Mein Radiomann

von Kosmos

 

Radiomann - Schaltung

 

Meinen Radiomann - Kasten erhielt ich zu Weihnachten 1961 und schon bald erklangen unter dem Christbaum die ersten Töne aus meinem Kopfhörer, war das eine Aufregung ! Es handelte sich um den amerikanischen Sender AFN, der meines Wissens von der Kaserne am Flugplatz in Wertheim sendete und in Reicholzheim am klarsten zu empfangen war.

Links die Schwingkreis-Spule mit Rückkopplungsspule; oben ist die Germaniumdiode zu erkennen und in der gelben Fassung der Transistor. Was fehlt sind der Drehkondensator, Antennenanschluß und Erdung, ein Elektrolytkondensator (selbstgebaut im Tablettenröhrchen) und die 4,5 V - Batterie als Stromversorgung.

 

Schaltungen sind zufällig !

 

Radiomann - Teile

 

Auf diesem Brett ist rechts unten eine Röhrenfassung zu erkennen. Leider konnte ich mir keine Röhre ( EF 98 ) leisten, die als Ersatzteil immerhin 6,30 DM kostete, aber zum Glück konnte ich sie von meinem Freund Lehmkühler für einige Wochen ausleihen. Es handelte sich um eine Pentode, wobei als Anodenspannung üblicherweise drei 4,5 V Batterien in Reihe, also insgesamt 13,5 V genommen wurden. Diese hielten bei einem Anodenstrom von nur 3 mA ziemlich lange, aber der Heizstrom war mit 180 - 300 mA doch relativ hoch, so daß ich mein erstes Netzteil in einer hölzernen Zigarrenschachtel mit einem Selengleichrichter aufbaute.

Der Radiomann, spielte in meinem Leben eine relativ große Rolle (ohne ihn wären einige meiner Hobbies und meine jetzige Tätigkeit kaum denkbar). Seltsamerweise arbeitete ich dann später in Stuttgart längere Zeit nur ein paar Häuser von der Franckschen Verlagshandlung (Kosmos) entfernt, lernte auch noch Herrn Peter Schöne, einen der Mitarbeiter am Radiomann und anderen Kosmos - Experimentierkästen, als Clubkameraden im Computerverein AMMS kennen und besuchte ihn mehrfach in der Alexanderstraße.

 

Mehr als das hier Gezeigte ist von meinem Radiomann leider nicht übrig geblieben, aber immerhin.

 

Reinhard Horber

 

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