E l v i s

 

Elvis

Elvis, the pelvis, in full action !

 

Elvis war bei uns auf dem Dorf schon immer "The King". Zwar hörte ich mit unserem Volksempfänger, der meist auf den Bayerischen Rundfunk eingestellt war, nicht viel von ihm, aber im Haus gab es einen etwas älteren Jungen, der schon einen Plattenspieler besaß. Da scholl des öfteren ein heißer Rhythmus aus den Lautsprechern, auch wenn meine Mutter dies, in voller Übereinstimmung mit den Nachbarn, als "Negermusik" bezeichnete.

 

Musik

 

Auch gehörten die Filme von Elvis zu meinem "Pflichtprogramm". Ich sah sie jeweils in der Sonntag-Nachmittags-Vorstellung (60 Pfennig Eintritt) in dem Wertheimer Kino "Arnold" am Marktplatz, das inzwischen in eine Gaststätte umgewandelt worden ist. Die sechs Kilometer von Reicholzheim her, legte ich immer mit dem Fahrrad zurück. Das war mein Zugang zur großen weiten Welt, zu einer Zeit, als wir noch keinen Fernseher hatten.

Trenner

 

Selbst heute noch höre ich regelmäßig Elvis. Allerdings kann ich mit den "richtigen" Elvis-Fans nicht mithalten. Ich bin einmal in eine Wohnung im Ruhrgebiet (Essen) gekommen, in der es ein eigenes Elvis-Gedächtnis-Zimmer gab. Das war fast schon Religionsersatz und was da in der Zimmermitte aufgebaut war, hatte direkt Ähnlichkeit mit einem Altar.

Trotzdem möchte ich nicht ausschließen, daß auch ich irgendwann mal noch in der Nähe von Memphis / Tennessee auftauche.

Meine Lieblingslieder sind u.a.: "Jailhouse Rock", "Devil in disguise" und "Return to sender".

 

Reinhard Horber

 

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