"In einem feinen Wiesentäle mit gutem Brunnenwasser durchflossen, unter einem Forrenschächle (Fichtenwäldchen) gelegen..." - So wird diese Kapelle in einem Bericht von 1659 beschrieben. Die Grenzen des ansehnlichen Grundbesitzes hatte man mit Grenzsteinen markiert, die mit der Pilgermuschel gekennzeichnet waren. Aber in dem Jahr 1659 war die Kapelle schon im Gefolge des 30-jährigen Krieges zerstört.
Der Rat der Stadt Villingen beschloss, die Kapelle nicht wieder aufzubauen. Ihr Vermögen ging an den Münsterfonds, die Steinplastik wurde in die Altstadtkirche (heute die Friedhofkirche im Stadtbezirk Villingen) verbracht.
Wo früher die Jakobskapelle stand, befand sich lange Zeit ein Brunnen als Viehtränke. Bei der Verlegung des Brunnens vor einigen Jahren waren im Zuge der Grabungen noch Deicheln (hölzerne Wasserrohre) zum Vorschein gekommen.
Die Wege der Pilger
Einige kamen vermutlich von Nordwesten, wanderten auf der "Langen Gaß" nach Nordstetten und trafen bei St. Jakob andere, die von Rottweil kamen. Von hier aus zogen sie nun anschließend weiter nach Süden oder überquerten den Schwarzwald in Richtung Südwesten.
Eine Initiative bemüht sich gerade die Kapelle wieder aufzubauen.
Unten: Pürschgerichtskarte von 1607, rechts unten steht die kleine Kirche neben einem Ziehbrunnen.
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