archiv___________ home___________links___________ tabu@z.zgs.de __________ twitter



Das Ende
der Gemeinsamkeiten

Sonntag, 28.02.99, Stuttgart

0840: Nein, das ist mir jetzt doch noch zu früh. Schmidt schnarcht auch noch an meinem Fußende.
1430: Im Büro. Das ist jetzt der dritte Sonntag in Folge.
1803: Schaufenster ansehen. Der Vollmond schleicht durch graue Wolken.
1940: Wieder zurück.
2009: Ich werde mich gleich in die Badewanne legen und das war's dann für heute. Wirklich.

So lebe ich
in meinem Zimmer
ein Wimpernschlag
ein Zeitkristall
ein Lied im Dunkeln
ein blasser Schimmer
ein schwacher Trost
kein Einzelfall.

So schlägt mein Herz
es schlägt in mir
Stunde um Stunde.

Es schlägt für sich
für Dich und mich
jede Sekunde.

Distelmeyer

Pro Familia

Samstag, 27.02.99, Stuttgart

1000: Markt, Metzger.
1023: Sindelfingen, IKEA, die Bücherregale, endlich.
1310: Wieder zurück, montieren bis die Finger glühen.
1521: Bücher sortieren ...
1650: Wohnungsputz. Was Du heute kannst besorgen ...
1950: Fauli kommt zu Besuch, zum Essen.
2000: Petra und das Fenchelgemüse und dann:

Old Nobody

Freitag, 26.02.99, Stuttgart

0720: Aha.
1103: Telefonat mit Petra wegen dem Court.
1310: Telefonat mit Ditmar in der Schweiz.
1500: Der Kurier-Fahrer ist da aber die Filme von der Repro sind nicht da.
1501: Ich bin ein Telefonhörer.
1645: Fax in die Schweiz nach Wädenswil. Habe fertig heute.
1700: Raus aus dem Stall. Hallo Frühling.
1728: Süddeutsche Zeitung, 2 Mark 20. Könnten Sie mir bitte jeden Freitag eine weglegen? Ja,
sicher, Sie müssen sie aber dann auch abholen. Klar, sonst würde ich ja nicht fragen...

1730: Old Noboby, die neue BLUMFELD.
1745: Bei Tom im Plattenladen, hey, orange-farbene Tüten haben hier Hausverbot. Mir doch egal.
Gib mir lieber die Donald Byrd und mach' mal die Addition.

1800: Cantina Toscana. Abendessen, Zeitungslektüre und das Magazin:

Meine Memoiren von Axel Hacke
der Weintip von Paula Bosch
Liebeserklärung: jedes Tier macht's anders.
"Ein ausgefahrenes Elefantenglied mißt 1,5 Meter,
die Hoden können bis zu zwei Kilo schwer werden."
Das Interview mit Benjamin Lebert.
"Das Leben handelt davon, es zu überstehen."
Die Portraitserie über die Fussballstadien.

1900: Katharinenstraße. Diana erzählt mir eine Geschichte und krault mir den Rücken während ich
ein Bier ums andere trinke. Ein angenehmer Zustand.

2322: Wieder zurück, kurz in die Blumfeld reinhören: Der Tag sucht am Horizont sein Ende.
0000: Licht aus.

Frustbeule & Badminton

Donnerstag, 25.02.99, Stuttgart

0827: Da.
1000: Telefonat mit dem Cretin in Paris. Es ist nicht zu glauben. So ein Arschloch.
1817: Weg.
1830: Die S-Bank weigert sich.
1920: Wieder zurück.
2109: Am Schreibtisch, das Cover für Ralf, die vergessenen Songs auf der 60er-Cassette
aufnehmen. Damit das morgen per Post rausgeht.

Irgendwie in einem Netz verstrickt, das sich ohne Wissen um einen geschlungen hat ...
Geometrie in der Schnelligkeit, Schnelligkeit in der Geometrie ... Zitate.
Ein kleines Filmchen im mpg-Format. Sehenswert. Vom richtigen Umgang mit Computern.

                                                         Movie (416 KB)

2245: Das mit dem 2. Tape laß ich jetzt bleiben, ich hab mich beim "Master" extrem lange
rumgequält, immer wieder von vorne angefangen, dann gemerkt, daß das doch so nicht geht und
... war heilfroh, als es fertig war, also für gut im Ohr befunden und jetzt: Will ich noch eine zweite
Cassette aufnehmen ... Quatsch.
Dabei fehlt kein wichtiger Song. Jam vielleicht. Spiritualized vielleicht. Nein.

2252: Das ist komisch, wie lange man an einem guten Tape herumfummelt. Hier und dies und das
und jetzt und wo. "Was sind Sie von Beruf?" "Wissen Sie, ich mache Tapes." Aha.

2259: Wo bin ich? So angefressen war ich schon ganz lange nicht mehr. Auch das kaputte "c" auf
der Tastatur nervt, das "s" gibt au h den Gei t auf. Morgen kaufe i h eine neue Ta tatur.

overpowered

Mittwoch, 24.02.99, Stuttgart

Wie das Cover,
so komme ich
mir heute vor.

guten Gedanken
überlassen

Dienstag, 23.02.99, Stuttgart

Familienausflug ins Cantina.
Sauwetter, naß und glitschig.
Hoch die Tassen.
Tom und Fauli. Party im Loft Ende März?
Ja, sicher, doch, ja, auf jeden Fall.
Renata und die Faulheit.
Fauli und die lustvolle Biederkeit der Dinge.
Ich eigentlich wollte ich gar nicht.

Lucky man
Ascenion Day.
Talk Talk.

Daheim, spät, der Morgen krallt sich deutlich fest. Widerlich, einerlei.

crisis?
what crisis?

Montag, 22.02.99, Stuttgart

0830: Ich spüre den heißen Atem der Druckerei in meinem Nacken.
1306: Sieger beim Tischkickern im Keller. Bringt das was? Ausser Eis-essen?
1522: eMail aus Saulgau na endlich, I'm deeply impressed ...
1745: Paris ruft an es gibt Probleme. pourquoi? merde ... Cretin!
1900: Brennerstraße, nein, ich habe das tape für Hannover zu machen. Ich zwinge mich.
2000: Manchmal muß man sich zwingen: und es ist etwas gelungen:

A:
blue nun
the move
wild motherfucker dub
bug powder dust
useless
cigarettes and alcohol
ascension day
ein hundebesitzer
free your mind
ausklang:
helter skelter
albert einstein

B:
schaffnerlos
hubert von goisern & die alpinkatzen
in der kinettn wo i schlof
a gulasch & a seidl bier
highway star ' 72 (live)
perfect strangers ' 84 (studio)
lucky man
guitar voodoo
waiting room
nie ist der alltag der figuren so beschaffen ... blumfeld

2358: Korrekturhören, obwohl das eigentlich alles OK ist. Trotzdem. Weil. Überhaupt.
0000: Alleine leben kotzt mich an.
Es ist fast überall der gleiche Mist.
Und ich habe Fehler gemacht.
Und ich weiß es.

0020: Licht aus.

What a day
for a daydream ...

Sonntag, 21.02.99, Stuttgart

0955: Lange genug geschlafen, nein, eigentlich wäre es jetzt Zeit für einen Winterschlaf bis Anfang
Mai, bei dem Wetter draussen vor der Türe sowieso.

1131: U-Bahn, die ZEIT vom Donnerstag.
1220: Hi Mac.
1222: Rechner an, los geht's, Sonntagsarbeit.
1745: Charlottenplatz, Junkies, Penner, Bierdosen mit Strohhalm, Weinflaschen mit
Drehverschluß. Deprimierend. Es regnet. Schnürlregen, wie in Salzburg.

1915: Der Untergang in M'Gladbach, 0:2, eine Wasserschlacht wie 1974 gegen Polen in Frankfurt.
Das die Schiedsrichter so einen Wasserkick überhaupt noch anpfeifen. Bonhof gibt kein Interview.

2000: Am tape für Ralf, nein, ich glaube, das wird heute nichts mehr.
2036: TABU, aber lustlos (liest sich wahrscheinlich auch so).

Im Tal der schönen Frauen.
WORTKINO, Verastraße 6
Er roch an seinem Handrücken:
Ihr Parfum war weg -
Sie hatten einander versprochen, keine Briefe zu schreiben, nie,
sie wollten keine Zukunft, das war ihr Schwur:
Keine Wiederholung
Keine Geschichte
Gantenbein.
Der Frisch regt mich auf.
Und zwar unangenehm.

You got the silver

Samstag, 20.02.99, Stuttgart

1230: Aufgestanden.
1320: Frühstück.
1410: Petra und Lutz.
1430: Kehrwoche.
1550: Briefkasten.
1600: Computer.
1820: Fussball.
1840: Mahlzeit.
2000: Tageschau.
2015: Kniffel.
2220: 17 und 4.
2300: Licht aus.

The song
I hate

Freitag, 19.02.99, Stuttgart

1600: Es taut und es ist auch nicht mehr so dunkel.
1615: Bei Tom im Schallplattenladen. Sich am Freitag belohnen - ablenken durch Shoping   ...

Was gibt's denn so?
Wat willste?
Weiss' nicht.
Wie, weiss'' nich' ?
So halt. Was gibt's denn ?

Made in Japan
ULTIMO TANGO A PARIGI colonna onora originale del film.
Songs in the key of live - Stevie Wonder, eine wunderschöne Platte. As, der Song. Lyrics incl.
It's not what you think it is!?!! - TEK 9
ERIC BURDON declares "WAR", die amerikanische Pressung.
Blabla ... was macht das? 110,
Wir sind die LETZTEN von 110, SPLIFF.
Zahlbar nächste Woche? OK.

1733: Cantina Toscana, die Süddeutsche und das Magazin von heute.
1800: Hardy, schwer gebeutelt. Ich geb' ihm seine CD und NEIN: Bitte kein Kunstgespräch.
1841: Nein, thanx, ich bin versorgt - ich mach' die Biege.
1945: Daheim, alle ausgeflogen, Ruhe, silence.
2000: Tagesschau.
2016: Die Platten spielen.

0254: 7 Stunden an TABU investiert, 5 Stunden den Schallplatten zugeneigt.
0259: A girl with a kick.
0300: Licht aus/an 0 und 1 nothing in between.

sereno è...

Donnerstag, 18.02.99, Stuttgart

1810: Die neuen Rechner kommen, sichern, Datensicherung, bookmarks und eMailadressen
kopieren, del:\C;D, OK raus ins Freie, in den naßkalten schwarzen Schneematsch.

1850: Tabak und Papier beim Zeitschriftenstand in meinem Supermarkt. Nein, die STZ haben wir
leider nicht mehr. Schade, den Artikel über das Bohnenviertel hätte ich jetzt gerne gelesen, in der
U-Bahn ist ja mitlesen völlig verpönt ich habe nur kurz das halbfette überfliegen können ... naja,
7 Mark 10 bitte, ja einen Groschen habe ich. Bitte. Danke.

1905: Es gibt Schwierigkeiten. Petra hat vor eine Stunde im Briefkasten ein Stück Papier
vorgefunden, in Erwartung von viel Post und Segen : sie fand ein Stück Haushaltspappe, harte
Grammatur, schäbig, ungefähr so groß wie eine CD. Und war sofort auf 180. Auf der dummen
Pappe stand in blauem Kugelschreiber-Gekrakel:

MACHEN SIE BITTE IN ZUKUNFT
IHRE KEHRWOCHEN PÜNKTLICHER.
ZUGÄNGE ZU DEN KELLERRÄUMEN
SOWIE TROCKENRÄUME GEHÖREN AUCH DAZU.
SIE WERDEN AUCH VON IHNEN GENUTZT.
BIS SPÄTESTENS 8.00 UHR MUSS SCHNEE GERÄUMT SEIN

1915: Der Familienrat tagt. Rundschreiben an alle, derartigen Unfug doch bitte zu unterlassen?
ODER: eine 150-PS starke Schnee-Räum-Maschine borgen und um 0700 am Samstagmorgen
lärmend den Hof vom Schnee befreien? ODER: Molotov-Coktails? Eine Böller-Aktion?
Petra hat um 1820 die Übeltäterin ausfindig und rund gemacht. Schade, dazu hätte ich heute Lust
gehabt. Ich habe heute morgen höchstpersöhnlich um 0730 übersichtliche Einflugschneisen von
der Haustür bis hin zu fast jedem Fahrzeug angelegt. Und mehr geht morgens einfach nicht. Und
wenn sich keiner im Haus die Schuhe anständig abklopft (natürlich Profilsohlen!) dann wäre es
auch nicht so Schneenaßschmutzig im Treppenhaus. Nein, um 1200 muß das Essen auf dem
Tisch stehen und der Hof muß asphaltgrau glänzen. Zustände sind das ...

2000: Tagesschau im Dritten.
2020: Hallo Zimmer, unaufgeräumtes.
2025: eMail, TABU startklar für heute machen.
2050: Das c muß ich immer überprüfen. Die Tastatur ist - glaube ich - totgehackt.
2021: c-Korrektur ab 1915.
2110: Hello nasty, die dritte Seite.
2126, ZEITmagazin, das Schmidt-Peymann-Interview:

"Herr Peymann, können Sie Harald Schmidt in 3 Sätzen Wien erklären?"
"Um Gottes Willen, Ich kann Ihnen die Stadt nicht erklären.
Am besten, wir gehen auf den Balkon, und ich zeige es Ihnen einfach."

Yepp. Das sind 3 Sätze, die Wien natürlich nicht erklären, aber irgendwie doch:
Er hat die Frage wirklich in 3 Sätzen beantwortet und er hat recht: Auf dem Balkon des
Burgtheaters zu stehen und ein Interview zu geben, daß ist natürlich große Klasse.

Schaffner und Schaffner ist zweierlei:
Man kann nur ein Schaffner oder auch ein Herr Schaffner sein.
Man kann Stationen ausrufen, bitte, danke sagen.
Man kann ein Knecht sein von den Fahrgästen oder den Wagon regieren.
Die Zeit ist vorbei. Das ist das Schaffnerlos.

                                                 TAUCHEN/AMBROS/PROKOPETZ

2210: DUAL. Was ist dualliteraturliberalisierung? Ein Aufsatz? Florian Dauner am Schlagzeug?
2215: Nichts. Alles. Wenig. Wenig. Waage. Gleichgewicht. Die ungesunde Mitte, das weder-noch.
2230: Notizen für DUAL, was mir so einfällt, in dual.doc, auch das ist dualism: doppelt. Notizen.
2319: Ich brauche mehr Zeit. Oder ich muß sie anders, konsequent, festlegen. Das will ich nicht.
Es wäre falsch.

No doubt

Mittwoch, 17.02.99, Stuttgart

2216: Kein Zweifel, heute war ein ganz beknackter Tag und das lag nicht daran, daß heute
Aschermittwoch war. Und auf eine HASS-Tirade habe ich jetzt keine Lust vielleicht wäre es
besser, vielleicht auch nicht. Deswegen heute nur drei Zeilen. Großartige Ausbeute!

Faschings-Nazis
Arschgeigen
Pappnasen

Dienstag, 16.02.99, Stuttgart

1405: Der Server ist unten.
1445: Sulz. Ich habe eigentlich keine Lust; ich bin auch gar nicht verkleidet. Nur rote kurze Haare.
1501: Schweine am Tisch. Kommen einfach rein, nehmen Platz und es isch guat so.
1550: Eine Kompanie von Faschings-Arschgeigen, die auch noch korrigiert werden, vom Wirt.
1720: Mit Schweinen, Katzen am Tisch. Gemalte indische Göttinnen, zum Spaß. GREAT.
Wir tanzen ungeschickt, slide away, naja. Wir bewegen uns, könnte man sagen.
Es könnte aber alles beser sein.

1730: Anja und ihre gepiercte Zunge und meine Frage wegen den Ringen aus Gold, wegen Wien. OK.
1950: Im Gewühle; no, ich will jetzt nicht mehr.
2111: Wieder zurück, es reicht, danke.
2138: Für what eigentlich ... FASCHING  ... ? Die kleine versteckte Sau mit dem Strumpfband
die dir eh die kalte Nase zeigt ? No.

Goethe
Musil
Bernhard
Koeppen
Ringelnatz
Kracht

Vielleicht, it would be nice to be with you ...

Slide away

Montag, 15.02.99, Stuttgart

Slide away - and give it all you've got
My today - fell in from the top
I dream of you - and all the things you say
I wonder where you are now?

Hold me down - all the world's asleep
I need you now - you've knocked me off my feet
I dream of you - we talk of growing old
But you said please don't !

Slide in baby - together we'll fly
I've tried praying - and I know just what you're saying to me

Now that you're mine
I'll find a way
Of chasing the sun
Let me be the one that shines with you
In the morning when you don't know what to do
Two of a kind
We'll find a way
To do what we've done

Let me be the one that shines with you
And we can slide away.

Slide away - and give it all you've got
My today - fell in from the top
I dream of you - and all the things you say
I wonder where you are now?

Slide in baby - together we'll fly
I've tried praying - and I know just what you're saying to me

Now that you're mine
I'll find a way
Of chasing the sun
Let me be the one that shines with you
In the morning when you don't know what to do
Two of a kind
We'll find a way
To do what we've done

Von der Kälte
in den Frost

Sonntag, 14.02.99, Stuttgart

1021: Hey, ich habe 12 Stunden am Stück geschlafen.
1100: Pfannenfrühstück, Speck, Eier, saure Schweinereien, Butterbrot und schwarzer Kaffee.
1257: Ab.
1340: Da.
1341: Rechner an, Kopierer, Drucker, Peacock. Los geht's
1400: Ditmar.
1430: Traumhaft, es klingelt kein Telefon, es herrscht eine wunderbare Ruhe ...
1820: Olgastraße, Abendessen, Schwabenstube. Viel, gemütlich, preiswert.
1950: Wieder zurück.
2015: TABU - den Nachtrag von gestern, an Wochenenden lasse ich es etwas schleifen ... zum
kleinen Nachteil der Authenzität - es ist nicht gelogen, nicht erfunden oder solcherlei, es ist nicht
"korrekte" ECHTZEIT, also der höchste aller Tagebuch-Vorsätze.
Beides funktioniert.
Werktags kann ich mir um 2105 z. B. einen kleinen Zettel abreissen und notieren:

                                                 (Was sagt die Uhr, bitte? Danke.)
                                "2105: Saufen, ficken, randalieren, sagt eine ganz junge hübsche Frau im Cantina."
                                    (So laut daß ich es höre und es ihr zur evtl. Korrektur nochmals vorlese.)

Dann wandert so ein Zettel in den Koffer und wird eigentlich sofort hier in TABU um 23-irgendwas
hineingeschrieben.
Natürlich, 2 Stunden-irgendwas zu spät aber trotzdem ECHTZEIT. Wie heute mittag.
Meine U-Bahn kam um 1257 eingefahren, wie im Fahrplan.
Der Nachtrag ist somit korrekt und richtig.

2202: Anruf von Ralf. Wenn er mich irgendwann von Tokio anrufen würde sollte es mich nicht
wundern; ich muß jedesmal fragen: Hey Mann, wo bist denn DU gerade? Wir sollten uns mal auf
halber Strecke treffen, Frankfurt oder so, zum Apfelweinrausch, der sich langsam genußvoll in die
Höhe schraubt, wie Kracht das mal beschrieben hat.

2241: Das mit den Tapes machen wir noch in diesem Monat. Cracker // Best-Of-Buy.

Es ist nichts zu loben,
nichts zu verdammen,
nichts anzuklagen.

Thomas Bernhard zum 10ten.

... das die anderen
aufhören
mit sich selbst zu reden ...

Samstag, 13.02.99, Stuttgart

1314: Einkauf bei Marktkauf. Langweilig.
1440: Zu Hause und immer noch langweilig. WAS IT LOS ? Zeitungen für's Altpapier sortieren
abheften in den Ordnern, auf den "Vielleicht-Stapel" oder gleich in die Papierkiste. Der
"Vielleicht-Stapel" ist der beste, vielleicht sogar der schönste Stapel. Papiere, die noch nicht
genau wissen, was mit ihnen passieren wird werden sie aufgehoben oder wirft man sie weg ...?

1555: Die abgesägten Bäume sehen ja wirklich scheußlich aus. Natur-Krüppel. Menschenhand.
Dann hätten die Gärtner gleich alles kurz und klein sägen können; aber so? So sieht's echt
scheiße aus. Warum sagt eigentlich da keiner einem Bescheid? Sägen die einfach die Äste ab ...

1620: Tine ruft an an ob wir mit ihr in eine Besenwirtschaft gehen, nein danke, ich muß morgen
arbeiten und habe keine Lust auf einen Kopfschmerzen-Sonntag ... nein, ich will nicht. Was mich
besonders an dem Telefonat ärgert ist der Umstimmungs-Moment - als ob ich nicht NEIN gesagt
hätte sondern VIELLEICHT. Immer muß ich erklären, kommt mir vor. Ich will JETZT nicht erklären
warum ICH JETZT nicht irgendwohin mitgehe. Ich sag das natürlich nicht so extrem zu ihr durch's
Telefon - aber es ärgert mich trotzdem, das ALLES JETZT: Weil Petra und Mama natürlich auch in
die Kerbe hauen: Jetzt komm', jetzt sei nicht so ... ICH will aber JETZT so sein und nicht anders.
Und dann sage ich (und will es eigentlich nicht sagen): Na gut, ich überleg's mir, und dann denke
ich, daß ich das nur höflich so dahingesagt habe, also im 100%igen Wissen, daß ich mir das
überhaupt nicht mehr überlege sondern daß ich es nur sage damit sie nicht sauer oder enttäuscht
ist oder so etwas. Dann gebe ich den Telefonhörer weiter.

1755: Petra und Mama wollen jetzt auf einmal auch nicht mehr, ok, dann eben wieder einmal ein
Spiele-Abend, diesmal futuristisch vor dem Bildschirm:

                                                       YOU DON'T KNOW
                                                           J A C K !

Früher war es Monopoly, Binokel, Kniffel und lange Canasta-Runden. Und heiße
Offiziers-Skat-Partien. - - - Beim Einkaufen, vorhin, hatte ich mein erstes Adventure-Spiel in den
Händen, Le Chuck, diese Piratengeschichte, Treebrush, oder wie der Held da hieß. Version I und II
in Vollversion, Version III als Demo. Das alles auf einer CD für 28,95. Vielleicht das nächste Mal,
ich kann mir nicht vorstellen, daß das jetzt außer mir jemand kaufen wird. Die Grafik ist veraltet,
es gibt keine großartigen Explosionen und die Waffen sind auch eher der bescheidenen Art. Selbst
Duke Nukem ist Kinderkram, für elfjährige. Ist das gut oder schlecht? Don't know. Meinen ersten
Rechner hatte ich mit 22 Jahren, einen 386er für 2.648,58 - heute kriegen Kiddys für 2000, eine
Space-Kiste hingestellt.

Die Vorgehensweisen unterscheiden sich.

2200.02: Gute Nacht.
2200.05: Wie? Am Samstag?
2200.07: Yepp.
2200.09: Gut Nacht.
2200.11: Gut Nacht.
2200.31: Bett. Buch. Aust, RAF.

"Entweder Schwein oder Mensch.
Entweder Problem oder Lösung.
Dazwischen gibt es nichts."
Holger Meins.

Warum lese ich das eigentlich? Weil ich den Gantenbein nicht ertrage? oder weil ich eine
deutsche Revolutionsgeschichte wieder lesen möchte? Was sind das überhaupt für Fragen ...

2218: Das Gemeinschaftgrab beim Waldfriedhof, der Super-8-Film von Kresnik im kleinen Haus bei
"Die Ermordung und Verfolgung des Jean Paul Marat, dargestellt von der Hospizgruppe zu
Chareton unter der Anleitung des Herrn Marquis de Sade" von Peter Weiss. Mit Ben Becker und
Yvonne Devrient. Beide habe ich dann unabhängig voneinander in späteren Tagen persönlich
kennengelernt. Den einen im unbekannten Tier, wir beide völlig breit, die andere im Cantina
Toscana, an Fasching. Zu beiden habe ich keinen Kontakt mehr, bei Becker denke ich: great,
einfach nur great und bei der Devrient, da komme ich nicht mit.

Oder Schmidt und die demokratischen RAF-Gespräche ... Mit Orginalen (!) Sammler.

2225: Licht aus.

...headstart for ...

Freitag, 12.02.99, Stuttgart

1600: Neue Software für den kleinen Bruder.
1800: Kleine saure Tapas.
2100: Wieder daheim.
2130: Anruf von Markus.
2200: Müde. Echt.
2300: Das Tape für Andor.
0100: Fertig.
0110: Licht aus. War wirklich ein Prima-Tag ...

Mein Name sei:
Gantenbein

Donnerstag, 11.02.99, Stuttgart

1915: Katharinenstraße.
2010: Gantenbein.
2053: Paul's Boutique. Schörlchen. Stehen.
2100: Petra.
2125: Switzerland. Sitzen. Schörlchen. Besser, weil bequemer.
Wir quatschen über uns, im hier und jetzt und LONDON.

2300: DJ-Quiz, what is it? Französischer Abend. Charlotte Gainsbourg. Aha.

JADIS,
ma vie était un festin ...

2342: Ein silbernes Automobil. Take care, it's Fasching.
2350: U-Bahn. Gantenbein.
0014: Zu Hause.

Der Abend war nett
wirklich nett
äußerst nett.

there she goes
again

Mittwoch, 10.02.99, Stuttgart

0710: Raus aus dem Bett, ab in den Schnee, in die klare Kälte.
0750: Zu der blöden Bäckerkuh geh ich jetzt nicht mehr, also nein, was die da morgens für eine
Schow abzieht, nein, das braucht echt kein Mensch.

0813: Der Beginn eines glücklichen Arbeitstages.

1420: Anruf bei Angelika, was ist jetzt mit heute und dem Poe-Band von mir, dem geborgten?
Nein, ich kann erst Montag, frühestens. OK. Terminnot. Ich glaub das alles irgendwie gar nicht.

1740: Ab dafür. Die Bahn fährt ein, ich habe zwei rote Ampeln vor mir. Entzückend.
1842: Wieder daheim. Hallo Konrad, hi Schmidt.

2010: Anruf bei Elvis, also, die Sache mit WIEN an Ostern ist so gut wie OK machen wir ein
verlängertes Wochenende, "einen Verlängerten, bitte" (auf wienerisch) Donnerstag oder Dienstag
oder gleich doch besser beide Tage? Oder, ist das jetzt überhaupt schon einen Gedanken wert ...
das ist ja erst in 8 Wochen, das WIEN ...

2055: Am TABU, ich kann eigentlich heute keinen Computer mehr sehen. Aber irgendwie geht's.
Was ist das jetzt: Routine, dumb, süchtig, willig oder selbstauferlegte Konsequenz? Von allem
etwas, vom letzten etwas mehr. Es gibt so unkonzentrierte Abende, da sitze ich in front of the
machine und versuche an die highlights, besser: an die Besonder- oder Eigenheiten des Tages zu
denken. Der Versuch, den Tag schriftlich zu fixieren, die Momente einzufrieren, zu konservieren,
zu bewahren. Und, ist das etwas bedeutsames, etwas wichtiges? Ich weiß nicht, wer alles
mitliest, ich mache mir darüber auch nur sehr wenige Gedanken, ich versuche, das TABU so
interessant, so lesbar wie möglich zu machen. a) for me & b) für die, die mitlesen & c) projekt.
Wobei a + b = projekt sich ambivalent zu b + a = projekt verhält und a² + b² = TABU ist, bzw.
wäre, oder vielleicht ... will nur sagen, daß mir manchmal sehr oft die Pre-Computer-Zeit fehlt ...
weil alles, wirklich fast alles, VIEL ZU SCHNELL geworden ist.

Platten hören und auf's Sofa biegen: Freedom Song & Spiritualized, aus den guten Madrid-Tagen,
damals im Sommer in der großen Stadt.

mein "c" federt, ich tipp 1 x auf die Taste, und: "cc". Logisch: ich habe die Tastatur jetzt, glaube
ich, vielleicht 4 oder 5 Jahre, und ich habe sie gebraucht, also angehackt, bekommen. No wonder.

2249: Morgens schnell drei-vier-fünf Sätze TABU, nein: ich denke, das macht keinen Sinn.
2315: Morgen mit Petra? Ich war schon lange nicht mehr im Switzerland, oben, am kleinen
Schloßplatz. Wäre das was ja, ich denke, das wäre was.

2320: Das wollte ich eigentlich schon vor Stunden machen, aber: egal. Feindaten:

Schallplattentagebuch hat folgende Struktur:

http://www.s-line.de/homepages/schallplattentagebuch/
Grafik: http://www.s-line.de/homepages/schallplattentagebuch/images/Las.jpg

Netsite: http://www.s-line.de/homepages/schallplattentagebuch/
Datei MIME Typ: text/html
Quelltext: Gegenwärtig im Festplatten-Cache
Lokale Cache-Datei: MU0TRL5K
Zuletzt bearbeitet am: Mittwoch, 10. Februar 1999 23:22:59 Ortszeit
Zuletzt bearbeitet am: Mittwoch, 10. Februar 1999 22:22:59 WEZ
Inhaltslänge: 4608
Verfällt am: Ohne Datum
Zeichensatz: Unbekannt
Sicherheit: Dies ist ein ungeschütztes Dokument: es ist nicht verschlüsselt und bietet keinen
Sicherheitsschutz.

2324: Nur so, zur technischen Information.

Would't it be good?

Dienstag, 09.02.99, Stuttgart

1745: Raus hier, mir tun die Augen weh von dem superfiesen Tabellensatz heute. Bäh ! Geh fort.
1815: Sulz, hier ist dein Druckfilm. Was, so schnell? Klar. Kurzes Pläuschchen mit Maren.
1910: Daheim, Kühlschranktür aufreissen und los gehts.
1920: KulturZeit in 3SAT.

MÜDIGKEIT
Das kann doch nicht sein.
Ist das Glück?
Nach Hause kommen
und furchtbar müde sein?

Would't it be good
to be in Paris?

Blue monday

Montag, 08.02.99, Stuttgart

Aktualisierung heute um 1300
Sorry.

Nachtrag leider erst heute abend ca. 2000
Nochmal sorry!

So, jetzt:

1845: Brennerstraße, die Korrekturen abholen. Papa.
1930: Katharinenstraße.
2200: Brennerstraße.
2300: Papa, Schmidt, Thomas, Maren.
2305: Chicago. Die Würfel provozieren, dann klappt das schon.
0020: Wieder zu Hause. Licht aus.

Der König ist tot
es lebe der König

Sonntag, 07.02.99, Stuttgart

1400: You don't know Jack, das ist ein extrem witziges Quiz-Spiel. Fast den ganzen Tag spiele
ich das jetzt, alleine, mit Petra.

1854: Der G-File von Andrea Parker, das ist etwas, das süchtig macht. Wie hat die das gemacht?
2055: Gantenbein, Bettlektüre, Schmidt.

Schlafbücher mußte es geben, von zähflüssigstem Stil, mit schwer zu kauenden Worten,
fingerlang, die sich am Ende in unverständliche Silbenklänge aufdrieseln, Konsonantennarreteien,
oder höchstens mal ein dunkler Vokal auf u - Bücher gegen Gedanken. Was soll ich nur tun?

ARNO SCHMIDT

You don't know Jack

Samstag, 06.02.99, Stuttgart

1310: Einkauf.
1415: Post von Andor.
1500: Zum Essen in Riedenberg.
1700: Software für den PC überspielen.

und
so
weiter
und
so
fort.

0000: Zuhause, Licht aus.

DJ-KICKS
K7- level

Freitag, 05.02.99, Stuttgart

1630: Cantina Toscana, die Korrekturen vorbeibringen. Preisgespräche. Draußen ist ein blizzard.
1645: Süddeutsche Zeitung, Streiflicht, Magazin, das Schröder-Portrait.
1730: Schmidt.
1840: Papa und Petra.
1900: Telefonat mit Petra, nein, ich bleibe heute zu Hause. Nächste Woche? OK.
1915: Goethe, Musil, Dual, mit Schmidt und Papa.
2210: In's Ex-Olympi, Krake mit scharfer Tomatensoße und Unmengen von Knoblauch. Und in der
Diskussion, heftige Angelegenheit.

0130: Daheim, breit, Licht an, der G-file von Andrea Parker.
0145: Licht aus.

Mittwoch,
einfach nur Mitwoch

Mittwoch, 03.02.99, Stuttgart

1815: Martina, und es ist schön, über die Vergangenheit zu reden, Vergleiche zu knüpfen, etc.
Trotz Anfangsschwierigkeiten nichts kann rundlaufen beim ersten Treff seit Oktober.
Wie heißen Sie nochmal ...?

2040: Sulz, das Manuskript, die Erklärung dazu usw. OK. Freitag/Samstag.
2110: Mit Tom noch kurz im 3 Mohren. Über Schallplatten.
2330: Daheim.
2340: Licht aus.

Sweet Dreams (Are Made Of This)

Sweet dreams are made of this
Who am I to disagree?
I travel the world
And the seven seas--
Everybody's looking for something.
Some of them want to use you
Some of them want to get used by you
Some of them want to abuse you
Some of them want to be abused.

(Hold your head up -- Keep your head up -- MOVIN' ON)

hasse sie alle
fast alle

Dienstag, 02.02.99, Stuttgart

1800: Herr Weller, Kartons, Volvo.
1820: Andrea Parker, DJ-Kicks, 28,90
1900: Mit Ditmar im Stüble, Salatteller 8,
2105: Cantina Toscana. Wir wollen gerade anfangen zu zocken, da kommt Werner, gibt mir einen
DUAL-Kassiber für unser DUALmagazine und würfelt natürlich mit. Und ich ziehe wieder einmal
meinen Kopf aus der Chicago-Schlinge.

2310: Licht aus.

Rote Haare
Ellis Kaut
Chilli - rot plus

Montag, 01.02.99, Stuttgart

0732: U-Bahn.
0733: Montag, neuer Tag, neue Woche und neuer Monat alles zugleich. Neue Haare (ich habe
geträumt, daß das so besser ausschaut und habe es dann einfach machen lassen). Gestern war
"blue moon", der zweite Vollmond innerhalb eines Monats. Sonnenfinsternis über Stuttgart? 11.8.
oder so.

Lektüre: Goetz, der Raver: KONTROLLIERT. Gefällt mir nicht, zu hart am Morgen, natürlich auch
zu anderen Tageszeiten (Nachts, vielleicht), eigentlich unlesbar; zu früh am Morgen und jetzt echt
zu fies. Koffer auf, Buchwechsel: CELEBRATION, das ist nett, hübsch, witzig, Goetz als
Rave-Zeit-Bericht-Erstatter, abge-raved, Texte vom Feiern, Sven Väth, dem Omen in Frankfurt,
Westbam, DJ-Phuture-Philosophie für's Goethe-Jahr aufge POP ed. OK, warum denn nicht.
Das CELEBRATION-Buch ist nichts und doch fast alles zugleich.

0818: Das Tagesgebolze.
1259: Mac und ich gewinnen das "doppelt-oder-Nichts"-Spiel und ziehen wieder einmal spektakulär
den Kopf aus der Tisch-Fussball-Schlinge. Handschlag, nein, wir geben uns die Hand.
Herrlich.
So schön kann Breitensport sein, hehe.

1814: Kalt und dunkel und sibirischer Schnee und ungemütlich.
1815: Zu Fuß zur Bank, dann Monatsmarke ziehen, DM 129, kostet das jetzt und jedes Jahr wird
der Preis konsequent weiter erhöht, wegen irgendeiner Vereinbarung.

1830.05: Der SSB-VVS-Automat erkennt meine Karte nicht.
1830.15: Encore une fois.
1830.20: DM 129,
1830.22: Die U-Bahn kommt.
1830.23: Beeilung bitte (wienerisch).
1830.26: Die Geldscheine verschwinden im Automat.
1830.40: Das Ticket wird gedruckt.
1830.44: Fällt in die Ausgabeklappe.
1830.48: Das Markstück kommt als letztes.
1830.51: Die Ampel ist rot. Keine Überquerung möglich, es wäre letal.
1831.12: Die U-Bahn fährt ohne mich.

1833: Die Linie 2 fährt ein. Ungewöhnlich. Ich drehe noch die Zigarette fertig, pack sie weg, steige
in die alte Straßenbahn, in den hinteren, in den schöneren Wagon und setze mich auf den freien
mittleren Dreiersitz, direkt neben dem alten gelben Stempelautomat. Merkwürdigerweise ist genau
dieser Platz immer einer meiner Lieblingsplätze gewesen. Eigenlich sind es 3 Lieblingsplätze:
Wo ich jetzt sitze, dann die ausklappbare SitzBank in der Mitte und der letzte Einzelsitzplatz in
Fahrtrichtung. Und dann fällt mir ein: > wenn du auf die Bahn oder den Bus warten mußt, steck dir
immer eine Zigarette an< und das stimmt auch manchmal wirklich. Man darf diesen "Zauber"
natürlich nicht überstrapazieren. Irgendso ein Jugendhaus-Typ hat mir das mal mit 16 oder so
erzählt. Das wäre nämlich der Trick schlechthin. Aha.

1835: StZ.
1840: Charlottenplatz. Im Februar auch eine extrem zugige Station. Dreckig kalt.
1845: Verbindungen funktionieren, auch ohne Zigarette, ganz erstaunlich. U5, heimwärts.
1846: Sonntag aktuell, p. 16, die letzte schwäbische Hinrichtung: 18. Februar 1949, in Tübingen.
Die Guillotine wurde vom Gerichtsgefängnis Rastatt in Kisten verpackt angeliefert.
Man unternahm eine Fallprobe.

"Richard Schuh, Ihr Leben ist verwirkt!
Gehen Sie mutig und gefaßt Ihren letzten schweren Gang mit dem Bewußtsein,
daß Sie nur dadurch Schuld sühnen und sich von Ihrer Todsünde reinigen können.
Gott sei Ihrer Seele gnädig!"

UND DANN:

"Scharfrichter, ich übergebe euch den Richard Schuh mit dem Befehl,
ihn dem Urteil gemäß zu richten vom Leben zum Tode."

PLUMPS

1908: Zu Hause.
1920: Brotzeit. Poltmäßig. Verfressen bin ich geworden.
1925: Mit Petra über den Tag, den heutigen, den alten und den kommenden day oder Tag.
"Gegen den Wind" läuft im Ersten - ohne Ton, absichtlich.

2000: Die Show des Tages, mit Eva Herman
2015: Die Zwei. Moore & Curtis.
2040: Telefonat mit Martina, übermorgen, so gegen 1815, ja, das machen wir. OK.
2115: Am tabu: wann, was, wo und wie.
2155: Das wir DUAL erst im Mai 99 anfangen --- ja, sinnvoll ist das schon, aber ...
Es ist immer ein ABER, nicht das ABER als AUSREDE, sondern der STOP in der Gehirnrinde:
MATERIAL sammeln, sonst wird es zu schnell und dann wird es zu lässig und dann passieren
Fehler im Sinne von zu-schnell-und-zu-sorglos-produziert.

FORMAT ist noch abzuklären.
Auch die Dienstreise nach Wien an Ostern.
Mai 99 - I believe in you.

"1984 fing ich an,
im METROPOL aufzulegen."

So ungefähr sollte ein ROMAN
 (Goethe-gesampled) 1999
beginnen.