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Geschichtsverein Murrhardt |
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Ortsverband Murrhardt des Historischen Vereins
für Württembergisch Franken e.V. |
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Projekt
„Kleindenkmale und ihre Erfassung
im Murrhardter Raum“
Zum „Projekt Kleindenkmale“
in Baden-Württemberg
Seit November
2000 gibt es in Baden-Württemberg ein landesweites Projekt zur Erfassung von
Kleindenkmalen. Organisator dieser „Aktion Kleindenkmale“ ist das
Landesamt für Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Heimatbund,
dem Schwäbischen Albverein und dem Schwarzwaldverein. Darüber hinaus nehmen
auch verschiedene historische Vereine an diesem Projekt teil.
Ab dem Jahr 2001 wurde in verschiedenen Pilotkreisen damit begonnen, die
Kleindenkmale flächendeckend zu erfassen (Alb-Donau-Kreis, Enzkreis,
Ortenaukreis, die Landkreise Heidenheim, Ludwigsburg, Sigmaringen und
Tuttlingen sowie der Stadtkreis Baden-Baden).
Für diese
Pilotkreise wurde beim LAD eine Leitstelle eingerichtet.
Grundsätzlich
ist es erwünscht, auch in anderen Gemeinden und Landkreisen die Kleindenkmale
zu erfassen. Für diese Aktion stehen spezielle Erfassungsbögen zur Verfügung.
Die Broschüre
„Kleindenkmale in Baden-Württemberg. Anleitung zur Erfassung und
Dokumentation“ kann im Internet heruntergeladen werden:
http://www.landesdenkmalamt-bw.de/service/kleindenkmal-broschure.pdf
Die Situation in Murrhardt
Auf der
Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins Murrhardt und Umgebung am 7. April
2006 beschlossen die Anwesenden, die Kleindenkmale in der Gemarkung der Stadt
Murrhardt zu erfassen und zu dokumentieren.
Die
konstituierende Sitzung der Projektgruppe fand am 28. September 2006 statt.
In der
Projektgruppe arbeiten sowohl Mitglieder des Geschichtsvereins als auch
historisch interessierte Murrhardter mit.
Seitdem hat sich
die Gruppe der Aktiven mehrmals getroffen und die Ergebnisse besprochen.
Am 2. März 2007
fand ein Treffen mit dem Leiter des Lenkungsausschusses der landesweiten Aktion
Reinhard Wolf statt.
Am 14. Juni 2007
wurde eine Zwischenbilanz gezogen und die noch nicht dokumentierten Gebiete auf
die Mitarbeiter verteilt.
Erschwert wird
die Erfassung der Kleindenkmale durch die enorme Größe der Murrhardter Markung
und dem hohen Waldanteil: Insbesondere bei Grenzsteinen haben die Erfasser mit
einem Mengenproblem zu kämpfen (allein im Gebiet Riesberg sind mehr als 100
Grenzsteine zu dokumentieren).
Vorteile einer Erfassung der
Kleindenkmale im Murrhardter Raum
Durch die
Erfassung und Dokumentation der Kleindenkmale werden diese verstärkt ins
öffentliche Bewusstsein rücken. Dies kann zu einem besseren Schutz, einer
verstärkten Beachtung und der notwendigen Sicherung und Pflege führen. Der
Geschichtsverein Murrhardt und Umgebung liefert durch die Erfassung die
Grundlage für eine heimatkundliche und wissenschaftliche Bearbeitung der
Kleindenkmale. Durch die Weiterleitung der Daten an das Landesamt für
Denkmalpflege kann diese die Denkmaleigenschaft im Sinne des
Denkmalschutzgesetzes bewerten. Schließlich wird es je nach Qualität und
Quantität der Kleindenkmale möglich sein, auf Ortsebene weitere Projekte
durchzuführen (Führungen, Buchveröffentlichung, Lehrpfad)
Was war zu tun?
Die Objekte mussten
dokumentiert werden. Dazu wurden Erfassungsbögen ausgefüllt, Fotografien gemacht
und die ganze Materialmenge übersichtlich organisiert.
Als Schlussdatum
wurde der Juni 2008 vereinbart.
Die Ergebnisse werden am Freitag, 14. November 2008 der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Danach wird die
Dokumentation zur Weiterverarbeitung an das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg
übergeben.
Eine Kopie der
Dokumentation verbleibt beim Geschichtsverein als Grundlage für weitere
Forschungen vor Ort.
Arten von
Kleindenkmalen
Definition
a. Ortsfeste, freistehende, kleine, von Menschenhand
geschaffene Gebilde aus Stein, Metall oder Holz, die einem bestimmten Zweck
dienten.
Für die
Erfassung soll der Begriff „Kleindenkmal“ sehr weit ausgelegt
werden, so dass auch
b. Gelände- und Bodendenkmale und
c. unselbständige Teile größerer Objekte darunter fallen.
Beispielhafte Arten von Kleindenkmalen im
Zusammenhang
mit Wasserversorgung, Bewässerung und an
Gewässern
a.
Quellfassungen, Brunnen, Brunnentröge, Brunnenstuben
b. Kanäle zur
Wiesenwässerung, Weiher zum Flößen, Eisweiher
c.
Hochwassermarken, Erbauungsdaten an Brücken
mit Wald und Jagd
a.
Wegmarkierungssteine, Jagdgrenzsteine, Jagd-Gedenksteine, Distriktsteine
b. Tränken,
Pirschgänge, Salzlecken
mit Landwirtschaft und Weinbau
a.
Feldschützenhäuschen
b.
Ackerterrassen, Lesesteinhaufen, Felsenkeller, Trockenmauern, Wasserstaffeln
mit Transport und Verkehr
a.
Stundensteine, Kilometersteine, Wegweiser, steinerne Stege und Bogenbrücken,
Radabweiser
b. Hohlwege,
altes Straßenpflaster
mit Wirtschaft und Bergbau
b. kleine
Steinbrüche und Sandgruben, Silberstollen, Stolleneingänge
c. Hauswappen
mit Recht und Verwaltung sowie
Grenzzeichen
a.
Territoriumsgrenzsteine, Gemarkungsgrenzsteine, Ortstafeln, Sühnekreuze
c. Maßeinheiten
an Kirchen
mit Religion und Glaube
a. Feldkreuze,
Bildstöcke, Toten-Gedenkmale
b. Kreuzwege,
Soldatengräber, Privatfriedhöfe
c. Epitaphe
mit geschichtlichen Ereignissen und
Personen sowie Gedenksteine
a.
Kriegerdenkmale, Straßenbau-Gedenksteine, Gedenktafeln
b.
„Franzosenbuckel“
c. Gedenktafeln,
Hausmarken, Neidköpfe, Türsturze mit Inschrift
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