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Walpurgisnacht

Freitag, 30.04.99, Stuttgart

0752: StZ, der Fussball-Artikel von Nina Klöckner. Das Länderspiel gegen Schottland. 0:1. Peinlich.
0817: Los geht's.
1530: Raus in den Sonnenschein.
1600: Hbf, Media Markt, die BEATBOXROCKER (ich glaube die höre ich solange bis sie mir zu den
Ohren raushängt...), 0499, die Fanta4.
1617: Second Hand Records, Signor Rossi, der der neuaufgelegte Soundtrack, das K7-Fach ist mal
wieder leer.
1638: Brennerstraße.
1722: Ditmar.
1822: Biergarten, Sonnenschein, Weißbier und Wurschtsalat. Und quatschen.
2201: Neben mir pinkelt ein Finne. Der hat so eine komische Kappe auf dem Kopf, mit geknoteten
Kordeln dran. Und jeder Knoten sei ein Jahr an seiner Universität. Aha. An seinem Tisch sitzt eine
ehemalige Kollegin von der TUHA - Hallihallo, wie geht's? Jaja. Und dann ist da noch so ein Drucker, der
einen Haufen Scheiße erzählt. Wir gehen dann wieder.

2233: Untere Königstraße: Zwei Girls haben eine Stüssy-Kappe auf den Boden gelegt, singen völlig
verkehrt und wollen so ein paar Märker ergattern. Ich kuck mir das eine Weile an weil ich daß gar nicht
glauben kann. Plötzlich ist der Ditmar weg, irgendwo vorgelaufen, was weiß ich, auf jeden Fall; er ist weg.

2245: Kurz nochmal in der Brennerstraße. Hallo Iris.
2300: Ich bin mal wieder im Basta und der Barkeeper ist unfähig mir den Drink so zu mixen, wie ich ihn
gerne haben möchte. Das kann ich an dem Laden echt nicht leiden. Hallo Iris.

0010: U-Bahn.
0025: Wieder zurück.
0026: CD's einlegen und auf's Sofa biegen. Schmidt kommt hinzu. Und so ist es gut.

TABU in Halbtrauer

Donnerstag, 29.04.99, Stuttgart

0750: Wollen Sie die Süddeutsche gleich mitnehmen? Heute? Wieso - heut' ist doch erst Donnerstag ...

HABEN MÖVEN MUNDGERUCH?
KRIEGEN SCHWEINE SONNENBRAND?
FURZEN TIGER?
SIND SCHNECKEN HINTERFOTZIG?

Das Magazin der SZ, Texte von Moritz von Uslar und Yorn Schmidt. Absolut klasse gemacht.
Das kann man natürlich das ZEITmagazin in den Papierkorb werfen.

0812: An Bord.
0813: eMail abrufen, WIEN, sehr schön, dann die dpa-Meldungen, TABU checken ob das alles so auch
richtig auf einem anderen Rechner kommt, Kaffee holen, a Wurschtsemmel zurechmachen ... Los geht's.

1305: eMail aus London von Kylee thanks for the pictures !!! they are fabulous .....
1535: Telefonat mit Elvis wegen nachher.
1711: OK.
1751: Wieder zurück.
1815: Elvis auf dem Roller - wie ein Mod. Highhighhigh. Hunger? Nö, danke.
1820: Petra's Korrekturen ...
1845: So, Geknipse mit der Mavica, aus allen Perspektiven, eine ganze Diskette, 19 jpg's.
1900: Photoshop, Bildbesprechung, Vorschläge und Ideen für den Sonntag, TABUs letzter Tag.
2025: Telefonat mit Petra.
2111: TABU: Wie wird das dann ab Montag? Ich weiß es nicht. Die täglichen TABU-Seiten verfassen ...
das hatte etwas von innerer, selbstauferlegter Konsequenz, ich war dann irgendwann auch im Tritt drin,
wie beim Fahrradfahren. Und das ganze abendliche Gefummel mit den Hyperlinks - abenteuerlich. Oder
die Plattencover: auch das war ein angenehmes Prozedere. Und natürlich der ein oder andere Tip, z. B.
die CASSIUS 1999 hätte ich jetzt bestimmt nicht, wenn die nicht als eMail mit Cover angekommen wäre.
Dann die Aufmunterungen an den Tagen, wo hier düstere Sachen standen; Dinge, die mich ultrabrutal
genervt haben - - - eine Mail am Morgen vertrieb da oftmals Kummer und Sorgen ... Danke ALLEN, die
hier mitgemacht haben. IHR habt auch einen großen Anteil an diesem DING hier.

2122: Vielleicht geht's ja weiter, nein, kann ja eigentlich gar nicht: es sei denn die STUTTGARTER
ZEITUNG gibt mir mehr TABU WEB SPACE:

6.558.905 Bytes
= 6,59 MegaByte
= 5 Disketten
= 234 Tage als *.htm
+ 185 Plattencovers als *.jpg und *.gif
+ 1 *.mpg und 1 *.wav

2135: Ich denke aber auch, daß irgendwann Schluß sein sollte. Hätte ich das am 030998 festgestellt, wie
viel das hier wird - ich hätte einen Klops in den Hals bekommen und die Sache fatzen lassen.
5 Kapitel (die ja eigentlich keine sind), jeweils 7 Wochen (wie kam ich eigentlich auf diese eigenartige
Einteilung?) und jeweils die 7 Wochentage. Und am Sonntag ist das ALLES schon vollgeschrieben.
Wie sagte mein Großvater: Wenn's am besten schmeckt soll man aufhören.

Seitenstrukturplan

Mittwoch, 28.04.99, Stuttgart

Heute war ein echter Crash-Tag.
Zuhause, geplättet.
Gedanken über TABU II
Vielleicht
Vielleicht auch nicht.
Unschlüssig.
Mir reichts erstmal.
Glaube ich.

Es gibt Einwände
unkündbares TABU

Dienstag, 27.04.99, Stuttgart

Es gibt Einwände wegen dem Ende hier:

Subject: wie die letzte woche?
Date: Tue, 27 Apr 1999 11:30:49 +0200
From: Patricia Seiler <Patricia.Seiler@dv-online.de>
To: snitzsche@privat.circular.de

du kannst doch jetzt nicht einfach aufhören! hey, das tabu ist mein
morgen-elexier! wer bringt mich denn jetzt morgens in die gänge? und
überhaupt, täglich will ich lesen, daß du die süddeutsche dings-bums
gekauft hast und das die metzgerei-fachverkäuferin aussieht wie die
wurst im kühlregal. verstehste täglichst auf´s täglichste!!!

also: against tabu-dying, yes i´m against it!!!!

von einer empörten leserin die unbekannt bleiben will!!!!
---
Subject: Forward
Date: Wed, 28 Apr 1999 08:12:09 +0200
From: Martina Rudolf <Martina.Rudolf@brokat.com>
To: snitzsche@privat.circular.de

Hi Stefan,
gibt es eine Chance, daß es weitergeht ? Mir würde mein Morgenritual
sehr fehlen, das im Büro schon morgens ein Highlight ist und einfach
dazugehört !!!
Laß von Dir hören, Gruß
Martina
--

Letzte Mail gehört eigentlich in TABU V 7.3 da ich aber erst heute update, nehme ich sie einfach mit
hinein.

Ach so, gestern:

1738: Raus.
1815: Katharienstraße, Abendessen.
2105: Brennerstraße. Beatrice was machst denn Du hier? Ja, ich bin der Durchlauferhitzer ...
2315: Polizeikontrolle. Warum? Wenn Sie nicht gut tun, kann ich Sie auch auf die Wache mitnehmen.
ICH: Lassen Sie mich in Ruhe und fangen Sie Verbrecher. ER: Überprüft natürlich alles noch langsamer.

0015: Wieder zurück.
0045: Licht aus.

Once upon a time
in the internet

Montag, 26.04.99, Stuttgart

1920: So, die letzte Woche hier ist angebrochen. Die digitalen Totenglöckchen für TABU summen bereits
auf der Festplatte, Neo-Romantik, Byte-Fetischismus ... wie immer das auch genannt werden will. Wie
war das denn mit den 35 Wochen (abzüglich 2 Wochen: Begonnen hat es an einem Donnerstag und die
Tage im Oktober/November) WIE war denn das? Klasse war es, es hat Spaß gemacht. Auch wenn es
einige finstere Einträge gab; aber, und das war die Kehrseite der TABU-Medaille: Es war auch manchmal
nervig, vorallem an Tagen, die so öde und fade wie ranziger Sirup waren oder mir derart vorgekommen
sind. Oder wenn sich alles wiederholt hat und in der Wiederholung wieder nichts bedeutet hat. Da saß ich
manchmal hier und wollte ... und sollte ... und konnte einfach nicht. Oder: Wie oft soll ich schreiben, daß
ich mir jeden Freitag die Süddeutsche Zeitung gekauft habe? Wann gehe ich mit solchen Wiederholungen
mir und den bekannten, teils unbekannten heimlichen Mitlesern auf die Nerven? Ich bin mit mir so
verblieben: Wenn es MICH bereits genervt hat, ich also das Gefühl hatte, das ist jetzt hier wirklich zu viel,
too much, dann habe ich den Satz wieder gestrichen, mit der back-Taste ins Niemandland gefeuert.
Dann: Am einigen Tagen gab es sehr intime Momente, Augenblicke größter Nacktheit und Verletzbarkeit.
Ich habe es vermieden, diese öffentlich niederzuschreiben. Das kann man als Fehler ankreiden, ich weiß.
EIn nicht unwesentlicher Störfaktor war die tägliche Arbeit: Erstens kommt sie in TABU so gut wie nie vor
und zweitens war ich somit erst ab 1800, 1900 einsatzbereit. In TABUs Anfangstagen habe ich
stichwortartig ein paar Notizen gemacht, dieses aber dann verworfen, weil es mir lächerlich vorkam. Am
Schönsten aber war TABU spätabends, wenn ich weit nach Mitternacht nach einem rundrum gelungenen
Abend wieder hier und somit auch sekündlich im Zwiespalt war: Noch eine Stunde weniger Schlaf, dafür
aber - gedankenfrisch - den Tag notieren ...? Letzteres hat fast immer die Oberhand gewonnen, dafür war
der nächste Tag dann nicht so dolle - dafür stand aber der Text drin, im Netz.

1952: Was aber wirklich GREAT war (und dafür fällt mir jetzt wirklich kein deutsches Wort ein):
Das Mitlesen, die elektronische Morgenlektüre, zwischen Kaffee-kochen und arbeitswillig werden.
Die diversen eMail-Eingänge, auch viel von Unbekannt. Das hat Laune gemacht. Das waren auch extreme
Glücksmomente.

2020: Das ist dieses DUALE bei Projekten: der Prozeß, das Tun und Basteln, das Hin und Her das
nervt, macht zugleich Spaß, gibt einem Erfolgserlebnisse, macht Sinn usw. Wenn ein Projekt dann fertig
ist kommt ersteinmal Leere auf, wieso weiß ich nicht. So geht es mir jedenfalls.

2034: Telefonat mit Elvis. Das Abschlußbild für Sonntag am Donnerstag. OK? OK!

Wir sind die letzten von hundertzehn:

Wolke: Hamburg
Monique: verschollen
Jonathan: Dublin
Christina: Saarbrücken
Paul: Paris (letzer Stand)
Clemens: verschollen
Tamara: Graz
Carolin: geschieden und erkrankt
Nicole: verschollen
Fletcher Christian: Hochsee?
Coco: immer noch in Heidelberg?
Olaf: Bodensee
Schröder: verschollen
Svet: verschollen
Julia: München
Graeter: Stuttgart
Rauser: verschollen
Sammy: verschollen
Rüdiger: verschollen
Jani: Hamburg
Andor: Studium
Haugi: verkauft Jachten
Florian: RTL, Formel 1, Fussball
Ralf: Hannover
Fee: verludert
Fastus: Stockach
Sackwatz: Budapest (letzter Stand)
Wolfgang: verschollen
Cornelius: Berlin
Eva: Saulgau
Bettina: Wien
Shampoo: verschollen
Holgi: verschollen

ONCE UPON A TIME ...
ES WAR EINMAL ...

Die letzte Woche

Sonntag, 25.04.99, Stuttgart

HEUTE RUHETAG.

lazy day II

Samstag, 24.04.99, Stuttgart

1113: Wie kann man nur so verschlafen sein ...?
1203: Am Schreibtisch, I'm gonna look out.
1505: Petra und Matthias.
1510: Im Einkaufscenter.
1920: Dickes Essen mit der Family - lange, ausgiebig.

I'm only sleeping

Freitag, 23.04.99, Stuttgart

0732: Die U-Bahn-Fahrt heute nur mit Walkman.
0813: Los geht's.
0900: Der große Papiercontainer.
1245: Ein großes Geburtstagessen.
1600: Zuhause.
1615: Auf's Sofa biegen, ich bin hundemüde.
2231: Anruf von Alex.
2320: Vor dem Computer.
0101: Licht aus.

Die Wut der späten Jahre

Donnerstag, 22.04.99, Stuttgart

0817: Da.
0820: Drin.
1717: Draußen.
1810: Daheim.

1839: Im Einkaufscenter, oben im Monitor sehe ich mich hereinschluffen.
1845: Katzenfutter, diverses. Kassa.
1900: Schmidt.
1914: Ein goldenes Sonnenlicht flutet die Zimmer. Durch die Fenster, fast wie im September.
1930: 76 Bilder durch's Photoshop jagen. Die Wienzeilen im Netz.
2045: Hallo Isabel, ich schick jetzt 1,4 MB über die Leitung, wenn was ist soll er mich zurückrufen. OK.
2115: eMail nach Wien. Nach 76 Bildern habe ich plötzlich Herzkammerflimmern weil ich das ja jetzt
wieder alles vor mir sehe ...

2157: Was hat der Jancker da gestern noch gesagt?
"Da hat der Mario das Ding in die linke Eck gewichst .. das Finale ist ein so geiles Gefühl ..."

Wenn die Realität deine Phantasie zu behindern droht,
dann fühlst du dich zum erstenmal sterblich
und du bemerkst plötzlich, daß das Leben nicht nur ein Spaß ist.

DAMON ALBARN - blur

It's gonna take a lotta love
To make things work out right

NEIL YOUNG

Champions-League

Mittwoch, 21.04.99, Stuttgart

Ein 1:0, das genügt.
Günter Jauch und seine Spock-Ohren.
Beckenbauer und die Mordgedanken wegen Zickler.
Carsten Jancker, was dachten Sie bei Ihrem Fallrückzieher ?
Und Pausen und Trailer und und und.

1:0
2:0
2:1
2:2
2:3, das ist die Entscheidung in der 84. Minute.

Manchester United und der FC Bayern München:
das ist das Endspiel in Barcelona im Mai.

Manchester, so much to answer for.

0023: Feierabend, Licht aus.

down and out

Dienstag, 20.04.99, Stuttgart

0922: Zu spät. Zu früh zum gehen.
1014: Österreichischer Telefonterror.
1037: Hilfe-eMail an Petra.
1226: Der sonnendurchflutete Park und eine eiskalte Coca Cola.
1507: Es gibt Tage, die NIE enden wollen ...
1712: Ich gehe jetzt. JETZT.
1830: Wieder zurück.
1900: Petra.
2347: Licht aus. Scheißtag.

my back pages # 1

Montag, 19.04.99, Stuttgart

1733: Bei Tom im Plattenladen. Renata. Der kleine bebrillte Landschaftgärtner in der grünen Kutte (mit
Klettverschluß). Der Italiener, der Maxis von Dan Hartman sucht. Und wie war das beim "Hans-im-Glück"?
Plattenauflegen - dieser "Vinyl-Faschismus" (im positiven Sinn - wenn das überhaupt geht) also Platten
auflegen und die Menschen fangen an sich zu verrenken - nach den Klängen, die man auflegt.

I'm a beatboxrocker
and your dancing to MY beat

Ich: "Wo legst Du das nächste mal auf ?"
Er: "In Lourdes"

1815: Brennerstraße. Cynthia, Muli und das ungemailte Cover ("Hab' ich doch ..." - "Hast Du nicht!")
1838: Petra. http-Zeug. Renata, über Tanz und über ein Leben als Aktmodell und die Deutsche Bank.
1941: Matthias.
2019: Rudolf und die Buchbesprechung am 170599. Wo? Wie? Was? Bei mir, Faserland, ruf mich an,
damit ich genügend Sitzgelegenheiten anbieten kann. OK.

2029: Die beiden Artikel über BLUR.
2205: Mit Herrn Dr. Schneider und diesem Serben dem zu Deutschland nur das Wort Nazi einfällt.
Ziemlich klasse, solche Leute.

2206: Das Zitat von Karl Kraus.
2218: Schmidt und Thomas.
2300: Iris.
2330: Olgaeck, Limelight, die menschlichen Reste eines Punk-Konzerts.
2345: U-Bahn.
0005: Wieder daheim.
0009: Feierabend: Licht aus.

All my hangin' around

Sonntag, 18.04.99, Stuttgart

1247: Wieder viel zu lange im Bett, mit Schmidt zu Füßen. Vielleicht kommt die Müdigkeit ja von der Katze ...
1302: Pfannenfrühstück.
1402: Der König Ludwig Film - goldrichtig jetzt.
1600: Anruf in Wien, da läuft mal wieder nur das Tonband.
1623: Am TABU, die Nachträge, Freitag und gestern.
1722: Der Regen, das diesige Wetter, Zeitungen ...
2015: Tatort.
2018: Mission impossible.
2220: Christiansen.
2322: Der Kommissar: "Rehbein, notieren Sie bitte."

April skies

Samstag, 17.04.99, Stuttgart

1324: Guten Morgen.
1401: Ich glaub, ich nehm' heut frei.
1523: Kiki on the phone.
1533: Petra und Matthias, Würstel mit sauren Schweinereien - kleines Nachfeiern, gemütlich, ruhig.
Und auf einmal ist es:

1830: Was macht ihr denn noch? Nix großes. Ich auch nicht.
1845: TV. Ein Blick in die Stadien.
2015: Asterix der Gallier. Zapping. Im Sofa liegend, wie ein moderner Römer. Naja.
0001: Licht aus.

Songs in the key of life

Freitag, 16.04.99, Stuttgart

0802: Hey Wecker warum schweigst Du? Weswegen schenk ich Dir kein Gehör? Lyrik am Morgen.
0815: Ich komme heute etwas später.
0950: Kurz TABU auf's Netz transferieren.
1050: Petra's 28. aber ich erwisch sie nicht am Telefon.
1118: Ich möche Bestandteil eines funktionierenden Systems sein.
Eines Systems, daß keine Grenzen kennt.

1124: Heute klappt irgendwie nix ich glaube nicht, daß das unbedingt mit gestern zu tun hat.
Die Leute am Telefon kommen mir heute supergenervt vor und ich denke, daß sie es auch wirklich sind -
also keine Einbildung meinerseits.

1206: Online schreibend den Tag verbringen das wäre etwas sinnvolles.
1330: Tischfussball. Ruhm- und siegreich. Der etwas andere Beriebssport.
1534: Die Süddeutsche bitte. Und schönes Wochenende. Ebenfalls.
1554: Beim Pischel, ich suche etwas, will etwas haben ...

Jazz seen
William Claxton
TASCHEN
Der superwunderschöne Bildband.

1624: Und im Vorbeigehen: Die 100 Wörter des Jahrhunderts.
1734: In der gelben Sardinenbüchse, Mensch an Mensch gezwängt,  jeder erduldet es und erträgt es
mit Fassung.

1755: Der Himmel: grau-verhangen und böse.
1805: Huhu, ALLES GUTE zum Geburtstag.
1820: Den turntable aufbauen, Zweit-Boxen aus dem Keller, Kabelsalat.
1900: HAUS-PARTY.
1920: Drehe schwarzes Vinyl hin und her ...
2000:
2100:
2200:
2300:
0000:
0100:
0200: OK. Licht aus.

Ein duales Treffen
Part III

Donnerstag, 15.04.99, Stuttgart

1714: Regen.
1734: CD-Rohlinge, Geschenk besorgen, ein hot dog im Stehen ... Scheißwetter.
1744: Lerche, ein Liebespaar sieht versonnen auf einen Fernsehschirm, da läuft gerade dieses "As" von
Stevie Wonder in der Coverversion von George Michael. Sie hat 200 gr. Make-up im gebräunten
Solariumgesicht, er trägt schwarze Cowboystiefel und sie hat ihre Hand in seiner Hosentasche hinten.
Ein göttliches Bild.

2000: Lehenstraße, Treffen mit meinem online-Mann von der Stuttgarter Zeitung. Ein wirklich angenehmer
Zeitgenosse, Joachim, Joe sieht ein bißchen wie Distelmeyer aus, naja, nicht ganz, ein wenig eben.
Wir klopfen uns erstmal ab aber eigentlich ist das alles völlig unkompliziert. Ich hab auch schon leicht
einen sitzen. SOUND-Gespräche, neue Hörspiele fürs Internet und und und.

2231: Olgastraße, ein junges Girl steigt aus einem BMW mit WN-Autokennzeichen und rückt sich die
Klamotten zurecht.

2233: Brennerstraße, Cantina, mit Schmidt, Thomas, Fee und Iris.
Wo ist Albert? Der ist sauer auf Dich. Aha.

2315: Mit Schmidt in einem wichtigen Gespräch beim Lolo, beim Spanier weiter oberhalb.
Nebendran sitzt der Pischl mit dem Diehl - auch ganz wichtig.

0031: Take the last train home.
0114: Nein, der Rechner bleibt aus, TABU mache ich morgen früh vom Büro aus.

Mit freundlichen Grüßen

Mittwoch, 14.04.99, Stuttgart

ARD, ZDF, C&A
BRD, DDR und USA
BSE, HIV und DRK
GbR, GmbH - ihr könnt mich mal
THX, VHS und FSK
RAF, LSD und FKK
DVU, AKW und KKK
RHP, USW, LMAA
PLZ, UPS und DPD
BMX, BPM und XTC
EMI, CBS und BMG
ADAC, DLRG - ojemine
EKZ, RTL und DFB
ABS, TÜV und BMW
KMH, ICE und Eschede
PVC, FCKW - is nich OK

HNO, EKG und AOK
LBS, WKD und IHK
UKW, NDW und Hubert K
BTM, BKA, hahaha
LTU, TNT und IRA
NTV, THW und DPA
H+M, BSB und FDH
SOS, 110 - tatütata
SED, FDJ und KDW
FAZ, BWL und FDP
EDV, IBM und WWW
HSV, VFB, oleole
ABC, DAF und OMD
TM3, A+O und AEG
TUI, UVA und UVB
THC in OCB is was ich dreh

MfG - mit freundlichen Grüßen
die Welt liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf
wir gehen drauf für ein Leben voller Schall und Rauch
bevor wir fallen, fallen wir lieber auf

nix spezielles

Dienstag, 13.04.99, Stuttgart

Der Tag im Büro.
Der Tabellensatz.
Tischfussball.
eMail aus Wien von Wiesi.
Bei meinem kleinen Bruder.
Quark.
Tischgespräche mit Jazz-Musik.
In der alten Straßenbahn Linie 15.
Vorbei an der Schule.
Zu Hause.
Licht aus.

(hot) gay bikers on acid
phase one

Montag, 12.04.99, Stuttgart

1714: Raus hier.
1740: Mit Ditmar in Echterdingen, zuerst im BIKE-SHOP, dann im DUCATI-SHOP Schweineteile auf
zwei Rädern, ultrabrutal.

1825: Was machts'n jetzt? Weiß nicht. Essen wir was? Ja, gute Idee, wir essen jetzt was.
1842: Marktkauf, 2 halbe Goldbroiler, zwei Semmeln und: ab zu mir.
1901: Elvis ruft an. Wir sind jetzt kurzfristig Nachbarn, wir haben Katzendienst. Wie sieht's aus, kommst
Du noch auf einen Sprung vorbei? Ich überleg's mir. OK.

2019: Manosquer Straße 41, Hallihallo.
2021: Spielen, ich will spielen.
2031: Wir spielen das MAD-Spiel. Und tauschen hundertmal die Plätze, Geld und müßen die
merkwürdigsten Dinge veranstalten. Nebenbei läuft Kosovo-freies TV: VIVA, MTV.

2214: Die TITANIC-Geschichte über den Herrn Döring. Unglaublich.
2227: Salut, bis Mittwoch oder so und Isabel sagt noch zu mir: Grüß mir den Robbie. Robbie? Ist das
der, der die BOND-Platten kaufen will? Ja genau der isses. Ja gut mach' ich.

2230: Rohrer Straße, einer der Straßen meiner Jugend; es nieselt ein wenig und alles sieht immer noch
fast genauso aus wie vor 15 Jahren.

2245: Wieder zurück.
2258: Die verrückte CHEMICAL BROTHERS.
2259: Am TABU. Aber doch unkonzentriert, nein, nicht ganz, aber nicht so, wie es sein sollte.
2300: Parallel erleben und beschreiben in Echtzeit. Vorsätze, absurde.
2332: Immer noch unruhiges Auf und Ab.

The Stroke // ich dachte vorhin, ich hab das auf einem völlig abgefummelten BASF-Tape von 1981 oder
so, ich habe dann zu suchen angefangen, in einem Cassetten-Meer, mit unglaublichen Covers (selfmade),
aber nein, das sind jetzt zuviele (und im Keller liegt, glaube ich, auch noch ein ganzer Karton alter Ware).

2339: Licht aus.

Helden zeugen

Sonntag, 11.04.99, Stuttgart

HEUTE RUHETAG

...du denkst 50.000 Gedanken,
jeden Tag ...

Samstag, 10.04.99, Stuttgart

1123: Petra kommt aus München bzw. aus Italien zurück, vollbepackt. I was shopping. Yepp.
1230: Ein richtig langes und gutes Frühstück mit ALLEM, was man dazu braucht.
1400: Am Schreibtisch.
1438: Telefonat mit Elvis. Bist Du angefressen? Nein, ich war nur mies gelaunt.
Und dann wegen dem "hurt me", weil ich das dann doch ganz gerne haben möchte.
OK, ich kümmere mich darum, ich fahr' aber erst in die Schweiz. OK, wir telefonieren nächste Woche.

1525: Kehrwoche, ein leidiges Thema. Aber bei dem schönen Wetter ist das halb so nervig.

Auf eine Anfrage:
Die 10 ersten Lieblings-Sätze:

Zwei Gebirgsketten ziehen sich in etwas nordsüdlicher Richtung durch die Republik, und dazwischen
breitet sich eine Anzahl von Tälern und Hochplateaus aus. Oberhalb eines solchen Tales, das von zwei
Vulkanen beherrscht wird, liegt 1600 Meter über dem Meeresspiegel die Stadt Quauhnahuac. Sie ist ein
Stück südlich des nördlichen Wendekreises gelegen, also ungefähr auf gleicher Höhe wie westlich davon
die Revillagigedo-Inseln im Stillen Ozean oder sehr viel weiter westlich die südlichste Spitze von Hawaii
oder auch wie im Osten die Hafenstadt Tzucox an der atlantischen Küste von Yucatan nahe der Grenze
von Britisch-Honduras oder sehr viel weiter östlich die indische Stadt Juggernaut im Golf von Bengalen.

Under the volcano MALCOLM LOWRY
Im Frühling 1926 kündigte ich meine Stellung auf. Die ersten Tage nach einer solchen Entscheidung
ähneln der Entlassung aus dem Hospital nach langer Krankheit. Man lernt langsam wieder gehen, hebt
langsam und verwundert den Kopf.
Theophilius North THORNTON WILDER
Trotz wohlbegründeter Zweifel, ob es ratsam sei, jene Rasse zu erhalten, die Gottes Einverständnis und
der Menschen Mißbilligung erfährt, gebar im Frühjahr 1880, im Alter von fünfundvierzig Jahren, Hedwig
Volkbein, eine Wienerin von großer Kraft und soldatischer Schönheit hingestreckt unter Pfosten eines
Himmelbetts von üppig theatralischen Karmin, hinter Behängen, auf denen Habsburgs gegabelte
Schwingen prangten, unter Federdecken, deren Atlashülle in reichem indes erblindetem Goldfaden das
Volkbeinische Wappen schmückte , ihr einziges Kind: einen Sohn; sieben Tage nach der vom Arzt
vorausgesagten Stunde.
Auf diesem Schlachtfeld nun, dröhnend im Getrappel morgendlicher Pferdehufe von der Straße drunten,
wandte sie sich um: mit der großartigen Geste eines Fahnen salutierenden Generals nannte sie ihn Felix,
stieß ihn von sich und verschied.
Nightwood DJUNA BARNES
Ein einfacher junger Mensch reiste im Hochsommer von Hamburg, seiner Vaterstadt, nach Davos-Platz
im Graubündischen. Er fuhr auf Besuch für drei Wochen.
Der Zauberberg THOMAS MANN
Sie hießen in manchen Urkunden delle Catene und in anderen Herren von Ketten; sie waren aus dem
Norden gekommen und hatten vor der Schwelle des Südens halt gemacht; sie gebrauchten ihre deutsche
oder welsche Zugehörigkeit, wie es der Vorteil gebot, und fühlten sich nirgens hingehören als zu sich.
Drei Frauen: Die Portugiesin ROBERT MUSIL
Ich teile mit, daß ich eines schönen Vormittags, ich weiß nicht mehr genau um wieviel Uhr, da mich die
Lust, einen Spaziergang zu machen, ankam, den Hut auf den Kopf setzte, das Schreib- oder Geister-
zimmer verließ, die Treppe hinunterlief, um auf die Straße zu eilen. Beifügen könnte ich, daß mir im
Treppenhaus eine Frau begegnete, die wie eine Spanierin, Peruanerin oder Kreolin aussah. Sie trug
etwelche bleiche, welke Majestät zur Schau. Ich muß mir jedoch auf das strengste verbieten, mich auch
nur zwei Sekunden lang bei dieser Brasianerin oder was sie sonst sein mochte, aufzuhalten; denn ich
darf weder Raum noch Zeit verschwenden.
Der Spaziergang ROBERT WALSER
Blaßgrünes Gesicht, mit schwarzer Mundschleife locker zugebunden so sah es wenigstens bei
Mondlicht aus, morgens um fünf. Ich hatte wieder nicht schlafen können, und war ans Fenster getreten :
rechtwinklig dazu, in ihrem Erker, stand die Nachbarin, Kriegerwitwe; wir hatten noch nicht miteinander
gesprochen. [...] Ich öffnete mein Fenster; auch ihre Hand begann gemessen vor sich zu nesteln, und wir
schoben uns jeder in seine Öffnung : war sie auch herzkrank? (Ich war zwar erst neu eingezogen; aber
ich bin dann bei solchen Gelegenheiten sehr direkt warum auch nicht? Das Leben ist ja so kurz !).
"Wir können beide nicht schlafen." stellte ich also pyjamaleis fest (und grammatisch-raffiniert :
Wir ! Beide ! : wenn das nicht suggestiv wirkt ? !)
Nachbarin, Tod und Solidus ARNO SCHMIDT
Wie froh bin ich, daß ich weg bin ! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen !
Die Leiden des jungen Werther JOHANN WOLFGANG von GOETHE
Auch Glenn Gould, unser Freund und der wichtigste Klaviervirtuose des Jahrhunderts, ist nur
einundfünfzig geworden, dachte ich beim Eintreten in das Gasthaus. Nur hat der sich nicht wie
Wertheimer umgebracht, sondern ist, wie gesagt wird, eines natürlichen Todes gestorben.
Der Untergeher THOMAS BERNHARD
Also, es fängt damit an, daß ich bei Fisch-Gosch in List auf Sylt stehe und ein Jever aus der Flasche
trinke. Fisch-Gosch, das ist eine Fischbude, die deswegen so berühmt ist, weil sie die nördlichste
Fischbude Deutschlands ist. Am obersten Zipfel von Sylt steht sie, direkt am Meer, und man denkt, da
käme jetzt eine Grenze, aber in Wirklichkeit ist da bloß eine Fischbude.
Faserland CHRISTIAN KRACHT
1819: Kruder & Dorfmeister, die DJ-kicks, vor mir ein grüner Rasen, Fussball ...
2000: Langweiliger Spieltag. Im Fernsehen sowieso, jeder Kick ein Götterspiel. Quark.
2059: Die pictures aus Wien auf dem 17 Zoll-Schirm präsentieren. Und Petra sagt: Ich hätte nie gedacht,
daß man einmal Photos auf einem Bildschirm ankuckt. Ich auch nicht. Ist aber so.

2231: Mit Petra und ein weiteres YOU DON'T KNOW JACK.

Ein Schallplattengedicht:

Du sitzt betrunken in einem italienischen Barbershop im irischen Viertel,
hörst im Radio eine Polkaband,
während eine Horde wildgewordener Seemänner
den Laden in Trümmer legt.

Der NEW MUSICAL EXPRESS über die swordfishtrombones.

Wir gehen drauf
für ein Leben
voller Schall und Rauch

Freitag, 09.04.99, Stuttgart

1603: Die SZ und das Magazin. Das legt die Kiosk-Frau wirklich immer weg und fragt mich dann immer,
ob ich sie (die Zeitung) gleich mitnehmen möchte. Ja. Bitte. (Wann denn sonst?)

1620: Lerche. Was mache ich hier?
1633: WOM. Und zum Glück habe ich nicht soviel Geld dabei. Platten/CD's kaufen gehen ist immer so
preiswert. Cassius 1999, die Fanta-4-Maxi und die völlig durchgeknallte Chemical brothers. "hurt me", das
Stück was ich mit Elvis mal gehört habe müßte ich bestellen. Gibt's aber nur auf Vinyl sagt der WOMler.
Fachleute. Hacken kurz was in ihre Datenbank und sagen dann: Ist gerade nicht da, muß ich bestellen.

1805: Wieder zurück.
1820: Am turntable.
1821: Parallel am Schreibtisch.
1845: Petra ruft aus München an: Ich komme doch erst morgen. OK, bis morgen. Zum 2. Frühstück?
2001: Jelzin drückt irgendwann völlig besoffen auf den roten Knopf und lallt NJET. Weltkrieg oder was?
2031: Auf N3 "Die Geschichte der Happag Lloyd", erster Teil. Schön.
2145: Am Schreibtisch.
2215: Mit der Süddeutschen Richtung Schlafzimmer, im Bett lesen ist wirklich Welt.

I'm your Beatboxrocker
and your dancing
to my BEAT
Westbam

Donnerstag, 08.04.99, Stuttgart

2122: Nichts, nein, heute nichts. Mir fällt gerade nur Mist ein, sorry, wirklich. Nichts, nothing, rien.

Die Tränen der Welt sind unvergänglich. Für jeden, der anfängt zu weinen, hört irgendwo ein anderer auf.
Genauso ist es mit dem Lachen. Er lacht. Sagen wir also nichts Schlechtes von unserer Epoche.
Sie ist nicht unglücklicher als die vergangene. Pause. Sagen wir auch nichts Gutes von ihr. Schweigen.
Sprechen wir nicht davon. Schweigen.

Samuel Beckett "En attendant Godot"

Zettels Traum

Mittwoch, 07.04.99, Stuttgart

0827: Tagesgebolze.

2000: Palast der Republik, mit Petra.
2020: Christofstraße, Punto Fisso.
2238: Paulinenstraße, Travellers' Club.
0035: Kollegin Seiler, Grüß Gott - bis morgen ...
0119: Kann mal jemand die Uhr anhalten? Das geht alles ein bißchen zu schnell.
0122: Licht aus.

Wienzeilen

Dienstag, 06.04.99, Stuttgart

0827: Wieder im Alltag.
1235: Draußen, im Freien.
1745: Mit Ditmar, die Wienzeilen.
1801: Stephan Quadt, eMail und das http://www ...
1950: Schmidt, Thomas, Albert und die Kosovo-Gespräche.
2000: Zornig, Albert, was quatscht Du da? Ich glaub' das gar nicht. Ich kenn' mich ja auch nicht so aus,
bitte, aber so einen verbalen Käse ... - nein, bitte nein. Das stimmt so alles eigentlich gar nicht.

2230: Katharinenstraße.
2350: Die Nachwehen der Wienzeilen in Einsamkeit. Das ist so eigentlich ganz okay.
2351: Das Gefühl dorthin zu gehören.
2352: Das nicht wissen wie das geht.
2358: Niemand kann sich abonnieren. Singt der Moser.
0029: Taxi.
0110: Daheim.
0132: Feierabend.
0135: Licht aus.

www.wurst.co.at

Montag, 05.04.99, Wien

0730: Der Wecker. Aha. Es geht los.
0805: Packen, aufräumen.
0850: Geh' ma.

LINZ - PASSAU - NÜRNBERG

1505: Wieder zurück. Schade eigentlich. War wieder viel zu kurz.
1600: Die Photos von den Disketten runterspielen, abspeichern, eMail vom Herrn Vögele.
2024: Mit den TABU-Nachträgen fertig.

Die Engelmacherin
vom Diamantengrund

Sonntag, 04.04.99, Wien

1350: Rechte Wienzeile.
1500: Am Opernring vorbei, Richtung Prater.
1512: Und unglaublich hübsche Wienerinnen überall.
1600: Untere Weißgerbergasse, Kunsthaus Wien.
1613: Telefonat mit Nina. Wenn Du Dir keine Zeit nehmen kannst, dann geht das alles nicht.
1614: Telefonat beendet.
1630: U4 Richtung Hütteldorf.
1637: Kettenbrückengasse. An der Wand hat jemand "0:9" hingesprüht. Extrem scharf.
1641: Wieder zurück.
1800: Am Kahlenberg, Wien liegt uns zu Füßen. Traumhaft schön.
1900: Nussdorfer Platz, Michi und Gitti. So, aaner links, aaner rechts ... Geh ma.
2002: Heuriger Steinschaden. Kümmelfleisch mit sauren Beilagen und Brot. Und Kren.
2340: Im offenen Sportwagen durch Wien zurückzocken, halbes Vollgas und Smashing Pumpkins.
2355: Durch den Gürtel und dann da sein.
0031: Ausruhen. Feierabend. Licht aus.

Andy Warhol - a factory

Samstag, 03.04.99, Wien

1200: Telefonat mit Suzi. Kommst Du nacher mit?
1222: Flohmarkt am Naschmarkt. Diverse Besorgungen. Es gibt wirklich nichts was es hier nicht gibt.
1500: Treitlstraße, KUNSTHALLE Wien, die Andy-Warhol-Austellung.
1520: Orginale der Reproduktion. >IRRE<
1730: Kettenbrückengasse, Zur goldenen Glocke, Surschnitzel mit Erdäpfelsalat, Kastanienreis mit
Schlagobers, Oud Kampen Sumatra cum laude, großer Brauner, Vogelbeer für Erwachsene ... was will
man mehr ...

2029: Schönbrunnerstraße, Meidling, Café Raimann, pünktlich zu DONAUWELLE.
2031: WAS ist denn das bitte? So etwas habe ich ja noch nie gesehen. Alte Wiener und Wienerinnen auf
einer kleinen Klappbühne aus Holz und singen alte Arien, alte Lieder, aus Wien, aus Wien. Kakanien.
Steinhof. Beeindruckend. Am Klavier sitzen die Japaner vom Konservatorium. >IRRE<

2330: Mit Suzi im Camera Club, Neubaugasse. CLUBFERNSEHEN, Videos von Garbage, Kula Shaker.
Wir rauchen, quatschen. Das geht trotz der Lautstärke erstaunlich gut. Ganz unten auf der Video-Wand
ist so ein kleines pulsierendes Kreuz, fast wie ein Fadenkreuz sieht das aus:

kamikaze - moon - popp tv - xxx

0159: A Infusion beim Würstelstand? Ja bitte sicher.
0201: Es kommt ein Typ mit seiner jungen pornografischen Zauberschnecke zum Würstelstand. Der Typ sagt dann:

"Bratwurst, süß, Semmel. Und für mich Burenwurst, scharf, Brot."

0238: Unverletzt über's Tor geklettert, Elvis hat ja den Schlüssel mitgenommen.
0240: High Elvis. Und? JEPP.
0300: TABU. Es ist. Es ist so wie es ist. Und so ist es schön.

Barbara Morgenstern
Britta
Blumfeld

Freitag, 02.04.99, Wien

1107: Aua.
1117: Das Café Nahodil heißt jetzt Café Magaluf 2. Aha.
1120: A kurzer Mocca, den legendären Toast (mit Ketchup) obwohl der mir jetzt plötzlich überhaupt nicht
mehr legendär vorkommt. Ja, bitte, danke.

1200: Beim dritten großen Braunen, die Tagesnotizen, die Nachträge schreiben.

Wie war was, das wann und wo.

1400: Brandmayergasse. Am Auto hängt natürlich ein Strafzettel, ein eingeschweißter.
1402: Hallo Wiesi.
1423: Suzi.
1510: Wien Westbahnhof, Wiesi und Kylee fahren nach Kaprun.
1558: U-Bahn, die orangefärbigen Haltegriffe schwingen alle im Takt mit.
1643: Bauernmarkt, bei Margit. Wieso haben wir eigentlich keine Jacke dabei?
1715: Am Graben, Trzesniewski, Dorotheergasse. Auf ein paar Schnittchen.
1745: Kiosk, Magazine, Falter.
1805: Wieder zurück.
1815: Telefonat mit Michi.
1855: Telefonat mit Nina. Morgen? Ja, morgen.
2000: Simmering, Hauffgasse, SZENE WIEN, ein völlig entspannter Laden. Das BLUMFELD-Konzert.
2008: Jochen Distelmeyer, der Blumfeld-Chef zockt Skat, lacht und wirkt wie der ganze Laden:

VÖLLIG ENTSPANNT

2047: Die Kleine mit dem Bass von BRITTA. Das Micro ist verklemmt.
2145: "MEIN SYSTEM KENNT KEINE GRENZEN"
0007: Am Würstelstand beim Naschmarkt. Schade, die supernette ältere Dame bedient gar nicht mehr.
0029: Wieder zurück.

I like Inhalt

Donnerstag, 01.04.99, München

0830: Auf geht's. Zweiter Versuch.
1000: Landsberger Straße. Ja, wir haben noch EINEN Reifen vorrätig. Montage, zahlen, weiter.
1628: WIEN, endlich, welcome to Vienna.
1700: Am Naschmarkt, Burenhaut mit frischem Kren, Gebäck, a Krügerl und die Sonne scheint.
1725: Diverse Telefonate, natürlich mit dem Handy, weil das praktisch ist und weil das alle hier machen.
1740: Heumühlgasse, in der Wohnung.
2055: Brandmayergasse. Hallo Wiesi, hallo Kylee!
2300: Mittelgasse, Café Bird. Mit Ewald, Regina, Barbara.
2320: Nockerl mit Speck, weißer Spritzer, Mohr im Hemd.
0220: Wallgasse, Pandora's Box, Billiard zocken.
0410: Taxi.
0420: Wieder zurück. Licht aus.