: Heidelberger Romantik (Arnim, Brentano,
    Eichendorff)
1807 - 1887: Fr. Theodor Vischer, Ästhetiker (* Ludwigsbg.)
1808 - 1874: David Friedrich Strauß, Theologe (* Ludwigsbg.)
1808 ff: Schwäbische Dichterschule der Romantik
1809 - 1887: Gustzav Werner, ev. Theologe (* Zwiefalten)
1811: Flugversuch von Albrecht Ludwig Berblinger in Ulm
1812: Württembergische Bibelanstalt in Stuttgart gegründet
1812 - 1882: Berthold Auerbach, Dichter (* Nordstetten)
1814 - 1878: Julius Robert Mayer, Physiker (* Heilbronn)
1815 - 1890: Karl Gerok, Liederdichter (* Vaihingen)
1817: Laufrad, Draisine von K. Drais erfunden (Gengenbach)
1817 - 1875: Georg Herwegh, Dichter (* Stuttgart)
1817 - 1868: Wilhelm Griesinger, Psychiater (* Stuttgart)
1825: Polytechnikum  Karlsruhe gegründet
1834 - 1900: Gottlieb Daimler, Autobauer(* Schorndorf)
1836 - 1906: Max Eyth, Ingenieur, Dichter (* Kirchheim)
1838 - 1917: Ferdinand Graf von Zeppelin (* Konstanz)
1839 - 1924: Hans Thoma, Maler (* Bernau)
1844 - 1929: Carl Benz, Autobauer (* Karlsruhe)
1846 - 1929: Wilhelm Maybach, Autobauer (* Heilbronn,.)
1849: Gustav-Werner-Stiftung in Reutlingen gegründet

1851 - 1917: Wilhelm Trübner, Maler (* Heidelberg)
1861 - 1942: Robert Bosch (* Albeck bei Ulm)
1886: Entwicklung des Autos durch C. Benz und G. Daimler
1888 - 1958: Ernst Heinkel, Flugzeugbauer (* Grunbach)
1895: Deutsche Schillergesellschaft in Marbach gegründet
1897: Caritas- Verband in Freiburg gegründet

.
20. Jhdt: Neuere Geschichte (2): Politik

1900 bis 1918: Zeit im Kaiserreich

1891 - 1918: Wilhelm II. König von Württemberg
1907 - 1918: Friedrich II. Großherzog von Baden  
1914 - 1918: Erster Weltkrieg ,bis zum Versailler Vertrag (1919)


1918 bis 1932: Republiken in der Weimarer Republik

 
Daten zum Deutschen Reich von 1918 - 1932
(Ausführlicher s. Artikel zur Weimarer Republik im Lexikon):

Ebert1918/1919: Revolution und Entstehung der Weimarer Republik

1919 - 1923: Krisenjahre der Weimarer Republik

1924 - 1929: Weimars beste Jahre ("Goldene Zwanziger")

[Bild (Marke BRD, 1971, mit einer BRM des Deutschen Reichs von 1928): 100. Geburtstag von Friedrich Ebert, SPD, Reichspräsident der Weimarer Republik von 1919 - 1925; Aufdruck "Dem Deutschen Volke"]

1929 - 1932: Weltwirtschaftskrise, Aushöhlung und Ende der Weimarer Republik

1918 ff: Reichs-Kanzler und -Minister aus Südwestdeutschland:
        Max von Baden, Matthias Erzberger, Friedrich Ebert,
        Wilhelm Groener, Otto Gessler;  Hermann Müller,
        Joseph Wirth, Hermann Dietrich, Konstantin Fehrenbach

Daten zu Südwestdeutschland von 1918 bis 1932:
(Ausführlicher s. Artikel zur Geschichte Württ. + Baden im Lexikon)

1918: Wilhelm II. König von Württemberg und Friedrich II.
         Großherzog von Baden verzichten auf den Thron;
         Ende der Monarchien

1919: Volksstaat und Republik Württemberg und Baden
1919: Neue Verfassungen und neue Regierungen in beiden Ländern
1919: Anton Geiß Staatspräsident in Baden

1920 ff: Baden zu großen Teilen entmilitarisiertes Gebiet oder
         von Frankreich besetztes Gebiet
1928 - 1933: Eugen Bolz Staatspräsident in Württemberg

.
20. Jhdt: Neuere Geschichte (2): Kultur


1869 - 1941: Hans Spemann, Zoologe (* Stuttgart, + Freiburg)
1872 - 1942: Richard Willstätter, Chemiker (* Karlsruhe)
1877 - 1962: Hermann Hesse, Dichter (* Calw)
1878 - 1955: Carl Hofer, Maler (* Karlsruhe)
1879 - 1955: Albert Einstein, Physiker (* Ulm)
1883 - 1970: Otto Warburg, Biochemiker (* Freiburg)
1888 - 1943: Oskar Schlemmer, Maler (* Stuttgart, + 
          Badenweiler)
1888 - 1964: E. Kretschmer, Psychiater (* Wüstenrot, + Tüb.)
1889 - 1955: Willi Baumeister, Maler (*, + Stuttgart)
1889 - 1976: Martin Heidegger, Philosoph (* Meßkirch, +
          Freiburg)
1895 - 1973: Max Horkheimer, Sozialphilosoph (* Stuttgart) 
1895 - 1998: Ernst Jünger, Schriftsteller (* Heidelberg, + 
           Wilflingen)

1900: Erster Start eines Zeppelin in Friedrichshafen
1900 - 1985: Hermann Reutter, Komponist + Pianist (*, + Stgt.)
1903 - 1958: R. Schneider, Dichter (* Baden-Baden, +
          Freibg.)
1906 ff: Adolf Hölzel, Prof. an der Kunstakademie Stuttgart
1909 - 1981: HAP Grieshaber, Graphiker (* Rot,+ Reutlingen)

1913 - 1937 und 1945 - 1948: Karl Jaspers Prof in Heidelberg
1914: Stuttgarter Hauptbahnhof gebaut (P. Bonatz)
1916 - 1928: Edmund Husserl Philosophie- Prof. in Freiburg
1919: Waldorfschulen in Stgt. von R. Steiner u.a. begründet

1920: Landerziehungsheim Salem gegründet (Kurt M. Hahn)
1924: Gründung des Süddeutschen Rundfunks in Stuttgart
1926: Weißenhof- Siedlung in Stuttgart gebaut (Gropius u.a.)
1926: Daimler- Benz- AG gegründet
1927 ff: Freiburger Schule der Nationalökonomie (W. Eucken)

1931: Porsche AG in Stuttgart gegründet (F. Porsche)
1929 - 1953: Theophil Wurm württ. Landesbischof in Stuttgart
1936 - 1969: Otto Dix, Maler, in Hemmenhofen am Bodensee

1933 - 1945: Herrschaft der Nationalsozialisten 
 
Daten zum Deutschen Reich von 1933 - 1939
(Ausführlicher s. Artikel zur Nazi-Herrschaft im Lexikon):

Hitler1933: Hitler Reichskanzler
am 30.Januar
 
1933. Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat; Ermächtigungsgesetz

1934: Gleichschaltungsgesetz; Verbot von Parteien und Verbänden


1935: "Nürnberger Gesetze" (Ausschaltung der Juden)


[Bild (Marke Deutsches Reich, Generalgouvernement, 1942): Adolf Hitler, Portrait auf einer Marke fürs "Generalgouvernement" Polen,  das Hitler nach Beginn des Krieges gegen Polen 1939 aus weiten Teilen Polens als Besetzungsgebiet gebildet hatte.]

1938: "Anschluss" Österreichs; Anschluss der Sudetendeutschen Gebiete; "Reichspogromnacht" am 9.11.38: Niederbrennung der
Synagogen
im ganzen Reich durch die Nationalsozialisten

1939: Errichtung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren;      Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt mit Geheimabkommen

 
Daten zum  Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945)
(Ausführlicher s. Artikel zur Zweiten Weltkrieg im Lexikon):

1939: Beginn des Krieges durch den deutschen Überfall auf Polen am 1.9.1939
1940/41:"Blitzkriege", Überfall auf Belgien, Niederlande, Frankreich
1940: Beginn der Ermordung der Juden u.a. Zivilisten in den eroberten Gebieten im Osten durch deutsche "Einsatzgruppen"
1941: Kriegserklärung an die Sowjetunion (September)  und an die USA (Dezember); Vielfrontenkrieg, Weltkrieg
1942/43: Schlacht bei Stalingrad (Kapitulation im Januar 1943, Sieg der Roten Armee); Wende des Krieges an der Ostfront
1944: Landung der Alliierten in der Normandie; Wende an der Westfront
1944ff: Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa
1945: 30. April 1945: Selbstmord Hitlers in Berlin
Kriegsende 19451945: 8. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation Deutschlands; Kriegsende

[Bild (Markenblock BRD, 1995): 50. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs 1945; Markenmotive: Zerstörung von Städten und Dörfern; Vertreibung und Verlust der Heimat]

1933 - 1945: Herrschaft der Nationalsozialisten in Südwestdeutschland

Daten zu Südwestdeutschland von 1933 bis 1939:
(Ausführlicher s. Artikel zur Geschichte Württemberg 4 im Lexikon)

1934: Aufhebung der Länder durch Reichsgesetz; Einsetzung von

         Reichsstatthaltern auch in Baden und Württemberg
         Wilhelm Murr (früher Gauleiter) wird Staatspräsident und
         Reichsstatthalter in Württemberg, R. Wagner in Baden


1933ff Errichtung von Konzentrationslagern in Württemberg +Baden

1938: Niederbrennung der Synagogen auch in Baden+Württemberg,

        "Reichskristallnacht" am 9.11.1938: allein in Württemberg    
        werden 40 Synagogen niedergebrannt und zerstört


1933ff: Verantwortungsträger im "3. Reich" aus dem Südwesten:
        Rudolf Höss; Konstantin Neurath; Albert Speer
        Fritz Todt; Hans Frank u.v.a.
 

 



Daten zu
Südwestdeutschland von 1939 bis 1945:
(Ausführlicher s. Artikel zur Geschichte Württemberg 4 im Lexikon
 
1939ff: Generäle im 2. Weltkrieg aus Südwestdeutschland, berühmte und berüchtigte: Erwin Rommel; Walter von Reichenau
1939: Beginn der "Euthanasie", Ermordung Behinderter:
Etwa
10.000 Menschen mit Behinderungen werden aus Einrichtungen geholt und im Schloss Grafeneck bei Münsingen getötet
1940: Beginn der Deportation von Juden aus Baden und Württemberg nach Gurs, Riga u.a. Konzentrationslager
1940 ff: Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Südwesten:
 Alfred Delp; Georg Elser; Eugen Gerstenmaier; Rupert Mayer;
 Hans und Inge Scholl; Hans Speidel; Gebr. Stauffenberg
1944 ff: Bombardierung Stuttgarts und vieler Großstädte auch im 
         Südwesten
1945: Einnahme Südwestdeutschlands durch französische und 
         amerikanische Truppen bis zum 30.4.1945; Kriegsende

Im 2. Weltkrieg sterben in/aus Baden, Württemberg und Hohenzollern 315.000 Menschen (das sind 5,7 % der Bevölkerung von 1939), darunter fast 40.000 Zivilpersonen durch den Luftkrieg u.a.

 


 

1945ff: Nachkriegszeit, Bundesländer, Bundesrepublik
(Ausführlicher s. Artikel im Lexikon zu Baden+Württ. ab 1945):

1945: französische und amerikanische Besatzung im Südwesten
1945: Land Württemberg-Baden (aus Nordwürtt.und Nordbaden)
1947: Land Württemberg-Hohenzollern und Land (Süd-)Baden

 
1949: Gründung der Bundesrepublik und der DDR

1949 f: Prominente Bundespolitiker aus Südwestdeutschland:
           Theodor Heuss, Carlo Schmid, Kurt-Georg Kiesinger,
           Richard von Weizsäcker
1949 ff: DDR- Politiker aus Südwestdeutschland:
           K.-H. Hoffmann, Edwin Hoernle, Heinrich Rau
1950: Charta der Dt. Heimatvertriebenen in Stuttgart veröffentlicht

1952: Bildung des Landes Baden-Württemberg (Details siehe dort)

1952 ff: Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg
         Reinhold Maier; Gebhard Müller; Kurt-Georg Kiesinger;
         Hans Filbinger; Lothar Späth; Erwin Teufel;
         Günter Oettinger; Stefan Mappus (seit 2010)

 
1989: Öffnung der innerdeutschen Grenzen; Deutsche Einheit

1945ff: Nachkriegszeit, Bundesländer, Bundesrepublik

1945: Evang. Hilfswerk in Stuttgart gegründet 
         (Eugen Gerstenmaier)
1949 - 1970: Erich Heckel, Maler, in Karlsruhe und 
         Hemmenhofen

Baumeister[Bild (Marke Brd, 1989): Bluxao I, Gemälde von Willi Baumeister, 1955]
 
 
 
 
 

1954: Fernsehturm in Stuttgart gebaut (Fritz Leonhard)
1957: Diakonisches Werk der EKD in Stuttgart (bis 2012 ?)
1984: Neue Staatsgalerie Stuttgart gebaut (J. Stirling u.a.)

zum Seitenanfang
zur Startseite (Übersicht)  Links zu den Lexikon- Buchstaben: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S Sch T U V W Z

© Manfred Ebener / E-Mail- Kontakt: m.ebener@z.zgs.de  / Lexikon Geschichte Baden-Württemberg: Zeittafel  / letzte Änderung: 10.2..2014

Free counter and web stats