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Between the Buttons

November/Dezember 2008, Stuttgart/München

42 Schallplatten sind's jetzt geworden, plus Porträts und Sondertexte. Knapp 20.000 Klicks laut google-analytics. Kommt mit trotzdem wenig vor.

-> www.stuttgarter-zeitung.de/vinyl
-> www.stuttgarter-nachrichten.de/vinyl

Das Jahr neigt sich // jeden Tag // ein wenig mehr // dem Ende zu.

Am 16. Dezember ist Omma gestorben, mit 94, auf 1 Meter 40 zusammengeschrumpft.
Ganz eigener Menschenschlag, diese Danziger.
"Kümmert euch um die Mutti" hat der Opa gesagt, kurz vor seinem Tod 1990.
Hätte man ihr damals gesagt, dass sie ihren Ehemann um fast genau 18 Jahre überlebt ... - die Omma wäre wahrscheinlich sofort tot umgefallen.
Omma war immer krank, die Finger, der Arm, der Rücken, alles - und flößte sich morgensmittagsabends immer bunte Dagrees ein.
Und zu einer Theateraufführung mit mir kamen beide nicht, weil "wir uns nur professionelle Aufführungen ansehen" ... war bestimmt nicht so gemeint, aber natürlich sehr verletzend, dementsprechend herrschte auch viele Jahre Funkstille.

In einer eiskalten Aussegnunghalle aus Beton in Schwenningen ist, kurz vor Weihnachten, natürlich auch das große Geschenk des Jahres.
Ich habe mir ihr Porträt als Ballerina (ca. 1926/27/28) mitgenommen. Als Andenken. Wegen der professionellen Aufführung,  ...

Ein letzter gemeinsamer Weihnachtsmarkt mit alter Mannschaft: Kollege D. geht zur Südwestprawda nach Ulm.
Eine kleine Eispartie auf der Spielzeugbahn. Ich alleine, die anderen wollten nicht.
Nichts bleibt, wie es ist, bzw. war und am Ende bleibt niemand.
Kollege S. ist beurlaubt worden, Kollege R. ist ausgerückt zum Bibelkreis an den Bodensee (!). Gotteskrieger (?)

Dazu zwei Worte, die ich nicht leiden kann: Veränderung und Change!
Weil die Beschleunigung der Zeit den Menschen erkranken und zu Tode stressen lässt. Und das kann ja nicht im Sinne der Erfinder sein.

Silvester in München, zur traditionellen GartenParty mit LagerFeuer, gelöschtem ContainerBrand und RauchGeschmack.

Nothing Changes on a New Year's Day (U2 - MaxiSingle 600 820-213 Island Records Ltd. 1983)
Der 4. Januar ist der Tag, an dem man feststellen muß, daß man von einem Versprechen leichter loskommt als von einer guten alten Gewohnheit. (MuscoteBlättchenSpruch, notiert)
If you should go skating // on the thin ice of hot life // [...] // & don't be surprised // when a crack in the ice // appears under your feed ...
(Pink Floyd, The Wall, 1979)
Ich möchte ein Eisbaer sein // im kalten Polar // Dann müsste ich nicht mehr schrein // Alles wär so klar...
(Grauzone, Eisbaer - Single 006-46430 Off Course Records 1981)
 
 

Oktober-Blues

Sonntag, 26. Oktober 2008, Stuttgart

Erledigungswochenende, Haushalt etc. Schreibtisch für 60 Jahre Vinyl, zwei Texte fertig geschrieben, "The Pipers at the Gates of Dawn" und "Pink Moon".
Hab' den Vorgeburtstagsblues, wie immer Ende Oktober/Anfang November, naja. Wieder ein Todesfall: Bei Albert haben sie nach seinem Schlaganfall den Stecker gezogen - hab' den Burschen immer gern gehabt, bei wilden Diskussionen beim Sulz. Früher. Das gibt es ja fast heute nicht mehr.

Und München ist immer noch 203 km weit entfernt.

Podere Sarci

September 2008, Montecatini

Es ist hier noch fast genauso wie vor zehn Jahren, auf der Piazza della Repubblica in dem kleinen "Don Camillo und Peppone"-Dorf Montecatini. Es gibt die Central-Bar "La Cittadella Caffè", aus der Bar von Mario ist "La Terrazza Sul Borgo" geworden - Bar, Ristorante, Pizzaria.
Der Dorf-Depp spaziert mit nach hinten verschränkten Armen über die Piazza und wünscht jedem ein Buena Sera.
Er trägt ein kurzärmliges Hemd, das in einer weiten Hose steckt, die mit einem Hosenträger gesichert ist.

Die Farben sind geblieben, ocker, umbra, tiefgrün, braun und etwas mais. Und graue Erdbrocken.

Paradies, für zwei Wochen.

Titten-Disco

Freitag, 15. August 2008, Stuttgart

Im Netz gefunden: Peter Glaser erklärt sehr nett: das Internet.

http://www.youtube.com/watch?v=hblGELjdhz8
UND
http://www.youtube.com/watch?v=lRFLubVtYVYX

Der Netz-Zoff mit dem FAZ-Redakteur ist auch sehr fein. Warum?
Ein Blender vs. Internet-Cheffe.
Schlechte Recherche, Glaser sollte man kennen und nicht übergoogeln.
Nicht mal Tempo gelesen, als 71er Jahrgang, tssss tsssss ...
"Mit unfreundlichen Grüßen" schreibt man nicht. Überhaupt kann man so eine Mail überhaut nicht schreiben.
Wenn man denn wirklich schreibt.

1828: Kurz beim Sulz. Zum briefing (!) wegen der Toscana.
1829: Warum bestelle ich eigentlich ein Sanwald-Hefe-Weizen? Wenn man doch froh ist, wenn's endlich leer ist ... pfui deibel, wähhhhhh -----
Schmidt erzählt mir von seiner Prostata, nächtliche Gottesflüche, die Klage von Hiob - nachts um drei eine volle Blase und das Medikament hat er auch noch vergessen einzunehmen - und trinkt dabei ungeniert Sottobosco (weiß).
Das ist der Schmidt, mein altershumoriger Weltkriegsschmidt, klassisch im Alter unterwegs. Ich hab den alten Burschen schrecklich gern.

1901: Der Kleine hat einen Studienplatz und macht den Führerschein: Ich habe weder noch.
1955: Briefing (!) mit Günther, wegen der Toscana. Schalter linkt, Schalter rechts, Therme hier, Strom dort.
Wir telefonieren nochmal? Ja, wir telefonieren nochmal.
2014: Die U-Bahn ist weg, vierzehn Minuten, komm wir laufen zur Stadtmitte, wo alles komisch ist, weil der Soundtrack zu "Braveheart" über die Haltestellenlautsprecher läuft ...
... dann bei mir in den Sofas wie zwei Brüder ... er erzählt vom Sound und ich spiele ihm Steve McQueen vor.
Feines Kerlchen, der Kleine.

Morgen zu Omma, zum 94.
Danziger Kraut vergeht nicht ... daß weiß selbst der Grass.
Danzig? Haben schon lange keine Platte mehr gemacht.
Ich habe da auch keinerlei Einwände.

Auch dieses noch: Der Fünfmillionste Besucher wird bei Knut im Zoo Berlin erwartet. Na dann ...

0056: Licht aus. Nachtilein.







Nachtrag XIV

Link-Zitate, zum Schauen

Der Tag, an dem es keine Neuigkeiten gab:
http://swissmiss.typepad.com/weblog/2008/05/the-day-there-w.html

Stanley Kubrick fährt durch die Kulissen:
http://www.cpluv.com/www/feeditem/6404
 

Schreibtisch

Samstag, 9. August 2008, Stuttgart

Aufräumen, einkaufen, Küchendienst ...
Texte für "Die letzte Rille"
Prefab Sprout und die Schmidts.
Macht Spaß, aber Mühe.
Aber man hört die Scheiben wieder.
Von vorne bis hinten.
Und das ist nicht ohne.
 
 









Japanisches Gambit

Dienstag, 5. August 2008, Stuttgart

Kurz beim Sulz, zwei Partien, beide gewonnen. Gegen Günther darf man eigentlich überhaupt nicht mehr verlieren.
Noch kurz im Finstermann, nochmal zwei Partien gegen meinen alten Herrn, der sich mittlerweile nur noch auf einer Krücke fortbewegt.
Ein faires eins-zu-eins, auf eine dritte Entscheidungspartie haben wir keinen Bock mehr.
Miho, die Japanerin, entdeckt Punk auf meinem iPod.
Und quietscht beim Hören lustig mit - ein bißchen wie Blur auf Song 2, nur eben viel höher und quiekiger.
Haihoooo!









Eine Landpartie

Samstag/Sonntag 02./03. August 2008, München

Wir sind viel zu früh wach: Anton fährt ins Zeltlager, dann Einkauf für die Salate.
Nochmals kurz in die Polster, dann ab zu Eva ins niederbayrische Oberroning.
Kurze Dorfbegehung. Und Franzi sagt: In der Gasse sind die Pritscher-Sisters mit
dem Wurschtbrot der Blaskapelle nachgelaufen.

Ringfest

Samstag/Sonntag 19./20. Juli 2008, München

Altstadtringfest mit Nada Surf und Northern Lite bis morgens um sechs.
Und Hunderttausende unterwegs.

http://www.youtube.com/watch?v=0E5Evb2MzmQ

Mr. Fotograf hat's dann im dritten Anlauf geschafft und die richtigen Bilder per Mail geschickt.

Die Braut haut ins Auge

Donnerstag 17. Juli 2008, Stuttgart

Netter Nachtrag: Herr Horst sitzt vor dem 'Cantina Toscana' mit drei weiteren Herren am Tisch, unter den Kastanien.
Man diskutiert. Ich stehe auch draußen, am Rauchertisch, und kann folgendes beobachten:
 

Um die Ecke biegt das Boxerpärchen Kerstin und Attila, beide ordentlich einen in der Krone.
Herr Horst hat Schulden im Lokal der beiden halbseidenen Gestalten. Und will die Sache offensichtlich aussitzen.
Die Boxerwirtin erkennt den Delinquenten, stellt ihn zur Rede und - fotzt ihn einfach, batschbatsch.
Jaja, er käme morgen, bestimmt, erklärt der Herr Horst etwas kleinlaut und unterwürfig.
Ich bin ja nicht schadenfroh, aber: irgendwie gefällt mir das.

Cantina Smoke

Dienstag, 9. Juli 2008, Stuttgart

60 Jahre Vinyl - Die letzte Rille

Sonntag, 13. Juli 2008, Stuttgart

0038: Guten Morgen Frau! Mit dem Intro bin ich zufrieden:

Die Welt ist doch eine Scheibe. Sie wiegt zwischen 115 und 180 Gramm und dreht sich 33 1/3 oder 45 Mal in der Minute um sich selbst. Sie ist schwarz, rund und hat ein Loch in der Mitte. Es gibt sie in den Ausführungen Single, Maxi, LP, EP, Doppel-LP oder Box. Ihre Maße sind 7 – 10 – 12 inch und auch 60 Jahre nach ihrer Erfindung ist trotz digitaler Abspieltechnik kein Ende der in Sicht: Die Vinylschallplatte.

Dann kommt der Text, eine A4-Seite plus Material.
Noch nicht ganz so geschmeidig das ganze.
Friemel zu lang herum. Es gibt so viel zu erzählen über Schallplatten.

Langes Gespräch mit Petra über fast alles im Zuhör- und Fragemodus.
Klingt nach Hörsaal 7.321. Keine Vorwürfe, sondern vieles an- und ausprechen und damit entkernen und lösen, für uns.
Ältere Brüder sind so.

0107: SMS, die Frau ist zurück, vom Tollwood, unverletzt und München leuchtet.
Thomas Mann in Gladius Dei.
Irgendwie ist mir Wolfgang Koeppen da sympatischer:
Der Föhn wehte den Himmel blau.
Liebe dich, Babe

"Entschuldigung, das ist meine Liege"
(Wellness im Bayrischen Hof)

Sonntag, 29. Juni 2008, München

ohne worte













city baby attacked by rats

Freitag, 30. Mai 2008, Stuttgart

War eine stressige Woche, der Koffer ist auch noch nicht ausgepackt. Geschweige denn der Haushalt.
Vader liegt seit Dienstag flach, Pina hat ihn mit der Leine umgerissen, Hüftbruch.
Nein Paps, Bier gibt's nicht. Mach' mal Trockendock.
Sieht's nicht ein, dann nickt er.
Mir ist halt langweilig sagt er.
Du bist auch langweilig, denke ich.

In der U2: Ich mag das brandeins. Schickes Magazin mit Qualität.

Telefon, immer wenn man in Ruhe schreiben und aufräumen möchte klingelt ein Telefon.
Meike. Telefonat mit Olaf.

Aktualisierung. Wir müssen die Geschwindigkeit herausnehmen. Wir sind alle zu schnell geworden. Ich bin in Sorge.
LIEBE DICH, FRAU!

0327: Licht aus.

Inter City

Samstag, 24. Mai 2008, München

Mit meiner Frau am schweinekalten Starnberger See wo die Sonne scheint und die hornhäutige Frau StegNachbarin die von ihr ausgelesene AZ zu uns herüberreicht, wegen den Gutscheinen für den Biergarten.
Zwei Starnberger New-Poppers haben ein Boot gemietet und spielen weiterweg Musik mit fetten Bässen.
Zwei junge Damen sind auch an Bord.
Faserland und Less than Zero.

Zwei beliebte Autokennzeichen in Starnberg? STA-R und STA-SI
harhar

Neben mir liegt und sitzt ein echter Profi: Er liegt nicht nur und sitzt sondern er geht alle 25 Minuten in das arschkalte Wasser, schwimmt zehnfünfzehn Meter und kommt wieder die Treppe herauf. Geht zu seinem Handtuch, lehnt sich an den Pflock und liest weiter in seinem Buch.
Wir zwei genehmigen uns ein fieses Wassereis und baumeln mit den Füßen im arschkalten Starnberger Wasser.

Ich muss. Ich weiss ...

1539: Abfahrt München HBF.

Die süße Rache für diesen unverschämten Fahrpreis: Ein Buch lesen, iPod im Ohr, sehr konzentriert wirken und den Eindruck signalisieren, dass man unter überhaupt gar keinen Umständen jetzt gestört werden möchte ...
Ein gewissenhafter Schaffner klopft einem auf die Schulter und verlangt trotzdem den Fahrschein. Ein Bahnangestellter oder Bahnbeamter (was ja noch besser wäre) reagiert nur auf Reaktion des Fahrgastes: "Noch jemand zugestiegen? Die Fahrscheine bitte".
Naa du Gsöchter, mi ned ...
In Augsburg erkennt er mich wieder und gesteht sich lieber eine Selbsttäuschung ein: der sitzt seit Salzburg, oder?
Und dazu wirklich Schaffnerlos von Ambros, Tauchen & Prokopetz auf den Ohren zu haben ... das wäre sehr lässig.
Also, konzentriert in ein Buch starren und Stöpsel im Ohr haben. Muss aber locker ausschau'n - sonst klappt's nicht.
Morgen umtauschen, 15,- Euro werden einbehalten - und dann sind's gerundet nur noch acht Cent pro Zugkilometer.
Ich fahre wirklich gerne Zug: aber 86,- Hebel für Stuttgart-München-Stuttgart? Das geht nicht. Frühbucher-Kombi-Spezial-Pakete? Das geht so alles nicht. Das ist unverschämt, frech und ungehobelt.

König Ludwig Lied

Freitag, 23. Mai 2008, München

Ab nach Hohenschwangau, zu Ludwig zwo, zum Rundwanderweg (!) um den Alpsee.
Natürlich wieder Tausend Japaner auf der Brücke und wir suchen doch nur den Wanderweg.
Er geht natürlich nur steil bergauf.
Immer weiter, nur steil bergauf.
Ich hab' keinen Bock mehr. Wir drehen um, und biegen rechts ab. Das ist kein Rundwanderweg ...
Dann, endlich, eine bewirtschaftete Berghütte, ein kleines Radler zur Stärkung und dann der Transfer mit einem umgebauten Unimog, einem Bergbus.
Wieder unten: Wo ist der Alpsee?
Hallali zu Ehren des Königs, wir rudern tapfer auf dem Alpsee.

Dann, später, zurück über die bayerischen Dörfer, kurzer Schlenker nach Wies zur Kirche, wo der Bus voller Rumänen bereits dem Bischof oder Kardinal die Hand küsst - hat etwas von Pilgerfahrt natürlich und die Zwillinge werden abgeknipst und und und ... Katholen eben.

Wir überlegen kurz ob wir uns in den Bus einschmuggeln und irgendwelche Plätze einnehmen sollen ... in die Kraijova ... dann aber geht's auf die Sprengenöder Alm, hinter Eurasburg: Schweinebraten mit röschem Kruster’l, Dunkelbiersauce, Kartoffelknödel & Speckkrautsalat.

Mit Weiß Ferdl in der Linie 17

Donnerstag, 22. Mai 2008, München

Die Frau hat Koppeweh von gestern, will noch schlafen, also erste fotografische Gehversuche mit der Digi-Canon, bin aber blind, hab ja gestern auch nicht nur lauwarme Buttermilch getrunken. Und fahr' mit meiner Wochen-Isar-Card erstmal mit den Straßenbahnlinien hin und her und schau' ... und seh' nix ... und: Anruf der ausgeschlafenen Frau: "Bin wieder fit, kommst zur Brotzeit?" Nicht wortwörtlich, aber so ungefähr. Fein.

Und Abends, wirklich, TV: Germany's Next Topmodel. Ganz eisenhart.
Ist das wirklich ein Traumberuf?

"Abatzta!"

Dienstag/Mitwoch, 20./21. Mai 2008, München

Ab in die Pähler Schlucht - und: so darf' ich's nie mehr sagen:
Bitte einen ABATZTA in der Hirschberg-Alm.

Vom Heimeranplatz aus, nach der Unterführung, passiert folgendes: wir sehen eine Frau mit Kinderwagen und ihrem Mann/Freund/Sklaven?
Er trägt auf dem Kopf ein größeres Etwas. Meine Gläser sind zu schwach, ich tippe schemenhaft auf einen Sack Reis, Frau erkennt einen Turban.
Und? Was ist's? Ein gelber, zusammen gerollter Gartenschlauch!

Kartonagen von Rauschenberg im Haus der Kunst. Sympatischer Indianer.
DoradenEssen mit Pit und ihrer fränkischer Freundin Hanna (die gerade mit Nürnberg abgestiegen ist): Ahhh, die Clubberer.
Ich: Der Hahn im Korb. Drei Weiber können ganz ordentlich vom Leder ziehen.
Mit allen Feinheiten. Sogar mit selbst gemixter Mai-Bowle.

Zugfahrt zum Viktualienmarkt

Montag, 19. Mai 2008, Stuttgart

1358: Abfahrt nach München, das Ticket für den leckeren Preis von 43,- Euronen (das sind 21 Cent pro Zugkilometer! Also 42 Pfennige), also 86,- DM.
iPod: Weg von hier ist nicht schwer, wie mein neues T-Shirt, auf dem was draufsteht ... Warum höre ich noch ab und an Blumfeld?
Strenge Kontrolle, bzw. ich bin noch nicht so richtig abgeklärt, reiche ihm das Ticket und damit sind entgültig 43,- Eier entwertet.
StZ, STN & SZ. PressePosing.

163x: Die Frau am Bahnsteig, den Koffer einschließen: und ab zum Viktualienmarkt: Eine Maß für uns zwei, mittendrin.
Wunderbarer Käse und dazu nehmen wir ein Fläschen Sancerre ...
19xx: Den Bus kriegen wir noch!
2000: Werkstattkino, Mir san dageng!, Punk in München, als Dokument.
22xx: Siggi wer? Naa, den kenn' i ned, sagt die Abkassiererin in der Schwabinger Holzkneipe.

Wieder zurück - heute mal nicht P1-Luder kucken, sondern:
Wunderbarer Käse und dazu nehmen wir ein Fläschen Sancerre ...
 
 








Tag der Arbeit

Donnerstag, 01. Mai 2008, Stuttgart

Wandern mit Muttern, zu den Kommunisten, zum Frühschoppen. Das hat bei uns seit Jahren Tradition.
Und dem Wetter trotzen! Einfach draussen sitzen bleiben und dazu den Schirm aufspannen.
Und dann kommt die Sonne raus und es geht alles weiter.
 
 

Im bayerischen Himalaya

Samstag/Sonntag, 26./27. April 2008, München

Wörthsee, gemütlich.
Feierwerk, gefeiert.
Ammergauer Alpen, auf den Kofel gequält.
Eintrag im Gipfelbuch: Berg-Franse / Gipfel-Lloyd / Gemsen-Toni
Abstieg & Einkehr im Gasthaus und es gibt die Schlußkonferenz im Radio:
... und das ist das 4:1 für die Münchner Bayern ... der Meister aus Stuttgart ist ... Weiter hör' ich nicht zu.

2015: Pünktlich zurück zum besten Tatört seit langer. langer Zeit: Der oide Depp, mit dem wunderbaren Jörg Hube.
 

Rückentraining

Montag, 21. April 2008, Stuttgart

2030: Kieser Training Kompakt. Das halbe Bohnenviertel sitzt in den Foltergeräten. Und Kollege Bauer fehlt natürlich auch nicht.
2115: Sehr schön archaisch, und irgendwie spartanisch. Hat was, der Werner Kieser aus der Schweiz.
 

Zurück aus Big Apple

Samstag, 19. April 2008, Stuttgart

0915: Raus aus den Federn, rein in den Tag.
Tengelmann - Kiosk - Bäcker Bosch - Metzgerei Wagner - Getränkefritze ... dann, endlich:
1100: Frühstrück, wie wir's eigentlich nur zu zweit machen, mit etwas Deko und zwei Zeitungen.
1313: Anruf von Petra.
1317: Anruf von Franzi.
1330: Küchen- und Budenzauber.
1430: Schreibtisch. Schallplattentagebuch
1509: Anruf von Frau Kieser, die mir den Termin am Montag bestätigen möchte (?)
1610: Anruf von Coco. Nein, sorry, nach Frankfurt, das pack' ich heut nicht ...
Ich kann mich nicht zerteilen, so John-Difool-mäßig: ein Teil nach München, ein Teil nach Frankfurt, ein Teil nach Wien und der Rest bleibt in Stuttgart.
Wenn es nur endlich diese Beamstationen geben würde ... in unserem Weltraumzeitalter.
1625: Schreibtisch ...
1648: Anruf von Petra.
 
 








A Brighter Beat

Freitag, 18. April 2008, Stuttgart

Pressehaus, im Tagesgewurschtel. Kinderessen in der Kantine: Fischstäbchen mit Kartoffelsalat und Remoulade.
Noch kurz auf einen Sprung in den Edeka beim Olgaeck, Butter, italienische Hartwurst und Manchego, 14,33 Euro bitte, WAS?

Auf den Sofa beim Fernsehen eingenickt. Die pornografische Lesung im Literhaus verpennt. Früher zog man am Freitagabend um die Häuser.
Auf dem Plattenteller: Malcolm Middleton: A Brighter Beat.

0023: Licht aus.







"Wann nehmen wir endlich den Finger von der Pausetaste?"

Donnerstag, 17. April 2008, Stuttgart

Wunderbare Geschichte im ZEIT-Magazin von zitty-Chefredakteur Matthias Kalle:
"... denn tatsächlich sind die Jüngeren, nicht die Älteren, der eigentliche Feind: Sie erinnern uns daran, dass unsere Jugend vorbei ist, dass sie nur darauf warten, bis wir endlich die Clubs freigegeben und die paar Arbeitsplätze, die uns geblieben sind. Sie warten darauf, dass wir endlich im Schnelldurchlauf in Rente gehen."

www.zeit.de/2008/17/30-Jaehrige







"Der Reis wird knapp"

Mittwoch, 16. April 2008, Stuttgart

1500: Geburtstags-SMS nach New York.
2000: Kneipenfußball mit Andor im Finstermann - unsere gegen die Clubberer. Günther Koch am Mikro hätte uns gefallen.
2150: Ein klares 3:0
2230: Der chinesische Student mit den Zeitungen und dazu passend der Aufmacher der ZEIT: "Der Reis wird knapp"