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Nürburgring

Sonntag, 21. Mai 2000, Stuttgart

TV.
Ruhetag.
Sonntag.
Kühles Wetter.
Keine Lust zu gar nichts.

Letzer Spieltag

Samstag, 20. Mai 2000, Stuttgart

1200: Schreibtisch.
1658: In Unterhaching fällt das 2:0 für die Hachinger, Oberleitner hat ungedeckt eingenickt, ich denke das war es dann mit der Meisterschaft für Leverkusen. Zurück in's Olympiastadion.
1659: Ja, hier ist München und, meine Damen und Herren, hier ist der Teufel los. Der amtierende Meister führt überlegen 3:1 gegen schwache Werderaner, und, Sabine Töpperwien, was ist auf Schalke los?
1716: Aus, das Spiel ist aus, der deutsche Fußballmeister 2000 heißt FC Bayern München.
1800: SAT 1, Wontorra, die SportReporterFratze jetzt ein paar Wochen nicht sehen und hören zu müßen ist auch nicht das Schlechteste.
2000: Tagesschau.
2015: TV, Sofa, Chips, Paulaner.
0000: *Welcome to the summer of loop*
0058: Licht aus.

Spin drifting

Freitag, 19. Mai 2000, Stuttgart

0750: Frau Kiosk, SZ.
0812: Büro.
1212: Der Tischkicker ist jetzt auch wieder generalüberholt, neu gefedert, gespundet, etc.
1600: Brennerstraße.
1800: Katharinenstraße.
2330: Wieder zurück.

bier.jpg (12763 Byte)

„Verena Feldbusch”

Donnerstag, 18. Mai 2000, Stuttgart

1720: Brennerstraße, Cantina Toscana, ein Blick in die Tageszeitung, es ist kühl draussen und demzufolge auch nicht bestuhlt.

1952: Schwabstraße, bei Petra.
2015: RTL 2, Big Brother, das ist ja heute irgendwie Pflicht.
2105: Der Versprecher des Abends von diesem Percy Hoven: Verena Feldbusch. Das ist das, was ich am TV so sehr mag: die Fehler, und dann die lächelnde Korrektur.

2315: Wieder zurück.
2330: Licht aus

4:1

Mittwoch, 17. Mai 2000, Stuttgart

1710: Petra holt mich ab.
1730: Brennerstraße.
1920: Noch kurz ein Sprung in den SuperSuperMarkt.
2000: Tagesschau.
2015: Kopenhagen, Arsenal London vs. Galatasaray Istanbul
2352: Weiter in den Lügen, dann: Licht aus.

Parklife

Dienstag, 16. Mai 2000, Stuttgart

1710: Raus ins Freie.
1725: Staatsgalerie, dann Schloßgarten, Lügen, Elke Naters, Ameisen krabbeln durch das Buch, Weißbier, dann barfuss im Gras liegend, lesend, dann Petra, vor uns der alte Steinlöwe, wachend, aufpassend. Es gibt nicht schöneres als faul im Park herumzulümmeln. Dann eine vorbeihüpfende Amsel, Schnitt, dann Jogger, Joggerinnen, keine Hartbodies, eher: Freizeit, sportlich, wampig, dichärschig, Biker, Inline-Skater, ein auf der Bank sitzender schwarzer Mann, der mit sich selbst diskutiert, auf französisch. Ich verstehe kein Wort.

1925: Senfgelber Himmel. Aber es regnet nicht.
2030: Gespräche, wichtige, Ausflug nach Heidelberg, EXPO-Termin, dann am Brunnen, dann liegt der Ärmel von der Jeansjacke im Brackwasser, dann ist das aber egal weil der Vollmond von oben durch die Kastanien lächelt.

2225: Dann Charlottenplatz, dann U-Bahn, dann wieder die Lügen, dann steige ich aus. Ich bin hundemüde.
2310: Dann noch eine Zigarette. Die abgeschnibbte Asche tanzt durch den Aschenbecher, rollt aus, dann liegt sie da. Zigarettenabfall.
2340: Licht aus. Jetzt.

Abend mit Goldrand

Montag, 15. Mai 2000, Stuttgart

1625: Salut, bis morgen.
1655: Frau Dr. Kircheisen hat eine gute Laune.
1720: Alte Schule. Bernd, Angela.
2000: Brennerstraße. Cythia, Martina, Petra etc.
0034: Letzte Straßenbahn.

Beendet: Bret Easton Ellis: American Psycho.
Dazu später mehr. Oder vielleicht auch nicht.

Mother's day

Sonntag, 14. Mai 2000, Stuttgart

Ausschlafen, verspätetes Frühstück, schönstes Wetter, dann Spaziergang, Mittagessen. Alles ist grün und blüht. Hoher Ozonwert, die Nase juckt wie verrückt. Kein Schreibtisch, nur draußen, draußen ...

Wadde hadde dudde da

Samstag, 13. Mai 2000, Stuttgart

MeeresPost von K., eine Dose TABU, e ... vivrai di piu! Die sehen immer aus wie Munition für Luftgewehre. Dann lost in the supermarket, Einkauf, Weißwürste gegessen, Brezn gegessen, kleines Weißbier getrunken, dann Kehrwoche gemacht, dann die Katze ausgebürstet, Radio gehört, Fußball geschaut, Grand Prix d'Eurovision geschaut (unglaublich, das ganze), wechselweise "Never say never again" auf PRO 7 bzw. "Taxi Driver", dazu Zwiebli-Ringe, knusprige Maisringe mit Zwiebelgeschmack, dann Spätnachrichten: die Explosion im niederländischen Grenzgebiet, wie nach einem Bombenangriff, so sieht das aus.

0147: Licht aus.

Nachtrag Freitag:
1644: Gestoppt: American Psycho. Das Kapitel "Lunch mit Bethany" ist mir: too much. Ich hatte Schmerzen beim Lesen. Und vor dem letzten Drittel bin ich auch ausgiebig gewarnt worden. Weiterlesen? NO EXIT.

Garage Inc.

Freitag, 12. Mai 2000, Stuttgart

SZ-SCHNIPSEL:

"Sprich, daß ich Dich sehe", hat Sokrates zu jemandem gesagt, dem er das erste Mal begegnete.

Er gilt als einer der Reichsten im Reich des Vaters. In Pozarevac betreibt er die bekannte Disco "Madona". Dort eröffnete er vorigen Mai, als ringsum Nato-Bomben fielen, den Vergnügungspark "Bambi-Land."

Der ehemalige Finanzbuchhalter für Partei und Fraktion Franz-Josef Reischmann hat von 1988 und 1992 rund 2,2 Millionen Mark unterschlagen.

Abgeordnete von SPD, FDP und Grünen erklärten im Bundestag, die Microsoft-Monokultur habe die Verbreitung des Computer-Virus begünstigt.

Dreiklang in Moll.

Er warnte die Bürger vor einem zum Reflex gewordenen Ruf nach dem Staat und die Politik davor, Reformen aus wahltaktischen Gründen nicht anzufassen. Das Echo auf die Rede war beeindruckend. Von Standpauke und Leviten lesen war die Rede.

1999 wurde Engelke bereits eine Affäre mit dem Schriftsteller und Journalisten Benjamin von Stuckrad-Barre nachgesagt.

Queen Mum feiert am 19. Juli vorab. Geburtstag hat sie erst am 4. August.

Sehen wir uns diese Garantie einmal juristisch an. Es gibt dafür im römischen Recht vis major, französisch force majeure, auf deutsch Höhere Gewalt.

Das größte Rätsel, das Berlin dem Zeitgenossen aufgibt, sind seine Politiker.

Der Anfang stimmte poetisch ein. Zuerst lag die Bühne bemerkenswert lang in tiefer Dunkelheit.

Zur Zeit stehen 6,3 Millionen Bände in den Frankfurter Magazinen. Insgesamt besitzt die Deutsche Bibliothek an ihren 3 Standorten Frankfurt, Leipzig und Berlin 16,4 Millionen Bände. Täglich kommen rund tausend Veröffentlichungen in je zwei Exemplaren hinzu.

Es beginnt einfach damit, dass ich ein Drehbuch lese, und dass es darin etwas gibt, das mich weiter bringt, und mir hilft, das Leben und die menschliche Existenz besser zu verstehen als vorher.

Anläßlich seiner Buchpräsentation stellt sich Anonymus alias Joe Klein am Mittwoch, den 17. Mai mit seinem Verleger Christian Strasser in einem Kammergespräch um 20 Uhr erstmals der deutschen Öffentlichkeit. Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München.

In 20 Minuten kann eine Menge geschehen. Mann kann zum Beispiel eine schnelle Mahlzeit zu sich nehmen, sich fortpflanzen oder/und den Wortschatz von Moderatoren ergründen.

Mamma Mia: Die Patrick Lindner-Gala zum Muttertag. Mitwirkende u.a.: Dr. Christine Bergmann, Christina Rau, Amelie Fried, Christiane Hörbiger, Dr. Hellmuth Karasek, Beatrix Kruse, Hera Lind, Carmen Nebel, Witta Pohl, Werner Schmidbauer, Wolfgang Petry, Lara Fabian, Nino de Angelo.

Der Volksaufstand im Camp Nou von Barcelona begann sachte, er steigerte sich wie ein crescendo. Nach einer halben Stunde hallten erste Drohungen durch die Betonschüssel. Die Demonstranten zückten weiße Tücher, mit denen gewöhnlich Stierkämpfer abgeurteilt werden. "Tot el camp es un clam". Zum Schluss konnte einem der Mann leid tun, den in Spanien fast gar niemand mag. Louis van Gaal passt so gut nach Barcelona wie ein Öltanker in die Grachten von Amsterdam.
"Ich bin zufrieden mit dem Klub und meiner Arbeit. Ich bin nicht zufrieden mit dem Abschneiden meiner Mannschaft. Dazu bin ich zu ambitioniert."
"Wir dürfen uns nicht zu schade sein, über die Grenzen hinwegzuschauen, nach Italien, Holland und Spanien. Es ist doch kein Zufall, dass im Finale der Champions League zwei spanische Teams stehen. Auch mich hat Spanien geprägt, ich habe dort sehr viel gelernt."

"Es gibt große Skepsis, dass man uns als Alibi missbrauchen wird", sagte Gabriel.

"Natürlich werde ich dort nach so langer Unterbrechung noch nicht ganz vorne fahren können, aber es läuft schon ganz gut", meinte der Merdinger.

Professor su. gr. Whg. bis 4000,– Immob. Sagmeister 30779544

(Quelle: SZ, Freitag, 12 Mai 2000, pp. 1 - 56)

to day

Donnerstag, 11. Mai 2000, Stuttgart

0845: Büro. Warum? Draußen schein die Sonne. Man könnte sich in eine Wiese legen und die Wolken über einem vorbeiwehen lassen.

Boule unter Kastanien mit Kugeln von OBUT

Mittwoch, 10. Mai 2000, Stuttgart

Korrekturbögen, Brennerstraße, Bret Easton Ellis, Boule mit Thomas, dann läßt die Polizei irgendwelche Automobile abschleppen (Thomas sagt: "Nur die Assis verdienen richtiges Geld") dann bei Maren, dann gegen später Jenga, Irene, 27,6 Grad, letzte Straßenbahn, in der ich wieder verstärkt wegen meiner Lektüre beobachtet werde. Dann zurück, Petras letzter Arbeitstag, so eine Scheiße war das, dann noch ein NachtDrink und dann:

0137: Licht aus.

American psycho

Dienstag, 09. Mai 2000, Stuttgart

Büro, Tabula rasa, Schreibtisch aufgeräumt, überhaupt alles aufgeräumt, umgeräumt und weggeworfen.

1622: Draußen blühen Kastanien, weiße und rote. Es wird Zeit zu gehen. Jetzt.
1655: Brennerstraße, mit den Korrekturbögen.
1730: Wir werfen Kugeln, auf dem steinigen Vorplatz, Boule, und ich gewinne nicht eine einzige Partie.
2000: Petra.
2104: Petra.
2144: Mein alter Herr.
0027: Letzte Straßenbahn.
0051: Frau Schmidt.
0100: Licht aus.

Charles Forster Kane

Montag, 08. Mai 2000, Stuttgart

1715: Brennerstraße, Fee, Albert.
2000: Andor, dann Kommunales Kino, Citizan Kane, USA 1941. Im Kino sitzen 25 Leute.
2215: Café le théâtre, ich will heute doch noch etwas essen, bestelle aber dann die falsche Mahlzeit.
2300: Mir fallen gleich die Augen zu.
2341: Wieder zurück.
2342: Licht aus.

Après nous le déluge

Sonntag, 07. Mai 2000, Stuttgart

Am Montag war Feiertag. Da ich nicht gewerkschaftlich organisiert bin, war es doch ein sehr ruhiger Tag.

Am Dienstag Dr. phil Thomas Horst in der Brennerstraße getroffen; wir hatten dann ein längeres Gespräch.
Stefan Raab ist demnach der Marcel Duchamp der TV-MedienLandschaft, seine readymades: Guildo Horn, vielleicht auch Zladko, etc ...

Am Mittwoch hatte ich Magenkrämpfe wie ein Schwein. Saurer Wein, keine Ahnung. Akute Kreislaufschwierigkeiten. Kaum geatmet, nur brüchig.

Am Donnerstag war ich inexistent.

Am Freitag meinen Buchhändler angerufen. Ob "American Psycho" von Bret Easton Ellis jetzt endlich da ist. Ja, kiwi 300, 24,90, eine blaue Ausgabe. Dann bei Gil in der Brennerstraße, am Morgen natürlich bei meiner Frau Kiosk, dann, gegen später: Cantina Toscana, Albert, Schmidt, Dr. phil Th. Horst, Herr Dr. Schneider, Lady Diana. Dann La Concha, dann zu zweit auf den Tischen getanzt, dann Dämmerung, dann nach Hause.

Am Samstag 50 kg Gemüse kleingeschnippselt, für ein Essen, das dann anders stattgefunden hat. Vorher meinen Engel aus dem Keller geholt. Mein Brotmesser wieder gefunden. Dann Karten gezockt. Nicht gewonnen. Dann in's Bett.

Heute: spazieren gewesen, draußen im Grünen, auf einzwei Bier, dann zurück, dann Schreibtisch, Computer, eMail von s*pool, dann an einem tape für Halle.

Planet plan
Stolen moments
Flyin' high in the Brooklyn sky
Coffee & TV
Tübinger Straße
Alles schon gesehen
Hoffnung
Change your way
In the Club
Going to California
Spin drifting
Blue Velvet
When you don't see me
There she goes (again)
Dr. Mabuse
Ancora tu
Heart of gold
Good feelings
Useless (K&D)
Useless (Orginal)

why does it hurt when my heart misses the beat?

Beendet: Michel Houellebecq: Ausweitung der Kampfzone, Elke Naters: Lügen
In Reichweite: Bret Easton Ellis. Der Horror.
Jetzt sehe ich vieles klarer.
Schantih.